Montag, 15. Juli 2019

Die schönste Zeit des Jahres

21 Fragen und Antworten rund um den Urlaub 

Bildergebnis für ver.di urlaub

1. Urlaub früher

Frage: Wie viel Urlaub gab es 1963 nach dem Bundesurlaubsgesetz?

Antwort: 1963 sicherte das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) 18 Tage bezahlten Urlaub zu, - 
bezogen auf die Sechs-Tage-Woche. Macht also 3 Wochen Urlaub.


2. Urlaub heute

Frage: Welchen Mindesturlaubsanspruch haben Arbeitnehmer/innen nach dem Bundesurlaubsgesetz heute?

Antwort: Heute sagt das im Jahr 1994 aktualisierte Bundesurlaubsgesetz, dass jede/r Arbeitnehmer/in pro Jahr 24 Tage Urlaub, bezogen auf die Sechs-Tage-Woche, hat. Das sind also vier Wochen Mindesturlaub. Mit Tarifverträgen kann aber auch mehr Urlaub 
vereinbart werden.

Montag, 8. Juli 2019

ver.di-Aktive bei H & M starten gewerkschaftlichen Infoblog





Die Zahl der gewerkschaftlichen Infoblogs im Handel wächst weiter.   
Seit kurzem bloggen die ver.di-Aktiven des Textilhändlers Hennes & Mauritz 
über Arbeitsalltag und Arbeitskämpfe. 

Hier das Statement der KollegInnen zum Start ihres Infoblogs:

"Ein Blog mit H&M im Titel – soll es hier wieder um Fashion und neue Trends gehen?
„Wie kann ich mit 30€ meinen Kleiderschrank füllen“,  „So kriegst du ihn rum mit deinem Schnäppchen-Outfit“ oder gar die neuesten Tipps und Angebote für Club-Mitglieder?

Nein! Aber vielleicht bist du bei uns trotzdem richtig. Denn hier erfährst du wie es bei H&M wirklich abgeht. Wir sind keine Journalisten, aber in jedem Fall offen und gerade heraus und berichten euch all das,was euch die Presseabteilung von H&M bestimmt nicht erzählen wird.

Zum Beispiel wie H&M mit Müttern umgeht und welchen Druck sie über unsoziale Arbeitszeiten auf sie ausüben. Oder wie es ist als flexibler Mitarbeiter keine Sicherheit darüber zu haben, was man am Ende des Monats verdientund wie man arbeiten wird. Auch dass das Unternehmen bei Schwerbehinderten Kollegen in vielen Fällen keine Rücksicht auf die Gesundheit nimmt.

Samstag, 6. Juli 2019

Die Mitte tobt

- oder von den Exzessen der Normalität


Ironie – haben wir in der Schule gelernt – besteht entweder darin, dass man das Gegenteil dessen sagt, was man meint, oder aber das Gegenteil dessen meint, was man sagt. Wer hin und wieder einen Blick in die Tagespresse riskiert, wird dort auf eine dritte Variante stoßen, die sich bei zeitgenössischen Journalisten anscheinend größter Beliebtheit erfreut: sag, was du meinst oder vielleicht auch nicht, aber so, dass niemand es merkt. Eine Art von Meta-Ironie oder Ironie der Ironie!

Als jüngstes Meisterstück dieser Kunst darf ohne Zweifel ein Kommentar zu Juso-Chef Kühnert und Fridays For Future (Bernd Ulrich, Roter Popanz, in: DIE ZEIT 9. Mai 2019, S. 1) gelten, dessen Autor offenbar ein bisschen über Politik schreiben wollte, soweit das halt möglich war, ohne allzu politisch zu werden. Was bei der ersten Lektüre – und eine zweite dürfte selten stattfinden – nach Kritik an Regierung und Parteien aussieht, dient hier ebenso sehr der Ausgrenzung ihrer Gegner. Das zeigt sich thematisch bereits darin, dass Klimaschützer mit einem, der von „Sozialismus“ spricht, im selben Topf landen, d.h. nach herrschender Ideologie kontaminiert sind.

Was wir vom Juso-Chef und von Schülerstreiks zu halten haben, wird uns eingangs gleich deutlich gemacht. Weil dies ja kolossal zur objektiven Darstellung beiträgt, darf der Hinweis auf Kevin Kühnerts Alter – „ein 29-järiger“ nicht fehlen. Und dass die Teilnehmer an den Freitagsaktionen „Schule schwänzende Jugendliche“ sind versteht sich. So wären die ersten Frames gesetzt. Sie helfen das Staunen nachzuvollziehen, dass nun ausgerechnet wegen dieser entspannungsorientierten Kids „eine Debatte über Klimapolitik“ nicht „routiniert wegdiskutiert und beiseiteverwaltet [!] werden“ kann – was gewiss wahrhaftig und aufrichtig ironisch gemeint ist.

Mittwoch, 3. Juli 2019

Wichtig ist, dass wir zusammenhalten


 
Schon die alten Cäsaren wussten, dass sie für Brot und Spiele sorgen

müssen, wenn die Plebs den Staatsgeschäften fernbleiben soll. Dankbare
Almosenempfänger kosten eben wenig und machen selten Ärger. Was
Tarifpolitik betrifft, agieren Buchhandel und Verlage in Bayern kaum
anders. 

Zwar werden Gehälter erhöht, aber nicht nennenswert und keineswegs, 
weil Arbeitgeber bei Verhandlungen mit unserer Gewerkschaft darauf 
geeinigt hätten, sondern im Gegenteil: um zu zeigen, dass es auch ohne 
Tarifabschlüsse geht. An deren Stelle sollen lieber milde Gaben
treten, welche die Chefs alle Jubeljahre unters Volk streuen, damit dem gar
nicht erst einfällt, ihnen künftig noch mit Forderungen zu kommen.

Zur Erinnerung: unserer Tarifverträge sind seit über zwei Jahren gekündigt,
und seit über drei Jahren haben wir trotz steigender Preise und Mieten
keinen müden Cent mehr gesehen. Die Arbeitgeber schmetterten unsere
Gehaltsforderungen in jeder Verhandlungsrunde mit Gegenforderungen ab,
die stets auf ein Verlustgeschäft hinausgelaufen wären.

Ihre Taktik bestand darin, den Entgelttarif, der Monatsgehälter regelt, und den 
Manteltarif, der alle übrigen Leistungen regelt, gegeneinander auszuspielen. 
So sollte, um nur ein Beispiel zu nennen, eine Lohnerhöhung von zwei Prozent im
Entgelttarif durch Streichung unserer Spätzuschläge im Manteltarif erkauft
werden – was rechnerisch bedeutet hätte: für noch weniger Geld arbeiten
als jetzt.

Donnerstag, 27. Juni 2019

Streik der Handelsbeschäftigten aus München und Augsburg

Für Respekt und Wertschätzung auch beim Gehalt streikten heute Beschäftigte aus über 30 Betrieben in München und Augsburg.
Beschäftigte leisten hervorragende Arbeit und erfahren dafür aber in den laufenden Tarifverhandlungen weder Wertschätzung noch Respekt. Gleichzeitig sind sie von Altersarmut bedroht.