Mittwoch, 16. März 2011

Leipziger Buchmesse: Jede Menge unverkäuflicher Titel ...

... 
werden wohl Nina und Maximilian Hugendubel während der folgenden Messetage (17.-20. März 2011) unweigerlich zu Gesicht bekommen. 

foto: KETTENSAEGEr

Denn wie die beiden Hugendubels soeben der nationalen Kultur- und Wirtschaftswelt per  "SZ-Montagsinterview" (vom 14.03.2011) entrüstet mitteilten, 

"nehmen die Verlage immer mehr unverkäufliche Titel ins Programm". 

Und dies, obwohl unser Firmenchef es doch vor mehr als zwei Jahren mit einer ähnlich lautenden Formulierung bereits in die Top-Liste der vom "Buchreport" ermittelten "Markantesten Antworten" und "Prägnanten Zitate" des Jahres 2008 geschafft hatte. 
Denn damals hat M. Hugendubel sich (in einem "Buchreport"-Interview) zu folgender den-Buchmarkt-neu-ordnen-wollenden Handlungsempfehlung hinreißen lassen: 

"Bücher, die wir nicht verkaufen können, sollten die Verlage erst gar nicht produzieren." 

Doch offensichtlich hat da zwischenzeitlich keine/r so recht auf ihn gehört und seine Vorgabe befolgt; also musste das jetzt - im Vorfeld der Leipziger Messe und angesichts eines breiteren Zeitungspublikums - erneut verkündet werden.

(2011)  www.buchreport.de/nachrichten/handel/handel_nachricht/datum/0/0/0/unsere-ertragssituation-ist-langfristig-nicht-tragbar.htm
(2008)  www.buchreport.de/nachrichten/verlage/verlage_nachricht/datum////vor-der-grossen-herausforderung.htm


Die Leipziger Buchmesse (samt ihrem Lesefest "Leipzig liest") dagegen weist selbstbewusst hin auf steigende Aussteller- und Besucherzahlen sowie vermehrte Ausstellungsflächen - und auf ihr äußerst umfangreiches und vielfältiges Literaturprogramm:  für Autor/innen, Buchhändler/innen, Verlage (und für alle Literatur- und Medieninteressierten). 
Geworben wird mit neuen Rekorden und Superlativen - sowie mit der alljährlichen Verleihung des "Preises der Leipziger Buchmesse" (aber doch nicht etwa für den "unverkäuflichsten Titel"?)

Und ausdrücklich wird betont: Der diesjährige Messe-Zuwachs geht vor allem "auf das Konto kleiner, unabhängiger Verlage. Durch ihre Präsenz am Markt garantieren sie eine bunte und vielfältige Bücherlandschaft gerade in Zeiten zunehmender Konzentration."

Na, da wünschen wir unseren Firmenchefs doch einen recht anregenden Messerundgang!

www.leipziger-buchmesse.de
www.leipzig-liest.de


Im Angebot des Messe-Fachprogramms hätten sie dann übrigens Gelegenheit, sich an den Diskussionsveranstaltungen der Münchner "Initiative ProBuch" zu beteiligen (messetäglich um 11 Uhr). 
Geht es doch hier - unter der Überschrift "Bruch-Stellen der Buch-Branche" - um Themen, die ihnen nicht ganz fremd sein dürften: 

um Kulturverluste angesichts angepeilter Renditesteigerungen 
("Ich bin der Markt" behauptet Thalia-Chef M.Busch)

um Thunfischdosen und Kettensägen im Nonbook-Handel 
("Bücher oder Nicht-Bücher: das ist die Frage!")

um deklassierte und vom Aussterben bedrohte Buchhändler 
("Lagerarbeiter und Regaleinräumer")

und um Zensur im Zeitalter von alles erdrückenden Mainstream-Stapeln
(Zitat M.Hugendubel: 
"Bücher, die wir nicht verkaufen können, sollten die Verlage erst gar nicht produzieren"

Womit wir unversehens wieder beim Anfangs-Thema wären!

Kommentare:

  1. Was wollen die Geschwister Hugendubel mit ihrem unfreiwillig komischen Gerede eigentlich erreichen? Niemand zwingt die Hugendubels, unverkäufliche Bücher einzukaufen, sollen sie nur weiter immer mehr ihrer schicken Geschenkartikel in die Filialen stellen. Wahrscheinlich sollen die Verlage auf die unverkäuflichen Titel verzichten und das eingesparte Geld über Werbekostenzuschüsse oder höhere Rabatte in den Erhalt der maroden Filialen stecken. Hoffentlich wird ihnen nicht von den Bischöfen bzw. Weltbild verboten, große Dan-Brown-Stapel hinzustellen. An den 60-Prozent-Umwachszuwachs im Online-Handel glaubt auch nur Nina Hugendubel selbst: 60 Prozent im Vergleich zur Zeit vor drei Jahren? Das schöne neue Weltbild-Angebot hat bisher keine 60 Prozent eingefahren, ich glaube, diese Zahlen hat in der Firma bisher niemand gesehen. Weiß jemand Genaueres?
    Und dass drei bis vier Filialen mehr als auf der Kippe stehen, der Abschluss eines Sozialtarifvertrages aber abgelehnt wird, muss die Mitarbeiter brüskieren!

    AntwortenLöschen
  2. Wahrscheinlich wird die Hugendubel-Halff-Connection demnächst beschließen, dass "Fachbuch" nicht bloss bis zur "unauffindbaren Unkenntlichkeit" reduziert wird (wie in den Filialen größtenteils schon passiert), sondern dass Fachbücher bei der DBH überhaupt gar nichts mehr zu suchen haben (außer als "Schnäppchen").

    Womit wieder mal die "Unverkäuflichkeit" von bestimmten unerwünschten Büchern bewiesen wäre (self-fullfilling prophecy!)!

    Und die Duden-Bände (siehe Foto) wären dann höchstens noch antiquarisch von Interesse
    (nein, auch das nicht: Hugendubel am Salvatorplatz wird ja bekanntlich geschlossen; und damit hat dann auch das Antiquariat sein unrühmliches Ende gefunden!)

    AntwortenLöschen
  3. das sz-interview ist online als pdf zu lesen
    über folgenden etwas eigenartigen link:

    http://www.hvb-frauenbeirat.de/mediathek.html

    "Es gibt immer mehr unverkäufliche Titel"
    Nina und Maximilian Hugendubel über große und kleine Buchhandlungen im Internetzeitalter

    Süddeutsche Zeitung, S.18
    14.03.2011

    AntwortenLöschen
  4. Zitat N.H.:"Wir wollen keine Gemischtwarenhandlung werden, sind aber offen für alles, was buchaffin ist."
    Wie z.B.: Kneipp - Figur Balance Kautabletten, Pantoffelset "Green-Time", 9-teilig, Eck-Korbregal, Waschbeckenunterschrank "Bamboo", Sternen-Projektor "Star Master",Baleno, Led Einbaustrahler, 3 Watt, 105lm, Pashmina-Poncho-Umhang, schwarz, etc. etc.etc.
    Oder kennt Frau Hugendubel ihre eigene Webseite nicht?

    AntwortenLöschen
  5. Buchhändlerischer MitarbeiterMontag, 21. März 2011 um 11:12:00 MEZ

    Und es wird noch grotesker:

    Wir Hugendubler haben sogar Windeln und Baby-Töpfchen in unserem "buchaffinen" Angebot!

    (Aber das weiß Max Hugendubel sicher noch gar nicht; Schwester Nina dagegen sollte es als Internet-Verantwortliche doch auf jeden Fall besser wissen und ihrem Bruder den Weg zum Drogeriemarkt ersparen!)

    Zitat aus dem SZ-Interview
    Nina Hugendubel: Wir werden immer prüfen, welche Produkte zu uns passen. Soweit wie Amazon
    wollen wir aber nicht gehen. Wir wollen keine Gemischtwarenhandlung werden, sind aber offen für alles, was buchaffin ist.
    Maximilian Hugendubel: Windeln kaufe ich sowieso beim Drogeriemarkt.

    Zu finden sind diese Produkte bei hugendubel.de komischerweise unter der Rubrik "Spielwaren" - dann weiter "Baby & Familie" - dann "Rund ums Bad":

    Hier gibts z.B. das praktische "10-teilige Baby-Pflege-Set im Etui";
    oder wahlweise das ansprechende "Frosch-Töpfchen" bzw. das pädagogisch wertvolle "Lerntöpfchen mit Fußbank";
    oder eben auch "Mullwindeln im 3er-Set"
    ..........

    (Doch wahrscheinlich werden im Haushalt Hugendubel eher die Wegwerf-Windeln benötigt?
    Nichts einfacher als das: einfach mit ins tolle buchaffine Programm aufnehmen und damit weitere wahnsinnige Verkaufserfolge in "Flaggschiff"-Dimensionen erzielen!!!)

    AntwortenLöschen
  6. Lasst die doch ihr Nonbookzeug verkaufen und sich ihren Umsatzillusionen hingeben!
    Ich bin Buchhändlerin und werde das auch weiterhin sein, egal welchen Mist die Chefs im Laden oder im Onlineshop außerdem noch anbieten. Das ist doch sowieso unsere einzige Chance: das was wir noch tun dürfen und tun können auch so gut wie möglich weiter zu machen (Kunden beraten, Bestellvorschläge abgeben, unsere Abteilungen einigermaßen in Ordnung halten). Denn wenn wir das nicht mehr machen und stattdessen nur noch rumkritisieren dann können wir ja gleich einpacken und kündigen!!

    AntwortenLöschen
  7. Was ist das denn für eine Vogel-Strauss-Haltung: Kopf in den Sand, und einfach weitermachen wie bisher? Genau das funktioniert eben nicht mehr: wir können gar nicht weitermachen als wär nix passiert. Unser Arbeitsalltag ist doch inzwischen so was von anders und "unbuchhändlerisch" und beschissen (Entschuldigung!, aber leider ist es genau so!) geworden: Kapier doch, wir sollen gar keine BuchhändlerInnen mehr sein (die Hugendubels und Nitz - und vor allem: Halff! - die wollen das nicht mehr!, so einfach ist das: die haben das so entschieden!). Und wir können uns doch bloss noch wehren, wenn wir uns noch irgendwie einigermaßen treu bleiben wollen!

    AntwortenLöschen
  8. (Ich bins nochmal von 13:12 Uhr:)
    Wenn ich keine Töpfchen und Windeln und wer weiss was sonst noch verkaufen will, dann darf mir das nicht egal sein, was in unseren online- und offline-shops so rumsteht und unsere Umsätze und unseren Ruf kaputt macht. Da muss ich einfach kritisieren was die Hugendubel-Geschwister da so ignorant und arragont zum Besten geben. Ich lasse mir doch von denen nicht einfach den Arbeitsplatz und die Firma (und den restlichen Buchhandel gleich mit) kaputt machen!

    AntwortenLöschen
  9. Jezt hört mal endlich auf mit diesem ewigen Schlechtmachen und sinnlosem opponieren! Arbeitet mit und setzt Euch in euren Filialen ein; oder aber verlassst endlich unsere Firma und sucht Euch Euer Paradies woanders. Kapiert endlich: die Zeiten haben sich nunmal geändert!

    AntwortenLöschen
  10. Ich lasse mir das Recht nicht nehmen, einen unverantwortlichen und ruinösen Unternehmenskurs zu kritisieren.

    Wer alles einfach hinnehmen will, dem (oder der) ist wohl nicht zu helfen.

    Ich jedenfalls nehme nicht jeden Blödsinn und jede Frechheit, die sich unsere Firmenleitung immer wieder leistet (siehe zuletzt das Süddeutsche-Interview) einfach nur duldsam und unterwürfig hin.

    Zum Glück gibt es diesen Internet-Blog als Forum für unternehmenskritische Positionen!

    AntwortenLöschen
  11. Schön ist das ja wirklich nicht, bei einer Firma zu arbeiten, deren Inhaber und Repräsentanten derart inkompetente und peinlichen Interviews gibt. Aber das alleine wäre ja noch eher auszuhalten. Dass dieses Missmanagement auf der Leitungsebene fast ununterbrochen schwerwiegende Fehlentscheidungen und falschen Ziele produziert, und wir alle das ausbaden sollen und unser Arbeitsleben dadurch derartig belastet wird: das ist das wirklich Schlimme.

    AntwortenLöschen
  12. @Anonym 14:33

    Bin ganz deiner Meinung.

    Wer ständig nörgelt und gefrustet ist, trägt dies unweigerlich nach außen weiter.

    AntwortenLöschen
  13. Gerade die positiv gesinnten Köpfchen-Nicker haben die Firma mit in diese Situation gebracht. Leider sind die in den letzten Jahren gefördert worden. Und wer übt schon Kritik an seinen Förderen in der Firma - und ihren tollen, zukunftsweisenden Ideen. Hugendubel-Firmenkultur: zunehmende Feigheit, der Verzicht auf Selber-Denken, Angst die eigene Meinung zu artikulieren - daran ist sicher nichts "positiv".
    Selbst die Filialleiter kuschen, auch wenn sie seit langem "vertraulich" (vielleicht zu Recht) über die Regionalleiter herziehen.
    Das hat doch nichts mit Nörgeln zu tun, man/frau sollte diese Realitäten nicht einfach verleugnen.

    AntwortenLöschen
  14. @Nörglerin
    Ich denke, dass ist in den meisten stark hierarchisch gegliederten Unternehmen so. Trotzdem ist es nicht schön.

    AntwortenLöschen
  15. Den verstärkten Einsatz der zwanghaft positiven Jasager zum Wohle der Firma habe ich bisher nicht wirklich bemerkt.

    AntwortenLöschen
  16. @Hierar(s)chie
    Ich verstehe Deinen Satz nicht so recht: Was meinst Du genau?

    AntwortenLöschen
  17. War nur eine Bemerkung zu Anonym 21. März, 14:33 und Positiv. Ich sehe einfach nicht, dass die Kritiker der "Nörgler" sich wirklich für ein Vorankommen der Firma einsetzen, habe eher den Eindruck, dass sie vor allem Ruhe im Karton haben wollen. Vielleicht bin ich da aber auch ungerecht.

    AntwortenLöschen
  18. Die Formel ist ganz einfach:
    Freundlichkeit, Zuvorkommenheit, Einsatz, Beratung, Blickkontakt, Aufmerksamkeit - der Kunde ist zufrieden und kommt gerne wieder!

    Welchen Einsatz zeigt ihr für ein "Vorankommen der Firma" im alltäglichen Arbeitsleben? Bin für jegliche Anregungen offen.

    AntwortenLöschen
  19. @Positiv
    Alles richtig! Aber: nach oben zu buckeln muss aufhören! Sag auch klar Deine Meinung, kritisiere Fehlentscheidungen oder Fehlverhalten der Vorgesetzten, dann bist Du auf dem richtigen Weg.

    AntwortenLöschen
  20. @ Nörglerin

    "Selbst die Filialleiter kuschen, auch wenn sie seit langem "vertraulich" (vielleicht zu Recht) über die Regionalleiter herziehen"

    Wenn Filialleiter über ihre Vorgesetzten herziehen und das als vertraulich bezeichnen und auch noch glauben, dass dies als vertraulich aufgenommen wird, sind sie fehl am Platz. Eine Filialleitung hat nun einmal eine vermittelnde Rolle - wie soll sie dieser gerecht werden, wenn sie selber hinter dem Rücken lästern. Und am besten noch hoffen, dass über sie nicht ebenso gelästert wird. Ganz vertraulich natürlich.
    Konstruktive Kritik scheint es ja nicht zu sein, sondern eben Klatsch und Tratsch.
    Mit solchen Filialleitern lassen sich keine Schlachten gewinnen. Sie gehören abgelöst.

    AntwortenLöschen
  21. Hammerschwingende Prinzipientreue allein bringt es auch nicht, Probleme müssen benannt werden, Lästern u. ä. sind ja nur Ausdruck eines generellen Kommunikations- und Führungsproblems. Kann sein, dass der Fisch vom Kopf her stinkt.

    AntwortenLöschen
  22. Ja, "der Fisch stinkt tatsächlich vom Kopfe her"! Guckt euch doch bloß mal die gerade gescheiterten Sozialplanverhandlungen an: Was sind denn das für Köpfe, die da nicht mal mit dem Gesamtbetriebsrat über ein paar ziemlich wichtige Dinge verhandeln wollen!

    AntwortenLöschen
  23. @ Anonym 24/3/2011

    Was die Nöglerin beschrieb schien mir aber typischerweise kein Probleme benennen zu sein?!
    Über Regionalleiter herzuziehen (wenn sie nicht dabei sind) kann ich kaum als Problemlösungsansatz erkennen! Abgesehen davon, dass die spannenden Themen wie Umgestaltung des Sortiments vom Buch zum Kramladen und die diversen Sozialverhandlungen nicht in den Aufgabenbereich der Regionalleiter fallen und mithin die falschen Kritisierten sind.
    Ich bleibe dabei, Filialleiter muss sich um seine Mannschaft kümmern und das heisst auch, Entscheidungen von oben vermitteln - und nicht in der Raucherecke vertrauliche (haha)Gespräche zu führen. Ich käm mir da auch recht befangen vor, wenn meine Filialleitung solche reden führte

    AntwortenLöschen
  24. Mensch Leute, verlasst doch mal eure Nebenschauplätze: Die Geschäftsleitung zieht einfach ihren (Irr-)Weg weiter durch, auf allen Gebieten, ob im Internet oder den Filialen (mithilfe ihrer Marionetten und Erfüllungsgehilfen und Opportunisten) oder gegenüber den Verlagen. Und jetzt lässt sie die Sozialplan-Verhandlungen scheitern, die die Risiken für uns alle etwas mindern könnten!

    Da wird ganz offen gesagt: es werden weitere Filialen geschlossen werden! Und ohne Irritationen wird ein Kurs weitergefahren, bei dem die Umsätze unweigerlich noch mehr runtergehen werden. Ohne jede Frage wird noch mehr Personal abgebaut werden! Und gleichzeitig wird die Chefetage immer noch mehr erweitert (dort werden dann die Gewinne der "Entlassungsproduktivität" verteilt)!

    Leute, jetzt muss was passieren! Das Ostergeschäft naht; da wären doch Aktionen angesagt!

    AntwortenLöschen
  25. Jetzt unterlasst bitte diese Agitation. Wir wollen in Ruhe unseren Job machen, sonst gar nichts!

    AntwortenLöschen
  26. @Anonym 25.März 2011 10:13

    "Jetzt unterlasst bitte diese Agitation. Wir wollen in Ruhe unseren Job machen, sonst gar nichts!"

    M.Hugendubel droht in der Presse mit weiteren Filialschließungen und wir sollen in Ruhe unseren Job machen?
    Auf welchem Stern lebst du denn? Deine Filiale ist wahrscheinlich nicht von einer Schließung bedroht und wahrscheinlich gerade schick renoviert worden.
    Steck mal weiter schön den Kopf in den Sand!

    AntwortenLöschen
  27. Dauernd wird palavert und palavert, aber was passiert? Streik im Ostergeschäft wäre zwar eine Superidee: aber zustandekommen wir das bei dieser zögerlichen Belegschaft nie und nimmer!
    Allmählich denke ich, es ist besser, die ganze sinkende DBH-Flotte, ob mit oder ohne Weltbild-Internet-Seite und anderen vermeintlichen Flaggschiffen, rechtzeitig selbst zu verlassen, bevor tatsächlich die Riesenkatastrophe uns alle erwischt.
    Natürlich außer den Kapitänen und Steuerfrauen: die werden nämlich das ganze Desaster mit fetten Rendite-Summen an ihren Rettungsringen (ach, was sag ich: in ihren komfortablen Rettungs-Yachten!) als erste trockenen Fußes verlassen!

    AntwortenLöschen
  28. Unsere Chefs sitzen mit uns in einem Boot und sie versuchen einen erfolgreichen Kurz in die Zukunft für uns alle zu steuern. Und daß sie mehr Geld als wir dafür bekommen ist doch überall in der Wirtschaft so und ganz normal.

    AntwortenLöschen
  29. Nachtrag: Inzwischen muß man ja hier schon dazusagen, daß man, auch wenn man mal etwas unternehmensfreundliches schreibt, weder selbst in der Hilblestraße sitzt noch von dort gekauft wird. Ich sage das einfach als überzeugter Buchhändler und jemand, der keinen ideologischen Utopien nacheifert.

    AntwortenLöschen
  30. Ich frage den Realisten trotz aller gegenteiliger Beteuerungen:

    Heißt du vielleicht Maximilian oder Torsten oder Nina oder Stefan oder Stephanie oder Thomas oder Carel oder Monika oder Katharina oder .........?

    AntwortenLöschen
  31. @25.März, 12:04
    Mich stört die Unterstellung der "GL-Nähe" von Kommentatoren, wir müssen nicht mit den gleichen Methoden arbeiten, wie einige unserer Chefs, die in der Vergangenheit auch schon mal "betriebsratsnah" oder "gewerkschaftsnah" als disqualifizierende Attribute gegen Argumente und manchmal auch Mitarbeiter verwandt haben. Wir sollten derartiges vermeiden und uns lieber auf den Austausch von Argumenten konzentrieren.

    AntwortenLöschen
  32. Seh ich genauso! Wir werden mit guter Argumentation auch Erfolg haben und was bewirken.

    AntwortenLöschen
  33. Was genau werden wir denn bewirken?

    Weitere Filialschließungen; noch mehr Entlassungen; immer mehr Leute von Fremdfirmen, die bald auch die Regale einräumen werden und die Kunden zu den Terminals schicken werden?

    AntwortenLöschen
  34. Hat eigentlich einer von Euch superschlauen schon mal den Stift zur Hand genommen und der GL einen persönlichen Brief geschrieben? Oder den Gesellschaftern? Höflich formuliert, ohne Sarkasmus sondern einfach sachlich die Argumente dargelegt aus Sicht der Belegschaft? Diese Polemik und Agitation hilft keinem und das der super konstruktive BR nicht als Verhandler auf Augenhöhe akzeptiert wird, wenn er bei jeder Kleinigkeit zu verdi rennt anstatt eine eigene Meinung zu haben ist ja auch verständlich.
    Ganz vielleicht schaffen solche Rückmeldungen ja eine langsame Anpassung des Bewußtseins in der GL.

    AntwortenLöschen
  35. aber ziemlich "ganz vielleicht" (will sagen: mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit = ganz bestimmt NICHT!)
    oder: wie haben die denn auf deinen "mit dem Stift geschriebenen persönlichen Brief" reagiert?

    AntwortenLöschen
  36. @Anonym 11.36

    Die GL spricht nicht mit der ver.di-Tarifkommission.

    Die GL ignoriert 400 Mitarbeiter-Unterschriften.

    Die GL verhandelt nicht mit dem Gesamtbetriebsrat (ohne Gewerkschaft!).

    Die GL brüskiert den Wirtschaftsreferenten Dieter Reiter, wahrscheinlich der kommende Münchner Oberbürgermeister.

    Und jetzt soll man "einen Stift zur Hand nehmen" und "einen persönlichen Brief schreiben"? In lateinischer Ausgangsschrift oder in Schulausgangsschrift? Auf Blümchenpapier? Mit einem Herzchen auf dem parfümierten Umschlag?

    Wenn die Situation nicht so ernst wäre, könnte man nur noch lachen.

    AntwortenLöschen
  37. ich bin etwas spät mit meiner antwort...
    wir boykottieren plastikflaschen am besten, wenn wir sie nicht kaufen...
    und wir boykottieren selbstbedienung und aldi-prinzip, indem wir dem kunden was besseres bieten: beratung und kompetenz!
    die gl von der notwendigkeit unserer anwesenheit zu überzeugen bedeutet grenzen zu überschreiten und regeln zu dehnen, bis selbige wieder in das berufsbild passen.
    wir werden nicht ernst genommen also sorgen wir dafür damit, daß wir die regeln hugendubel-weit einfach in den skat drücken. natürlich könnten sie uns kündigen aber wenn wir erfolg haben und mehr geld in deren taschen schelffeln wenn wir NICHT gehorchen geben sie uns irgendwann vielleicht recht.
    ein solches verhalten wäre nachhaltiger und stärker als jeder streik!
    sie können nicht alle auf einmal kündigen!
    und wenn mal wieder potenzieller müll vom zl kommt: einfach bis zur makulatur stehen lassen und dafür was vernünftiges bauen!
    haut rein jungs und mädels, wir sind die zukunft!

    AntwortenLöschen

Ihr könnt Eure Kommentare vollständig anonym abgeben. Wählt dazu bei "Kommentar schreiben als..." die Option "anonym". Wenn Ihr unter einem Pseudonym schreiben wollt, wählt die Option "Name/URL". Die Eingabe einer URL (Internet-Adresse) ist dabei nicht nötig.

Wir freuen uns, wenn Ihr statt "Anonym" die Möglichkeit des Kommentierens unter Pseudonym wählt. Das Kommentieren und Diskutieren unter Pseudonym erleichtert das Austauschen der Argumente unter den einzelnen Benutzern.