Mittwoch, 25. Mai 2011

MEDIEN-LINKS: Massenentlassungen bei KNV ...

... stehen offensichtlich bevor ...

Mittelpunkt Deutschlands (nahe des Opfermoores) Foto: wikipedia
 
... über Tausend KNV-Mitarbeiter/innen sind betroffen von der Logistik-Schließung am "Stammsitz Stuttgart" sowie am Standort Köln (und der Verlagerung in "Deutschlands Mitte")  ...

... Betriebsrat und Belegschaft reagieren "geschockt" ...
 
... Gewerkschaft ver.di protestiert gegen Methoden der Gewinnmaximierung auf Kosten der Angestellten (Maximalgehälter von 1500 Euro brutto!) ... 


... "Hugendubel-Verdi-Blog" bietet allen Betroffenen eine Diskussionsplattform 


Große Unruhe ruft die in den vergangenen Tagen bekannt gewordene bevorstehende Schließung der KNV-Logistik-Standorte hervor. 

http://www.knv.de/_content/page_2345_de_30672.htm
Die Pressemitteilung des Buchgrossisten wurde über dpa, die lokale Stuttgarter und Kölner Presse sowie über die Buchbranchen-Medien verbreitet: 

KNV (Koch, Neff & Volckmar) und seine Schwestergesellschaft (KNO VA) ziehen bis 2015 ihre Logistik von den bisherigen Standorten Stuttgart und Köln ab - so der geschäftsführende Gesellschafter Oliver Voerster.

Erfurt wird neuer Standort für KNV-Logistikzentrale  ...

... melden die "Stuttgarter Nachrichten" 
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stuttgart-buchgrosshaendler-baut-600-stellen-ab.5bb13d61-2dba-4057-ab46-e988dd297ad2.html

In jedem Fall wird es aber "ein zentraler Ort in der Mitte Deutschlands" sein: "Bad Hersfeld - oder weiter östlich" - wohin KNV seine Logistik-Zentrale verlagern will. 

Und - in jedem Fall werden weit über eintausend KNV-Kolleg/innen direkt davon betroffen sein: 

3.250  Mitarbeiter/innen ...

... beschäftigt das Unternehmen derzeit

- einerseits sollen
"1.541 Stammmitarbeiter der Unternehmensgruppe vom Umzug nicht betroffen" sein 
- andererseits sollen am bisherigen Stammsitz Stuttgart etwa 600 Stellen verbleiben (in Verwaltung, Vertrieb und EDV) 
- und der Logistik-Standort Köln mit 300 Beschäftigten soll komplett geschlossen werden
- dagegen sollen die Standorte Darmstadt (BuchPartner),
Metzingen (KNO) und Leipzig (LKG) "von den Veränderungen ausgenommen bleiben" 

Um als Marktführer künftig alle KNV-Kunden effektiv aus einer zentralen Logistik beliefern zu können, müsse das Unternehmen "in die Mitte von Deutschland gehen" (also in die Nähe der Logistik-Standorte von Amazon und KNV-Konkurrent Libri).
Dort solle mit einem Investitionsvolumen von mehr als 100 Millionen Euro "die modernste Medienlogistik Europas" entstehen.

Derzeit, so Oliver Voerster, schrieben die KNV-Unternehmen Gewinne. Ohne die Schaffung einer zentralen Logistik würden sie jedoch "in einigen Jahren in die roten Zahlen rutschen".

Den Beschäftigten in Stuttgart und Köln werde ein Umzug an den neuen zentralen Logistikstandort angeboten. Voerster rechnet jedoch nicht damit, dass viele Mitarbeiter von dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden. Daher sollen auch Gespräche mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan geführt werden.

„Unsere Mitarbeiter können sich darauf verlassen, dass wir alles unternehmen werden, um einen bestmöglichen Ausgleich für alle Beteiligten zu finden“, so Voerster.


Allerdings setzen Betriebsrat und Belegschaft offensichtlich nicht "in blindem Vertrauen" auf eine wohlwollende Unternehmensleitung:

„Alle Mitarbeiter des Hauses KNV, und nicht nur die betroffenen Kolleginnen und Kollegen, sind geschockt“, heißt es in der Erklärung des Betriebsrats.

Zunächst wollen sich die BR-Kolleg/innen bei KNV "eingehend arbeitsrechtlich und betriebswirtschaftlich beraten" lassen. Erst nach gründlicher rechtlicher und wirtschaftlicher Überprüfung aller Fakten sollen Verhandlungen mit der Geschäftsleitung aufgenommen werden.



Die Stuttgarter ver.di-Bezirksleitung sieht in der geplanten "Zentralisierung der Logistik" eine "typische Maßnahme, um die Gewinne weiter zu erhöhen".

Uschi Schorlepp (stellvertretende Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Stuttgart) will einen Tarifvertrag zur Fortführung der Beschäftigung fordern, denn "das Unternehmen steht blendend da". Am Standort Stuttgart müssten möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben. 

Die Standort-Verlagerung in die "Mitte Deutschlands" sei möglicherweise eher eine Verlagerung nach "Mitte Ost", um Löhne einzusparen. Die Gewerkschaft werde prüfen, ob hier Investitionshilfen für Ostdeutschland zur Streichung von Arbeitsplätzen im Westen führten: "Das wäre ein Skandal!" 

Die Unternehmen hätten sich schon vor Jahren aus den Branchentarifverträgen verabschiedet und auch die 40-Stunden-Woche eingeführt. Neue Beschäftigte in der Logistik erhielten "maximal 1500 Euro brutto".

Quellen:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.koch-neff-volckmar-grosshaendler-streicht-600-stellen-in-stuttgart.a5f52cdc-c93e-4968-81e0-aca2aa429ee8.html

http://www.buchreport.de/nachrichten/handel/handel_nachricht/datum/0/0/0/ab-durch-die-mitte.htm 
http://www.buchreport.de/nachrichten/handel/handel_nachricht/datum/2011/05/23/mitarbeiter-geschockt.htm
http://www.buchmarkt.de/content/suche.htm?q=KNV 
http://www.buchmarkt.de/content/47076-knv-betriebsrat-mitarbeiter-geschockt-betriebsrat-will-erst-nach-rechtlicher-pruefung-mit-der-geschaeftsleitung-verhandeln.htm
http://www.boersenblatt.net/443711/
http://www.boersenblatt.net/443749/

und sogar BILD "berichtet": 
http://www.bild.de/regional/stuttgart/stuttgart-regional/umbau-bei-buchgrosshaendler-koch-neff-und-17981646.bild.html


---------------------------------------

Die Brisanz der Thematik ist den Kolleg/innen von Hugendubel sehr bewusst; die Vorgehensweise der KNV-Geschäftsleitung erinnert an ähnliche Vorgänge innerhalb der DBH. 

Der Hugendubel-Verdi-Infoblog bietet den Kolleg/innen von KNV eine medienwirksame Diskussionsplattform: 

Hier können Meinungen, Befürchtungen, Ärger frei geäußert - und kritische Überlegungen und Strategien wirkungsvoll diskutiert werden!


---------------------------------------

Kommentare:

  1. Diese Geschäftsleitungen meinen wirklich, sie könnten tun und lassen wie sie gerade wollen: ob bei KNV, bei Libri, oder bei der DBH.

    Genauso werden sie sich immer wieder verhalten, wenn sie niemand daran hindert.

    Nur wir, die Belegschaften dieser Unternehmen, können sie dabei wirklich spürbar stören!

    AntwortenLöschen
  2. Ja, wir sind alle geschockt, eigentlich mehr als das. Und immer noch ziemlich ratlos. Wir sind dankbar für Hilfe und Ratschläge. Denn es stimmt: Wenn wir uns nicht wehren, dann wars das mit dem Stuttgarter Traditionsunternehmen Koch, Neff & Volckmar. Und uns "treuen" Mitarbeitern!

    AntwortenLöschen
  3. eigentlich ja: "treudoofen" Mitarbeitern! Das Ganze ist einfach eine Riesensauerei!

    AntwortenLöschen
  4. Ich sehne mich nach den guten alten R.A.F-Zeiten!Nicht dass ich Terror schön finde, aber
    Arbeitgeber und Politiker hatten immer Angst vor der weiteren Radikalisierung einzelner Bevölkerungsschichten.

    AntwortenLöschen
  5. Die Kolleginnen und Kollegen bei KNV könnten jetzt dringend einen Sozialtarifvertrag gebrauchen. Ihr seid jetzt in der selben Situation wie wir bei Hugendubel im Sommer 2009.
    Wie wir, KNV und Hugendubel, etwas erreichen können, haben uns die Kolleginnen und Kollegen von Libri vorgemacht: STREIK!

    Und vor allem: Zusammen kämpfen.
    Allein machen sie dich ein.

    PS: Wäre schön, wenn sich auch mal jemand von Thalia, der Mayer´schen oder Weiland hier melden
    und etwas erzählen würde.

    AntwortenLöschen
  6. Dies ist Klassenkampf von Oben!

    "Im Klassenkampf siegt eine Klasse, eine andere wird vernichtet. Das ist die Geschichte; Das ist die Geschichte der Zivilisation seit tausenden von Jahren. Die Interpretation der Geschichte aus diesem Blickwinkel ist historischer Materialismus; dieser Blickrichtung entgegengesetzt ist der historische Idealismus"
    Mao Tse-tung

    Es wird Zeit die eigene Klasse zu organisieren, die herrschende Klasse zu vernichten und das System zu überwinden.

    B.

    AntwortenLöschen
  7. Ernst Busch: Das Lied vom Klassenfeind!

    http://www.youtube.com/watch?v=PrWwZvB2JRs&feature=related

    AntwortenLöschen
  8. Es muß ja nicht gleich alles "Klassenkampf" sein! Teilweise sind mir diese Sprüche hier doch etwas zu extrem.
    Wenn ihr Euch unbedingt SO ausdrücken müßt, dann ist das Eure Sache. Ich jedenfalls formuliere es anders:

    Hier überschreiten Unternehmensleitungen Grenzen, die sie bisher eingehalten hatten, gerade als sogenannte Familien- und Traditionsunternehmen. Sie verlassen den Rahmen, auf den die dort Beschäftigten sich einfach immer verlassen konnten.
    Was jetzt passiert, ob bei KNV, Hugendubel oder Libri, das sind Schläge ins Gesicht der loyalen und "treuen" Angestellten.
    So darf man seine Macht nicht ausnutzen, so darf man mit Menschen einfach nicht umgehen!

    In einer solchen Situation müssen wir uns ALLE wehren ("Klassenkampf" hin oder her: besser ist doch, es beteiligen sich MÖGLICHST VIELE; und die nennen das einfach "sich gegen Ungerechtigkeiten zur Wehr setzen"!)

    AntwortenLöschen
  9. >>>Die Gewerkschaft werde prüfen, ob hier Investitionshilfen für Ostdeutschland zur Streichung von Arbeitsplätzen im Westen führten: "Das wäre ein Skandal!"<<<

    Hier muss die Gewerkschaft deutlicher formulieren auf wessen Seite sie steht: "für Ostdeutschland" "gegen westdeutsche Arbeitsplätze" ist provinzinzielles nationalistsches Gewäsch.

    Die Gewerkschaft beteiligt sich mit solchen Formulierungen selbst an der Aufhetzung von Arbeitnehmern in Ost und West gegeneinander. Leider kommt so etwas bei vielen Arbeitnehmern, vor allem in den süddeutschen Wohlstandsregionen, immer noch sehr gut an.

    Viele süddeutsche Arbeitnehmer werden jetzt in einer intensiven politischen Lehrveranstaltung das lernen, was ostdeutsche Arbeitnehmer schon seit 20 Jahren erleben.

    Auf dieses gemeinsame Lernen und den gemeinsamen Widerstand sollte sich die Gewerkschaft konzentrieren.

    AntwortenLöschen
  10. Die Verlagerung des Logistikstandorts in die Mitte Deutschlands ist doch nur nachvollziehbar... Unternehmen die nicht so handeln sind schon immer untergegangen, die Mitarbeiter mit Ihnen... nach und nach.

    AntwortenLöschen
  11. Vieleicht hast du recht, doch untergehen tun die
    Mitarbeiter auch so und zwar mehr als 1000 auf einmal, also hört auf das ganze mit Verständnis
    schönzureden.
    Die Sache ist einfach beschissen und wir Mitarbeiter in KÖ und Stutt sollten uns gemeinsam
    etwas überlegen um den Machenschaften dieser Geschäftsleitung Steine in den Weg zu legen.

    AntwortenLöschen
  12. Gruß aus Köln

    Natürlich wird im Bereich Erfurt gebaut. Da kriegt man das Grundstück fast geschenkt.Im Osten wird das subventioniert. Außerdem billige Ostarbeitsplätze statt unserer astronomischen Löhne.
    Klar jeder darf mitgehen, sagt man. Es wird aber darauf spekuliert das dieses Angebot kaum jemand annimmt.So wird es auch sein, und dann kann man Ost-Arbeitnehmer einstellen zu 2/3 unseres Gehaltes.
    Hurra, noch mehr Profitt für die Herren Voerster/Thurmann.

    AntwortenLöschen
  13. Ihr könnt alle weiter träumen , die Entscheidung ist gefallen ! Gegen eine Firma kommt ihr nicht durch !

    MfG

    Boxer

    AntwortenLöschen
  14. @Anonym 18:12

    Mit Deiner Einstellung gäbe es keine Arbeiterbewegung, keine Gewerkschaften, keine Sozialversicherung, keine Demokratie und kein menschenwürdiges Leben.

    Mit Deiner autoritätsgläubigen Einstellung würden wir bestenfalls im feudalistischen Mittelalter leben.

    Eine traurige Einstellung.

    AntwortenLöschen
  15. Du kannst ja gute Dinge jemanden unterstellen den du nicht mal kennst aber ja typisch, bestimmt irgendeiner von BR oder ? genau das Gegenteil und das alle ginge viel besser ohne BR ! Was hat der BR bitte bis jetzt gemcht was macht Ver.di , die kassieren nur das Geld und machen an leere Versprechungen! Findest du das Sozial oder ist das eine Menschenwürde ? Genau um das geht es ! Nur ihr versteht es net bzw das wollt ihr nicht verstehen !

    AntwortenLöschen
  16. Stimmt, es ginge viel besser ohne BR.
    Das Rausschmeißen der Mitarbeiter ginge viel einfacher und das Ausbeuten wäre auch viel einfacher.
    Blöd aber auch, dass es Gewerkschaften und Betriebsräte gibt.
    Falls Du es nicht verstanden hast: das war Ironie

    Und falls Du nicht weißt, welche Möglichkeiten ein BR überhaupt bei Unternehmens-Auslagerungen hat, würde ich Dir folgende Lektüre empfehlen:
    BetrVG

    Aber ich denke nicht, dass jemand mit so beschränkter Sichtweise, den Inhalt begreifen kann

    AntwortenLöschen
  17. KNV sollte den verdienten Mitarbitern einen vernünftigen Abschied bescheren.Wenn wir schon gehen müssen, dann mit erhobenen Hauptes.Und Sozial verträglich.

    AntwortenLöschen
  18. Warum werden nicht alle Mitarbeiter der Firma KNV in einen Sozialplan mit aufgenommen? Diese ungewissheit der angeblich nicht Betroffenen Abteilungen ist UNTERTRÄGLICH!!!!!!!!!!!!!!!!

    AntwortenLöschen
  19. Wer liest eigentlich die Kommentare in diesem Forum?
    Hat es Sinn hier etwas zu Schreiben?
    Werden Kommentare auf dieser Seite auch an entsprechende Stellen weitergeleitet?
    An wen kann man sich Wenden wenn man Wissen will was aus seiner Abteilung wird?
    Was heisst nichtbetroffen wenn man aber nicht Weiss wie es mit einem Weitergeht wenn die Firma umzieht, da man ja als "nicht betroffen" gilt.
    Wer gibt hier Antworten?
    Oder können wir uns die Kommentare auf dieser Seite schenken?

    AntwortenLöschen
  20. Was es neues gibt?.......ja da hat doch einer dem Försterchen sein Kai Sen Spielzeug weggenommen, und wurde von den Gesellschaftern, beiden Chef´s als Aufsichtsperson (natürlich nicht offiziell :-) vor die Nase gesetzt.
    Recht so, eine gute Entscheidung, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre....
    Wie allerdings mit immer weniger Mitarbeiter dieselbe bzw. noch mehr Arbeit geleistet werden soll, bleibt wohl ein Rätsel im Köpfchen des neuen inoffiziellen Oberhauptes.
    Das wird mit Sicherheit ein lustiges Weihnachten für KNV Kunden, die dann merken werden, das KNV leider nicht in Mainz ist, wo die Mainzelmännchen vielleicht beim Packen hätten helfen können.
    Trotz allem ein Glück für die Gewerkschaft, das ich nicht Mitglied in diesem mehr als mysteriösen Verein bin, denn ich würde sich nackt mit dem nassen Handtuch bis zum Flughafen treiben.;-)
    So einen Betriebsrat wünscht man seinem schlimmsten Feind nicht.
    Wie kann man nur alle Info´s so hinterm Berg halten? Nichts tun, während geklaut wird, wie bei den Raben? Mitarbeiter gemobt werden die nur Fragen stellen?

    usw...usw...the never ending Story......

    AntwortenLöschen
  21. Hallo,

    als langjähiger Ex-Mitarbeiter stelle ich mit erstaunen fest, dass betimmten Leuten erst jetzt die Lichter angehen. Es war schon 2001 abzusehen, was diese Jungunternehmer vorhaben.

    Der alte Förster, Gott habe in sehlig, würde sich im Grabe umdrehen, wenn er dieses sehen würde. Das es soweit gekommen ist, ist auch die fehlende Solidarität der Mitarbeiter in den einzelnen Teilunternehmen. Ein Streik zur rechten Zeit hätte einiges verhindern können. Nun ist die Profitgier Tür und Tor geöffnet und die Leibeigenschaft hat wieder einzug gehalten ...

    MfG

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja wie recht du hast! Der " alte Förster " sagte immer: Unser Kapital sind die Mitarbeiter. MFG

      Löschen
  22. Wird von der Schließung nicht mehr berichtet? Finde ich arg schade. Denn der Plan der Schließung wird fortgesetzt inkl. Umsetzung der Bereitstellung von Zeitarbeitern. Festverträge gibt es kaum noch welche. Aber es wird geduldet und keiner redet darüber ... Wirklich schade.

    AntwortenLöschen
  23. Hallo, ich suche nach Ex-Mitarbeitern von KNV, die über die Vorgehensweise ihrer Entlassungen berichten...Gehen/ Gingen die Entlassungen "sauber" vor sich?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo, ich war Mitarbeiter in einer Außenstell bei KNV. 1999 trat ich in das Unternehmen ein, wurde 2004 zum Obmann der Außenstelle ernannt. und 2011 wurde die Außenstelle geschlossen. Nach der Frage ging es sauber ab ? Ja im gestzlichen Rahmen war nicht daran zu rütteln. Ob es moralisch richtig ist, aufgrund von Gewinnoptimierung langjährige Mitarbeiter zu entlassen steht auf einem anderen Blatt. Der Meinung des EX kollegen das schon 2001 abzusehen war, wohin die Reise geht kann ich mich nur anschließen. Nachdem die Herren jungunternehmer an die Spitze kamen, ging es bergab. Es wurden Fehlentscheidung getroffen, die immense Kosten verursacht haben.Nach dem Menschen wurde leider nicht mehr gefragt.

      Löschen
  24. KNV hat mit dem Baustart in Erfurt Mittelhausen begonnen. Mir tut es ehrlich leid, das ein solch großes Unternehmen Ihre Arbeitsplätze weit weg verlagert. Das ist unfair! Anderseits, irgendwie freuen sich die Thüringer auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Sicher kommen die Firmen an den Erfurter Standort,weil die Thüringer Arbeitskräfte so gut ausgebildete Fachkräfte haben, die auch noch tüchtig arbeiten. Noch sicherer ist es, dass wir zum Dumpingpreis von 1500 bis 1600 Euro Brutto arbeiten können, da sich hier die neuen großen Firmen wie zalando oder redcoon alle einig sind. 1600 Euro Brutto, das ist auch für das Leben in Erfurt verdammt wenig Geld. Glaubt uns, das macht wirklich keinen Spaß. Nach unserer Erfahrung, sind von den mitgebrachten StammMitarbeiter, die mit nach Erfurt kamen, nicht viele geblieben.

    AntwortenLöschen
  25. Als Thüringer sollte ich mich natürlich über jeden Arbeitsplatz freuen, der hierzulande entsteht. Die Sache mit dem KNV-Logistikzentrum hat aber einen faden Beigeschmack, sodass ich mich nicht freuen kann, denn in Stuttgart und Köln werden dafür etwa 700 Arbeitsplätze gestrichen. Natürlich geschieht der Umzug nach Aussagen von Herrn Foerster nicht oder nur zu geringen Teilen wegen der niedrigeren Lohnkosten im Osten (etwa 8,53 Euronen/Stunde sind geplant)."Erfreulicherweise haben wir in Stuttgart einen sehr guten Arbeitsmarkt. Wir haben eigentlich Vollbeschäftigung. Wir gehen davon aus, dass die meisten Mitarbeiter einen neuen Job finden werden." Wie aufbauend für Sie. Das waren etwa seine Worte anlässlich der Grundsteinlegung am 10.04.13 in Erfurt. (siehe Thüringen-Journal vom 10.04. unter
    www.mdr.de/thueringen-journal/mmg818.html
    bzw. unter Thüringer Allgemeine der Artikel "Grundsteinlegung für neues Logistikzentrum"
    Leider geht das aber auch in der Gegenrichtung, indem das Stuttgarter Unternehmen Bosch seine Sparte Bosch Solar dbei Erfurt dicht macht und sich viele Hundert Beschäftigte eine neue Arbeit suchen müssen, oft bei uns nur in der nicht gut bezahlten Logistikbranche. Das "grüne Herz" Deutschlands verkommt zunehmend zum Logistikland und dabei wird auf Teufel komm raus auf der "grünen Wiese" gebaut, nicht an die Zukunft der menschlichen Ernährung denkend.Wir haben ja Südamerika, wo wir Soja und Anderes herbekommen, dabei spielt es auch keine Rolle, dass dort der Regenwald vernichtet wird, um neue Anbauflächen zu gewinnen. Der beste Ackerboden liegt bzw. lag bei uns entlang der Autobahnen...
    Wer von Ihnen wird denn das Angebot von Herrn Foerster annehmen, zu den Konditionen in das schöne Thüringen zu wechseln? Mein Sohn arbeitet bei Bosch in Stuttgart ..., nun raten Sie mal warum er nicht in Thüringen arbeitet.

    AntwortenLöschen
  26. Keine neue Infos über die Schließung, Verdi? Aber schön Werbung machen in den Hallen von KNV/KNO VA ...

    AntwortenLöschen

Ihr könnt Eure Kommentare vollständig anonym abgeben. Wählt dazu bei "Kommentar schreiben als..." die Option "anonym". Wenn Ihr unter einem Pseudonym schreiben wollt, wählt die Option "Name/URL". Die Eingabe einer URL (Internet-Adresse) ist dabei nicht nötig.

Wir freuen uns, wenn Ihr statt "Anonym" die Möglichkeit des Kommentierens unter Pseudonym wählt. Das Kommentieren und Diskutieren unter Pseudonym erleichtert das Austauschen der Argumente unter den einzelnen Benutzern.