Dienstag, 18. Januar 2011

Eilmeldung: SPIEGEL-Online über Zensur auf www.hugendubel.de

Das Nachrichtenmagazin nimmt den "Kirchen-Filter" unter die Lupe

In seiner heutigen Online-Ausgabe berichtet SPIEGEL-Redakteur Stefan Kuzmany über Titel, die auf der Hugendubel-Seite nach dem Internet-Relaunch und der Integration in die Weltbild-Datenbank plötzlich nicht mehr auftauchen und beschäftigt sich kritisch mit dem dort angebotenen Buchhandels-Sortiment.

Hier sein Artikel, der heute unter dem Titel:  "Hier spricht der Papst. Kirchenfreundlicher Buchhandel" erschienen ist:

"Berlin - Genaueres ist nicht überliefert, nur dies: Heinrich Hugendubel hatte Ärger mit der Kirche. Und weil die Kirche mächtig war, musste der Buchhändler sein Geschäft aufgeben. Vielleicht waren es allzu gottesferne Schriften, die vor 150 Jahren den Bischof von Eichstätt erzürnten - die Hugendubels ließen sich von dem Zwist jedenfalls nicht beeindrucken. Heinrichs Nachfahren blieben Buchhändler, zogen nach München und bauten das Buchgeschäft zu einem Konzern aus: in 42 Filialen arbeiten heute über Tausend Angestellte, auf über 62.000 Quadratmetern Verkaufsfläche wurde im Jahr 2009 ein Umsatz von 260 Millionen Euro erwirtschaftet. Geführt wird das Unternehmen nach wie vor von echten Hugendubels. Und auch der Bischof von Eichstätt hätte mittlerweile keinen Grund zur Klage mehr - denn Hugendubel ist heute eng mit dem Weltbild-Konzern der katholischen Kirche verbandelt. Und diese Kooperation treibt seltsame Blüten.


Ende des vergangenen Jahres hat Hugendubel seinen Online-Auftritt überarbeitet. "Wir haben bei der Konzeption immer aus der Sicht unserer Kunden gedacht und uns genau an ihren Wünschen und Anforderungen orientiert", wirbt Nina Hugendubel, geschäftsführende Gesellschafterin. Wenn das stimmt, dann hat Hugendubel mittlerweile eine sehr fromme Kundschaft. Denn wer sich heute über hugendubel.de Bücher bestellen will, die sich kritisch mit der katholischen Kirche auseinandersetzen, wird nur eingeschränkt fündig - und in manchen Fällen auch gar nicht.

Schwarzbuch Kirche? Kaufen Sie lieber ein Benedikt-Interview!

Eine Suchanfrage mit den Stichwörtern "Schwarzbuch Kirche" zum Beispiel führt bei anderen Anbietern sofort zu dem gleichnamigen Buch von Michael Hebeis. Bei hugendubel.de wird das Stichwort "Schwarzbuch" kurzerhand gestrichen - und dem Suchenden ein Werk mit dem Titel "Licht der Welt" ans Herz gelegt, ein Interview-Buch, in welchem Papst Benedikt XVI. höchstpersönlich seine Sicht der Dinge darlegt. Alternativ und nach automatischer Streichung des Stichworts "Kirche" führt die Suche zu insgesamt 48 Schwarzbüchern: Ein "Schwarzbuch Deutschland" gibt es, eines zum "Tierfutter", ein "weißblaues", zu "Wasser", "Öl" und den "USA", sogar zur "Liebe" - nur zur Kirche nicht. Jedenfalls nicht bei hugendubel.de. Eine Suche nach den Stichwörtern "Mynarek" und "Papst", die zielstrebig zu dem Buch "Papst-Entzauberung: Das wahre Gesicht des Joseph Ratzinger und die exakte Widerlegung seiner Thesen" von Hubertus Mynarek führen könnte (und es anderswo auch tut), lenkt den hugendubel.de-Kunden ebenfalls in papsttreue Gefilde: wieder zum "Licht der Welt".

Auch in anderen Themenbereichen scheint die hugendubel.de-Suchfunktion den kaufwilligen Kunden sanft, aber bestimmt von nicht ganz so bravem Gedankengut ablenken zu wollen. Eine Suche nach "Wagenknecht" und "Wahnsinn" führt nicht etwa zu dem kapitalismuskritischen Buch "Wahnsinn mit Methode" der Linkspolitikerin, sondern zu einer harmlosen Kulturgeschichte des Wahnsinns. Den Ratgeber "Ein bisschen härter ist viel besser: Das ultimative SM-Einsteigerbuch für Paare" von Sabine und Wolf Deunan, anderswo problemlos unter "Deunan" und "härter" zu finden, mag hugendubel.de nicht anbieten - dafür gibt's einen erbaulichen Hinweis auf "Den harten Boden aufbrechen" von Albert Damblon, der über "die positive Kraft der nachkonziliaren Liturgie" zu berichten weiß. Und zum Stichwort "Regenbogenfamilie", dem Zusammenleben gleichgeschlechtlicher Paare mit Kindern, anderswo mit zahlreichen Ratgebern vertreten, fällt hugendubel.de überhaupt nichts mehr ein.


Gedankenlos die Datenbank kopiert

Zensur? Was zunächst wie der Durchgriff eines erzkatholischen Managements der Weltbild-Gruppe auf das Sortiment des Geschäftspartners Hugendubel aussieht, ist wohl eher eine mehr oder weniger gedankenlos in Kauf genommene Folge der ökonomischen Partnerschaft. Hugendubel und Weltbild halten zu gleichen Teilen die "Deutsche Buch Handels GmbH & Co. KG" (DBH). Dass die Weltbild-Katholiken keine papstkritischen Bücher, keine Sado-Maso-Ratgeber und keine Kommunismus-Literatur verbreiten mögen, mag angesichts der Eigentumsverhältnisse nachvollziehbar erscheinen. "Weltbild muss wirtschaftlich arbeiten, ohne die ideellen Ziele aus den Augen zu verlieren", sagt der Weltbild-Chef Carel Halff. Die Weltbild-Gruppe gehört zwölf katholischen Diözesen, dem Verband der Diözesen Deutschlands und der Soldatenseelsorge Berlin.

Beim Relaunch des Hugendubel-Online-Shops wurde offenbar ungeprüft dieselbe Datenbank hinterlegt, aus der auch das Angebot des Kirchenkonzerns gespeist wird - und deren Selbstbeschränkungen hat hugendubel.de gleich mit übernommen. Ein Vergleich belegt: die bei hugendubel.de nicht auffindbaren Bücher werden auch bei weltbild.de nicht angeboten. Als kritische Mitarbeiter in einem Gewerkschaftsblog kurz nach dem Relaunch auf fehlende Titel bei hugendubel.de hinwiesen und die Frage stellten, ob es sich hierbei um Zensur handeln könnte, wurden die Titel (beispielsweise David Bergers Sachbuch "Der heilige Schein" über schwule katholische Priester) schnellstens ins Angebot eingepflegt. Bei weltbild.de fehlen sie nach wie vor.

Die kritischen Mitarbeiter sehen in der Posse um die fehlenden Bücher ein weiteres Anzeichen dafür, dass sich das Traditionshaus Hugendubel von einer kulturellen Institution in ein reines Geschäftsunternehmen wandelt, dem es einerlei ist, ob es mit bedrucktem Papier handelt oder mit Rasentrimmern, Bohrschraubern und lasergestützten Haarentfernern - das alles sind aktuelle Angebote aus dem Online-Angebot des Buchhändlers. Den Zusammenschluss mit Weltbild sehen die Gewerkschafter mit Sorge: War Hugendubel bisher ein Haus mit einem umfassenden Angebot und sachverständigen Buchhändlern, meinen sie nun eine schleichende Angleichung auf das Niveau der Weltbild-Shops zu erkennen, wo auf Vollständigkeit und klassischen Buchhandel niemals Wert gelegt worden sei.


Familienorientiert und handverlesen

Hugendubel selbst weist jeden Zensur-Verdacht von sich. Der Buchbranchen-Zeitschrift "Börsenblatt" sagte Geschäftsführer Maximilian Hugendubel, die von Weltbild und Hugendubel genutzte DBH-Datenbank werde "regelmäßig automatisiert nach rechtsextremen und pornografischen Titeln durchsucht", ein manueller Filterprozess verfeinere das Verfahren. Dabei sei es möglicherweise zu Fehlern gekommen. Auf Nachfrage von SPIEGEL ONLINE mag Hugendubel keine Details zu den Kriterien des Datenbank-Filters verraten. Man verstehe sich als "familienorientierte Buchhandlung" und erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit. "Prinzipiell" könne jeder lieferbare Titel bestellt werden. Nur "handverlesene Titel" wie Nazi- und Pädophilenliteratur wolle man nicht anbieten.

"Handverlesen" muss offenbar auch jede katholische Beschränkung wieder aufgehoben werden - und so ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis Hugendubel auch bei den in diesem Artikel beispielhaft angeführten Büchern reagiert und nach und nach Wagenknecht, Homo-Familien und Kirchenkritik der Online-Kundschaft zugänglich macht. Wenn das mal keinen Ärger mit den Bischöfen gibt.


Quelle: www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,740199,00.html

Kommentare:

  1. Sehr interessant.
    Wenn jetzt sogar Spiegel darüber berichtet, sollte sich die GL mal genauer überlegen, ob die Kooperation mit weltbild.de ein guter Schachzug gewesen ist.

    Ich als Kunde möchte mir nicht diktieren lassen, welche Bücher ich zu lesen habe.
    Dieser Bericht wird wohl noch mehr Kunden zu Amazon abwandern lassen.

    Es ist schon deprimierend, wenn sich ein einst angesehenes Buchhandelshaus der Zensur der Kirche bzw. Weltbild unterwirft

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  2. Ich kann gewisse Gründe schon nachvollziehen, warum man sich bei Hugendubel dafür entschieden hat, seine Seite in Zukunft von der Weltbild-IT-Abteilung programmieren zu lassen. Professioneller siehts ja ehrlich gesagt schon aus (auch wenn ich die alte Seite immer super fand vor dem Hintergrund, daß da nur ein paar Mitarbeiter gearbeitet haben und nicht Hunderte)

    ABER: das mit dem Kirchenfilter (oder wie auch immer man das nennen möchte) finde ich krass. Daß man Pornos und rechtsradikale Bücher nicht anbieten möchte, ist mir klar. Aber da wird ja weit mehr gesperrt. Und was Regenbogenfamilien (also Homosexuelle, die zusammen eine Familie gründen) mit Pornografie zu tun haben, kann ich nicht nachvollziehen.

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  3. Besonders lustig, dass man sofort erkennt, wer vom Blog dort mitdiskutiert :-)
    Erstmal am selben Gesülze wie hier und dann die Bestätigung: Neuer Benutzer, 2 Beiträge (wahlweise 1 Beitrag)

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  4. @Rero

    Wie wär´s, wenn Du Dich mal zum THEMA äusserst?
    Oder fällt Dir DAZU nichts ein?

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  5. Wenn ich mich dazu äußere, fallen sowieso alle über mich her.
    Aber gerne, hier meine Meinung:
    Jeder Händler kann verkaufen, was er will. Das ist meine Meinung.
    Punkt aus fertig.
    Und das Gehetze gegen Hugendubel geht mir auf die Nerven.
    Damit verlieren wir ebenfalls Kunden deshalb kommt mir das Geweine "Da haben schon 50 Leute Kommentare hinterlassen und schreiben, sie wollen jetzt nicht mehr bei uns kaufen oh wie traurig" nicht echt vor.

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  6. @Rero
    Also ich hatte den Eindruck, dass die Diskussion dort hauptsächlich von Leuten geführt wird, die da schon ewig registriert sind.
    Dass auch Leute von hier dort mitdiskutieren wird wohl erlaubt sein, oder hab ich Dich da jetzt falsch verstanden?

    Ich finds gut, dass dieses Thema hier aufgegriffen wird und auch endlich mal außerhalb von Hugendubel ein paar Leute mitkriegen, was hier falsch läuft.
    Es ist doch ganz einfach: zensiert keine Titel zu Themen wie Homosexualität oder Kirchenkritik und schon gibts nichts mehr zu sagen.

    Wenn aber eine "angebliche" Vollsortiment-Buchhandlung systematisch Bücher aus ihrem Online-Shop sperrt, nur weil es um Familiengründung von Homosexuellen geht (wohl gemerkt: KEINE Pornografie, sondern wirklich Sachbücher zum Thema), dann find ich das schon ziemlich mies und möchte gerne, dass das geändert wird.

    Wie wir bei Hugendubel mittlerweile ja wissen, funktioniert sowas aber NUR über den Weg der Öffentlichkeit. Mir wärs auch lieber, wenn wir einfach in die Redaktion spazieren könnten und die bitten könnten, die Sperren aufzuheben. Aber da weiß ich schon (ohne es vorher ausprobiert zu haben), welche Reaktionen ich bekomme. Teilweise haben ja auch Mitarbieter während der Internetschulung schon gesagt, dass ihnen das nicht gefällt. Das wurde mit einem Achselzucken entgegengenommen und dem Kommentar: "So ist es jetzt halt. Damit müssen wir uns erstmal abfinden."

    Na gut. Wer nicht hören will, muß eben fühlen und damit rechnen, dass man die Presse einschaltet.

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  7. @ Anonym 00:11

    Guter Punkt.
    Würde es in der DBH die Möglichkeit geben, solche Probleme innerhalb der Firma vorzutragen und auf diesem Wege zu einer Lösung beizutragen, würde ich auch nicht hier in dem Blog schreiben.

    Aber egal, mit was man kommt, es heißt entweder: "Ruf Parragon an (den IT-Dienstleister)" oder es heißt " Das ist jetzt halt so."

    Wer auf Probleme hinweist, läuft ins Leere.
    Da läuft er doch besser gleich in den Blog.

    In meinem Wunsch-Hugendubel befindet sich ein solcher Blog im firmeneigenen Intranet und jeder Mitarbeiter hat Zugriff darauf.

    Aber das Leben ist für uns nun mal kein Wunschkonzert - und daher auch für die GL nicht.
    ;-)

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  8. ich muss Rero jetzt mal recht geben:
    jeder Händler kann verkaufen was er will. Hätte ich eine eigene Buchhandlung würde auch ich das betreiben was hier so lautstark als "Zensur" bezeichnet wird.
    Von der neuen Internetseite bin ich auch nicht gerade begeistert und glaube auch, daß sie wir wegen ihr Kunden verlieren werden. Bei mir haben sich aber andererseits auch schon Kunden ganz begeistert über die neue Seite geäussert.
    Deshalb glaube ich daß unterm Strich der Firma damit weniger Schaden zugefügt wird als mit dieser völlig unverhältnismässigen Blog-Hetze.

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  9. @Anonym 14:17

    Ach, tatsächlich, Anonym? Wenn Du Deine eigene Buchhandlung mit Online-Shop hättest, würdest Du auch Bücher mit homosexuellen Inhalt und kirchenkritische Literatur streichen? Ist ja interessant. Was bin ich froh, daß Du keine eigene Buchhandlung hast.

    Die Frage ist doch, warum Hugendubel es erlaubt, daß gewisse Titel bei uns zensiert sind (das mit dem technischen Filter ist ein Quatsch, die Titel sind mit Absicht gestrichen und das nenn ich ZENSUR)
    Da will man eine gute Alternative zu Amazon und Co sein und dann leistet man sich sowas. Ne, ich finds peinlich, traurig und echt schäbig!

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  10. Ich habe nicht behauptet daß ich kirchenkritische Bücher nicht verkaufen würde (denn ich würde sie sicher verkaufen, das darfst Du mir glauben...), aber es gäbe schon Themen, aus denen ich kein Kapital schlagen wollen würde. Ich bleibe dabei, daß jeder Händler das Recht hat, sein Sortiment selber zu gestalten, aus welcher Motivation heraus auch immer.
    Und daß die Titel "mit Absicht gestrichen" wurden halte ich für eine Unterstellung. Bei Weltbild mag das ja der Fall sein. Das wir es hier mit einem technischen Problem zu tun haben, mit dem die Firma nicht klar kommt (was sicher ein Armutszeugnis ist, schon klar) erscheint mir glaubwürdiger. Und bevor mir keiner das Gegenteil beweist (!!), sehe ich keine Veranlassung dazu meinen Brötchengeber öffentlich derart durch den Dreck zu ziehen.

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  11. die gleichen leute die sich hier darüber beschweren, dass wir bestimmte bücher (wohlgemerkt nur online) nicht verkaufen, haben im selben blog vor ein paar monaten heftig darüber gewettert, dass wir den sarrazin verkaufen. ihr seid mir ja echt ein paar witzfiguren. mal in die eine richtung meckern und bei der nächsten gelegenheit in die andere. hauptsache meckern. am besten verkaufen wir gar nix mehr, dann ist ruh. dann gäbs hugendubel nicht mehr und alle sind glücklich weil ja hugendubel ganz offensichtlich eh so sch... ist.

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  12. @Anonym 15:29

    Aber welche Position vertrittst Du denn jetzt zum Sachverhalt?

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  13. ich vertrete hier ganz einfach die position dass ich es unglaubwürdig und lächerlich finde sich über etwas zu beklagen und sich dann kurze zeit später über das gegenteil zu beklagen. es nervt mich dass hier ganz offensichtlich nur um des protestierens willen protestiert wird. leute, die im falle eines sarrazin eine "zensur" verlangen sollten, wenn dann mal wirklich "zensiert" wird, ganz einfach die klappe halten.

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  14. Es gibt ganz sicher einen Unterschied, ob man für "rechtslastige" Literatur eine Zensur fordert oder aber für Bücher zu den Themen "Regenbogenfamilie", "Kirchenkritik" und "schwul-lesbische Literatur".

    Wer hier allerdings Sarrazin ins Spiel bringt, bei dem ist die Gesinnung bzw. Einstellung klar zu erkennen.

    Allerdings wurde für Sarrazin nie eine "Zensur" gefordert.
    Es wurde lediglich zum kritischen Nachdenken angeregt. Und ob man den Verkauf von "Sachbüchern" unterstützen sollte, die eindeutig eher "rechts" angesiedelt sind

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  15. nur so viel zu meiner gesinnung: ich hätte den sarrazin nicht verkauft wenn ich die wahl gehabt hätte.
    und du bestätigst mich mal wieder in meiner ansicht: hier wird mit zweierlei mass gemessen. aber das machen notorische nörgler ja eh gerne.

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  16. @Anonym15:29 und Anonym17:01:

    Ich würde mich freuen, wenn mir jemand den Blogeintrag mitteilen könnte, in dem gefordert wurde, daß Hugendubel den Sarrazin-Titel nicht mehr verkaufen soll.

    Kann mich da nicht dran erinnern, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
    Solange mir aber keiner den Link dazu nennt, braucht Ihr dieses Argument nicht mehr aufzuführen, ok?
    Können wir uns drauf einigen, Anonym15:29 und Anonym17:01?

    Und zu folgendem Satz hätt ich auch noch was zu sagen: "Das wir es hier mit einem technischen Problem zu tun haben, mit dem die Firma nicht klar kommt (was sicher ein Armutszeugnis ist, schon klar) erscheint mir glaubwürdiger."

    Also uns wurde bei der Internet-Schulung gesagt, daß es diesen Filter gibt. Die Geschäftsleitung wußte also ganz genau, daß bestimmte Titel systematisch rausgefiltert wurden. Das war kein technischer Defekt, sondern wurde von Weltbild so beschlossen.
    Beweisen kann ich es leider nicht, da ich bei der Schulung kein Tonbandgerät mitlaufen hatte, aber immerhin war ich auch nicht der einzige in der Schulung.

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  17. Ich finde es eine Frechheit, daß sich die Hugendubels mit der Entschuldigung rausreden wollen, daß manche Bücher nicht zu bekommen seien, weil ein Filter automatisch pornografische, pädophile und rechtsradikale Literatur sperre.

    Und dann schaue ich mir die gesperrte Literaturliste an und denke mir: was ist an Büchern über Regenbogenfamilien, Hexenrituale und Kirchenkritik nun pornografisch, pädophil oder rechtsradikal?

    Danke nochmal dem Blog, daß das hier aufgegriffen wurde. Ohne Euch würde in der Firma garnichts passieren!!

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