Freitag, 20. April 2012

Der Tod einer Traditionsbuchhandlung (1): Weiland verschwindet in Weltbild XL


"Die Mitarbeiter sind entsetzt!"



(Infoblog-Kommentar folgt)


Kommentare:

  1. Na was für eine Neuigkeit. Jetzt folgt sicher wieder endloses Gejammer und Geschimpfe auf die GF. Was soll denn daran so schlimm sein? Ausser emotional kann doch keiner wirklich betroffen sein. Herr Hamkens hat sein Unternehemn doch sicher nicht hergeschenkt, oder? Diese Polemisierung muss doch auch einmal ein Ende haben. Aber wie die BILD schon immer wusste. Große Buchstaben und ein vermeintlicher Skandal verkaufen sich halt besser als seriöse Berichterstattung.

    AntwortenLöschen
  2. Laut Buchreport verlieren 18 Mitarbeiter der Zentrale ihren Job, wenn sie nicht nach München umziehen; aber das interessiert jemanden wie Dich natürlich nicht. Jobnomaden? Familie? Freunde? Ist doch bloss Jammerei.

    Das Geschwätz von der Star Alliance - noch gar nicht so lange her - ist auch nur noch das Geschwätz von gestern. Interessiert nicht.

    Kritische Information gefällig? "Diese Polemisierung muss doch auch einmal ein Ende haben".Da träumt der Arbeitgeber. Deine Empfehlung: Schnauze halten.

    AntwortenLöschen
  3. @Jammerlappen

    Habe volles Verständnis für Dich: vom Sessel in der Hilblestr. sieht die Sache einfach gemütlicher aus.

    AntwortenLöschen
  4. "Individuelle Lösungen werden für die 18 Mitarbeiter angestrebt".
    Die GL weiss genau, warum sie keinen STV will. Weitere "individuelle Lösungen" werden folgen. Aber eine Belegschaft, die sich nicht wehrt, hat auch nichts anderes verdient.

    AntwortenLöschen
  5. Ist klar, sobald man mal etwas kritisches schreibt landet man gleich wieder in der Hilblestr. Wie langweilig. Was wollt Ihr denn? Lebenslange Arbeitsplatzgarantie? Wie wäre es einmal mit Eigeninitiative und wenn es nur ist wie die WB Kollegen eine Lösung zu erzwingen. Aber nein, man stänkert lieber im Blog herum. Ach ja, ich habe Familie, ich habe Freunde und ich bin in meinem Leben bereits mehrfach umgezogen und habe so Freunde in verschiedenen Städten in Deutschland. Und nein, ich pupse nicht in die Sessel der Hilblestr.

    AntwortenLöschen
  6. Ja und? Das haben die Habel Leute auch hinter sich. Und die Zentrale von Habel ebenso.
    Schön wars nicht, aber nu so isses eben.

    Viel besser finde ich ja dass damals gesagt wurde (als die DBH gegründet wurde) alle Marken sollen erhalten bleiben. Genau DAS würde die DBH so reizvoll machen. Ha ha.

    AntwortenLöschen
  7. @Jammerlappen
    "wie die WB Kollegen eine Lösung zu erzwingen. Aber nein, man stänkert lieber im Blog herum."

    Die Voraussetzung für eine "Erzwingung" wäre ein Arbeitskampf. Wenn das nicht blosses Geschwätz, sondern ernst gemeint ist, dann habe ich folgende vier Frage an Dich: 1. Bist Du ver.di-Mitglied? 2. Warst Du auf der letzten ver.di-Mitgliederversammlung? 3. Hast Du am letzten Warnstreik teilgenommen?
    4. Bist Du bereit, Dich an kommenden gewerkschaftlichen Aktionen zu beteiligen? Bin mal gespannt, ob ich eine Antwort kriege.

    AntwortenLöschen
  8. @ anonym11:15

    Ja, das wurde damals gesagt, alle Marken bleiben erhalten. Geglaubt haben wir es damals alle. Naja, vielleicht fast alle. Spätestens nach der "Integration" von Habel mußte doch aber allen klar geworden sein, wohin der Hase läuft. Wer geglaubt hat, daß es bei Gangkofer und Weiland anders läuft, war im besten Fall naiv. Hat vielleicht gedacht, Habel ging es niucht so gut, den Namen braucht keiner, aber wie bei xxx sind so gut, die werden unser Firmenschild niemals austauschen. So kann's gehen.

    @ verdi-Mitglied

    Für die Betroffenen der Weiland-Zentrale ist es sicherlich eine einschneidende Entscheidung. Ohne Frage. Es ist jedoch gesellschaftliche Wirklichkeit, daß es keine Lebensstellungen mehr gibt. Jedenfalls nicht mehr in der freien Wirtschaft. Kaum anzunehmen, daß in der angespannten wirtschaftlichen Situatiion des Konzerns eine überflüssig gewordene Verwaltung an einem Standort mitgeschleppt wird, der nach der Übernahme nur noch einer von vielen ist. Das ist nicht schön aber so ist das Leben.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. "Mitgeschleppt"???
      Der arme kranke Hugendubel soll den kerngesunden Weiland schleppen?
      Wie unsolidarisch!
      Aber soetwas sieht mensch an jeder Eisenbahn-Strecke: Manchmal braucht es bis zu 10 Waggons, um eine einzige Lokomotive zu schieben.

      Löschen
  9. @ Jammerlappen: Toll, daß Du so flexibel bist. Wie flexibel hat denn Deine Familie auf Deine diversen Umzüge reagiert? Wie gut hat Dein Mann bzw. Deine Frau eine neue Arbeitsstelle bekommen? Wie haben die Kinder in einem anderen Bundesland die Schulsituation gefunden oder in einem anderen Kindergartensystem einen Betreuungsplatz? Bitte gib uns naiven, stänkernden, eventuell auf Teilzeitstellen angewiesenen Idioten mal Nachhilfe. Das wäre doch zur Abwechslung mal konstruktiv. Danke!

    AntwortenLöschen
  10. @ Verdi-Mitglied: Nein, nein, nein und nein. Und es wird auch weithin bei einem Nein bleiben. Ich mag Gewerkschaftfen nicht weil sie nur für gestern stehen und nicht fuer morgen. Veraenderung ist nur Gefahr niemals Chance. Das widerspricht grundsätzlich meiner Denkweise. Und ja, abgedroschenere es ist, ich nehme die von euch erkämpften Gehaltserhöhungen mit. Aber sei Dir sicher: Wenn es nicht ihr wäret, würde es einen anderen Mechanismus geben, derm. Elben Ziel führt. Und wenn dem nicht so wäre, könnte man seine Arbeitskraft immer noch an jemand anderen verkaufen.

    @ Anonym (einen von vielen): Nein lustig fand das keiner, weder meine Kinder noch mein Partner. Mal gab es Einschnitte, es gab aber auch Verbesserung. Und Kinde bewältigen das deutlich besser als man sich das vorstellt. Die hängen zwar an ihren Freunden, finden aber viel schneller neue als wir. Und noch etwas: Die Zeiten in denen alles blieb wie früher sind einfach vorbei.

    AntwortenLöschen
  11. @Jammerlappen

    Habe ich das richtig verstanden? Du rufst zur "Erzwingung" eines Zukunftstarifvertrages wie bei Weltbild auf, bist aber weder Gewerkschaftsmitglied, noch gehst Du zur Mitgliederversammlung, noch bist Du bereit, Dich an Arbeitskampfmaßnahmen zu beteiligen. Steckst aber die von Gewrerkschaftsmitgliedern erkämpfte Gehaltserhöhung ein, ohne Beiträge zu zahlen.

    G E H T ´S N O C H ?????????

    AntwortenLöschen
  12. @ verdi-Mitglied: Wer lesen kann ist klar im Vorteil! Ich rufe zu gar nichts auf, ich versuche gegen das Gestänkere hier im Blog bei gleichzeitiger Tatenlosigkeit im real life zu wettern. Aber das geht in die Köpfe hier nicht rein. Ich sage auch, dass ich der Meinung bin, dass wenn es die Gewerkschaften, die ich in ihrem Grundsatz nicht aber in der heutigen Ausprägung, gutheisse nicht gäbe eine andere regulative Institution gäbe. Stell mal die Schnappatmung ein und verstehe!

    AntwortenLöschen
  13. Es führt jetzt vielleicht ein bisschen weg vom Thema, aber andererseits passt es doch ganz gut: Ich möchte auch den Film "Work Hard Play Hard" ans Herz legen, der diese Woche im Kino angelaufen ist (leider nur in wenigen großstädtischen Programmkinos). Es geht um das Menschenbild und die Kommunikationsformen in der modernen Arbeitswelt (Stichwort Change Management; der Mitarbeiter als zu optimierendes "Humankapital"). Am Anfang kann man über die Phrasendrescherei und das geschniegelte Auftreten von Unternehmensberatern und Personalverantwortlichen verschiedener großer Firmen noch lachen, aber bald fragt man sich erschrocken, was da für eine Gehirnwäsche im Gang ist und warum mündige Menschen sich so verhalten bzw. so behandeln lassen. Es zeichnet den Film aus, dass er nicht polemisiert, sondern einfach nur zeigt, wie Personalauswahl, Motivation, Karriereförderung heutzutage offenbar stattfinden. Die Verantwortlichen stehen selbst unter Druck, reflektieren sich aber auch kaum noch; die Verunsicherung und Einschüchterung der Mitarbeiter zeigt sich höchstens in skeptischen Blicken.

    http://www.filmstarts.de/kritiken/203325/trailer/19316322.html

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Habe mir die Inhaltsangabe angesehen. Klingt interessant und auch gruselig. Danke für den Tipp.

      Löschen
  14. @Cineast: Danke sehr für den Kinotipp!
    @Jammerlapen etc.: Psychologen vermuten, um das abzuschließen, übrigens schon nachhaltige Störungen bei Kindern, die häufiger umziehen mußten: http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-haufige-umzuge-fur-kinder-schadlich/
    Wahrscheinlich kommen dabei im besten Fall dann eben kalte, neurotische Personaler bei raus ;-)

    AntwortenLöschen
  15. @ Einer von vielen: Das ist nicht Dein Ernst, oder? Aus so einer Veröffentlichung irgendeine Ableitung zu ziehen ist schon verdammt fahrlässig. Ich finde im Zweifel 20 Psychater, die genau das Gegenteil behaupten. Hauptsache man findet irgendeinen Rund nicht zu ändern.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Doch,eine Studie einer der anerkanntesten Universitäten der USA (University of Virginia) nehme ich durchaus ernst. Es gibt auch sicher noch andere Forschungen zum gleichen Thema, nur nicht so ohne weiteres im Netz nachvollziehbar.
      Hast Du wirklich Kinder? Kein Psychiater wird behaupten, daß Umzüge für Kinder, vor allem in andere Bundesländer mit anderen Schulsystemen, nicht Stressfaktoren seien. Und Stressfaktoren führen im schlimmsten Fall eben zu Krankheiten. Das Thema führt hier aber, auch wenn im Buchhandel hauptsächlich Frauen arbeiten, die sich ja zwangsläufig meist etwas mehr mit pädagogischen Fragen beschäftigen müssen (ohne den Vätern zu nahe treten zu wollen), zu weit.

      Löschen
  16. @jammerlappen
    Dann reden wir doch mal Klartext.

    - STV ja oder nein? (wenn ja: was tust Du dafür? Wenn nein, warum nicht?)

    - Gewerkschaften willst Du durch eine "andere regulative Institution" ersetzen. Das ist reichlich nebulös. Was soll das bedeuten?
    Oder willst Du als dein eigener Lohnarbeitskraftunternehmer allein ins Personalbüro zu Herrn N. spazieren? Wenn ja, viel Spaß dabei. Oder gibt es den Gegensatz zwischen Arbeit und Kapital gar nicht?

    - Bemerkenswert: eine Studie, die nicht in Dein Konzept passt, wird natürlich weggewischt.

    AntwortenLöschen
  17. @ verdi-Mitglied: Du willst nicht verstehen, oder?
    - Mir geht es nicht um den STV, ich sage nur, dass anstatt hier zu stänkern Ihr dann doch lieber Euer Schicksal selber in die Hand nehmen sollt.

    - Ich will gar nichts ersetzen. Lesen hilft auch in diesem Fall. Ich sage nur, dass wenn es die Gewerkschaften nicht gäbe, etwas anderes vergleichbares eine ähnliche Rolle spielen würde.

    - Auch hier nein. Ich sage wieder nur, dass ich als Antwort auf eine solche Studie eben so viele finde die genau das Gegenteil sagen. Da spielt es keine Rolle wie renommiert der Studienersteller ist. Es hängt immer davon ab, wer die Studie finanziert.

    @ Einer von vielen: siehe meine Antwort oben. Und noch etwas: Man kann auch die Realität ignorieren. Wenn man die Realität ändern will, dann muss man eben mit den Konsequenzen leben. Ich sehe bei meinen Kindern und Dutzenden von Kindern die das selbe vor vielen Jahren schon durchgemacht haben, keine seelischen negativen Konsequenzen. Ich kenne sogar Kinder, die mussten ins Internat und sind heute gesunde Erwachsene. Packt Euch doch alle in Watte, vielleicht hilft das ja. Veränderung gehört nun mal zum Leben, Wandel ist nun mal die einzige Konstante im Leben.

    AntwortenLöschen
  18. @Jammerlappen

    Schade, aber von Dir ist wohl trotz mehrfacher Nachfrage keine einzige klare Antwort zu bekommen, was DU in unserer aktuellen konkreten Situation machst. Keine Antwort ist auch eine Antwort.

    Immerhin bemerkenswert, daß Du dafür die Meinungsfreiheit auf einer ver.di-Seite zum Stänkern benutzen kannst.

    AntwortenLöschen
  19. Wenn es etwas Vergleichbares wie Gewerkschaften geben würde, dann wäre das ja inhaltlich mit den Gewerkschaften identisch.

    Was bringt das dann? Im Endeffekt käme es auf das Selbe hinaus

    AntwortenLöschen
  20. @ Verdi Mitglied: Ich meine mich zu erinnern, dass ich bereits mehrfach erwähnt habe, dass ich nichts tue. Wenn ich mich mit dem Unternehmen nicht mehr identifizieren kann, dann werde ich etwas tun. Was ich im Moment sehe, sind nur ewig gestrige die sich gegen die offensichtlich notwendigen Veränderungen stemmen. Und das auch nur mit halber Kraft. Wie schon mehrfach gesagt, es steht allen frei selber etwas besseres auf die Beine zu stellen, wenn man denn davon ueberzeugt ist es besser zu können (wie viele hier).

    @ anonym (einer von vielen): Vielleicht wäre die Grundausprägung auch eine ganz andere. Wer weiß das schon? Ich nich, Du offensichtlich schon.

    AntwortenLöschen
  21. Notwendige Veränderung wird immer dann angegeben, wenn es von der Unternehmensebene kommt und unangenehm für Mitarbeiter ist.

    Was heißt schon notwendige Veränderung? Und wieso dann immer eine Veränderung zum Schlechten?

    AntwortenLöschen
  22. Und wo siehst Du die Veränderung zum guten? Im schrumpfenden stationären Markt? Mann, mann, mann, wenn es schlecht läuft kann es uns doch nicht besser gehen, oder was glaubst Du wo Lohnerhöhungen und bessere Sozialleistungen herkommen sollen?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Sicher, ein schrumpfender Markt lässt nicht wirklich Raum für Lohnerhöhungen für die an der Front Arbeitenden zu. Aber ein Inflationsausgleich sollte schon ab und zu drin sein, oder glaubst Du ernsthaft, die GL zahlt sich, weil der Markt schrumpft, brav auch immer ein schrumpfendes GF-Gehalt aus???

      Das ist hier doch kein völlig sinnentleertes GL-Beschimpfen, es geht nur um ein wenig Anerkennung der erbrachten und in Zukunft zu erbringenden Leistungen. Und dies nicht nur in Form von Gehalt, sondern auch durch gute Arbeitsbedingungen und Ehrlichkeit der Belegschaft gegenüber. Diese Aufrichtigkeit hat eben den Habel- und Weiland-Mitarbeitern gefehlt, nicht nur den schon bzw. bald entlassenen.

      Löschen
    2. Das kann ich leider nicht beurteilen, ob sich die GL weniger Gehalt zahlt als im Vorjahr. Ich mag aber auch nicht beurteilen, ob sie sich eine Gehaltserhöhung gönnt. Das kann ich mir eigentlich auch nicht vorstellen. Aber ja, Inflationsausgleich sollte sein, da gebe ich Dir absolut recht, eine reallohnsenkung ist nicht akzeptabel.

      Ich finde übrigens, dass Du tatsächlich der erste bist der kein GL-bashing betreibt.

      Löschen

Ihr könnt Eure Kommentare vollständig anonym abgeben. Wählt dazu bei "Kommentar schreiben als..." die Option "anonym". Wenn Ihr unter einem Pseudonym schreiben wollt, wählt die Option "Name/URL". Die Eingabe einer URL (Internet-Adresse) ist dabei nicht nötig.

Wir freuen uns, wenn Ihr statt "Anonym" die Möglichkeit des Kommentierens unter Pseudonym wählt. Das Kommentieren und Diskutieren unter Pseudonym erleichtert das Austauschen der Argumente unter den einzelnen Benutzern.