Freitag, 6. Mai 2011

MEDIEN-LINKS: Die Protestwelle schwappt von Libri zu Amazon über ...


 „Wir wollen selber etwas dafür tun, dass sich die Situation hier ändert“

... sagen nun auch die Kolleg/innen von Amazon ...  


„Wir merken übrigens, dass inzwischen auch eine Welle von Libri zu Amazon überschwappt, wo es seit Jahren keine Lohnerhöhungen gegeben hat. Dort treten viele Beschäftigte ver.di bei. Sie sagen, wir wollen selber etwas dafür tun, dass sich die Situation hier ändert - so wie es die Kollegen bei Libri tun.“ - bemerkt Michael Rudolph vom nordhessischen DGB im Interview mit der Hersfelder Zeitung (HZ).



Und so kam es gestern bei Libri in Bad Hersfeld nach neunstündigen (!) Verhandlungen zu einer Einigung zwischen ver.di und Libri-Unternehmensleitung: 

"Im Rahmen einer offenen und konstruktiven Gesprächsatmosphäre konnten wir uns mit der Tarifkommission unter der Führung von ver.di auf Rahmenbedingungen für einen Firmenanerkennungstarifvertrag auf Basis des Groß- und Außenhandelstarifs einigen" sagt Michael Dettmann, kaufmännischer Geschäftsführer bei Libri in der gestrigen Presseerklärung. 

ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Schiederig : "Die Beschäftigten dürfen sich nicht nur in diesem Jahr über eine kräftige Lohnerhöhung freuen, sondern werden auch weitere tarifliche Lohnsteigerungen in den folgenden Jahren erhalten. Damit wurde die Auseinandersetzung für ver.di zu einem guten Ende gebracht.

http://www.buchreport.de/nachrichten/handel/handel_nachricht/datum/2011/05/06/einigung-erzielt.htm
http://www.buchmarkt.de/content/46851-libri-und-ver-di-erzielen-einigung-im-tarifkonflikt.htm
http://www.boersenblatt.net/441474/

http://kreisanzeiger-online.de/2011/05/06/libri-lohnstreit-beendet-jetzt-wieder-auf-dem-weg-zum-tarifvertrag/


Wie so etwas geht?

Auf welchem Weg Geschäftsleitungen dazu gebracht werden, Verhandlungen aufzunehmen (notfalls auch „neunstündige“)?

Genau dies haben uns die Kolleg/innen von Libri soeben vorgemacht – 
nun sind andere an der Reihe: Amazon, Thalia, DBH ... 


In München führt der Hugendubel-Betriebsrat die Mitarbeiterbefragung zur Forderung nach einem firmeninternen Sozialtarifvertrag (STV) während der kommenden Woche fort. 



Auf jeden einzelnen von uns kommt es an!
Und nur gemeinsam können wir uns absichern - angesichts weiterer Filialschließungen und drohender Entlassungen!
Lasst uns von Libri lernen!

„Wir wollen selber etwas dafür tun, dass sich die Situation hier ändert!“




Kommentare:

  1. Wenn wir uns jetzt nicht anschließen ...
    Wenn wir uns jetzt nicht zusammenschließen ...
    Wenn wir jetzt nicht loslegen ...

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  2. Was bitte soll da passieren? Wir leben nun mal in einer Marktwirtschaft, ob euch das passt oder nicht!!

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  3. @Anonym 12.25
    Auch in einer "Marktwirtschaft" können sich lohnabhängig Beschäftigte organisieren und sich wehren - ob Dir das passt oder nicht.

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  4. Wir sollten mal nicht nur reden, sondern endlich auch handeln!
    Nach der Münchner Betriebsratsumfrage zum STV muss es jetzt mal losgehen, mit konkreten Aktionen!
    Und das ziemlich bald: Denn irgendwann ist es zu spät, dann kommt nämlich die nächste Filialschließung und Entlassungswelle!

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