Donnerstag, 22. Februar 2018

Bertolt Brecht zur aktuellen Tarifrunde


Soll das heißen, daß wir uns bescheiden
Und „so ist es und so bleibt es“ sagen sollen?
Und die Becher sehend, lieber Dürste leiden
Nach den leeren greifen sollen, nicht den vollen?

Soll das heißen, daß wir draußen bleiben
Ungeladen in der Kälte sitzen müssen
Weil da große Herrn geruhn, uns vorzuschreiben
Was da zukommt uns an Leiden und Genüssen?

Besser scheint ’s uns doch, aufzubegehren
Und auf keine kleinste Freude zu verzichten
Und die Leidenstifter kräftig abzuwehren
Und die Welt uns endlich häuslich einzurichten!

Bertolt Brecht, Gegenlied (1955)

Montag, 19. Februar 2018

Wir allein haben es in der Hand!

Ein Kommentar

 
Fünf Finger sind eine Faust
 



Wer liest, mit welchen Unverschämtheiten und Scheinangeboten die Arbeitgeber im Bayerischen Buchhandel neuerdings bei Tarifverhandlungen aufwarten, muss sich tatsächlich fragen, weshalb Leute mit wenig Geld bei uns in Deutschland als "sozial schwach" betitelt werden. Wenn überhaupt jemand sozial schwach ist, dann solche Arbeitgeber - und so wie es leider aussieht, nichtzuletzt der unsere!

Wir Buchhändlerinnen und Buchhändler sollen nicht nur immer mehr schuften und dabei immer flexibler werden, sondern wir dürfen - geht es nach den Arbeitgebern - auch noch dafür bezahlen. Ihr Verhandlungsführer, der zugleich bei Hugendubel Geschäftsführer ist, kommt in jeder Verhandlungsrunde mit stets derselben Forderung daher: wir sollten jetzt endlich für weniger Geld arbeiten. Denn genau hierauf liefe eine Lohnerhöhung von zwei Prozent im Entgelttarif hinaus, wenn sie mit der Streichung unserer Spätzuschläge im Manteltarif erkauft würde: ein Verlustgeschäft ohnegleichen, das auf gar keinen Fall in Betracht kommt!

Samstag, 17. Februar 2018

Nein zum Krieg

Demo gegen die Nato-Sicherheitskonferenz in München