Freitag, 5. November 2010

Fakten-Check: Die Informationspolitik der GL

Kleine Chronik unangekündigter Ereignisse

Als wir vor zwei Monaten diesen Infoblog starteten, haben wir folgendes Zitat von Dr. Maximilian Hugendubel vorangestellt: "Der Unternehmer muss offen sein für Kritik. Das Allerschlimmste, das passieren kann ist: wenn man keinen Widerspruch mehr bekommt." Offensichtlich war dieser Satz nur für die Galerie bestimmt, aber zu keinem Zeitpunkt ernst gemeint. Denn dieser Infoblog macht genau dies: Kritik und Widerspruch.
Im Zusammenhang der Presseberichterstattung warf man uns geschäftsschädigende "Spekulationen" vor und drohte uns unverhohlen. (Wir haben dazu das Notwendige im Beitrag "Eine Nachricht geht auf Reisen" gesagt). Dabei haben wir nur Fragen gestellt, die sich viele MitarbeiterInnen schon seit langer Zeit stellen, aber von der GL meist unbeantwortet gelassen wurden. Die Aufregung um die Zukunft der Stachus-Filiale hätte man sich sparen können, wenn man den MitarbeiterInnen rechtzeitig eine klare Ansage gemacht hätte. Insofern freuen wir uns mit den dortigen KollegInnen, dass die Zukunft ihrer Arbeitsplätze gesichert scheint.

Aber dieses Zurückhalten von Informationen und das Hinhalten der Beschäftigten aus taktischen Gründen, um ja keinen Wettbewerbsnachteil zu erleiden, zieht sich durch die letzten Jahre wie ein roter Faden. Dahinter verbirgt sich eine Sicht auf die Mitarbeiter, die nicht als mündige Erwachsene behandelt, sondern wie Schachfiguren hin und her geschoben werden. Eine Sache ist es, unternehmerische Entscheidungen wie Umstrukturierungen und Filialschliessungen zu treffen. Eine andere Sache ist es, die betroffenen KollegInnen fair zu behandeln und sie vor allem rechtzeitig zu informieren. Dazu drei Beispiele.

Erstes Beispiel:
Von den geplanten Massenentlassungen im Sommer 2009 erfuhr der Betriebsrat erst im allerletzten Moment.
Kurzarbeit zur Sicherung der Arbeitsplätze wurde kategorisch ausgeschlossen. Eine Alternative übrigens, die ein anderer Sachverständiger durchaus für möglich hielt. Die heute im Umlauf befindliche Zahl der entlassenen KollegInnen enthält außerdem nicht diejenigen, deren Arbeitsverträge einfach nicht verlängert wurden. Eine vermeintlich "elegante" Lösung, da weder Abfindungen noch Arbeitsgerichtsprozesse einkalkuliert werden mussten.

Zweites Beispiel:
Die KollegInnen der Nürnberger Filiale wurden letztendlich monatelang hingehalten mit dem falschen Versprechen, dass man auf der Suche nach einer Alternativ-Immobilie sei. Wie diese nervenaufreibende Situation zwischen Hoffen und Bangen in einer ohnehin ökonomisch angeschlagenen Region menschliche Existenzen beschädigt, kann wohl niemand nachvollziehen, der in seinem gutgepolsterten Chefsessel die Zahlenkolonnen addiert.

Auch hier gilt: Eine Sache ist es, unternehmerische Entscheidungen wie Umstrukturierungen und Filialschliessungen zu treffen. Eine andere Sache ist es, die betroffenen KollegInnen fair zu behandeln und sie vor allem rechtzeitig zu informieren. Offiziell ist die GL wohl immer noch auf der Suche nach einer Alternativ-Immobilie?

Drittes Beispiel:
Das von Dr. Hugendubel vorgebrachte Argument, man wolle den betroffenen MitarbeiterInnen am Salvatorplatz unnötige Fragen der Kunden während des Weihnachtsgeschäfts ersparen, ist durch die vergossenen Krokodilstränen wahrscheinlich schon ganz durchgeweicht. Wohlweislich verlor er über andere Filialen, die in unseren "7 keineswegs amüsanten Fragen" an die GL ebenfalls auftauchten, kein einziges Wort. Damit kein Missverständnis aufkommt: Wir wollen unter den KollegInnen keine Panik durch haltlose Spekulationen verbreiten, sondern klare Informationen über unsere Zukunft bekommen.

Auch hier gilt: Eine Sache ist es, unternehmerische Entscheidungen wie Umstrukturierungen und Filialschliessungen zu treffen. Eine andere Sache ist es, die betroffenen KollegInnen fair zu behandeln und sie vor allem rechtzeitig zu informieren.

Es gibt neben der von der GL praktizierten Nicht-Information noch einen anderen roten Faden, der sich durch die vergangenen Jahre zieht. Es ist der radikale Umbau der Firma hin zu einem verkaufsfähigen Produkt. Denn über dem ganzen Konzern hängt seit Jahren wie ein Damokles-Schwert die klare Verkaufsabsicht der katholischen Kirche. Nachdem sich vor Jahren noch kein Käufer fand, kommt man mit jeder "Rationalisierung", jeder "Umstrukturierung", jeder Schließung "nicht-optimierbarer" Filialen und jeder Entledigung von "Altlasten", sprich: Mitarbeitern mit Tarifgruppe 3 und unbefristeten Arbeitsverträgen, diesem Ziel mit Sieben-Meilen-Stiefeln näher. Was nicht passt, wird passend gemacht. Schöne neue Welt.

Immer mehr MitarbeiterInnen, die aus falsch verstandener Loyalität, aus Alternativlosigkeit oder schlicht aus Angst all die Jahre still gehalten haben, beginnt zu dämmern, dass ihre ganzen Unterwerfungsgesten keine Überlebensgarantie mehr sichern. Die Führungsetage interessiert sich für derlei überhaupt nicht. Ihr Masterplan wurde schon vor Jahren aus der Schublade gezogen und wird jetzt Schritt für Schritt umgesetzt.

Der Infoblog ist ihnen dabei etwas in die Quere gekommen. Wir überschätzen keineswegs unsere Möglichkeiten, die sind klein genug. Aber auch wieder nicht so klein, dass wir nicht ein bißchen Sand im Getriebe der "Mega-Maschine" (Lewis Mumford) sein können.

Die Mittel, die uns zur Verfügung stehen, sind eher bescheiden, aber nicht wirkungslos:

Information, Mut und Solidarität.

Übrigens auch Humor und Freundlichkeit.





Kommentare:

  1. Auch die Tatsache, dass die Presse mit der Nachricht anders umgegangen ist als der BR wollte, ändert nichts daran, dass diese Aktion nach hinten los gegangen ist.

    Viele Münchner Kollegen haben in den letzten Tagen den BR duchaus verflucht und stehen nicht hinter dem Blog.

    Ich bin der Meinung, dass durch die letzten Aktionen hier im Blog die Sympathien für die GL gesteigert werden. Ich habe das Gefühl viele Kollegen sind dieser öffentlichen Schlammschlacht irritiert und findet das jetzige Verhalten der GL logisch (wenn nicht gar verständlich).
    Also selbst wenn die GL heute in Nürnberg eine passende Immobilie finden würde, trägt die Meldung "Hugendubel muss Stammhaus schließen" nicht zum Abschluß eines tollen Mietvertrags bei. Auch das sichtert Arbeitsplätze!!

    Eine unbequeme Meinung, ich weiß.

    Wie wäre es denn, sich mal basisdemokratisch bei allen Kolleginnen zu erkundigen, was diese wollen. Denn ich denke, das Gleiche, was der GL vorgeworfen wird - die Entwicklung der Fima zum Produkt - passiert hier.

    KollegeMUC

    PS: Den Anlass zu meinem Kommentar gab eine ältere Stammkundin, die ich diese Woche im Laden war und meinte: Ich wollte noch ein Buch kaufen bevor sie hier zu machen müssen. Ich muss sie doch unterstützen! (MPL)

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  2. Nochmals: DER BR hat nichts mit diesem Blog zu tun. Dieser Blog wird von vielen aktiven Kollegen initiiert und gesteuert. Der Blog soll die Kommunikation zwischen den Kollegen anregen und auch auf Unbequemlichkeiten hinweisen. Klar, die GL möchte bestimmte Tatsachen lieber verschweigen und muss sich nun Fehler in ihrer eigenen Kommunikationsstrategie eingestehen.

    DER BLOG IST KLASSE
    Wir haften nicht für die Presse

    B.

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  3. Wer schließt den Salvatorplatz, wer Nürnberg, wer die ehemaligen Filialen Chemnitz, Berlin Friedrichstraße?
    Der Blog wohl nicht.
    Wer informiert uns nicht?
    Die GL!

    Du glaubst doch nicht wirklich, dass in Nürnberg noch eine Immobilie gefunden wird? Aber manche glauben ja auch an Wunder.
    Es wird ja angeblich schon seit Jahren gesucht.
    Das Nichtfinden einer Immobilie sichert bestimmt keine Arbeitsplätze!

    Es werden hier nur Wahrheiten erzählt, nichts ist erfunden! Gut, es gibt bestimmt Mitarbeiter, die die die Augen vor der Wahrheit verschließen möchten.
    DABEI kann der Blog natürlich nicht behilflich sein.

    All die Dinge, die hier ans Tageslicht kommen, hat die GL und das Management zu verantworten.

    Und, bitte lesen:
    Dies ist ein Verdi-Blog. Dies hat nichts mit dem BR zu tun!

    Die "Aktion" ist nicht nach hinten los gegangen. Es ist verständlich, daß die Münchner Presse ein Interesse daran hat, wenn ein traditionelles Münchner Unternehmen seine Wurzeln kappt. Das interessiert auch Leser und Kollegen.

    Und was bedeutet: fragen, was die Kollegen möchten?
    Ob sie wohl wollen, dass Filialen schließen, ob sie wollen, dass sie ihren Arbeitsplatz verlieren, ob sie wollen, dass sie versetzt werden?
    Die Antwort wird eindeutig ausfallen.

    Ich freue mich, dass Kunden auf die Zeitungsartikel reagieren.
    Wo liegt das Problem, ehrlich zu antworten?

    Bitte lieber Blog, informiert uns weiter so gut!
    (Das wäre eigentlich die Aufgabe der GL)

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  4. Lieber KollegeMUC,

    ich habe keinen Grund, den Betriebsrat für irgendetwas zu verfluchen. Gerade als im letzten Jahr etliche Arbeitsplätze in Gefahr waren und viele Kündigungen anstanden, hat er sich vorbildlich für die Kolleginnen und Kollegen eingesetzt.
    Von welcher Schlammschlacht sprichts Du eigentlich? Das hört sich an, als würden GL und BR sich per Interview in der Presse gegenseitig fetzen. Mir stellt sich die ganze Sache vollkommen anders dar. Was ist das eigentlich für eine Kommunikationsstrategie, den Leuten erst zu erzählen, ihre Filiale wird geschlossen und dann zu glauben, das noch bis ins nächste Jahr unter der Decke halten zu können?
    Warum hat man der Negativmeldung "Stammhaus macht dicht" nicht offensiv die positive Botschaft entgegengestellt, dass in München (endlich) wieder investiert wird?
    Soweit ich es gelesen habe, hat Dr. Hugendubel am vergangenen Freitag gegenüber dem Buchreport Gerüchte zum Stachus (wo auch immer sie aufgekommen sind) klar dementiert. ich verstehe ja nicht viel von Öffentlichkeitsarbeit, aber spätestens dann hätte doch eine Presseerklärung rausgehen müssen, oder? Bezahlt die GL nicht Leute dafür?
    Der ganze Aktionismus unseres Arbeitgebers, da bin ich mir mit vielen einig, sieht doch sehr danach aus, als wolle man Sündenböcke für die eigene verfehlte Infopolitik suchen!
    Zum Schluss noch ein Faktum, dass bei all der Aufregung leider völlig in den Hintergrund getreten ist: Das Schlimme an der ganzen Sache ist doch nicht, wie die Schließung des Salvatorplatzes bekannt geworden ist, sondern die Tatsache, dass die Filiale bald wg sein wird und unsere Kolleginnen dort ihren bisherigen Arbeitsplatz verlieren. Denken wir doch mal an daran!

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  5. @B.

    Bin ganz Deiner Meinung. Finde es außerdem echt nervig, dass es einige Kollegen immer noch nicht kapieren, dass der BR absolut NICHTS mit dem Blog zu tun hat und der Blog auch NICHT vom BR forciert wird.

    Kann den Mitarbeitern der Blogredaktion nur danken. Ohne sie würden viele Infos erst gar nicht verbreitet und die "Schachfiguren" wüssten mal wieder nicht was abgeht und was in anderen Regionen geschieht.

    Lasst Euch von einigen "Linientreuen" Eure Arbeit nicht madig machen.

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  6. Bravo! Ein Artikel, der mir aus dem Herzen spricht!

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  7. @KollegeMuc
    Du schreibst:
    "Viele Münchner Kollegen haben in den letzten Tagen den BR duchaus verflucht und stehen nicht hinter dem Blog."

    Jetzt wüßte ich doch ganz gerne mal, WARUM man den BR verflucht hat (auch wenn er nichts mit diesem Blog zu tun hat) und warum sie nicht hinter dem Blog stehen?

    Mich würds wirklich interessieren und ich bin schon sehr auf Deine Antwort gespannt.

    Weil er Wahrheiten verkündet hat, die noch dazu kein Betriebsgeheimnis mehr waren? (soweit ich informiert bin, wurde den Mitarbeitern nicht gesagt, daß diese Information bis Anfang nächsten Jahres streng geheim ist)

    Weil er kritische Nachfragen stellt? Und dies nicht nur hinter vorgehaltener Hand sondern öffentlich? Gott bewahre!

    Sind das wirklich die Gründe, diesen Blog zu verfluchen?

    Du machst anscheinend diese Erfahrung in Deiner Filiale. Laß Dir gesagt sein: in meiner Filiale ist es genau andersrum.
    Die Meinung hier: endlich erzählt uns mal jemand, wie es aussieht hier. Wie übergangen hätten wir uns gefühlt, wenn wir erst nächstes Jahr erfahren, daß der Salvatorplatz schließt (obwohl es den Kollegen dort bereits jetzt erzählt wurde)
    Wie fadenscheinig ist doch die Ausrede, man wollte es den anderen noch nicht erzählen und nicht öffentlich machen, nur damit man nicht wegen Nachfragen im Weihnachtsgeschäft gestresst wird. Haha!
    STELLT MEHR MITARBEITER EIN! Das wäre ne Sache, um uns weniger zu stressen im Weihnachtsgeschäft.
    Aber nicht, uns unangenehme Wahrheiten zu verschweigen.

    Wieviel Vertrauen kann ich denn noch in die GL haben? Scheinbar keine mehr.

    Nein, nein, lieber Blog! MACHT WEITER! Genau für solche Geschichten seid Ihr da!

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  8. Mir ist klar, dass RECHTLICH der BR mit dem Blog nichts zu tun hat.

    Wohl keine Befragung der Mitarbeiter, schade.

    Werde auf die Angriffe nicht eingehen.

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  9. @KollegeMuc:

    Auf welche Angriffe? Gibts keine Gegenargumente, die Du vorbringen möchtest? Na, die Diskussion ist ja schnell im Sand verlaufen.

    Schade eigentlich.

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  10. Warum eine Befragung der Mitarbeiter?

    Die werden bei allen anderen Entscheidungen ja auch nicht befragt, warum also speziell in diesem Fall?

    Gibt es Gründe, warum Du das vom Blog forderst, sonst aber nicht?

    Bitte antworte!

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  11. Habt Ihr schon den Aushang der GL gelesen? Wäre schön wenn der Internetredaktion diesen hier noch mal postet. Einfach genial!
    Die GL baut Bockmist und ärgert sich über Menschen die darüber berichten.

    B.

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  12. @ B.

    Erzähl mehr! Stichwort "Aushang". Drohen sie mal wieder mit "Liebesentzug"?

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  13. @KollegeMUC

    Scheint ja schwer verständlich zu sein:

    Der BR hat nicht nur rechtlich nichts mit dem Blog zu tun, der BR hat damit ÜBERHAUPT nichts zu tun.

    Im Übrigen: Würde es den fähigen BR nicht geben, hätte jemand wie Du sicher keinen Arbeitsplatz mehr in diesem Unternehmen. Und andere auch nicht mehr. Der BR versucht für uns Mitarbeiter "die Kohlen aus dem Feuer zu holen".

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  14. Liebe Kollegen und Kolleginnen,
    die Münchener Lokalpresse hat heute über die geplante Schließung der Filiale am Salvatorplatz geschireben und in diesem Zusammenhang über weitere Filialschließungen spekuliert. Die GL hatte entschieden, die für 2012 geplante Schließung der Fil. am Salvatorplatz zunächst nur intern dem BR und den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mitzuteile und alle anderen Mitarbeiter sowie die Öffentlichkeit erst Anfang des nächsten Jahres zu informieren, um im Weihnachtsgeschäft die Mitarbeiter unseres Stammhauses nicht unnötig zu belasten. Dies geschah vor dem Hintergrund einer Laufzeit des Mietvertrages von noch annähernd zwei Jahren. In den letzten Tagen mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass diese und weitere interne Informationen , die nicht zur Weitergabe an Außenstehende bestimmt waren, über das Interneh weiterverbreitet wurden.
    Gerade die Spekulationen über das Weiterführen von Filialen haben heute zu einer deutlichen Verunsicherung von Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern geführt. Besonders die Schließungsgerüchte zur Filiale Stachus entbehren jeder Grundlage. Die Tatsache, dass eigene Mitarbeiter anonym durch gezielte Spekulationen das Unternehmen bewusst zu schädigen, hat mittlerweile spürbare Auswirkungen. Die GL bemüht sich, den Schaden in Grenzen zu halten, ist aber gerade bei den derzeit laufenden Verhandlungen über Mietverträge massiv behindert. Die negativen Auswirkungen der beschriebenen Verhaltensweisen einzelner Mitarbeiter sind in ihrer Konsequenz für die gesamte Firma noch nicht abzusehen.

    München, 2.11.2010
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihre Geschäftsleitung

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  15. ja, so sieht der lächerliche Aushang aus. Daraus hat KollegeMuc zitiert.

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  16. Die GL schädigt sich doch selbst.

    Ist schön einfach, immer in anderen (hier die Blogposter) den Sündenbock zu sehen.

    Wie unüberlegt war es von der GL, mit dieser Nachricht (hier: Schließung Salvatorplatz) VOR dem Weihnachtsgeschäft vor die Belegschaft zu treten? Tja, liebe GL, schlechtes Timing. Außerdem hätten Sie noch jede Menge Zeit gehabt. Steht doch erst 2012 an.

    Im Übrigen: Wer das Medium Internet heutzutage ignoriert, der darf sich nicht wundern, wenn andere schneller am Start sind (aus den Fehlern vergangener Zeit sollte man lernen...).

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  17. Da hat ja jemand schnell getippt, der Aushang der GL hatte weniger Rechtschreibfehler.
    ;)

    B.

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  18. Angelehnt an den Werbeslogan des Bundeslandes Baden-Würtemberg:

    "Wir können alles, außer Hochdeutsch"

    müßte der Slogan der GL lauten:

    "Wir können alles, außer Informationspolitik".

    @ B.

    Man kann halt nicht alles haben ;-). Dafür war unser schneller Tipper aber fix.

    Dank an den Schnelltipper!

    @Anonym (GL-Text)
    B. meint es nicht so ;-)

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  19. Es war absehbar, daß die GL dem Infoblog die Schuld für die Spekulationen und die kritische Berichterstattung in der Presse geben würde. Bei der nächsten Entlassungswelle heißt es dann wahrscheinlich, Blogger und Betriebsrat hätten den Ruf von Hugendubel geschädigt und seien dafür mitverantwortlich. So verstehe ich zumindest den kryptischen letzten Satz in dem Aushang mit dem Hinweis auf "Konsequenzen für die gesamte Firma".

    Liebe Bloginitiatoren, laßt Euch davon bloß nicht beeindrucken! Wenn eine unserer Filialen schließt, noch dazu das Stammhaus, dann geht das alle Kollegen etwas an, und wenn die GL nicht einsieht, daß sie darüber informieren muß, dann müßt wenigstens Ihr es tun.

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  20. Hallo alle Aufrechten,
    zunächst Danke für den tollen Leitartikel und Dank an alle Mutigen, die zwar ihre Treuepflicht verletzten, deren Handeln ich aber gutheiße und nachvollziehen kann.

    Meinen Kindern versuchte ich beizubringen, dass es keine "guten" Geheimnisse gibt, sondern nur Nutznießer von Geheimhaltung.
    Und dass sie jederzeit willkommen sind, sich vertrauensvoll zu offenbaren- ohne Gefahr sich selbst einer Bestrafung auszusetzen.
    Die Wahrheit sagen ist gut.
    Unser Rechtssystem verlangt es sogar.
    Habe ich ihnen etwas Falsches gesagt?

    Es ist gut zu sehen, wie sich durch ein paar wahre Worte die Wirkungskette einmal kurz umkehrt.
    Solidarität als Schlagwort macht sich in Sonntagsreden gut, danach handeln ist besser.
    Also, Leute, klettert auf Eure Schreibtische und ruft "Oh Captain, mein Captain.".
    Oder singt einfach mal mit mir:

    This little light of mine, I'm gonna let it shine, let it shine let it shine let it SHIIIIIIIINE.

    Yeah.

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  21. @KollegeMUC:
    DANKE FÜR DEINEN BEITRAG!! ICH BIN GANZ DEINER MEINUNG!
    An die, die es betrifft:
    Ich weiß aus meiner Filiale, daß die Giftspritzen hier im Blog nur ein minimaler Teil unseres Unternehmens sind - der Rest schämt sich für Euch, auch wenn Ihr das nicht wahr haben wollt. Auch unter dem Argument der Meinungsfreiheit bin ich als Bürger nicht von der Pflicht zu DENKEN befreit! Es ist eine Sache, sachlich zu informieren/ diskutieren und eine andere polemischen, schlecht informierten Mist in Welt zu blöken. Das macht Ihr hier nämlich. Und Euer Geplärre nach Argumenten, sobald jmd nicht Euerer Meinung ist, ist albern. Mit Euch kann man nämlich garnicht diskutieren, weil Ihr schlichtweg keine Ahnung von Unternehmenführung oder nur einfacher BWL habt. Sonst würdest Ihr nicht so einen Mist von Euch geben (oder längst selbstständig sein *lach*). Ich bin raus - dieser Blög ist peinliches Gehetze unter dem Deckmantel der Moral. Ich schäme mich für solche "Kollegen". Und Tschüß, bin raus.

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  22. Ich kann dies aus den Berliner Filialen nur dementieren.
    Hier stehen nicht mal mehr die Abteilungsleiter hinter der Geschäftsführung. Der Aushang der GL zerstörte auch den letzten Rückhalt in der Belegschaft. Einfach idiotisch, den Kollegen die Schuld für eigene Fehler in die Schuhe zu schieben.

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  23. Hallo Anonym 7.45
    Wow, was für ein Abgang!
    Beschimpfungen und Türenschlagen, dazu das nicht zu übertreffende Totschlägerargument "Dann geh doch nach drüben, wenn's Dir nicht passt!". Wirklich beeindruckend.
    Aber HALT, so einfach geht das nicht. Bleib bitte noch einen Moment.
    Du schreibst, Du bist raus.
    OK. Bitte sag einmal: Warum warst Du drin?
    Was haben Menschen zu gewinnen, die sich hier exponieren?
    Außer Stress und Angst erstmal gar nichts.
    Trotzdem engagieren sich Mitarbeiter hier.
    Warum?
    Gute Buchhändler sind bei der Konkurrenz immer willkommen. Nein. Wer sich hier engagiert, dem liegt etwas an seinem Arbeitsplatz- nicht irgendeinem Job, sondern ein Platz in DIESEM Unternehmen.
    "Lecko Mio" kann man immer sagen (Danke für Dein Beispiel), ist aber falsch.
    Es geht hier ja nicht darum, unternehmerische Entscheidungen der Geschäftsleitung zu sabotieren, um Himmels Willen!!

    Schlußendlich geht es nur um Benehmen.
    Und meiner Meinung nach brauchst Du da auch noch ein kleines Seminar.
    Ganz liebe Grüße

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  24. Aha, Wahrheit bedeutet also: schlecht informierter Mist.
    Das würde ja heißen, dass der Salvatorplatz gar nicht schließt??
    Dann bist Du schlecht informiert, denn die GL hat dies öffentlich bereits bestätigt!

    Bei all meinen Kollegen sieht es vollkommen anders aus. Sie fühlen sich von der GL für dumm verkauft und der peinliche Aushang wird als "das Allerletzte" empfunden. Und so denkt der Großteil der Kollegen.

    Aber es scheint ein schönes Leben zu sein, wenn man den Kopf in den Sand steckt und sich alles schön redet. Gott sei Dank gibt es kritische Mitarbeiter.

    Was hat die Nichtinformation der Mitarbeiter mit BWL zu tun?
    Das hat höchstens etwas mit ruhig halten zu tun, um die Kollegen ja nicht zum selbständigen Denken zu bewegen.

    ICH schäme mich für solche Kollegen, die zu allem Ja und Amen sagen, ohne Widerspruch, ohne ihr eigenes Hirn einzuschalten.
    ICH schäme mich für obrigkeitshörige Mitarbeiter (die hier anscheinend mal kurz angewiesen worden sind, einen Kommentar zu schreiben)

    Solche Kollegen gibt es aber in meiner Filiale nicht!
    Seltsam, oder?

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  25. @Anonym 7. November 2010 07:45:

    Du schreibst: "Es ist eine Sache, sachlich zu informieren/ diskutieren und eine andere polemischen, schlecht informierten Mist in Welt zu blöken. Das macht Ihr hier nämlich."

    Dafür hätt ich gerne Beispiele.

    So wie ich Dich verstanden habe, wertest Du den Aushang am Schwarzen Brett also als "sachlich informieren/diskutieren" und alles hier im Blog (oder den Großteil oder überhaupt irgendeinen Teil) ist also polemischer, SCHLECHT INFORMIERTER MIST????

    Bitte sag uns, welche Informationen, die hier verbreitet wurden, damit gemeint sind. Sag dazu aber nicht nur "Der Salvatorplatz-Quatsch" o.ä. sondern nenne bitte richtige Beispiele, am Besten mit Zitanten aus Artikel aus diesem Blog.
    Wo hast Du schlecht informierten Mist gelesen?

    Mich würds wirklich interessieren...
    Das ist kein Angriff auf Dich sondern wirkliches Interesse!
    Aber meine Bitte kommt vermutlich zu spät, da Du Dich ja entschlossen hast, zu gehen.

    Eines haben alle Kommentare, die in diese Richtung zielen, gemeinsam: nach einem lauten Holterdiepolter verschwinden diese "Kollegen aus der Filiale" spurlos wieder, ohne ihre Beschuldigungen mit Beweisen zu untermauern.

    Seid mir nicht böse, aber dadurch macht Ihr Euch einfach nur noch unglaubwürdiger.
    Wer so "argumentiert", dem kann ich einfach den Rest, den er schreibt, auch nicht abnehmen.

    "KollegeMuc", Dich kenn ich z.B. Bei Dir weiß ich einfach durch Zufall, wer da dahinter steckt (die Geschichte mit der Kundin am MPL hat Dich verraten)
    Von Dir bin ich tatsächlich persönlich enttäuscht. Aber damit werde ich leben müssen.

    Ich kann nur immer nicht verstehen, warum Ihr Eure Beleidigungen und Anschuldigungen nicht mit konkreten Beispielen benennen könnt. Sind diese Angriffe etwa haltlos und basieren nur auf Vorurteilen?

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  26. Die von "KollegeMUC" am 5.11. geforderte "basisdemokratische" Umfrage gibt es längst: nämlich die Unterschriftensammlung für den Sozialtarifvertrag. Ich kenne Filialen und Abteilungen, wo 95% der Gesamtbelegschaft (!) den STV befürworten. Es gab letztes Jahr auf der Betriebsversammlung eine große Mehrheit dafür und angesichts unserer Zukunftsaussichten hat sich diese Mehrheit eher vergrößert als verkleinert. Schon unterschrieben auf der Liste, KollegeMUC bzw. Anonym ? Oder kriegt man als "Führungskraft" vielleicht gar nicht mit, was an der "Basis" so abgeht? Eure cholerischen Tobsuchtsanfälle sprechen übrigens Bände und verraten viel über eure Mentalität. Das Muster ist - wie von einem anderen Kommentar hier schon erwähnt - immer dasselbe: Tür aufreissen, reinbrüllen und Tür wieder zuschlagen. Erinnert mich fatal an den Kasernenhofton während meiner Bundeswehrzeit. Oder ist das der normale Umgangston in den oberen Etagen? Na dann Gute Nacht. Nächster Punkt: GL und Basisdemokratie? Wenn das Thema nicht so ernst wäre, könnte man nur noch lachen. Wer im August den STV wegfegt mit dem Argument, dass keine Filialschliessung ansteht und dann - durch Druck vom Infoblog - 8 Wochen später alles zugeben muss, der braucht sich nicht wundern, wenn er ein massives Glaubwürdigkeitsproblem hat. Und selbst wenn die Unterschriftenliste für den STV demnächst wieder in den GL-Papierkorb fliegt; die Probleme verschwinden ja dadurch nicht - und wir reden hier noch gar nicht mal vom geplanten Verkauf der DBH durch die katholische Kirche. Die nächsten Jahre versprechen "interessante Zeiten" und das bedeutet im chinesischen Sprichwort für die Menschen nichts Gutes.
    Gut, dass es wenigstens den Infoblog gibt!

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  27. Ich stehe inzwischen dem Blog genauso kritisch gegenüber wie der GL. Im Moment kann mit den Äußerungen beider Parteien überhaupt nichts mehr anfangen. Ist wahrscheinlich so eine Art Teufelskreis oder Eskalation? Aber die Art der Meinungsäußerungen hier verdienen sicherlich genauso wenig Respekt, wie der planlose, unüberlegte Umgang der GL mit der momentanen Situation. Schade!

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  28. In unserer Filiale kenne ich niemanden, der gutheißt, was hier geschrieben wird. Es sei denn, sie lügen mich alle an, was ich nicht glaube.
    Nicht mal der BR steht hinter dem Blog.

    Bitte überdenkt doch ab und zu, was Ihr schreibt und ob es unbedingt im Bildzeitungsstil geschehen muss.

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  29. Die Betriebsräte, mit denen ich gesprochen habe auch!
    Und die Kollegen aus meiner Filiale ebenfalls!
    Wir alle finden den Blog klasse.
    Macht bitte so weiter. Wenn schon die Geschäftsleitung nicht informiert, dann ihr.

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  30. Puuuh, ist schon heftig, was man hier so liest. Es ist absolut verständlich und die Wut nachvollziehbar. Aber wenn ich so überlege, dass das hier JEDER lesen kann, leidet der Ruf Hugendubels in der Branche. Der Durchschnittskunde wird sich zwar nicht hierher "verirren", aber potenzielle Mitarbeiter wird das hier für eine Bewerbung definitiv abschrecken. Und als Mitarbeiter leidet auch meine Meinung über ein Unternehmen, dass einstmals einen guten Ruf hatte. Ich hoffe nur inständig, dass sich die Geschäftsleitung konstruktiv mit dem Betriebsrat zusammensetzt und vor allem den immer wieder angesprochenen Kritikpunkt der Informationspolitik irgendwie zufriedenstellend löst. Und dass dieser Blog hier wieder verschwindet! Ich verstehe die Wut, aber gut ist dieser Blog für die Außenwerbung nicht!

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  31. Ich denke, das Problem ist auch, dass halt jeder hier alles schreiben kann.
    Der eine schreibt, dass in seiner Filiale jeder den Blog toll findet und der nächste, bei ihm nicht - wer will`s überprüfen? Vielleicht schreibt es auch immer ein und derselbe.
    Jeder kann alles erzählen, obs stimmt oder nicht und das ganze dann anonym.
    Da ist klar, dass die Gemüter oft hochkochen, man steht sich nicht persönlich gegenüber.

    Das ist ein generelles Problem im Netz, auch in Foren usw.

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  32. Wenn Hugendubel leider in der Öffentlichkeit nicht so besonders gut dasteht, ist das nicht die Schuld der mutigen Blogger, sondern hat seine Ursache in der völlig verfehlten Informationspolitik unserer Führung!
    Ich verstehe, wenn man sich angesichts der hier gezeigten ungewohnt offenen Diskussion vielleicht unwohl fühlt, aber ich bin froh, dass es sie endlich gibt!

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  33. Erst einmal ist das hier keine offene Diskussion! Wenn ich schon höre, daß ganze Städte und Filialen hinter dem Blog stehen - ha! In meiner Filiale lesen garnicht alle den Blog! Und die ihn lesen, sehen ihn sehr differenziert. Es ist ja auch nicht alles falsch, was hier geäußert wird, die Form ist einfach nur bedenklich. Und es sind auch eine Menge seltsamer Äußerungen unterwegs ("Solange mir Hugendubel NUR mein Gehalt zahlt" - was denn sonst, die Miete?, "mutige Blogger" - was hat das anonyme Bloggen hier mit MUT zu tun? "Leipzig steht hinter dem Blog" - GANZ Leipzig, ehrlich?). Und immer schön die Verantwortung bei den anderen suchen - jetzt ist die Informationspolitik der Führung schuld! Ganz ehrlich, den meisten Kunden ist diese ziemlich egal. Der Außenwelt fällt es viel eher auf, wenn Mitarbeiter durch geschäftsschädigende Äußerungen an ihren eigenen Arbeitsplätzen sägen, als wenn die GL eine Pressemitteilung zwei Tage später raus gibt als geplant. Denn kein Mensch kann sich vorstellen, daß Mitarbeiter so dämlich sind!

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  34. Ich möchte nicht, dass dieser Blog wieder verschwindet. So ein Forum hat bis jetzt einfach gefehlt.

    Außerdem ist Hugendubel selbst für die Aussenwerbung verantwortlich.
    Wenn es nicht so viele kritische Diskussionspunkte geben würde, bräuchten sie sich auch nicht um ihr Image sorgen.

    Ich will informiert werden. Und zwar ehrlich und umfassend.
    Man kann nicht nur in vergangenen Zeiten leben. Hugendubel hatte einmal einen guten Ruf. Aber Zeiten ändern sich. Denke ich an die vergangenen Jahre zurück, kommt bei mir keine Freude auf.
    Heile Welt gibt es schon lange nicht mehr.
    Das, was hier geschrieben wird, darf ruhig jeder lesen.
    Wir leben ja hier nicht auf einem isolierten Planeten, wo auf "Aussenkontakt" der Kerker steht, oder?

    Liebe GL, verbessert die Mißstände und ihr braucht auch keine Angst vor der bösen Presse haben.

    Es ist wirklich peinlich, die Schuld bei diesem Blog zu suchen, wenn man selbst Fehler macht. Und vorsorglich auch schon mal den Blog für zukünftige Entscheidungen der GL verantwortlich zu machen (siehe GL-Aushang)

    Und bitte lesen: die GL wollte keine Presseerklärung rausgeben! Dies passierte erst auf Druck der Öffentlichkeit.
    Wie steht es in dem Aushang der GL: sie wollten die Mitarbeiter erst nach Weihnachten informieren! Also: nichts mit 2 Tage später! Bitte die Tatsachen hier nicht verdrehen!

    Und "geschäftsschädigende Äußerungen"? Wahrheiten sind also geschäftsschädigend? In welcher Welt leben wir denn? Mußten wir ein Schweigegelübbde ablegen, als wir eingestellt wurden?
    Wenn bei Hugendubel alles so positiv ist, dann brauchen sie auch keine Angst vor Öffentlichkeit haben.

    Wenn dies alles nicht so unfassbar wäre, müsste ich wirklich lachen!

    Bitte Kollegen nehmt Eure rosarote Brille ab!

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  35. Jeder ist selbst dafür verantwortlich, wie die Firma in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Wenns nix schlimmes zu berichten gäbe, dann gäbe es nix schlimmes zu berichten. Hier wird ja nichts erfunden.

    Der Blog berichtet über REALE Tatsachen. Das also, was Ihr Euch nach Feierabend gerne in "Frontal" etc... anschaut, wenns Lidl, Aldi und Co betrifft.
    Da stöhnt Ihr entsetzt auf und sagt: nein, also da kann man ja nicht mehr einkaufen, wenns da so zugeht. Gott sei Dank hat die Zeitung, hat das Fernsehen das aufgedeckt und hat das öffentlich gemacht.

    Und wenn es die eigene Firma betrifft, dann ist es plötzlich schlecht?

    Warum findet Ihr es gut und interessant, wenn wir in der Presse erfahren, wie schlimm es wonanders ausschaut und beim eigenen Unternehmen möchtet Ihr am liebsten, daß es keiner erfährt? Darüber schon mal nachgedacht?

    Und ein für allemal: der Blog hier informiert über TATSACHEN!
    Es ist nicht so, daß hier gelogen wird, daß sich die Balken biegen.

    Noch einmal: ES! SIND! TATSACHEN!!!!

    Und mit dem Stil einer Bildzeitung würde ich das nicht vergleichen. Ich habe in der Bildzeitung jedenfalls selten (nie?) einen Text wie diesen ganz oben gelesen, der Auslöser für diese Diskussion hier ist.

    Und die Diskussion, ob jetzt eine Filiale den Blog gut findet oder nicht, ist doch nutzlos. Wie oben schon jemand schrieb: nachprüfen kann es keiner. Der, der den Blog befürwortet, wird hauptsächlich die Stimmen und Kollegen um sich sammeln, die ähnlich denken.

    Und die, die den Blog verteufeln, werden selbstverständlich nur die Stimmen bemerken, die ihm zustimmen.

    Akzeptiert einfach, daß es diesen Blog gibt. Ihr musstet jahrelang mit den Entscheidungen der Geschäftsleitung leben, dann kommts doch auf diesen kleinen Blog auch nicht mehr drauf an, oder?

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  36. Ungläubiges Kopfschütteln bei Lektüre der Stellungnahme der Geschäftsleitung: kein Mitarbeiter will die Firma "bewusst schädigen". Wer derartiges behauptet, demaskiert sich und die Perspektive auf die eigenen Mitarbeiter selbst: in dieser Führungskultur werden Mitarbeiter nicht nur zu schnell zum Kostenfaktor, sondern gar zum Gegner.
    Vielleicht gehört nicht jede brisante Information sofort an die Öffentlichkeit, aber ein Kommunikationsstil, der zunehmend auf Verschweigen, Verschleiern, später dann auf vollendete Tatsachen setzt, sollte doch kritisch hinterfragt werden können, "Treuepflicht" hin oder her.
    Dass das Vertrauen in die weisen Ratschlüsse der Geschäftsführung schwindet, ist wohl nicht allein Schuld der Mitarbeiter.
    Auch dass anonym gepostet wird ist verständlich, vielleicht erinnert man sich noch an Reaktionen von einzelnen Geschäftsführern auf kritische Mitarbeiter-Bemerkungen zu den letztjährigen Entlassungen; und manch einer hat vielleicht auch auf Filialebene Erfahrungen gesammelt, wie mit kritischen Anmerkungen, konstruktiven Anregungen etc. in dieser Firma gelegentlich umgegangen wird.
    Ist es naiv, zu hoffen, dass die Geschäftsleitung den Anliegen ihrer Mitarbeiter, deren Sorge um ihre Zukunft oder Problemen mit ihren aktuellen Arbeitsbedingungen, wieder mit offenem Interesse entgegentritt?

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  37. Diesen Satz aus der Info der GL finde ich erstaunlich:

    "In den letzten Tagen mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass diese und weitere interne Informationen , die nicht zur Weitergabe an Außenstehende bestimmt waren, über das Interneh weiterverbreitet wurden."

    Einige Wochen vorher hatte ich zu einem anderen Thema ein Gespräch mit einer Führungskraft, die mir klar zu verstehen gab, das der Blog mit Sorge betrachtet wird, weil es ab jetzt keine internen Informationen mehr geben kann.
    Und jetzt soll die GL überrascht sein, weil eine angeblich interne Information nach außen gedrungen ist?

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  38. Ach, das ist doch eh lächerlich. Der Aushang spricht wirklich für sich selbst und beweist die Unfähigkeit der GL, mit solchen Situationen umzugehen.

    Interne Informationen, die nicht zur Weitergabe an Außenstehende bestimmt waren?

    Glaub die GL tatsächlich, ihren Mitarbeitern zu erzählen, dass eine Filiale geschlossen wird, und diese Information bleibt dann bei 1000 Mitarbeitern geheim und dringt nicht nach außen? LÄCHERLICH!

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