Dienstag, 23. Dezember 2014

„Gemeinsam, im Gleichgewicht vorwärts schreiten!“

"Unser Dorf im Senegal":  Interview mit Fritz Schmalzbauer



Infoblog-Redaktion:  Fritz, Du bist in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit tätig. Was verschlägt eigentlich Dich und die anderen beteiligten Gewerkschafter/innen in ein abgelegenes Dorf im Senegal?
Fritz:  Ganz einfach: Der Dorfsprecher Demba Ba (spielt nicht Fußball) arbeitet in der bayrischen Justizverwaltung und ist Verdi-Mitglied, ebenso wie seine Personalratskolleginnen (im Beruf Bewährungshelferinnen). 2010 fand die erste „Expedition“ statt. Ausgerüstet mit Medikamenten und Schulmaterial kamen die Verdileute bis Sinthiou Mbal im nördlichen, besonders armen Senegal (Region Matam) an. Fünf weitere Besuche, darunter die Teilnahme am Weltsozialforum (Senegal 2012) folgten.

Samstag, 20. Dezember 2014

Gegen Pegida, Sarrazin und Neonazis!

Antirassistische Demo in München

Platz-da-Neu

Seit Monaten nimmt die Zahl der Flüchtenden aus Nordafrika und dem Nahen Osten zu. Deutschland, Bayern und die Stadt München stehen vor neuen Aufgaben. Bislang war die große Mehrheit der Menschen bereit, die Hilfsbedürftigen hier willkommen zu heißen und ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Diese positive Grundeinstellung gegenüber den Geflüchteten ist momentan in Gefahr. Ein seltsamer verschwörungstheoretischer Mob, vermischt mit echten Nazis bekommt plötzlich eine unverdiente Öffentlichkeit für ihre patriotisch-panischen Formeln und behauptet auch noch, „das Volk” zu vertreten. Statt Weltoffenheit wird Abschottung und Diffamierung propagiert. Diese Stimmungsmache darf keinen Raum gewinnen! Deshalb rufen wir, das Bündnis Bellevue di Monaco mit einem sehr breiten Bündnis zu einer großen gemeinsamen Kundgebung am 22.12.14, 18.00 Uhr  auf dem Max-Joseph-Platz vor die Staatsoper München auf.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Hugendubel-Beschäftigte solidarisch mit Amazon-Streikenden

Amazon Graben: Erfolgreicher Streikauftakt

Nach dem sehr erfolgreichen Streikauftakt am Montag tragen die Beschäftigten ihren Protest am heutigen Dienstag nach Augsburg. 500 Beschäftigte beteiligten sich am Montag an den Streikmaßnahmen in Graben. Mindestens genauso viele werden für Dienstag im Streik erwartet.


Eine Delegation von Hugendubel-Beschäftigten unterstützte die streikenden KollegInnen in Augsburg.

Samstag, 6. Dezember 2014

Was macht eigentlich...?

Der Betriebsrat (III)

Bei sogenannten „personellen Einzelmaßnahmen“ – man versteht darunter: Einstellungen, Versetzungen und Kündigungen – hat der Betriebsrat lediglich ein gebundenes Mitbestimmungsrecht bzw. ein Anhörungsrecht.


Einstellungen und Versetzungen werden grundsätzlich gleich behandelt. Der Betriebsrat kann solche Maßnahmen nicht veranlassen, sondern ist erst in der Mitbestimmung, wenn der Arbeitgeber sie plant. Er kann binnen Wochenfrist seine Zustimmung verweigern, wenn einer der im Betriebsverfassungsgesetz vorgesehenen Gründe zutrifft.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Prima Klima?

Zweiter Teil der Umfrage der Tarifkommission für Beschäftigungssicherung


Montag, 1. Dezember 2014

"Im Labor der Konzerne"

Interview mit Orhan Akman

Viele Kolleginnen und Kollegen kennen Orhan Akman als Gewerkschaftssekretär für den Fachbereich Handel im Bezirk München/Rosenheim. Seit Ende Mai arbeitet er in Peru am Aufbau von Gewerkschaftsstrukturen in der dortigen Handelsbranche. Am Rande einer gewerkschaftspolitischen Veranstaltung in Eggstätt (Chiemgau) führten zwei ver.di-Aktive bei Hugendubel ein Gespräch mit Orhan über seine aktuelle Tätigkeit. Die Infoblog-Redaktion dankt den beiden KollegInnen sehr herzlich für die Zusendung ihres Interviews zur Veröffentlichung hier.


Tú tienes derechos: Du hast Rechte!

Samstag, 29. November 2014

Was macht eigentlich...?



Der Betriebsrat (II)

Starke Rechte - Mitbestimmungsrechte im eigentlichen Sinn des Wortes - räumt das Betriebsverfassungsgesetz, soweit keine tariflichen Regelungen gelten, den Betriebsräten bei "sozialen Angelegenheiten" ein; und legt genau fest, welche das sind.

Vor allem gehören hierzu:



- Fragen der betrieblichen Ordnung,
- die Festlegung der täglichen Arbeitszeit
- die Urlaubsplanung
- die Einführung und Anwendung technischer Anlagen zur Leistungs- und  Verhaltenskontrolle
- Maßnahmen zur Unfallverhütung und zum Gesundheitsschutz
- Fragen der betrieblichen Lohngestaltung sowie
des betrieblichen Vorschlagswesens.

Freitag, 28. November 2014

Das Bundesweihnachtsgeldgesetz

...gibt es nicht!






Die Arbeit stapelt sich, das Telefon klingelt Sturm, die Kunden stehen Schlange und der Chef hat schon wieder einen schlechten Tag - etwas Süßes muss her!

Um dem Weihnachtsstress etwas souveräner zu begegnen, verteilt die Tarifkommission für Beschäftigungssicherung in den nächsten Tagen eine kleine Süßigkeit an unsere Kolleginnen und Kollegen in München.
Für Nerven wie Drahtseile im Weihnachtsgeschäft, denn mit glücklichen Geschmacksnerven arbeitet es sich einfach leichter.

Noch positiver lässt es sich natürlich mit Blick auf unser Bankkonto arbeiten. Das im Manteltarifvertrag des Buchhandels in Bayern festgelegte Weihnachtsgeld ist endlich auf dem Konto eingegangen.
Ein Bundesweihnachtsgeldgesetz gibt es nicht. Das Weihnachtsgeld sichert einzig und allein unser Tarifvertrag!

Viel Spass mit der Naschtüte und den zusätzlichen Leistungen wünscht die Infoblog Redaktion!


Dienstag, 25. November 2014

Resultate der Umfrage der Tarifkommission für Beschäftigungssicherung

Teil 1

Die Infoblog-Redaktion wurde von der Hugendubel-Tarifkommission für Beschäftigungssicherung am Standort München gebeten, die Resultate der auf der letzten Betriebsversammlung vorgestellten Umfrage hier zu präsentieren. Dem kommen wir gerne nach und veröffentlichen hier in den nächsten Wochen die wichtigsten Ergebnisse. Die Tarifkommission weist darauf hin, dass die Beteiligung der KollegInnen bei 31% lag. Statistisch repräsentativ ist eine Umfrage ab einer Beteiligungsquote von 25%.

Ausserdem stellen wir auf Bitte der Tarifkommission nach Themenschwerpunkten geordnet die auf der Betriebsversammlung von den Kolleginnen und Kollegen gemachten Vorschläge zur Sicherung unserer Arbeitsplätze unter Gewährleistung guter Bedingungen vor. Auf der nächsten Betriebsversammlung möchte die Tarifkommission diese Vorschläge ausführlicher vorstellen und mit Euch besprechen.

Bitte benutzt die Kommentarfunktion zum Austausch über die Resultate der Umfrage. Wir freuen uns auf eine anregende und konstruktive Diskussion.!



Donnerstag, 20. November 2014

Die Filiale in Stuttgart wird geschlossen!

Schlechte Neuigkeiten aus der Filialwelt von Hugendubel


Am 19. November fand in der Filiale Stuttgart eine außerordentliche Mitarbeiterrunde statt.
Dabei wurden die MitarbeiterInnen und der dortige Betriebsrat von Herrn Nitz und Frau Soltow informiert, dass die Filiale in Stuttgart geschlossen wird.

Der Schließungstermin ist voraussichtlich März / April 2015.



Quellen:




Mittwoch, 19. November 2014

Behandeln Sie die Amazon-MitarbeiterInnen fair, Jeff Bezos!

Unterstützt die Online-Petition von Christian Krähling auf change.org!





Stimmen Sie Tarifverhandlungen endlich zu!


Mein Name ist Christian Krähling aus Borken (Hessen). Ich bin 36 Jahre alt, habe zwei Kinder im Alter von 2 und 5 Jahren und arbeite seit 2009 bei Amazon in Bad Hersfeld. Ich habe dort als Weihnachtsaushilfe im Weihnachtsgeschäft in der Abteilung Stow (Wareneinlagerung) angefangen. Mittlerweile arbeite ich als Escalation Specialist (Bearbeitung von Kundenanfragen bezüglich der Qualität der Artikel und der Auslieferung). Obwohl die Arbeit manchmal stressig werden kann, arbeite ich gerne bei Amazon. Meine Kolleg/innen und ich setzen jeden Tag alles daran, die Wünsche der Kunden zu erfüllen. Auf unsere Leistung sind wir stolz!


Der Job bei Amazon ist hart. Viele KollegInnen sagen, sie fühlen sich dabei als Teil einer Maschine.

Montag, 17. November 2014

„Eigentum verpflichtet auch die „Superreichen“ im Land“

Tengelmann Beschäftigte legen Sarg nieder



München, 14.11.2014. Mit viel Wut und Verärgerung haben heute Beschäftigte und Betriebsräte von Tengelmann symbolisch einen Sarg vor der Stammfiliale in München Schwabing nieder gelegt. Hier, wo die erste Filiale in München eröffnet wurde, trugen sie die Tengelmann Geschichte und ihre Hoffnungen zu Grabe. Durch den Verkauf der Firma Tengelmann an Edeka stehen 16.000 Beschäftigte vor einer völlig ungeklärten Zukunft. Aus Sicht der Gewerkschafter drohen Tarifdumping, prekäre Beschäftigung und der Generalangriff auf die Betriebsräte als wichtigsten Schutz für die Beschäftigten.

Donnerstag, 13. November 2014

Was ist los bei Weltbild?

Neue Massenentlassungen geplant

Der Investor scheint sich immer mehr als Heuschrecke zu entpuppen: der im Juni neu bei Weltbild eingestiegene Droege-Konzern forderte den Weltbild-Betriebsrat jetzt auf, über einen Interessenausgleich für ca 200 geplante Entlassungen bei Weltbild Retail zu verhandeln, wie man in einem Flugblatt des WB-Betriebsrates vom 6. November lesen konnte:


Mittwoch, 5. November 2014

Was macht eigentlich...?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Eure Interessen als ArbeitnehmerInnen werden auf vielfältige Weise vertreten. Wir wollen Euch in den nächsten Monaten in lockerer Folge die wichtigsten Gremien vorstellen. Heute:

Der Betriebsrat (I)

Der Betriebsrat ist die gewählte Vertretung der in einem Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer und hat daher die Pflicht, gegenüber dem Arbeitgeber deren Interessen zu vertreten. Ein Stück Demokratie! Deshalb sollte er sich der gesellschaftlichen Zusammenhänge, in denen er wirkt, bewußt sein.

Montag, 3. November 2014

Sicherung der Betriebsverfassung gegen marktradikale Angriffe

 Hans Böckler Stiftung: Mehr Rechte für Betriebsräte

Leiharbeit, Werkverträge, Leistungsverdichtung: Damit Betriebsräte besser agieren können, verlangen Betriebsverfassungsrechtler und Gewerkschafter eine Modernisierung der Mitbestimmung.

Der Schutzschirm der Mitbestimmung, sagt Dietmar Hexel, ist löchriger, als man denkt. Und die Löcher, warnt das DGB-Vorstandsmitglied, werden größer: Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wurden 2011 nur noch 44 Prozent der Beschäftigten in der westdeutschen Privatwirtschaft von einem Betriebsrat vertreten und 36 Prozent im Osten. Sechs Jahre zuvor hatten die Werte noch um jeweils drei Prozentpunkte höher gelegen. Und die Tendenz, so die Forscher, ist weiter fallend. "Äußerst bedenklich" findet das Hexel - und fordert den Gesetzgeber zum Gegensteuern auf. Nicht nur gestopft werden müsse der Schutzschirm, sondern ausgedehnt.

Freitag, 31. Oktober 2014

Linke Literaturmesse in Nürnberg

Buchvorstellungen – Lesungen – Diskussionen


 


19. Linke Literaturmesse vom 31.10 bis 02.11.14
veranstaltet von Metroproletan Archiv & Bibliothek und Literatur- und Kulturverein Libresso e. V.

Öffnungszeiten: Freitag 19:00 - 22:00 · Samstag 10:00 - 22:00 · Sonntag 10:00 - 15:00
Eintritt frei
www.linke-literaturmesse.org

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Ten more years!

Mietvertrag für Stachus verlängert

Endlich mal eine gute Nachricht! Das Bangen um die Zukunft des zweiten Flaggschiffes in München ist vorbei. Gestern vormittag überbrachte Regionalleiterin Soltow den Beschäftigten am Stachus die frohe Botschaft: Die Verhandlungen mit dem Schörghuber-Konzern wurden erfolgreich abgeschlossen. Der Mietvertrag für die Immobilie wurde um 10 Jahre verlängert.

Das Durchatmen dürfte aber von kurzer Dauer sein. Die dringend notwendigen Umbaumassnahmen werden vermutlich eine längere Totalschliessung nach  sich ziehen. 55 Beschäftigte müssen in dem Zeitraum irgendwo anders untergebracht werden. Zudem hängt über dem ganzen Standort München die Schliessung der Filiale am Marienplatz. Es bleibt zu hoffen, dass die Informationspolitik der GL endlich transparenter wird. Auf Betriebsrat, Tarifkommission und Belegschaft kommen 2015 grosse Herausforderungen zu. Die Bedeutung eines Tarifvertrages für Beschäftigungssicherung am Standort München wird noch klarer werden.

Montag, 27. Oktober 2014

Mehr Information, mehr Transparenz, mehr Demokratie

Neue Blogs:  AlphaTecc, Edeka, DBL, Simon&Focken



"Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist", sagte Victor Hugo.
Immer mehr lohnabhängig Beschäftigte haben die Schnauze voll von Desinformation und Schönfärberei.
Mit selbstorganisierten gewerkschaftlichen Infoblogs brechen sie das Informationsmonopol der Kapitalseite und schaffen eine Plattform für eine demokratische Beteiligungskultur.

Wir stellen hier vier neue Blogs vor:

Dienstag, 21. Oktober 2014

Sonntag, 19. Oktober 2014

"Wir sind dann mal weg !?"

T-Shirt-Aktion mit Hape Kerkeling am Marienplatz

Mitglieder der Hugendubel-Tarifkommission für Beschäftigungssicherung waren am Samstag bei der Lesung von Hape Kerkeling vor Ort und konnten den gut aufgelegten Autor und Entertainer für eine solidarische Geste für die Hugendubel-Beschäftigten gewinnen. Zusammen mit den gewerkschaftlich organisierten Kolleginnen und Kollegen stellte er sich spontan für ein gemeinsames Foto zur Verfügung. Danke, Hape!




Das Motto der T-Shirt-Aktion variierte den Titel von Kerkelings Jakobsweg-Buch: "Ich bin dann mal weg".
Weg sind in einem Jahr wohl auch die Arbeitsplätze der Hugendubel-Beschäftigten am Marienplatz.
Auf dem T-Shirt klafft deswegen anstatt der Buchhandlung nur noch eine Baulücke.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Tarifverträge fallen nicht vom Himmel

...sondern müssen erkämpft werden!

Stell Dir vor, Du erbst nichts, Du nennst keine Häuser Dein eigen, hortest kein Vermögen und bist nicht Firmenchef. Also musst Du vom Lohn deiner Arbeit leben. Stell dir vor, du müsstest diesen Lohn selbst mit Deinem Chef aushandeln. Du rechnest ihm vor, was Deine Arbeit wert ist und wie er Deine besondere Qualifikation vergüten sollte.Klar, das grenzt an Bettelei. Damit es dazu nicht kommt, gibt es Tarifverträge. Die werden zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften ausgehandelt und geschlossen. Ein schriftlicher Vertrag, rechtlich abgesichert und einklagbar. Damit der Chef nicht plötzlich auf die Idee kommt, weniger zu zahlen oder Urlaubstage zu streichen. Im Tarifvertrag sind neben Lohn und Gehalt auch die Arbeitsbedingungen geregelt, etwa die Dauer der Arbeitszeit oder des Urlaubs.

Montag, 13. Oktober 2014

Aktionstage im Buchhandel gegen TTIP

Hugendubel ist´s wurscht

In den vergangenen Tagen gab es in vielen deutschen Städten Aktionstage gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP. Ein besonderer Schwerpunkt war der Buchhandel.
Motto: raus auf die Straße und rein in die Buchläden. Die Initiative ging dabei von den örtlichen attac-Gruppen aus. Sie fokussierten ihre Kritik am Welthandelssystem auf ein sogenanntes "Handelshemmnis" im Kulturbereich: die Buchpreisbindung.
 
BuchhändlerInnen hingen Schaufenster mit Großplakaten zu, gaben Auskunft zu den Auswirkungen von TTIP in Bezug auf Buchpreisbindung (Stärkung von Großkonzernen wie Amazon), 
Die Großplakate weckten Interesse und klärten auf: „Hier sollen weiterhin Bücher ausliegen.
Das Freihandelsabkommen TTIP zwischen EU und USA gefährdet auch die Buchpreisbindung. Irreparabel für AutorInnen, LeserInnen und Buchhandel. Verhindern wir TTIP!“
Hier z.B. zu sehen das Schaufenster der Humboldt-Buchhandlung in Bremen:







Attac war von der positiven Resonanz seitens der Buchläden überrascht.
Und Hugendubel? Die Aushebelung der Preisbindung würde den Vormarsch von Amazon weiter beschleunigen und unsere Firma unmittelbar betreffen. Aber bis auf die Filiale in Frankfurt hat sich nach Kenntnis der Infoblog-Redaktion niemand daran beteiligt.
Ein Armutszeugnis! Aber Dank und Respekt an die Kolleginnen und Kollegen in Frankfurt!

Freitag, 10. Oktober 2014

Hugendubel is coming soon

Als die Kolleginnen und Kollegen der Hugendubel-Filiale in den Riem-Arcaden am vergangenen Samstag  - trotz katastrophaler Personalsituation - engagiert wie immer zur Arbeit gingen, erlebten sie eine böse Überraschung:



 

Montag, 6. Oktober 2014

Beschäftigungssicherung? Nein, Danke!

Antwortschreiben der GL auf das Forderungsschreiben der Tarifkommission nach einem Beschäftigungsssicherungstarifvertrag




Zum Vergrößern bitte auf das Foto klicken

Freitag, 3. Oktober 2014

Internationalists!


If you believe you have an equal share
In the whole wide world and all it bears
An' that your share is no less or more than
Your fellow sisters and brother man
Then take this knowledge and with it insist
Declare yourself - an internationalist!

Montag, 29. September 2014

Macht die Fertigmacher fertig!

Aktionen gegen Union Busting

Das Betriebsverfassungsgesetz fordert eine "vertrauensvolle Zusammenarbeit" (BetrVG § 2) zwischen Eigentümern, Management, Betriebsrat und Gewerkschaft. Immer mehr Kapitalisten scheren sich einen Dreck darum und versuchen engagierte BetriebsrätInnen und Gewerkschafter mit allen Mitteln fertigzumachen. In Deutschland sind Netzwerke aus Anwälten, Unternehmensberatern, Personalmanagern und Detektiven aktiv. Ihr Ziel ist es, unabhängige Organisierung von Arbeitern und Angestellten zu verhindern. Sie wenden sich gegen Einzelne, wie gegen ganze Belegschaften.

Einige Anwaltskanzleien haben daraus ein lukratives Geschäftsmodell gemacht. Neben dem in den Medien sehr präsenten Anwalt Naujoks sind dies u.a. die Kanzlei Schreiner & Partner, die derartige Seminare für Arbeitgeber abhält (Seminarthemen: "Kündigung von Unkündbaren" - "So reduzieren Sie den Einfluß der Gewerkschaft im Betrieb" - "Installation von arbeitgeberfreundlichen Arbeitnehmern im Betriebsrat").
In Stuttgart, Hamburg und Freising bei München fanden in den letzten Tagen Demonstrationen gegen Union Busting-Seminare statt. Werner Rügemer und Elmar Wigand haben jetzt ein lesenswertes Buch zum Thema herausgebracht, das auf einer Studie für die Otto-Brenner-Stiftung basiert:  "Die Fertigmacher".

Die Fertigmacher


Montag, 22. September 2014

"Überraschungen gibt es täglich"

Vom Buchhändler zum Gewerkschaftssekretär:  Interview mit Benjamin Roscher


Infoblog:  Dein Start ins Berufsleben begann bei Hugendubel in Berlin?

Benjamin Roscher:  Ich begann meine Ausbildung 2007 in der Filiale Potsdam, übernommen wurde ich nach Beendigung dann in die Filiale Berlin Steglitz.

Infoblog:  Du hast Dich während Deiner Ausbildung in der JAV und auch gewerkschaftlich engagiert. Das ist in der Buchhandelsbranche keine Selbstverständlichkeit. Woher kam die Motivation für dieses Engagement?

Benjamin Roscher:  In meinem ersten Jahr bei Hugendubel durfte ich direkt lernen, was selbstständiges Arbeiten bedeutet, damals wurde in diesem Unternehmen tatsächlich in den einzelnen Abteilungen noch „gehandelt“, sprich der Einkauf hatte für alle Kolleginnen und Kollegen einen hohen Stellenwert. Mit der Einführung des elektronischen Warenwirtschaftssystems wurde uns ein wichtiger Aufgabenteil entzogen, der Buchhandel wurde meiner Meinung nach standardisierter, leider aber auch unpersönlicher.

Ich erwartete Nachteile für die Ausbildung, da mir eine dem Beruf wichtige Kompetenz entzogen worden ist, so entschloss ich mich für die Arbeit in der Jugend- und Auszubildendenvertretung, damals noch mit über 25 Azubis in Berlin/Brandenburg. Die Mitgliedschaft in ver.di folgte nur ein paar Wochen später, da sie mir von Anfang an kompetent zur Seite stand.

Montag, 8. September 2014

Ja wo laufen sie denn...?


Seit ein paar Wochen ist die Management-Beratungsfirma Porsche Consulting GmbH bei Hugendubel im Haus. Die Schlagworte des Projekts lauten: Lean-Management / Kaizen.
Ziel von Lean-Management ist es, alle Aktivitäten, die für die Wertschöpfung notwendig sind, optimal aufeinander abzustimmen und überflüssige Tätigkeiten zu vermeiden.
„Verschwendung“ wird dabei gesucht, gefunden und unerbittlich eliminiert.

Das Porsche-Team machte sich kürzlich also auch bei Hugendubel auf die Suche nach „Verschwendung“ und wurde relativ schnell fündig: Bei den Laufwegen der Buchhändler!

Montag, 1. September 2014

Let´s push things forward!

Konsequent auf Erfolgskurs:  4 Jahre Infoblog

Wenn man sich fragt, wo die hohen Zugriffszahlen auf den Hugendubel-Infoblog herkommen, dann muß man sich nur die Ereignisse der letzen Monate ins Gedächtnis zurückrufen:
Weltbild-Insolvenz im Januar, Kündigung des bayerischen Manteltarifvertrags durch die Hugendubel-GL im Februar, Schließungsnachricht für die Filiale Marienplatz im März, Aufgabe des von uns bekämpften Kirchenfilters im Mai sowie die sukzessive Durchsetzung von 40-Stunden-Woche und Hungerlöhnen in Berlin, Hannover, Wiesbaden und anderswo. Eine Flut - meist schlechter - Nachrichten. Eine koordinierte Gegenwehr durch die ArbeitnehmerInnen-Vertretungen, z.B. durch den Gesamtbetriebsrat, ist bisher nicht zu erkennen.

Die Bereitschaft, sich gewerkschaftlich zu organisieren und mit Arbeitskampfmaßnahmen der zunehmenden Dequalifizierung und Verschlechterung der eigenen Arbeitsbedingungen entgegenzutreten, läßt nach wie vor zu wünschen übrig. Mit der Bildung einer Tarifkommission für Beschäftigungssicherung am Standort München liegt ein neuer Versuch vor, hier einen Kontrapunkt zu setzen. Gelingen kann dies nur, wenn ein Großteil der Belegschaft ihre erschreckende Passivität überwindet. Die Notwendigkeit eines gewerkschaftlichen Infoblogs ist also nach wie vor mehr als dringend gegeben, wobei wir kein Ersatz für eine lebendige und kämpferische (Selbst-) Organisation sein können. Wir informieren, vernetzen, machen Öffentlichkeitsarbeit - kämpfen müsst Ihr - müssen wir - liebe Kolleginnen und Kollegen, schon selber, das können wir nicht an andere delegieren.

Die Bilanz des Infoblogs in den vergangenen vier Jahren kann sich trotzdem sehen lassen:   804 Artikel  -6371 Kommentare  -  1356843 Klicks. Dank an alle, die uns in den letzten vier Jahren unterstützt haben! Ansonsten bleibt die Redaktion ihrem Motto treu:  Let´s push things forward!


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Donnerstag, 28. August 2014

"Serbien muß sterbien!"

Schwerpunkt Erster Weltkrieg: Literatur

 „Deutschland hat Rußland den Krieg erklärt. – Nachmittag Schwimmschule."
Nicht jeder kommentierte den Beginn des Ersten Weltkrieges so distanziert und lakonisch wie Franz Kafka in seinem Tagebuch-Eintrag vom 2. August 1914. Viele deutsche Schriftsteller oder Künstler wie z.B. Thomas Mann begrüßten und bejubelten den Kriegsausbruch: "Muß man nicht dankbar sein für das vollkommen Unerwartete, so große Dinge erleben zu dürfen?“

Noch in seinen 1918 erschienenen "Betrachtungen eines Unpolitischen" verteidigte Mann  den Imperialismus der deutschen Kaiserreiches. Ganz anders sein Bruder Heinrich Mann, der politisch viel klarsichtiger gewesen ist und im selben Jahr sein Schlüsselwerk "Der Untertan"  veröffentlichte.

Wir wollen im folgenden Beitrag aus der Fülle der aktuell erschienenen Publikationen vier ausgewählte Titel vorstellen. Einen guten Überblick auf die zeitgenössischen literarischen Reaktionen auf den Krieg vermittelt die bei Suhrkamp erschienene Anthologie "Europas Dichter und der erste Weltkrieg":




Montag, 25. August 2014

Für jeden mehr Polyethylen drin?

Derzeit macht im Internet eine Online-Petition gegen Plastik-Tüten Furore:
über 75000 Unterschriften haben Stefanie Albrecht und die Deutsche Umwelthilfe e.V. für ihr Vorhaben gesammelt, eine Umweltabgabe auf Plastiktüten (die meist aus Polyethylen bestehen) zu erheben.

In Deutschland gehen 17 Millionen Einweg-Plastiktüten täglich über die Ladentheken – beim Klamottenkauf, im Shoppingcenter, in der Apotheke. Viele dieser Tüten werden gratis herausgegeben.  Das sind im Jahr unvorstellbare 6.100.000.000 (sprich 6,1 Milliarden) Plastiktüten.Dabei bestehen Plastiktüten meistens aus Rohöl, einer wertvollen, immer knapper werdenden Ressource. Nach kürzester Nutzungszeit werden sie einfach weggeschmissen. Achtlos in der Natur entsorgt, benötigen sie Hunderte von Jahren zum Abbau.




Hugendubel hat jahrelang eine Plastiktüte in den Mittelpunkt seiner Werbekampagne gestellt.

Liebes Hugendubel-Marketingteam,
wäre es nicht endlich an der Zeit, sich etwas neues einfallen zu lassen, das ökologisch auf der Höhe der Zeit ist?

Liebe Kolleginnen und Kollegen, was meint ihr dazu?

Donnerstag, 21. August 2014

Schlafwandelnd in den Weltkrieg?

Schwerpunkt Erster Weltkrieg:  Geschichte




"Lange Zeit galt es als ausgemacht, dass das deutsche Kaiserreich wegen seiner Großmachtträume die Hauptverantwortung am Ausbruch des Ersten Weltkriegs trug. In seinem bahnbrechenden neuen Werk kommt der renommierte Historiker und Bestsellerautor Christopher Clark zu einer anderen Einschätzung."

Die Botschaft des Klappentextes, mit dem der DVA-Verlag das Werk seines Autors Clark anpreist, wird penetrant durch alle Medien transportiert und paraphrasiert ein zeitgenössisches Diktum des britischen Politikers Lloyd George: "The nations slithered over the brink into the boiling cauldron of war" -
die Nationen schlitterten über den Abgrund in den Hexenkessel des Krieges hinein...".

Doch war das tatsächlich so?

Montag, 18. August 2014

Aufstand gegen Amazon

1000 Autoren protestieren gegen Amazon-Praktiken

Nachdem bereits am 10. August über 900 US-AutorInnen in einer ganzseitigen Anzeige in der New York Times Stellung gegen erpresserische Versuche Amazons gegenüber Verlagen bezogen haben, schlossen sich jetzt auch in Deutschland über 1000 SchriftstellerInnen dem Aufruf an.

In einem Offenen Brief, der an Amazon-CEO Jeff Bezos und den Deutschlandchef Ralf Kleber adressiert ist, rufen sie den Konzern zur Umkehr im Konditionenstreit und zur Unterlassung von Manipulationen bei Empfehlungslisten auf:

"Liebe Leserinnen und Leser,
sehr geehrter Herr Bezos, sehr geehrter Herr Kleber,

Amazon befindet sich in einem Machtkampf mit der Bonnier-Verlagsgruppe und Hachette. Solche Auseinandersetzungen zwischen Firmen geschehen ständig, und normalerweise finden sie in den Büros der Firmen zwischen zwei Verhandlungspartnern statt.

Aber diesmal hat Amazon etwas Ungewöhnliches getan. Es hat direkt die Autoren und Autorinnen der Bonnier-Gruppe (Aladin, arsEdition, Berlin Verlag, Carlsen, Hörbuch Hamburg, Piper, Thienemann-Esslinger, Ullstein) angegriffen, um damit die Verlagsgruppe zu zwingen, in die neuen Vertragsbedingungen einzuwilligen.

Donnerstag, 14. August 2014

Cartoon zum Wochenende


Cartoon: Renate Alf / Quelle: www.verdi.de


Freitag, 8. August 2014

Great War, Urkatastrophe, imperialistischer Krieg ?

Infoblog-Schwerpunkt:  Erster Weltkrieg 

Wenn man in Großbritannien oder Frankreich vom Großen Krieg gesprochen hat, dann war damit immer der Erste Weltkrieg gemeint. Im öffentlichen Bewußtsein in Deutschland war der Zweite Weltkrieg in den vergangenen Jahrzehnten aus guten Gründen deutlich präsenter. Mit der hundertjährigen Wiederkehr des Epochenbruchs - manche Historiker lassen das lange 19. Jahrhundert erst 1914 enden - scheint sich dies zu ändern.

Ein Buch wie "Die Schlafwandler" des australischen Historikers Christopher Clark, das in den Mainstream-Medien gehyped wird, hätte früher nie diese Aufmerksamkeit erfahren. Clarks Schlafwandler-These wird kritisch zu hinterfragen sein wie auch der verschleiernd-mythologisierende Begriff von der "Urkatastrophe". "Der Kapi­ta­lis­mus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen« — so der fran­zö­si­sche Sozia­list Jean Jaurès, der wenige Tage vor Beginn des Ers­ten Welt­krie­ges von Natio­na­lis­ten ermor­det wurde. Es wird deshalb zu fragen sein, wem dieser imperialistische Krieg genützt hat - und für welche politischen Zwecke er heute instrumentalisiert wird.

Mittwoch, 6. August 2014

Weltbild: Droege hat unterschrieben

Erste Hälfte der Abfindungen wird am 1. Oktober ausgezahlt

Der insolvente Weltbild-Konzern wird von dem Düsseldorfer Investor Droege übernommen. Der Kaufvertrag sei abgeschlossen worden, teilte Weltbild-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz mit. Der Vertrag wurde demnach am Samstag unterzeichnet, am Montag erfuhren die Weltbild-Mitarbeiter in Augsburg davon. Der Übernahme müssen nun noch das Kartellamt, der Weltbild-Gläubigerausschuss und der Droege-Aufsichtsrat zustimmen.

Die Investmentgruppe Droege und Insolvenzverwalter Geiwitz gründen dazu ein Joint Venture, das die Verlagsgruppe sanieren soll. Droege übernimmt in dem Gemeinschaftsunternehmen die Führung, Geiwitz bleibt als Vertreter der Gläubiger zunächst Minderheitsgesellschafter des früheren Kirchenunternehmens.

Donnerstag, 31. Juli 2014

Jetzt zählts!



JETZT Mitglied werden! 

Unsere Arbeitgeber haben den Manteltarifvertrag zum 31. Juli 2014 gekündigt. 

Alle wesentlichen Schutzregelungen wirken ab dem 1. August nur noch nach. Nur ver.di-Mitglieder können weiterhin Ansprüche aus dem Manteltarifvertrag durchsetzen. 

Wenn Du noch kein ver.di-Mitglied bist und in den Schutz der Nachwirkung aus dem Manteltarifvertrag kommen willst, solltest Du noch heute bis 23.59 Uhr ver.di-Mitglied werden.

Das geht ganz einfach:

Mittwoch, 30. Juli 2014


Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit - oder nichts? 

Wenn Du noch kein ver.di-Mitglied bist und in den Schutz der Nachwirkung aus dem Manteltarifvertrag kommen willst, solltest Du noch vor dem Stichtag 31. Juli ver.di-Mitglied werden.

Das geht ganz einfach:

Dienstag, 29. Juli 2014


Mehrarbeitszuschläge - oder nichts? 

Wenn Du noch kein ver.di-Mitglied bist und in den Schutz der Nachwirkung aus dem Manteltarifvertrag kommen willst, solltest Du noch vor dem Stichtag 31. Juli ver.di-Mitglied werden.

Das geht ganz einfach:

Montag, 28. Juli 2014


Kündigungsschutz für ältere Beschäftigte und bei Rationalisierungsmaßnahmen - oder nichts? 

Wenn Du noch kein ver.di-Mitglied bist und in den Schutz der Nachwirkung aus dem Manteltarifvertrag kommen willst, solltest Du noch vor dem Stichtag 31. Juli ver.di-Mitglied werden.

Das geht ganz einfach:

Donnerstag, 24. Juli 2014


30 Tage Urlaub oder lieber weniger? 

Wenn Du noch kein ver.di-Mitglied bist und in den Schutz der Nachwirkung aus dem Manteltarifvertrag kommen willst, solltest Du noch vor dem Stichtag 31. Juli ver.di-Mitglied werden.

Das geht ganz einfach:

Mittwoch, 23. Juli 2014


Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder nichts? 

Wenn Du noch kein ver.di-Mitglied bist und in den Schutz der Nachwirkung aus dem Manteltarifvertrag kommen willst, solltest Du noch vor dem Stichtag 31. Juli ver.di-Mitglied werden.

Das geht ganz einfach:

Dienstag, 22. Juli 2014


Möchtest Du weiterhin 37,5 Stunden arbeiten 
oder 40 Stunden? 

Wenn Du noch kein ver.di-Mitglied bist und in den Schutz der Nachwirkung aus dem Manteltarifvertrag kommen willst, solltest Du noch vor dem Stichtag 31. Juli ver.di-Mitglied werden.

Das geht ganz einfach:

Montag, 21. Juli 2014

Der Countdown läuft


Die Arbeitgeber haben den Manteltarifvertrag zum 31. Juli 2014 gekündigt.

Damit wirken wesentliche Schutzregelungen ab dem 1. August nur noch nach. Das heißt, nur wer vor dem 1. August der Gewerkschaft ver.di beigetreten ist, kann weiterhin Ansprüche aus dem Manteltarifvertrag durchsetzten.

Das bedeutet: wenn Du noch kein ver.di-Mitglied bist und in den Schutz der Nachwirkung aus dem Manteltarifvertrag kommen willst, solltest Du noch vor dem Stichtag 31. Juli ver.di-Mitglied werden.

Das geht ganz einfach:

Freitag, 18. Juli 2014

BetriebsrätInnen solidarisch mit Hugendubel-Belegschaft

Flyer-Aktion bei BR-Empfang

Mehrere hundert neu- oder wiedergewählte Betriebsrätinnen und Betriebsräte folgten gestern Abend einer Einladung unserer Gewerkschaft ver.di in das Jüdische Gemeindezentrum in München am Jakobsplatz.
Bessere Vernetzung durch persönliches Kennenlernen der in den Betrieben aktiven Kolleginnen und Kollegen stand im Mittelpunkt des Programms.

Eine ausgezeichnete Gelegenheit also für mehrere Hugendubel-Betriebsräte, dort vor Ort mit der Verteilung von Flyern unsere Online-Petition für den Erhalt von Hugendubel am Marienplatz und im Herzen von München zu unterstützen. Alle anwesenden BR-KollegInnen bekamen einen Flyer in die Hand gedrückt, viele erkundigten sich interessiert nach der aktuellen Situation bei Hugendubel und versprachen die Petition tatkräftig zu unterstützen.



Donnerstag, 17. Juli 2014

Paragon scheitert, Weltbild gewinnt Zukunft

16. Juli 2014:

"Vor zwei Stunden habe ich Paragon abgesagt." Das waren die ersten Worte des Berichts von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz auf der Betriebsversammlung von WELTBILD heute nachmittag. Und er setzte sogleich nach: "Ich kann Ihnen jetzt eine bessere Lösung präsentieren." Die große Erleichterung der rund 1.000 MitarbeiterInnen war mit Händen zu greifen und machte sich in spontanem Beifall Luft.


Die Anspannung wenige Minuten vor Eröffnung der Betriebsversammlung ist allen Beteiligten im Gesicht abzulesen. Stehend BR-Vorsitzender Peter Fitz, daneben ver.di-Sekretär Thomas Gürlebeck (rechts) und Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz (links)
  

Mittwoch, 16. Juli 2014

7,50 Euro

Hugendubel unterbietet Mindestlohn

Was man vor einigen Jahren im selbsternannten "Familien"-Unternehmen Hugendubel noch für unmöglich gehalten hätte, ist jetzt in Berlin Realität:  Hugendubel ist ein Fall für das ab dem 1. Januar 2015 geltende Mindestlohn-Gesetz. Wer nämlich in Berlin einen neuen Arbeitsvertrag mit der untersten Vergütungsstufe unterschreibt, bekommt bei einer 40-Stunden-Woche 1200 Euro. Brutto, nicht netto. Macht einen Brutto-Stundenlohn von 7,50 Euro, also einen Euro unter dem zukünftigen Mindestlohn von 8,50 Euro.

Es soll also nicht nur länger und härter mit weniger Belegschaft gearbeitet werden - es soll dabei auch noch weniger verdient werden. Und wer jetzt dem GL-Argument glaubt, dass dadurch sein Arbeitsplatz "sicherer" geworden sei, dem sei gesagt:  mit 42 Stunden bei 1000 Euro wäre er aber  n o c h  sicherer, ganz zu schweigen von 44 Stunden bei 800 Euro, dann wäre er bestimmt totsicher, oder?
Wo ist die Grenze?

Eine Praxis übrigens, die die Kolleginnen und Kollegen vom Weser Vertriebs Service (WVS), die für uns die Bücher auspacken, schon lange kennen. 2013 zahlte WVS laut eines Blog-Kommentars zwischen 7,50 und 8,00 Euro brutto.

Was ist Eure Meinung dazu?