Donnerstag, 11. November 2010

Sieben Fragen, jedoch nur eine Antwort – zur Zukunft unseres Unternehmens

An die fünfköpfige Hugendubel-Geschäftsleitung, an den Weltbild-Chef sowie an den Vorsitzenden der Hugendubel-ver.di-SozialTarifVertrags- (STV-) Kommission hatte die Blog-Redaktion am 28. Oktober „7 gar nicht amüsante Fragen“ (direkt per Email – und zugleich per Veröffentlichung im Blog) gerichtet – und hat damit offensichtlich in ein Wespennest gestochen.

http://hugendubelverdi.blogspot.com/2010/10/wann-wird-das-hugendubel-stammhaus.html

Äußerst irritierende GL-Stellungnahmen wurden seitdem abgeben, sehr aufgeregte Zeitungs-Interviews wurden geführt – doch die Beantwortung der an die DBH-Leitung gerichteten Fragen (zur Zukunft einzelner Filialen und des gesamten Unternehmens) steht weiterhin aus.


Foto: wallguenter

Einzig Stefan Kraft, Fachsekretär beim ver.di-Landesfachbereich Handel/Buchhandel in Bayern – und Leiter der Verhandlungs-Kommission zum Abschluss eines Sozialtarifvertrages für Hugendubel – hat bisher geantwortet.

“Wer kann – unter diesen Umständen – Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag noch guten Gewissens verweigern, Herr Kraft?" so lautete die an ihn gerichtete Frage – hier seine Antwort:

"Guten Gewissens" können Unternehmer keine Menschen auf die Straße setzen.

"Guten Gewissens" können Filialisten keine Filialen schließen, ohne die Zukunft der dort beschäftigten Kolleginnen und Kollegen gesichert zu haben.

"Guten Gewissens" können sich Geschäftsleitungen nicht weigern, Verhandlungen über einen bereits vorliegenden Vertragsentwurf aufzunehmen, der menschenwürdige Verhaltensgrundsätze für Krisensituationen (z.B. Schließung von Abteilungen und Filialen) vorbeugend beschreibt und Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung vorab verbindlich definiert.

Der von Hugendubel-Kolleginnen und -Kollegen gemeinsam mit ver.di erarbeite Sozialtarifvertrag STV (versehen mit dem Auftrag durch die Hugendubel-Betriebsversammlung) ist gerade jetzt - nach der soeben bekannt gewordenen Schließung des Hugendubel-Stammhauses am Münchner Salvatorplatz - wertvoller und wichtiger denn je:

Der STV ist bestens dafür geeignet, dass Unternehmensleitungen endlich ihrer gesetzlich verankerten "Fürsorgepflicht" gegenüber den durch sie angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nachkommen können.

Der STV bietet der Hugendubel-Geschäftsführung die einzigartige Chance, die bereits vielfach geschehenen Verstöße gegen die eigenen Unternehmensrichtlinien im Nachhinein - und für die Zukunft - zu korrigieren (und er sorgt somit für ein "Einigermaßen-Gutes-Unternehmer-Gewissen").

Der STV ist ein hervorragender Garant für eine angstfreie und menschenwürdige Zukunft aller Kolleginnen und Kollegen bei Hugendubel.

Kommentare:

  1. Wespennest? Aufgeregte Zeitungsinterviews?
    Ich glaub, Ihr nehmt Euch etwas zu wichtig.
    Wie Ihr selbst ja schon bemerkt habt, ist die GL da nicht so wahnsinnig sensibel.
    Ich glaub nicht, dass sie wegen Euren Artikelchen schlaflose Nächte hat ;-)

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  2. Ähhhmmmmmm.... Wenn ich den Aushang am Schwarzen Brett lese, denke ich das ehrlich gesagt schon... Das mit den Schlaflosen Nächten mein ich.

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  3. Ich gehe auch davon aus, dass die GL, gerade vor dem Weihnachtsgeschäft, einige schlaflose Nächte hat.
    Zumal einige GL-Mitglieder Aussagen oft sehr persönlich nehmen...und sich auch dementsprechend verhalten bzw. in der Vergangenheit verhalten haben. Stimmts BR? Ihr könnt doch ein "Lied" davon singen, oder?

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  4. *Ironie-Modus an*

    Das schöne für die GL ist ja, daß es diesen Blog gibt.

    Sollte das Weihnachtsgeschäft dieses Jahr nicht rund laufen und man deshalb nächstes Jahr wieder Leute vor die Tür setzten müssen, dann wissen wir bereits jetzt schon, wer Schuld ist:

    durch die Gerüchte, die dieser Blog (angeblich) verstreut hat, haben sich unsere lieben Kunden entsetzt von der Firma abgewendet und woanders ihre Geschenke eingekauft.

    Hätte es den Blog nicht gegeben, dann wäre dieses Jahr garantiert das umsatzträchtigste in der Firmengeschichte gewesen.

    *Ironie-Modus aus*

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  5. Den 7 Fragen hätte ich gerne noch folgende hinzugefügt:

    Wer wollen wir eigentlich sein?
    Wie wollen wir künftig von den Kunden wahrgenommen werden?
    Was ist heute unsere Firmenkultur und Botschaft?
    Wohin geht's?

    Das sollte ich wissen, wenn ich in Kundengesprächen die Firma repräsentiere.

    Muß ich Marquise von Markise noch unterscheiden können oder reicht ein freundliches Gesicht und eine Kittelschürze?
    Bitte helft.

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  6. Aussage einer Regionalleitung:
    -Freundlichkeit statt Kompetenz-
    Sagt doch alles.....Traurig

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  7. Hallo Anonym 13.11. 19.23

    Für wenig mehr als 400 Euro gibt es ja beides!!
    Freundlichkeit und Kompetenz. Nämlich moi! ;-)

    Unsere superfreundliche Kassiererin z.B. ist sich unsicher darüber, ob wir Pixibücher führen.
    Oder fragt sich und mich, wer um Himmels Willen dieser Vargas Hossa ist.
    Und nimmt jede Beschimpfung der Kundschaft über ihre "Inkompetenz" freundlichst und dankbar entgegen, denn jede Beschwerde ist ja auch eine Chance.
    Stimmt's??
    Mann, da werden sich ja in Zukunft jede Menge Chancen eröffnen.

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