Samstag, 30. Januar 2021

Sonntagsarbeit bei Amazon gestoppt

 Bundesverwaltungsgericht gibt ver.di Recht

Endgültiges Urteil: Keine Sonntagsarbeit zur Weihnachtszeit bei Amazon |  Amazon-Watchblog

Düsseldorf, 27. Januar 2021

Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hat am Mittwoch (27. Januar 2021) einer Klage der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gegen die Genehmigung von Sonntagsarbeit bei Amazon letztinstanzlich stattgegeben. Damit bestätigt das Gericht ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster aus dem Dezember 2019. Für die Fachbereichsleiterin für den Handel in NRW, Silke Zimmer, ist dies eine Bestätigung des Einsatzes der Gewerkschaft für den Sonntagsschutz:

„ver.di geht auch bei Amazon konsequent gegen unnötige Sonntagsarbeit vor. Die Beschäftigten bei Amazon arbeiten sehr hart bei untertariflicher Bezahlung und haben den freien Sonntag verdient. Das Bundesverwaltungsgericht hat mit diesem Urteil bestätigt, dass die Lieferversprechen des Onlinehändlers nicht ausreichen, um den Anspruch der Beschäftigten auf einen freien Sonntag auszuhebeln.“

Mittwoch, 27. Januar 2021

Kurzarbeitergeld 1.200 Euro mindestens!

Jetzt Online-Petition unterstützen!

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Seit Wochen sind sie wieder geschlossen: Friseure, Kinos, Hotels, Cafés, Restaurants, Geschäfte im Einzelhandel und viele mehr. Hunderttausende Kolleg*innen sind von den Schließungen betroffen und in Kurzarbeit. Seit drei Monaten müssen sie mit 60 Prozent (67 Prozent mit Kindern) oder 70 Prozent (bzw. 77 Prozent) ihres ohnehin schon sehr niedrigen Einkommens auskommen. Oft reicht das Geld vorne und hinten nicht, ohne eigenes Verschulden geraten diese Menschen in existenzgefährdende Notlagen.

Unsere Kolleg*innen brauchen in dieser dramatischen Situation dringend Unterstützung. Zusammen mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert ver.di deshalb in einem offenen Brief an die Regierung ein branchenunabhängiges Mindest-Kurzarbeitergeld in einer Höhe von 1.200 Euro, angelehnt an den gesetzlichen Mindestlohn.

Du kannst dich uns anschließen und unsere Petition dazu hier unterzeichnen:

 

 Online-Petition

 

Freitag, 22. Januar 2021

Hugendubel zahlt den restlichen Härtefallfonds aus

 

Info zur Auszahlung der Mittel aus dem Härtefallfonds


Liebe Kolleg*innen,
 
erfreulicherweise konnten sich die Betriebsräte mit der Arbeitgeberseite auf eine schnelle Auszahlung der restlichen Mittel aus dem sog. „Härtefallfonds“ einigen, die dazu dienen sollen, die durch die Kurzarbeit entstandenen finanziellen Einbußen etwas abzumildern.
 
Die insgesamt 88.000 € werden bundesweit mit dem Januargehalt ausgezahlt.
 
Anspruchsberechtigt sind alle Beschäftigten, deren normales Gehalt 2.600 € brutto bei Vollzeit nicht überschreitet und die in diesem Monat weniger als 50% ihrer vertraglichen Arbeitszeit beschäftigt sind.
 
Bei Teilzeitkräften richtet sich die Summe natürlich nach ihrer normalen Arbeitszeit.

 

 


Montag, 18. Januar 2021

"Amazon sollte zerschlagen werden!"

 Podiumsdiskussion auf der XXVI. Rosa-Luxemburg-Konferenz

 

 

"Der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein". Dieser Satz von Brecht war das Motto der XXVI. Rosa-Luxemburg-Konferenz, die dieses Jahr als Live-Stream veranstaltet wurde.

Eine der vielen Veranstaltungen auf der RLK-Konferenz widmete sich auch der Rolle von Amazon als Krisengewinnler, Organisator moderner Ausbeutung und den gewerkschaftlichen Arbeitskämpfen dagegen. Stefan Huth, der Chefredakteur der jungen Welt gab dazu eine Einführung und stellte die Diskussionsteilnehmer vor:

 

Stefan Huth: Herzlich willkommen zu unserem Podiumsgespräch. Es geht um den »Krisengewinnler Amazon«. Wie kaum ein anderes Unternehmen hat der Onlineriese von der Coronapandemie profitiert. Während der stationäre Handel in Fachgeschäften und Kaufhäusern zwischenzeitlich praktisch zum Erliegen gekommen ist, wuchsen die Umsätze von Amazon ins schier Unermessliche. Firmeninhaber Jeff Bezos verfügt inzwischen über ein geschätztes Privatvermögen von rund 183 Milliarden US-Dollar.

Aber wer zahlt am Ende die Zeche? Die Arbeitsbedingungen in den euphemistisch als Fulfillment-Centern (»Wunscherfüllungszentralen«) bezeichneten gigantischen Lager- und Verteileinrichtungen sind für die Beschäftigten eine reine Zumutung. Arbeitshetze, schlechte und untertarifliche Bezahlung sowie permanente Kontrolle durch intransparente Algorithmen gehören zur gängigen Praxis.