Montag, 14. Januar 2019

Wir für Sie?




Das Leben sei hart, denken manche Leute, man bekomme nichts geschenkt. Aber weit gefehlt! Schon Winston Churchill vermochte unserem Wirtschaftssystem einen Hauch von Mitmenschlichkeit abzugewinnen, als er schrieb: „Tatsächlich sind die Wohltaten unbegrenzt, die sich Menschen durch die höchste Anspannung ihres Fleißes und ihres Könnens gegenseitig zu erweisen vermögen.“ Recht hat er. Doch das Wörtchen „gegenseitig“ verrät den Konservativen, dessen Bild der menschlichen Gesellschaft immer noch im Bann schnöder Reziprozität und Tauschgerechtigkeit steht.


Anders als wir heute ist dieser Mann in seinem Denken über das Do-ut-des der Römischen Antike kein bisschen hinausgekommen. Wer indes wachen Auges durchs kontemporäre Leben geht, der weiß: Altruismus hat Konjunktur – man könnte von einer regelrechten Altru-Mode sprechen. Du wirst bedient, ob du willst oder nicht.  Im Evangelium heißt es ja schon: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“ 

Aber verglichen mit dem, was jetzt läuft, war das eiskalter Sozialdarwinismus. Denn der Deus-nobis der Dienstleistungsgesellschaft erst hat mit der lästigen Bitterei und Sucherei und Klopferei endlich Schluss gemacht. Was so ein zeitgemäßer Kunde ist, für den wäre allein die Äußerung seiner Wünsche eine unzumutbare Hürde. Sie müssen ihm erfüllt werden, noch ehe ihm aufgeht, dass er sie haben könnte.

So machte ich mich unlängst auf den Weg zur nächsten Sparkassenfiliale, um mit der EC-Karte am Bankomaten Geld abzuheben.

Freitag, 11. Januar 2019

Die nächste Krise, der nächste Krieg, die nächste Revolution

XXIV. Internationale Rosa-Luxemburg-KonferenzBildergebnis für melodie und rhythmus manifest für gegenkultur

Am Sonnabend, 12. Januar 2019, in Berlin

 Am 15. Januar jährt sich zum 100. Mal der Jahrestag der Ermordung von Rosa Luxemburg und Kurt Liebknecht durch reaktionäre Freikorps - mit Rückendeckung des damaligen sozialdemokratischen Kriegsministers Gustav Noske.

Zur Erinnerung daran und zur Diskussion der Aktualität der politischen Ideen von Rosa Luxemburg veranstaltet die Tageszeitung  junge Welt seit 24 Jahren in Berlin die Rosa-Luxemburg-Konferenz.
Diesjähriges Motto: "Die nächste Krise, der nächste Krieg, die nächste Revolution: Sozialismus oder Barbarei!"

Krise und Krieg sind im Kapitalismus untrennbar. Die ersten beiden Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts führen das erneut vor Augen. Am Ende des Jahres 2018 verstärken sich international und innerhalb der Bundesrepublik politische und wirtschaftliche Unsicherheit. Nationalistische und neofaschistische Kräfte treten offen auf und erringen Machtpositionen. Immer schneller werden die natürlichen Lebensgrundlagen im Zeichen des Profits zerstört.

Am drängendsten bleibt hierzulande: Deutschland ist im Krieg - von Afghanistan über Irak und Syrien bis Mali. Und es hilft kräftig mit, neue Kriege vorzubereiten. Seit 2014 geht der deutsche Militäretat durch die Decke, langfristig wird eine militärische Auseinandersetzung mit Russland vorbereitet. Die NATO und die USA sind offiziell zur Politik der Stärke und der Abschreckung zurückgekehrt. Die atomare Bewaffnung wird aufgestockt. Die US-Rüstungsetats sprengen alle Dimensionen, die Einkreisung Russlands und Chinas wird von den USA und allen NATO-Staaten aggressiv vorangetrieben. Sollte der INF-Vertrag von 1987 über das Verbot bestimmter Mittelstreckenraketen von den USA gekündigt werden, erhöht sich die Vernichtungsgefahr für Mitteleuropa sprunghaft.

Gleichzeitig häufen sich die Anzeichen für eine neue globale Wirtschaftskrise. Selbst die Gesundbeter des Kapitalismus nehmen wieder das Wort »Rezession« in den Mund. 

Dienstag, 8. Januar 2019

Das ändert sich 2019 für ArbeitnehmerInnen und Versicherte


Bilder Zum Jahreswechsel 2019

Am 1. Januar 2019 treten neue Gesetze und Regelungen in Kraft. Der Mindestlohn steigt, es gibt Neuerungen bei der Rente und endlich zahlen die Arbeitgeber wieder den gleichen Anteil für den Beitrag zur Gesetzlichen Krankenversicherung. Was ändert sich noch für Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Versicherte? Eine Übersicht.

Arbeitslosenversicherung

2019 sinkt der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung auf 2,6 Prozent. Mehr Infos hier.

Beitragsbemessungsgrenzen

Die beitragsbemessungsgrenze für die allgemeine Rentenversicherung (West) liegt ab 1. Januar 2019 bei 6.700 Euro pro Monat. Die beitragsbemessungsgrenze (Ost) steigt auf 6.150 Euro pro Monat. Außerdem ändern sich weitere Rechengrößen in der Sozialversicherung. Mehr Infos hier.

Brückenteilzeit

Ab 1. Januar 2019 können Arbeitnehmerinnen und ArbeitnehmerInnen ihre Arbeitszeit für eine bestimmte Zeit verkürzen und haben ein Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit. Dies ermöglicht die sogenannte "Brückenteilzeit".
Der DGB hat hier alle Informationen zu Brückenteilzeit, Aufstockung und Arbeit auf Abruf zusammengestellt.

Hartz 4
Der Regelsatz für Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II steigt für Alleinstehende von 416 Euro auf 424 Euro pro Monat.


Freitag, 4. Januar 2019

Raus aus der Konsumentenrolle: Seid 2019 aktiv dabei!

Jeder und jede kann beim Infoblog mitmachen!


Fehlt Dir hier im Infoblog etwas? Informationen über aktuelle Entwicklungen an Deinem Hugendubel-Standort? Ein Artikel über ein wichtiges Thema, das unbedingt hier im Blog auftauchen sollte? Notizen aus der Hugendubel-Arbeitswelt?  Ein Meinungskommentar? Oder die Besprechung einer interessanten Neuerscheinung ?

 

Wir freuen wir uns über jeden Leser und jede Leserin, der/die vom Konsumenten zum Produzenten wird. Gibt es Themen, über die dringend in unserem Blog berichtet werden sollte? Habt Ihr Informationen, von denen Ihr denkt, dass sie auch für andere Hugendubel-Mitarbeiter von Interesse sind? Könnt Ihr aus erster Hand von Dingen berichten, die uns alle etwas angehen?

 

Sagt Eure Meinung, berichtet aus Eurem Arbeitsalltag und werdet selbst aktiv!

Mit diesem Blog haben die Mitarbeiter von Hugendubel nun die Möglichkeit, abseits von der GL-Pressemitteilungen, ihre Sichtweise der Dinge in der Öffentlichkeit zu vertreten. 

Jeder Beitrag wird vertraulich behandelt und erscheint anonym.
 
Wir freuen uns über Eure Artikel und Themenvorschläge!

Schreibt uns: hugendubel.verdi@yahoo.de