Freitag, 14. Januar 2011

Wirtschaftsbekenntnis

Ich glaube an das Geld,
den Markt, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Zinses und der Boni.


Und an den Sinn,
seinen eingefleischten Vertreter,
empfangen durch den herrschenden Geist,
geboren aus der Wirtschaft,
gelitten unter ihrer Krise,
gesättigt, gesoffen und beladen,
hinabgestiegen in das Reich der Banken,
am dritten Tage auferstanden von den Schulden,
aufgefahren in den Vorstand;
er sitzet zur Rechten des Vorsitzenden, des allmächtigen Marktes;
von dort wird er kommen,
zu knechten die Arbeitenden und die Angestellten.

Ich glaube an den herrschenden Geist,
die heilige neoliberale Gesinnung,
Privatisierung der Gewinne,
Vergesellschaftung der Verluste,
Auferstehung der Banken
und das ewige Streben nach Profit.

Amen

Kommentare:

  1. Irgendwie wird dieser Blog immer sinnfreier. Informationsgehalt=0

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  2. Dann schreib DU doch einen Beitrag. Sich immer nur berieseln lassen.. Schön einfach

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  3. Tatsächlich ist der Freitag außerordentlich gut geeignet, um sich der "Sinnfreiheit" zu widmen. Ein guter Ausklang ins Wochenende. Die Glosse selbst geht mit Ihrer Umtextung des allgemeinen Glaubensbekenntisses der beiden großen christlichen Konfessionen sehr klar auf Defizite in unserer "demokratischen" Landschaft und der herrschenden Marktwirtschaft ... ein.
    Um nun von der Unterhaltung zur Information in diesem Blog überzuleiten: manche Begebenheiten in unserem Unternehmen sind durchaus unterhaltsam, andere in beängstigendem Maße Realität. Gott sei Dank können und müssen nicht täglich negative Botschaften auf dieser Internetseite verkündet werden.
    Meine lieben, mündigen und gut informierten Buchhandelskolleginnen und -kollegen können sicher über die hiesige Kommentarfunktion oder über "hugendubel.verdi@yahoo.de" auf Lücken im Themen- und Infobereich aufmerksam machen. Ein unterhaltsames und informatives Wochenende wünscht Euch
    Euer Laurel.

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  4. @Anonym 19:41

    Wenn Du mit "sinn-frei" meinst, dass dieser Blog frei ist vom neoliberalen Gequatsche eines Hans-Werner Sinn, dann gebe ich Dir Recht.

    Und das ist gut so.

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  5. @Anonym 19:41

    Wieso soll der Text sinnfrei sein?
    Er ist parteiisch, sarkastisch, polemisch... aber sinnfrei? Das Wort ergibt für mich - sorry -
    keinen Sinn.

    Ich meine: wieso sagst Du nicht einfach ehrlich, dass Dir die politische Position des Textes nicht passt.

    Dann könnte man konkret über Inhalte diskutieren.

    Und komm jetzt bitte nicht wieder mit so inhaltslosen Begriffen wie "amüsant", "lustig" oder "kabarettreif".

    Erstens ist das nicht zutreffend, zweitens ist es nicht amüsant und drittens ist es vor allem eins nicht: originell.

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  6. @ Acid Scout

    Aber das alles hat doch überhaupt nichts mit Hugendubel zu tun!
    Und nachdenken, was mir dieser Text sagen könnte geht schon gleich gar nicht. Man müsste eventuell über den Tellerrand hinaus schauen. Und das ist wirklich zu viel verlangt.
    Man möchte hier nur Fakten, Fakten und hochwissenschaftliche Themen behandelt sehen.
    Allerdings, wer hier den Inhalt (Informationsgehalt) nicht erfassen kann (welcher ja ganz eindeutig ist), der wird auch die anderen Beiträge nicht verstehen

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  7. Muss man christliche Texte so verunehren? Erfinde doch einen eigenen Text, vielleicht auf einen bekannten Schlager

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  8. Hätte gerade noch gefehlt, dass dieser Text am Freitag um 15:00 Uhr (also um die neunte Stunde - siehe Neues Testament) erschienen wäre.

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  9. @Hortz

    Gerade bei der Kirche als Eigentümer von Weltbild und Mitgesellschafter der DBH finde ich es äußerst passend, einen christlichen Text zu verwenden.

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  10. Grundsätzlich ja, wenn der Text eines Hirtenbriefs oder eines Konzilsbeschlusses verwendet worden wäre - aber es wurde das christliche Glaubensbekenntnis (Symbolum) verunehrt, das allen christlichen Bekenntnissen unantastbar ist, auch denen, die keinen Mitanteil am Weltbild-Hugendubel-Kapital haben. Und die Mehrzahl dieser Kirchen (z.B. die Orthodoxie) hält doch keine Beteiligungen, oder? Nur das habe ich gemeint.

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