Montag, 31. August 2015

"Ihr setzt Maßstäbe!"

5 Jahre Infoblog

"Ihr seid beispielhaft für eine neue Form der gewerkschaftlichen Kommunikation", gratulierte ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske unserem Infoblog nach dem Knacken der Marke von 1 Million Seitenaufrufen. Mit dem Blog wurde "das Informations-Monopol des Arbeitgebers gebrochen und eine Plattform für eine demokratische Beteiligungskultur geschaffen", berichtete ver.di-Publik. "Diese Protestkultur ist beweglicher, weil das Medium ein unmittelbares Reagieren auf Ereignisse möglich macht", schrieb die Süddeutsche Zeitung.
"Arbeitskampf 2.0" brachte es die Abendzeitung auf den Punkt.



Auch ausserhalb des Unternehmens sorgte unsere mediale Durchschlagskraft für Präsenz:
FAZ, Spiegel, SZ, Tagesspiegel, Frankfurter Rundschau, HAZ, Münchner Merkur, AZ, tz,
sowie die Fachmedien Börsenblatt, Buchreport und Buchmarkt haben uns zitiert.


Für Redaktion und AutorInnen ist diese unglaubliche Resonanz in den letzten fünf Jahren zugleich Verpflichtung für die Zukunft: Let´s push things forward - Geschichte wird gemacht!



919 Artikel

6979 Kommentare

1.452.702 Seitenaufrufe




Bonne anniversaire, feliz cumpleaños!

"Alles Gute zum fünften Geburtstag! Beim Infoblog ist man schon nach einem Jahr Kinderkrankheiten "erwachsen". Mein Kompliment zur bisherigen Arbeit. Sie nützt natürlich zunächst den Kolleginnen und Kollegen bei Hugendubel. Aber sie strahlt aus und setzt Maßstäbe. Ihr seid im Sinne von Goethe die großartige Ausnahme: "Und ich denke mit Wehmut an das deutsche Volk, das im Einzelnen so großartig und im Ganzen so miserabel ist..."

Was euch auszeichnet, ist der Blick aufs Ganze, auf eine Gesellschaft, der jede humanistische, im Grundgesetz verankerte Orientierung verloren gegangen ist - wenn sie denn je gesellschaftsbestimmend war. Genauso wird beim Lesen des Blogs deutlich, dass "immer auch die Freiheit des Anderdenkenden..." (R.Luxemburg) ihren Platz hat. Wie sollte man auch bei jedem Schritt einer Meinung sein. Noch dazu, wenn die Interessen - das gilt für die Protagonisten der herrschenden Verhältnisse - unterschiedlich sind.

Trotzdem wünsche ich euch, die guten Ideen und die nützlichen Taten zusammen zu führen, den "gemeinsamen" Nenner zu suchen: Bonne anniversaire, feliz cumpleaños...

aus Toulouse, der Hauptstadt des republikanischen Spaniens.
Frédéric Schmalzbauer"

Merci beaucoup, mille grazie, compañero Frédéric, ad multos annos y hasta la victoria siempre!




Wir danken allen Leserinnen, Autorinnen und Unterstützerinnen in den letzten fünf Jahren!

Donnerstag, 27. August 2015

Buchhandlungen ohne Buchhändler

Hugendubel übernimmt Karstadt Buchabteilungen


Quellen:



Der Betriebsrat von Hugendubel, der Wirtschaftsausschuss und die MitarbeiterInnen wurden wie üblich über die Presse darüber informiert!


Dienstag, 25. August 2015

Solidarität mit Marco P.

Petition: Solidarität mit Marco P.

Bitte seid solidarisch und unterzeichnet die Petition an Marcos Arbeitgeber

 

Weitere Infos auf der nächsten Seite

Montag, 17. August 2015

"Wer einen Betrieb führen lernt, lernt auch das Land führen!"

Ein Gespräch mit Fritz Schmalzbauer

Infoblog:    Lateinamerika ist der einzige Kontinent, auf dem im letzten Jahrzehnt eine politisch progressive Entwicklung stattgefunden hat. Du warst im vergangenen Jahr während einer mehrmonatigen Reise auf den Spuren dieses Aufbruchs. Ausgangspunkt Deiner Reise war in Argentinien der Keramikbetrieb FaSinPat. Was bedeutet die Abkürzung?

Fritz Schmalzbauer:   Fabrik ohne Chefs ("Patrones"), gleichzusetzen mit privaten Besitzern. Was und wie produziert wird und wie der Mehrwert verwendet wird, entscheiden die Produzenten in einem abgestimmten, demokratisch legitimierten System.



Wandgemälde "Streikversammlung"

Mittwoch, 12. August 2015

Was macht eigentlich...?

Der Technikausschuss

Der Technikausschuss ist ein aus Mitgliedern des Gesamtbetriebsrates bestehendes Team.
Im Auftrag des Gesamtbetriebsrates hat der Technikausschuss - vor allem bei Einführung von technischen Einrichtungen (Hardware und Software) darauf zu achten und zu überprüfen, inwieweit das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmerinnen überwacht werden kann. Hierzu werden die entsprechenden Handbücher, Protokolle, Dokumentationen, Schnittstellenbeschreibungen und sonstigen Dokumente studiert.

Der Betriebsrat hat bei der Einführung von technischen Einrichtungen nur ein Mitbestimmungsrecht
nach § 87 des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG) bei Regelungen zur Verhaltens- und Leistungskontrolle und übt dieses natürlich auch aus.
 
Zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung wird auf dieser Grundlage eine Betriebsvereinbarung zur jeweiligen technischen Einrichtung abgeschlossen, in der besonders der Umgang mit Daten, deren möglichen Auswertungen und den Schnittstellen (zu anderen Programmen/Systemen) geregelt werden. In jüngster Vergangenheit waren Themen wie Beeline, Logomate und Kassensysteme vom Ausschuss zu überprüfen bzw. auf Einzelbetriebsratsebene die Einführung einer neuen ACD-Telefonanlage im HSC.
 
Kommt eine Einigung über eine Angelegenheit nach BetrVG § 87 Absatz 1 nicht zustande, so entscheidet die Einigungsstelle. Der Spruch der Einigungsstelle ersetzt die Einigung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat.


                                                                   Euer Betriebsrat


Montag, 10. August 2015

Kita-Streik: 69,13 % der Mitglieder lehnen den Schlichterspruch ab

Mitgliederbefragung in der Tarifrunde zur Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes

Berlin. 08.08.2015. Die Mitgliederbefragung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) über den Schlichterspruch im Rahmen der Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst ist abgeschlossen. Insgesamt lehnten 69,13 Prozent der ver.di-Mitglieder im Sozial- und Erziehungsdienst den Schlichterspruch ab.  „Das ist ein klarer Handlungsauftrag, den Streik fortzusetzen“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske am Samstag in Fulda.







Eine solch klare Ablehnung einer Schlichtungsempfehlung sei außergewöhnlich, so Bsirske. „Das ist ein klares Signal an die eigene Gewerkschaft, aber auch an die Arbeitgeber, die gut beraten sind, dieses Signal der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst ernst zu nehmen.“

Donnerstag, 6. August 2015

Fight for your digital rights!


Zum Angriff auf die Blogger von netzpolitik.org

Am vergangenen Samstag demonstrierten 1300 Menschen in Berlin für das demokratische Recht auf Informationsfreiheit und gegen staatliche Masenüberwachung. Anlass war das Vorgehen des Generalbundesanwaltes gegen die Aktivisten des Internet-Blogs www.netzpolitk.org, die Pläne des Verfassungsschutzes zur Internet-Ausspähung öffentlich machten.






Während Bundesregierrung und Innenministerium kein Wort über die Totalüberwachung durch die NSA verlieren - geschweige denn, dagegen wirksam vorgehen - und der Verfassungsschutz anstatt die Verfassung zu schützen eher seine V-Leute in Nazistrukturen schützt, scheut man keine Mühen, gegen ein paar Internet-Aktivisten und ihren spendenfinanzierten Infoblog vorzugehen.

Genug Gründe also, um aus aktuellem Anlass hier in unserem ver.di-Infoblog nochmals auf einige
Buchtitel zum Thema Überwachungsstaat hinzuweisen:

Montag, 3. August 2015

Viel Kritik aber auch Lob am Powerselling / Performance Projekt

Am letzten Dienstag wurde bei der Betriebsversammlung viel über das Performance-Projekt diskutiert. Kaum ein Thema hält die Hugendubel-Belegschaft deutschlandweit derzeit so auf Trab.
 
Dem Betriebsrat war es wichtig, von der Belegschaft zu erfahren, wie das Projekt und auch im Speziellen das Powerselling bei den Kollegen ankommt. Dazu war es jedem Besucher möglich, zuerst in kleinen Gruppen das Thema zu diskutieren und dann auf Zetteln ihr Lob und ihre Kritik aufzuschreiben.
 
Die Kritik überwog dabei eindeutig, aber es war auch Lob zu hören.
 
Klicken zum Vergrößern
 

Freitag, 31. Juli 2015

Lese-Zeichen muss bleiben!

Online-Petition: Die Literatursendungen des BR-Fernsehens dürfen nicht abgesetzt werden!

-   Wehren wir uns dagegen, dass die einzigen Literatursendungen des Bayerischen Fernsehens „Lesezeichen“ und „Lido“ abgesetzt werden sollen. Das ist unvereinbar mit dem Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Nach jetzigen Informationen plant das Bayerische Fernsehen, die Literatursendungen "Lesezeichen" und „Lido“ ersatzlos zu streichen. Das Ressort Literatur wäre damit vollständig abgeschafft. Wir finden, dass der von Gebührengeldern finanzierte Bayerische Rundfunk auch in Zukunft seinem Bildungs- und Kulturauftrag nachkommen muss.

Wir können nicht zulassen, dass die Literaturvermittlung immer weiter aus den öffentlich-rechtlichen Medien zurückgedrängt und allein den sozialen Netzwerken überlassen wird. Auch im Fernsehen brauchen wir eine professionelle Literaturberichterstattung - Interviews, Buchbesprechungen, Autorenporträts und Reportagen. Es geht um kulturelle Identität, um das Bewusstsein für Sprache, um das Einüben von Empathie.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Weltbild: ALSO-Logistik planvoll in die Pleite

Heute morgen informierte ALSO-Geschäftsführer Reiner Wenz den Betriebsrat über den Insolvenzantrag der Logistik. Die ALSO AG verweigert der Augsburger Tochter jede weitere Finanzierung. 

Gleichzeitig meldet eben diese ALSO AG ein Umsatz-Plus von 11,9 % gegenüber Vorjahr auf insgesamt 3,67 Milliarden Euro Umsatz. Auch der Gewinn vor Steuern stieg trotz der Verluste in Augsburg von 30,5 Mio. auf 36,2 Mio. Dem gegenüber stehen Verluste bei ALSO in Augsburg von 4 Mio. im ersten Halbjahr. Die  Insolvenz ist damit eine freie Entscheidung der Gesellschafter der ALSO AG, deren Kopf und Mehrheitsgesellschafter Walter Droege ist.

Parallelen zwischen LesensArt und ALSO

Nach der undurchsichtigen Insolvenz bei LesensArt ist die Plan-Insolvenz von ALSO der nächste Schritt im Masterplan von Droege. Der Milliardär verfolgt offenbar weiter das Ziel, den Markenkern von WELTBILD zu isolieren und daraus schnellen Gewinn zu ziehen. So wurde die Insolvenz der ALSO gezielt herbeigeführt: 1. Durch das Abziehen der Aufträge von WELTBILD, indem das Werbebudget extrem reduziert und gleichzeitig der Einkauf bei Großhändlern forciert wurde, die selbst ausliefern. 2. Durch die Verhinderung des Drittgeschäfts, indem dafür notwendige und bereits vereinbarte Investitionen nicht getätigt wurden.

Freitag, 24. Juli 2015

Chronik eines angekündigten Todes

LesensArt pleite: was wird aus den 350 Beschäftigten?
 
Leider keine Überraschung: Die LesensArt GmbH von Rüdiger Wenk meldete gestern Insolvenz an. Das berichtet heute der Buchreport  Wenk hatte erst im Februar rund 70 Filialen von WELTBILDplus übernommen. Seine LesensArt GmbH hatte ein Stammkapital von 25.000 Euro. Mit der Übernahme der WELTBILD-Standorte wurde LesensArt gleichsam über Nacht zum drittgrößten Buchhändler der Republik.

Dafür hat Wenk vor allem defizitäre Filialen in Centern mit besonders hohen Mieten übernommen. Sein Sanierungskonzept umfasste gerade mal anderthalb DIN A4-Seiten. Branchenkenner zweifelten sofort an der Seriosität des Geschäftsmodells. Der Betriebsrat in Augsburg warnte vor dem Verkauf und fürchtete, das eigentliche Ziel des Deals sei die billige Entsorgung von MitarbeiterInnen ohne Sozialplan. Trotzdem verkaufte Walter Droege die Filialen samt Belegschaft an den dubiosen Geschäftsmann aus Ahaus.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Klasse für sich: 1.000.000 Seitenaufrufe beim Weltbild-ver.di-Blog!



Liebe Kolleginnen und Kollegen bei Weltbild,


eine Million Besucherinnen und Besucher auf den Seiten eures Weltbild-Blogs – das ist ein Ereignis und Ergebnis engagierter Gewerkschaftsarbeit über viele Jahre hinweg. Chapeau!

Was vor Jahrzehnten das Schwarze Brett, die Betriebszeitung und Flugblätter zu gewährleisten hatten, eine betriebliche Öffentlichkeit, sieht im Zeitalter der Digitalisierung nicht nur anders aus, es funktioniert auch anders. Ihr habt die neuen Möglichkeiten der digitalen Technologien frühzeitig erkannt und 2009 für eure Gewerkschaftsarbeit die Konsequenz gezogen: www.weltbild-verdi.de war Pionierarbeit. Ein innovatives Medium für Antworten auf die Fragen und Probleme, die Kolleginnen und Kollegen bei Weltbild bewegen – und davon hat es in den vergangenen Jahren weiß Gott mehr als genug gegeben.


Frank Bsirske, Vorsitzender der ver.di


Unsere Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft hat einen starken, neuen Kommunikationskanal eröffnet, der weit über diesen einen Betrieb hinaus ausstrahlt. Das habt ihr tatkräftig unterstützt – vielen Dank auch für diese Art von gelebter Solidarität. Mittlerweile haben wir es auf eine stattliche Blog-Familie gebracht, die insgesamt rund fünf Millionen Seitenaufrufe stark ist.

Das Weltbild-ver.di-Blog wird ausschließlich von Aktiven im Betrieb betreut. Über 750 Artikel wurden geschrieben, die zu annähernd 5.000 Kommentaren ermuntert haben. Hier zeigt sich die neue „Lebensweise“ eines Weblogs gegenüber den herkömmlichen Medien der Betriebsöffentlichkeit des Printzeitalters. Die per Internet ausgelösten Dynamiken haben zur Weiterführung des Betriebs nach der Insolvenz beigetragen, somit Arbeitsplätze retten geholfen und die Vielfalt in der Verlags- und Vertriebslandschaft gestärkt.

Sicher habt ihr noch so manche schwierige Wegstrecke vor euch, für die ich euch bei  für die ich euch bei der Gelegenheit schon mal viel Kraft und Erfolg wünsche.

Doch für den Moment gibt es etwas zu feiern – den millionenfachen Erfolg eures Weblogs – herzlichen Glückwunsch dazu!

Euer Frank Bsirske

Berlin, 22. Juni 2015




Quelle: wwww.weltbild-verdi.de

Montag, 20. Juli 2015

Buchhandel: 0,0 % versus Einzelhandel: 2,5 %

Tarifabschluss im bayerischen Einzelhandel

Nach Streikaktionen in knapp 100 Betrieben des bayerischen Einzelhandels konnte am 17. Juli 2015 die Tarifrunde erfolgreich abgeschlossen werden. Der Handelsverband Bayern und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) einigten sich, für die etwa 300.000 vom Tarifvertrag betroffenen
Beschäftigten, auf folgendes Ergebnis:

· Erhöhung der Entgelte um 2,5 Prozent ab 1. August
· Weitere Erhöhung der Entgelte um 2,0 % zum 1. Mai 2016
· Die Ausbildungsvergütungen werden jeweils zum 1.09. angehoben
· Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 24 Monate bis 30. April 2017

„Damit gibt es deutliche Erhöhungen der Realeinkommen und es kommt spürbar mehr Geld bei den Kolleginnen und Kollegen an. Aber ohne das Engagement der vielen Streikenden wäre dies nicht möglich gewesen“, wertete Hubert Thiermeyer, ver.di Verhandlungsführer in Bayern, das Ergebnis.