Mittwoch, 28. November 2012

"Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist!"


Statements, Grußworte, Kritik und Solidarität

"Sag mir, wo du stehst - und welchen Weg du gehst!" Den Songtext des Oktoberklubs von 1967 brachten wir im November 2010, weil er in gewisser Weise auch das Ziel dieses Infoblogs umreißt:
Position beziehen, Konflikten nicht aus dem Weg gehen, einen Standpunkt einnehmen - auch wenn es nicht immer angenehm ist. Wer Kritik austeilt, muß auch Kritik einstecken können. Wir haben nicht nachgezählt, wie viele Kommentare sich nicht nur mit der GL, sondern sich auch kritisch mit der Blog-Redaktion, den BetriebsrätInnen oder der Gewerkschaft auseinandergesetzt haben. Es dürften nicht wenige gewesen sein. Mancher/manchem schmeckt das nicht. Information und Transparenz gehören für uns aber zu einer demokratischen Beteiligungskultur. Wir bieten dafür eine offene Plattform. Das ist der Weg, den wir gehen.

Diesen Weg gehen wir nicht alleine. Das zeigt die unglaubliche Zahl von einer Million Klicks in den vergangenen 27 Monaten, das zeigt das Interesse der Öffentlichkeit in und außerhalb des Unternehmens.
Es freut uns, daß uns zu diesem Anlaß einige Statements erreicht haben, die an das Motto der Sozialtarif-Kommission anknüpfen:

"Farbe bekennen!"



"Herzlichen Glückwunsch an die fleißigen BloggerInnen!


Nicht allzu häufig gab es bei Hugendubel in den letzten Monaten Erfolgsmeldungen zu verkünden. Angesichts der fundamentalen Krise, in der sich der stationäre Buchhandel befindet, dürfte das auch niemanden verwundern.

Dabei wird in unserem Unternehmen weiterhin fleißig und mit viel Engagement gearbeitet. In einigen Fällen aber nicht unbedingt zum Wohlgefallen unseres Arbeitgebers.

Damit meinen wir an dieser Stelle einmal nicht die Arbeit der Betriebsräte, sondern die Transparenzoffensive unserer Hugendubel-Bloggerinnen und Blogger!

In unserem Unternehmen passiert nämlich seit zwei Jahren etwas, das begeistert, ärgert, verwirrt, empört: KollegInnen melden sich zu Wort, analysieren schonungslos die Lage, kritisieren, was ihnen nicht passt. Und das nicht im stillen Kämmerlein, sondern ganz offen, für jedermann sicht- und lesbar.

Darf das denn sein?

Wir meinen: auf jeden Fall! Und nicht nur das: es muss sogar so sein!

Zugegeben: als Betriebsräte fragen wir uns auch das eine oder andere Mal, ob das Blog immer hilfreich ist. Manche Artikel könnten besser recherchiert sein, gelegentlich nervt uns ein gewisser „Alarmismus“ und bei manchen Kommentaren würde man der SchreiberIn wünschen, sie hätte etwas länger nachgedacht, bevor sie ihre Worte „zu Papier“ brachte.

Das Blog ist eben unbequem und zwingt uns Betriebsräte zur Bestimmung unserer Position. Diese Herausforderung nehmen wir gerne auf uns.

Mit dem Hugendubel-Blog ist eine wahre Lawine losgetreten worden. Immer mehr Belegschaften wollen nicht mehr schweigen und stillhalten. Auch sie nutzen ein Blog, um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen und Öffentlichkeit zu schaffen.

Unser Hugendubel-Blog ist Vorreiter und bleibt es hoffentlich weiterhin. Eine Million Zugriffe sind aller Ehren wert. Herzlichen Glückwunsch!"


Uwe Kramm, Betriebsratsvorsitzender, Betriebsrat München
und Jürgen Horn, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender

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"Herzlichen Glückwunsch zum millionsten Klick! Das Hugendubel-ver.di-Blog ist eine der schönsten Erfolgsgeschichten in der ver.di-Blogosphäre. Kein anderes Blog veröffentlicht so regelmäßig Beiträge, kein anderes hat so viele LeserInnen – weit über den Kreis der MitarbeiterInnen hinaus.


Vor allem wird kein anderes Blog so intensiv von den Redaktionen der Printmedien gelesen und ausgewertet. So sorgt das Hugendubel-ver.di-Blog dafür, dass sich das Management in München bei jeder Entscheidung fragen muss: "Wie wirkt das in der Öffentlichkeit, auf unsere KundInnen?"

Allein dadurch haben die aktiven ver.di-BloggerInnen viel Unheil von ihren KollegInnen fernhalten können. Apropos KollegInnen: BuchhändlerInnen glauben schon von Berufs wegen an die Macht der Worte. Allein mit Worten ist es aber nicht getan: Wenn die Hugendubel-MitarbeiterInnen sichere Arbeitsplätze, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn haben wollen, müssen sie sich aus der Welt der Worte auch mal hinaus auf die Straße bewegen.

Hat man zum Klick-Jubiläum einen Wunsch frei? Dann wünsche ich mir für die ver.di-Aktiven, dass ihre KollegInnen dieses ehrenamtliche Engagement würdigen, indem sie die Aktionen der Gewerkschaft in ihren Filialen unterstützen. Die laufenden Tarifauseinandersetzungen wären der geeignete Zeitpunkt, dem Arbeitgeber zu zeigen, dass die Belegschaft den Worten auch Taten folgen lässt… "

Timm Boßmann
Betriebsrat bei Weltbild in Augsburg,
Sprecher der ver.di-Betriebsgruppe
www.textarbeiter.net

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"Liebes Redaktions-Team,


ganz herzliche Glückwunsche auch von mir. Die zahlreichen Zugriffe auf
euren Blog zeigen deutlich, dass es ein großes Interesse an euren Artikeln gibt.

Positiv fällt mir immer wieder eure klare Haltung und Unerschütterlichkeit auf.
Ihr laßt nicht locker und greift Themen kritisch auf.

Ganz eindeutig: Hier sind Überzeugungstäter am Werk :-).
Vielen Dank für die vielen lesenswerten und oftmals nachdenklich stimmenden Artikel.

Ich weiß, daß ihr die redaktionelle Arbeit in eurer Freizeit betreibt,
dafür zolle ich euch meinen Respekt und meine Anerkennung.

In diesem Sinne ... macht weiter so!

Solidarische und kollegiale Grüße,"

Nicole Molthan
GBR-Vorsitzende von Weltbildplus/Jokers

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"Liebe Kolleginnen und Kollegen,

eine Million Seitenaufrufe, eine derart starke Medienpräsenz und die zahlreichen positiven Solidarisierungen habe ich damals bei der Gründung des Blogs wirklich nicht erwartet. Das Team der gewerkschaftlich organisierten Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland hat hier etwas Großes in der noch größeren Welt der neuen Medien geschaffen. Mittlerweile wird der Internetblog als gewerkschaftliches Instrument genutzt, Branchen-, Lokal- aber auch überregionale Zeitungen berichten über die veröffentlichten Artikel, welche eine andere Darstellung der in den Betrieben geltenden Arbeitsbedingungen zeigen. Die tatsächlichen Arbeitsbedingungen nämlich, abseits aller Schönfärberei! Diese geschaffene Gegenöffentlichkeit gibt uns neue Möglichkeiten und ergänzt das Portfolio des gewerkschaftlichen Organizings. Das Wirken unser ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen wird in den Gremien der Gewerkschaft gestärkt. Hoffen wir, daß alle gewerkschaftlich organisierten Betriebsrätinnen und Betriebsräte bei Hugendubel die Chance dieser Kommunikations-Plattform erkennen und nutzen!

Die Artikel selbst entstehen in der Freizeit, eine gebildete Blog-Redaktion sammelt Informationen und Artikel, mitarbeiten kann jede/r. Ironisch, bildlich, sarkastisch, humoristisch und direkt, zum Teil traurig, manchmal aggressiv, so habe ich den Blog in den vergangenen Jahren seit Gründung erlebt. Aber immer im Rahmen bleibend, ohne Diffamierung. Viele Realitäten wurden treffend beschrieben, oftmals an´s Herz gehend. Für dieses gewaltige Engagement der Verantwortlichen meinen herzlichen Dank an dieser Stelle.

Der Blog hat mir damals die Möglichkeit verschafft, Informationen aus dem Unternehmen zu erhalten, welche mir in meinem Wirken als damaliger JAV-Vorsitzender der Region Berlin + Potsdam stark geholfen haben. Meine Kenntnisse als Teil eines betriebsverfassungsrechtlichen Gremiums konnte ich so stetig ausbauen und in der einen oder anderen Situation war der Wissensvorsprung wichtig, vor allem aber auch bei meiner Mitarbeit in der Tarifkommission. Es braucht so Leute wie Euch, die sich tagtäglich im Arbeitsleben nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die Kolleginnen und Kollegen einsetzen.

Outsourcing, Zentralisierung und Rationalisierung forcierten die Deklassierung der buchhändlerischen Arbeit. Es folgten Abmahnungen und auch Kündigungen. Mit der Schließung der Filiale TAU und dem unschönen Instrument der Kündigung nach Altersgruppen habe ich mich entschlossen, stellvertretend für eine/n der betroffenen Kolleginnen und Kollegen das Unternehmen zu verlassen. Doch weiterhin lese ich diesen Blog und wünsche euch viel Erfolg. Trotz und genau wegen der Situation bei Hugendubel müsst ihr weiter für gute Arbeit kämpfen!"

Benjamin Roscher
JAV- und Jugendreferent bei der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie.
ehemaliger Hugendubel-Mitarbeiter und von 2008 bis 2010 JAV-Vorsitzender in Berlin/Potsdam
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Liebe Redaktionsmitglieder,


1 Million Seitenzugriffe:  Dazu meinen Glückwunsch! Das zeigt, mit dieser Seite wurde ins Schwarze getroffen. Die Angst von Weltbild/Hugendubel vor dieser Internetseite war bzw. ist groß. Doch es geht nicht darum, den Arbeitgeber schlecht zu machen, sondern es geht darum, miteinander filial- und betriebsübergreifend ins Gespräch zu kommen, was der Arbeitgeber nicht leisten kann oder will. Der Bedarf sich auszutauschen, und das über Hugendubel hinaus, ist groß. Von A wie Arbeitszeit bis Z wie Zukunft ist für alle Themen Platz. Dass das so ist, haben wir einer ganzen Gruppe von fleißigen Redaktionsmitgliedern zu verdanken. Dafür ein dickes Dankeschön und weiter so!


Liebe Grüße,

Janet Dumann, ver.di-Bezirk Berlin, Fachbereich 12 - Einzelhandel

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Ich bin schreiblos - 1 Mio Klicks! Fantastisch! Gratulation! Das habt ihr RedaktörInnen super gemacht - ihr dürft nicht nur, ihr müsst Stolz auf euch, eure Freizeit-Arbeit und euren Blog sein.


Feiert euch und lasst euch Hochleben. Zum Feiern haben aber auch wir Leser etwas. Dieses Nachrichtenportal mit seinen pfiffigen, zum Nachdenken und Mitmachen anregenden Berichten und Reportagen, nicht nur über Hugendubel, sondern durchaus stellvertretend für die Branche. Ich denke mit Schmunzeln an die Verleihung des Karl-Kraus-Preises.

Wollte man die Bedeutung des Blogs und das Engagement des Redaktionsteams in einem Satz fassen, dann könnte man Victor Hugo zitieren: "Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist!"

Macht bitte weiter so!
Euer Fan und Leser -

Stefan Kraft, Landessekretär, ver.di Bayern Landesfachbereich Handel



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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Infoblog-Redaktion dankt Euch herzlich für Eure Statements!
Es ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich, den Weg weiterzugehen.
Zusammen mit Euch.

United we stand - divided we fall.

Eure Infoblog-Redaktion
November 2012


Kommentare:

  1. Großer Erfolg, meinen Glückwunsch und Dank für die viele erfolgreich geleistete Arbeit!

    Auch die tollen und ermutigenden Statements der anderen Gratulanten freuen mich sehr. Als besonders bemerkenswert empfinde ich den Beitrag der Münchener "BR-Spitze" Uwe und Jürgen - und Euer gemeinsames, kritisch-unterstützendes, eindeutiges Bekenntnis zur wichtigen Rolle des Blogs für uns und unser Unternehmen!!!

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  2. Dem kann ich nur zustimmen!
    Genau das ist es, was ich von gewerkschaftlich organisierten BetriebsrätInnen erwarte. Und zwar von allen.
    Danke.

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  3. Ins Gespräch kommen via Internet-
    so geht das also im 21.Jahrhundert obwohl vor Ort viele gute Betriebsräte sind.
    Ob diese Art der Kommunikation wirklich weiter hilft, darf wohl bezweifelt werden.

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  4. Genau diese Form der Kommunikation am Beginn des 21. Jahrhunderts wird uns weiterhelfen.
    Die Betriebsrätinnen und Betriebsräte von Weltbild machen dies bereits vorbildlich, auch in München tut sich einiges. Es wäre dringend notwendig, daß auch von den anderen Standorten was kommt. Die Struktur unseres Unternehmnes ist in weitgehend isolierte Einzelbereiche aufgesplittert. Der Blog wäre die ideale Informations- und Kommunikations-Plattform für alle Beschäftigten in ganz Deutschland

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  5. Liebe BR-Kollegen aus München,

    ihr schreibt:"Zugegeben: als Betriebsräte fragen wir uns auch das eine oder andere Mal, ob das Blog immer hilfreich ist. Manche Artikel könnten besser recherchiert sein..."

    Dafür gäbe es doch ein einfaches Rezept: wenn alle (!) BR-Mitglieder von allen (!!) Standorten regelmäßig Beiträge für den Blog schreiben.

    Denn ihr habt die Informationen, ihr besucht BR-Seminare, ihr seid teilweise freigestellt.

    Wie wär´s?

    Ich freue mich schon auf viele gut recherchierte, informative und sachliche Artikel.
    Herzlichen Dank schon im voraus!

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