Freitag, 28. Oktober 2011

Mediation: Thema "Arbeitszeit"

Hier der aktuelle Aushang des Münchner Betriebsrats:


 

Kommentare:

  1. Was soll das? Ich dachte, wir haben Grundsätze (gerade bezüglich Arbeitszeit), die der BR gegenüber der GL vertritt und durchsetzt! Wieso läßt sich der BR jetzt über den Tisch ziehen?

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  2. Beim STV ist Dieter Reiter, der jetzt mit grosser Mehrheit zum OB-Kandidaten aufgestellt wurde und wahrscheinlich nächster Münchner OB wird, mit dem fadenscheinigen Argument abgelehnt worden, er sei ver.di-Mitglied und deswegen nicht neutral. Dieses Pseudo-Argument wurde von einem Teil der Belegschaft und vom BR geschluckt.

    Jetzt wird bei der Mediation ein aktives Mitglied der DBH-Konzernspitze (!) als angeblich neutraler Vermittler akzeptiert. Was solll das?
    Warum hat man keinen wirklich neutralen Vermittler gefordert? Ich verstehe ausserdem nicht,warum man anscheinend so grosse Angst vor der Einigungsstelle hat.

    Für mich ist das ein GL-Manöver zum Weichkochen von BR und Belegschaft. Unverständlich, warum sich der BR auf diesen Mediator eingelassen hat. Bleibt zu hoffen, dass man nicht darauf reinfällt.

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  3. Ich möchte keinen Mediator, ich möchte dass der Betriebsrat meine Interessen vertritt und meine alten Arbeitszeiten verteidigt. Notfalls mit gerichtlicher Hilfe.

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  4. @Anonym 17.53

    Der Mediator ist Hr. Zoch, bei der DBH für die Abwicklung von Wohltath zuständig.

    www.boersenblatt.net/445038/

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  5. Wer sich die Kommentare bei "Laptop, Lederhose, Ladenschluß" vom 26.10. anguckt könnte doch tatsächlich auf die Idee kommen, daß es vielen Kolleginnen und Kollegen egal ist wann gearbeitet wird. Es gibt bis jetzt drei Statements "PRO" Zeitkultur, die ins lächerliche gezogen werden. - Eigentlich wehret den Anfängen - oder aber auch jeder bekommt was er verdient.

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  6. @Buchhandel - bei meinen direkten Kolleginnen und Kollegen ist es tatsächlich so, daß denen völlig egal ist, wann die arbeiten. Ohne Familie und ohne örtlichen sozialen Kontakte, da alles für die Arbeit Neu-Zugezogene. Da ist dann das leere Museum, die Schwimmbadöffnungszeiten oder ähnliches der entscheidende Punkt. Ich kenne auch Leute, die froh sind, arbeiten gehen zu können, um nicht alleine zu Hause sein zu müssen. Die haben natürlich ganz andere Bedürfnisse als Leute mit Ehepartner und Kindern - wo ein Familienleben mit "Einzelhandelsarbeitszeiten" organisiert sein will.

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  7. Das ist kompletter Wahnsinn! Ihr verliert die Unterstützung der Belegschaft. Seit wann erhofft ihr euch denn ein ehrlich gemeintes Entgegenkommen der GL für euer Nachgeben?
    Nehmt das am besten gleich wieder zurück und konzentriert euch auf Sachfragen!

    Sollen wir vielleicht Zustände wie bei McDonalds bekommen, wo man seine Einsatzeiten erst Tage im Voraus erfährt? Das mag ja für Singles & Kinderlose hinnehmbar sein, für alle anderen ist es der pure Horror!

    Denn ein Aufweichen der Arbeitszeitregularien würde die Mitarbeiter nicht gleichmäßig belasten, sondern eine krasse Ungerechtigkeit bedeuten.
    Wenn es schon um Verschlechterungen geht, dann müssen diese alle KollegInnen gleichmäßig betreffen.
    Ungerechtigkeiten kann der BR nicht wollen, sonst verliert er seine Existenzberechtigung.

    Glückwunsch an die GL für ihren erfolgreichen Versuch, BR und Belegschaft zu spalten.

    Noch einmal: nehmt das am besten gleich wieder zurück!

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  8. @Zeitsouveränität ich bin ganz Deiner Meinung. - Allerdings vermute ich ganz stark, daß Verdi eine "gesellschaftliche Realität" bestehend aus : immer mehr Singles und immer weniger klassische Familien vor Augen hat.

    Familien, die als solche auch noch zusammen leben und wenigstens einen Teil ihrer Zeit miteinander verbringen möchten sind scheinbar tatsächlich eine aussterbende Form. (Und werden immer mehr zum Aussterben gebracht). Die Kinder verbringen ihre Zeit im Hort bzw. Ganztagsschule, die Eltern sind berufstätig und genötigt "flexibel" einsatzfähig zu sei. - Noch schlimmer trifft es dann Alleinerziehende, die ihre Kinder dann zussätzlich auch noch zu anderen Betreuungsformen bringen müssen, wenn es nicht noch Großeltern oder andere private Möglichkeiten gibt.

    Da kinderlose Singles schon die bevorzugte Gruppe bei fast allen Parteien und gesellschaftlichen Vereinen sind und natürlich die Zielgruppe der Käufer und Konsumenten, sollte zumindest Verdi sich mal der wenigen "Rentenzahlerproduzenten und Arbeitstiere" (traurige Ironie aus) annehmen. - Unsere Gesellschaft lebt nicht nur von Hedonismus, Konsum und Spaß einiger vereinzelter Individuen, sondern startet in der kleinsten Variante, einer Familie.

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  9. @Zeitsouveränität
    "Einsatzzeiten erst Tage im Voraus" gibt es ja jetzt schon viel zu viel, die Pläne sind so eng
    gestrickt, dass schon beim Ausfall von ein oder zwei Mitarbeitern der schöne Plan zusammenbricht und dann wieder "Flexibilität" gefordert ist.

    @AuchBuchhandel:
    Auch und gerade viele Singles haben das satt, denn das sind die, die am schlechtesten Nein sagen können, von denen erwartet wird, dass sie freiwillig einspringen.

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  10. @Zeitsouveränität
    Wieso sollte das für Singles und Kinderlose hinnehmbar sein?

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  11. Mich kotzt es auch an, dass es, wenn es um flexible Arbeitszeiten (oder auch Öffnungszeiten usw.) geht, immer heißt: "Die armen Familien, die armen Alleinerziehenden, usw."

    Für uns Singles ist das genauso scheiße, die Arbeitszeiten erst kurz vorher zu erfahren oder bis 22 Uhr zu arbeiten. Nur weil man kein Kind hat, bedeutet das nicht, dass man kein Privatleben mit Verpflichtungen hat und damit seine ganze Existenz der Arbeit widmen kann.

    Flexible Arbeitszeiten sind für alle schlecht, nicht nur für Eltern.

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  12. Seh ich auch so. Irgendwie werden Singles gleichgesetzt mit irgendwelchen seltsamen Lebewesen, die eigentl. keine Existenzberechtigung haben aber wenn sie nun schon da sind, dann bitte auch alles übernehmen wozu die "normalen" Menschen nicht bereit sind.
    Ich übernehme immer gerne mal eine Schicht von Eltern. Kein Thema. Aber es darf nicht vorausgesetzt werden.

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  13. ""irgendwelchen seltsamen Lebewesen, ""

    nicht seltsame Lebewesen, sondern seltsame Lebensweise -- auch wenn Singles besonders in der Werbung umschmeichelt werden, ich und mit mir viele Kollegen und Kolleginnen "kotzt" es an, eure Partygeschichten vom Wochenende und vom vergangenen Abend zu hören - ihr könnt ja von Politik und Werbung umhegt werden, im täglichen Arbeitsleben habt ihr die gleichen Aufgaben wie die Leute mit dem Zweitjob Familie.

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  14. @ Anonym 14:58

    Wenn Ihr in Eurer Filiale so viele seid uns so viel Zeit habt, Euch über Partygeschichten zu unterhalten, dann solltet Ihr Euch lieber Gedanken darüber machen, was anhand der neuen Regelbesetzung alles auf Euch zukommen kann.. :-)
    Wir sollten wichtigeres zu tun haben als Singles mit und ohne Kinder gegen Familien auszuspielen. Habe ich verheiratet mehr Rechte auf meinen Mann als ein Single auf sein schulpflichtiges Kind? Oder umgekehrt? Diese Streiterei ist doch Humbug.
    Wie das mit Eurer befürchteten Arbeit auf Zuruf innerhalb weniger Tage werden soll, soll uns die Gl erstmal erklären. Voraussichtlich werden wir doch im Dezember mehr arbeiten als Soll und im Januar (z.B.) weniger. War bisher auch so. Jedenfalls bei Habel (ohne dieses abstruste Turnusmodell) und wir waren auch keine familienlosen Zombies

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  15. @anonym 14:58
    Da ist aber jemand neidisch ;-)
    Aber du hast völlig recht. DIE GLEICHEN AUFGABEN.. Aber nicht mehr. Nicht "Singles machen alle Schichten und die anderen picken sich die Rosinen raus". Und darum ging's. Zumindest in den Kommentaren.

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  16. Wohl kaum - @Anonym - ich kann diese Seilschaften der Singles um es mal etwas Mainstream korrekt und politisch korrekt auszudrücken auch nicht mehr ab. Das sind mal so ganz einfache Feststellungen. Die heute nicht mehr offen angesprochen werden können, dennoch ist das vorhanden. "Wer verstehen kann der verstehe" ;))

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  17. @ Auch'Anonym

    leider verstehe ich nicht, weder sprachlich noch inhaltlich:
    "ich kann diese Seilschaften der Singles um es mal etwas Mainstream korrekt und politisch korrekt auszudrücken auch nicht mehr ab"

    wenn überhaupt fordert "die Wirtschaft" oder der Einsatzplan den immer einsatzbereiten und nie außerbetrieblich verhinderten Mitarbeiter. Das hat aber nix mit Singlesein zu tun - höchstens damit, ob Du Kinder hast oder nicht. Mich hat jedenfalls noch nie jemand nach meinem privaten Status gefragt. So weit kommt das noch.
    Aber über diese Seilschaften würde ich trotzdem gerne mehr erfahren, vielleicht trifft es mich doch mal und dann könnten diese ganz nützlich sein :-))

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  18. Stimmt, würde mich auch interessieren. Also: her mit den Seilschaften der Singles. Klärt uns und diese auf.

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