Mittwoch, 24. Juli 2013

Buchhändlerin: Ich bin nicht überbezahlt!

Email für uns


Die Infoblog-Redaktion:  Nachfolgend veröffentlichen wir eine Mail an uns


Liebe Blogmitglieder,

mit Interesse verfolge ich euren Blog. Anfangs war ich skeptisch, doch ich muß sagen, ohne den Blog wüßte ich nicht, was in unserer Firma so los ist. Größtenteils stimme ich mit euren Artikeln überein, doch jetzt muss ich meinen Unmut über den Artikel "Ein Konzern = ein Gehalt für den gleichen Job?" loswerden.

Um gleich Mißverständnisse vorzubeugen, ich persönlich finde es auch zum Ko... (T'schuldigung), daß in einem Unternehmen / in einem Konzern für beinahe identische Tätigkeiten, unterschiedliche Gehälter bezahlt werden. Jeder sollte das gleich "gute" Gehalt erhalten. Diese regionalen Unterschiede und auch diese Unterschiede im Konzern sind nicht gerecht.
ABER: Ich, Buchhändlerin aus München, bin in keinster Weise überbezahlt!


Wenn man den Text von Montag liest, könnte man zu dem Schluß kommen, daß wir in München in einem ach so tollen Paradies leben und wir hier doch ein super Gehalt verdienen. Wieso wir hier nicht zufrieden sind, wieso es hier Streiks und Demos gibt, wo doch alles so super läuft und wir an der "Spitze" der Gehaltsliste im Konzern stehen. Aber so "himmlisch" ist das alles keinesfalls bei uns, und deshalb stinkt mir der Artikel gewaltig.

Überlegt doch einmal: Wie hoch hier alleine die Lebenshaltungskosten sind, die Mieten, das Essen, geschweige denn sich ab und an was gönnen.
Ich komme mit dem Lohn gerade so hin und ich will betonen, ich wohne in einer wirklich kleinen Wohnung. Ich bin froh, wenn ich am Ende des Monats ein paar Euro übrig habe.
Auf das Weihnachtsgeld bin ich enorm angewiesen, das wir Dank Tarifvertrag ja erhalten. Ohne, könnte ich kaum Geschenke kaufen, nicht mal 1x im Jahr für eine Woche in den Urlaub fahren wäre dann drin. Ich brauche dieses Gehalt und auch das Weihnachtsgeld.

Deshalb muss es auch endlich einen Abschluss beim Entgelt geben. Ich habe es mir ausgerechnet. Ich verzichte seit 16 Monaten auf ca. 50 Euro im Monat. Das sind 800.- die mir in der Kasse fehlen. Man lasse sich das mal auf der Zunge zergehen: 800.- Euro!!
Ja das kann doch nicht wahr sein. Ich bin doch keine Bank, die Hugendubel Geld stundet oder sogar schenkt. Ich habe ein eigenes "Unternehmen" das haushalten muss und auch mein "Unternehmen" muss  schauen, wo es bleibt. 800.- Euro als Buchhändler in einer Großstadt sind eine Menge Geld. Ich merke dieses fehlende Geld ungemein. Mein Konto zeigt rote Zahlen und wieso?
Weil Hugendubel und die anderen Arbeitgeber uns seit Monaten hinhalten und sie dann dieses lächerlich geringe Angebot unterbreitet haben. Wollen die uns für dumm verkaufen?
Ich bin auf mehr Geld angewiesen. Ich brauche einen guten Abschluss bei den Verhandlungen, deshalb war ich auch beim Streik dabei. Und bevor ihr fragt, liebe Redaktion,: ja ich bin verdimitglied.

Lieber Blog, wolltet ihr mit eurem Artikel die Neiddebatte anheizen?
Ja, ich arbeite (nur) 37,5 Std./ Woche und bekomme laut eurer Tabelle im Unternehmen am meisten Geld. Aber bitte, wie soll ein normaler Mensch mit 1900.- brutto - B R U T T O - (lt. Tabelle) in München leben.
Ihr stellt das so dar, also ob das ein "Spitzelgehalt" ist. Da bin ich sprachlos.
Die andere Frage lautet, wieso verdienen Münchner Hugendubler mehr und wieso arbeiten sie "nur" 37,5 Std.? Die Antwort lautet: weil sie, d.h weil wir, einen Tarifvertrag haben.

Hallo, ihr anderen Kollegen da draußen, aus all den anderen Regionen, so einen Tarifvertrag könntet ihr auch haben!
Ganz mies finde ich übrigens das Argument von Kollegen, weil wir dies und jenes nicht haben, sollt ihr das in München auch nicht mehr bekommen. Dieses ans Schlechtere orientieren nervt mich wirklich enorm.
Auch ihr könntet all das haben. Aber: dafür muss man auch was tun! Sich dem Selbstmitleid hingeben, bringt einen hier nicht weiter. Ihr müsstet euch engagieren, organisieren, euren BRs in den Hintern treten und eure Gewerkschaft fordern. Fordern mit euch gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Für einen Tarifvertrag braucht es erstens die Gewerkschaft und zweitens braucht es EUCH und das Mitwirken eurer BRs.
Demos, Streiks und Aktionen, wo sind die bei euch? Dieses ewige "ich kann ja sowieso nichts tun, nur wenn ALL meine Kolleginnen mitmachen, mache ich auch mit" ko... mich an. Ja dann wird man nie was auf die Beine stellen. Es werden nie ALLE mitmachen! Aber: Es werden von Mal zu Mal mehr werden!!
Aber von nichts, kommt nun mal Nichts. Wollt ihr einen Tarifvertrag? Dann tut was dafür und lästert hier nicht ständig über uns Münchner ab.

Nochmal für alle: ich kann von meinem Gehalt in München mehr schlecht als recht leben. Von der in Zukunft nichtvorhandenen Rente will ich gar nicht reden. Zur Seite kann ich nichts legen, weil ich schlicht und einfach keinen Cent übrig habe.
Letztens habe ich einen Zeitungsbericht gelesen, in dem stand folgendes: Wenn man 2500.- brutto verdient, 35 Jahre arbeitet, hat man später eine Rente von ca. 680.- Euro.
Na Danke. Ich freue mich schon aufs Anstehen beim Amt.
Das alles nur, weil Unternehmer, weil Hugendubel, solche Gehälter bezahlt. Und der Staat muss dann eingreifen? Ja Hallo? Wo leben wir hier eigentlich?
Die Unternehmer horten das Geld und zahlen sich selbst ein mehr als gutes Gehalt aus und wir müssen uns im Alter die Kugel geben oder uns jetzt schon bei der Suppenküche anstellen.
Es geht nur noch um billiger, schneller und bei billiger ist natürlich das Personal gemeint. Wir, die Mitarbeiter, müssen zum Schluß dann noch für die Fehler der Manager büßen. "Tschüß und weg" heißt es dann irgendwann.

Jetzt will Hugendubel sogar noch an unsere Gehälter.
Kollegen sollen auf Lohn verzichten, ihnen wird gedroht, sie sollen mehr arbeiten. Bin ich im falschen Film?
Ich hoffe nur, niemand läßt sich auf dieses abstruse Ansinnen der GL ein.
Erst sollen nämlich hier ein paar verzichten, dann dort ein paar, dann etwas mehr hier und schließlich sollen ALLE ÜBERALL verzichten.

Doch ich bin nicht mehr bereit auf die kleinste Kleinigkeit zu verzichten.
Rechnet mal aus: 800.- Euro in 16 Monaten, das macht bei ca. 400 (?) bayerischen Kollegen etwa 300000.- Euro, auf die wir alle schon verzichtet haben! Ich bin doch keine Bank und finanziere Hugendubel.
Haben wir im Endeffekt etwa mit diesem Verzicht diese neue Software finanziert, mit der automatisches Bestellen möglich ist?
Mit diesem Verzicht schaffen wir uns (Einkäufer, Abteilungsleiter, auch Buchhändler) also selbst ab?
Ja wie dumm sind wir denn??

ICH brauche mehr Geld. Ich habe nichts zu verschenken.

Liebe Redaktion, bitte veröffentlicht meine Mail. Ich hoffe, daß sie einige Kollegen zum Nachdenken bringen wird. Jeder muss für seine Ziele was tun. Geschenkt bekommt man heutzutage gar nichts.


Viele Grüße von einer Buchhändlerin aus München



Die Infoblog-Redaktion:
Wir bedanken uns für diesen Beitrag und freuen uns auf weitere Einsendungen von euch. Bitte schreibt an: hugendubel.verdi@yahoo.de



Kommentare:

  1. Stimme der zitierten Kollegin voll zu!
    Ich bin auch Hugendubler, mußte gerade meinen Urlaub (nicht im 7-Sterne-Hotel Dubai!) nach 8 statt geplanten 11 Tagen wg. Geldmangel vorzeitig abbrechen und bekomme seit ca. 2 Jahren regelmäßig Rückbelastungen von der Bank weil das Konto bei Fälligkeit der Miete, Strom, unvorhergesehen Sonderausgaben usw. nicht ausreichend gedeckt ist! Meine aktuelle Renteninformataion ist um € 6.- niedriger(!) angesetzt als die vörjahrige. Soviel zur Überbezahlung bei Hugendubel!!! Das allerdings die Kollegen aus den anderen eingegliederten Betrieben noch weniger bekommen (die müßten ja eigentlich alle mit Hartz aufstocken!) ist zum Kotzen!!!

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  2. Es tut mir leid, aber solch polemische Kommentare helfen nur dem Verfasser, um seine Aggression abzubauen, sind aber sonst eher wertlos!!!
    1. Wer vorzeitig den Urlaub abbrechen muss, beweist nur, dass er offenbar nicht in der Lage ist, seine Finanzen zu planen, obwohl bereits Schüler lernen, mittels der Dreisatzrechnung, simple Betrachtungen zum Verhältnis von Tagesbudget und Dauer des damit durchführbaren Urlaubs anzustellen.
    2. Wenn meine erste Behauptung auch noch als etwas "gewagt" empfunden werden könnte, so bin ich mir nach Ihrem "Kontoauszug" sicher, dass Sie nicht mit Geld umgehen können und, falls es Ihnen hilft, auch Prominente, die das Jahresgehalt von 50 Mitarbeitern hatten, haben schon eine Insolvenz erlebt, denn ein Mehr an finanziellen Mitteln erzeugt kein Mehr an Verstand, damit umgehen zu können.
    3. Ich möchte Sie nicht angreifen, aber mit plakativen Aussagen, auch zur Renteninformation, helfen Sie niemandem, denn darüber kann ein Arbeitgeber nur schmunzeln; in die Rentenprognose bzw. -berechnung fließen auch viele Faktoren ein, für die Hugendubel ähnlich verantwortlich ist, wie für die Hochwasserlage im Juni.
    Also, bitte umdenken und zurück zur Sachlichkeit, denn nur dann haben Sie eine Chance für Ihren und den Arbeitsplatz Ihrer Kollegen zu kämpfen und vor allem, dabei auch ernstgenommen zu werden.
    Viel Erfolg!!!!

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  3. Ich stimme der Mail in fast vollem Umfang zu. So geht's nicht weiter!
    Was ich allerdings nicht verstehe (vielleicht kann man mich da aufklären), wie kann man auf 50 Euro verzichten, wenn sie noch gar nicht zum Gehalt gehören, also noch gar nicht ausgehandelt sind.
    Würde ich von meinem jetzigen monatlich überwiesen Gehalt immer auf 50 Euro verzichten, dann würde ich es verstehen - aber hier geht es ja um einen Betrag, den ich gerne zusätzlich hätte, aber noch nicht habe, weil die Verhandlungen nicht beendet simd, also kann man ja von "Stunden" des Betrags nicht sprechen, oder habe ichdas mimissverstanden.

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    1. Gutes Geld für gute ArbeitMittwoch, 24. Juli 2013 um 20:48:00 MESZ

      Zu Deiner Frage wg. den 50 Euro:

      Der Entgelt-Tarifvertrag für den Bereich Buchhandel/Verlage in Bayern lief am 31.März 2012 aus. In anderen Branchen, die z.B. einen höheren gewerkschaftlichen Organisationsgrad haben wie bei der IG Metall wird beim Abschluss eines neuen Entgelt-Vertrages, selbst wenn er Monate später erzielt wird, die Lohnerhöhung rückwirkend vorgenommen, d. h. er würde dann bereits am 1. April 2012 anschließen.

      So wie es bei uns aussieht, wird die Arbeitgeberseite wohl einer Lohnerhöhung irgendwann mal zustimmen, die dann aber erst z.B. am 1.August 2013 oder später in Kraft tritt. Die zurückliegenden Monate werden dann aber nicht nachgezahlt, sondern wären Nullmonate ohne Lohnerhöhung.

      So kommt man dann auf die genannten Beträge, also z.B. 16 Monate ohne die 50 Euro Lohnerhöhung, die in die Taschen der Kapitalisten fließen.
      Die damit z.B. unsere Abfindungen oder neue Rationalisierungs-Software finanzieren können.

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  4. Der vorherige Artikel, der zeigt, wie beschämend hoch das Lohngefälle innerhalb des Konzerns DBH ausfällt, ist wichtig, kommt allerdings zu einem etwas unglücklichen Zeitpunkt. Denn bei Hugendubel macht sich die GL gerade an den Versuch, vielen Kolleginnen das sauer verdiente Geld aus der Tasche zu ziehen und mit Hilfe einer sog. "Vergütungsordnung" dreisten Lohnraub betreiben zu wollen. U. U. kommen die Damen und Herren in der Hilblestraße ja auf die Idee, den betroffenen Hugendublern einreden zu wollen, ein bisschen weniger sei ja gar nicht so schlimm, man müsse sich ja nur anschauen, wie viele beispielsweise bei WB+ bezahlt wird.
    Einen Unterbietungswettbewerb darf es auf keinen Fall geben!
    Für alle (insbesondere unsere GL) er nochmals zum Mitschreiben:
    Bei Hugendubel wird nicht zu viel verdient (vielleicht mit Ausnahme einiger Menschen in der Zentrale...)! Weder in München, noch in Berlin, noch in Frankfurt, noch irgendwo sonst!

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    1. Ich bin auch gegen einen Unterbietungswettbewerb.

      Alle sollen nach bayerischen Tarif bezahlt werden und der Bestandschutz muss weiter gelten.

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  5. Bei den Einschnitten in der Vergütung, die sich die Geschäftsleitung wünscht, geht es tatsächlich um hohe Beträge, weit mehr als 50 Euro monatlich! Die Hugendubel-Geschwister und die weiteren GL-Mitglieder haben keinerlei Skrupel mehr. Wirklich jeder Mitarbeiter sollte diese Realitäten endlich anerkennen und dagegen kämpfen. Machen wir den Mund auf - auch in der Öffentlichkeit, und auch die Kunden sollten wissen, wie es um die soziale Verantwortung der Geschäftsführer in diesem Untwernehmen bestellt ist. In München soll der Tarifvertrag "vorerst" nicht angetastet werden, wohl um die Kollegen dort erst einmal ruhig zu halten. Wir brauchen an den anderen Standorten auch die Solidarität der Kollegen aus dem Tarifgebiet Bayern.

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  6. Sehr nett ist auch dass manch ein AL oder Einkäufer weniger verdient als ein BhV.
    Aber die Verantwortung sollen sie übernehmen. ...nur bezahlt wird sie nicht.

    Zum Beispiel in den Habelfilialen. Dort bekommt jeder das Gehalt, das er irgendwann mal ausgehandelt hat, als es die Hausorganisation noch nicht gab.
    So kann es passieren, dass ein langjähriger Mitarbeiter locker 400 Euro mehr bekommt als sein ihm vorgesetzter Abteilungsleiter.

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    1. Ach, die gibt ess doch bei Hugendubel genauso. Und die sind richtig beleidigt, wenn man von ihnen auch nur einen Teil der Leistung einfordern will, für den sie nach Tarif-Eingruppierung bezahlt werden... Aber genau für solche Leute setzt sich dann unser BR ja gern ein. Da zählt oft der Vorteil des Einzelnen mehr als das Überleben der Gruppe!

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    2. Mich ko... diese ständige Hetze gegen ältere Kolleginnen und Kollegen an. Das sind Beschäftigte, die sich teilweise seit Jahrzehnten für die Firma engagieren und die jetzt rausgemobbt werden sollen, weil sie nach der langen Zeit etwas mehr verdienen.Wie auf einer Betriebsversammlung letzten Jahres berichtet wurde, werden dabei brachiale Methoden angewandt. Das kannte man früher nur von anderen als asozial bekannten Firmen. Nitz war bei dieser Betriebsversammlung anwesend und sagte kein Wort dazu. Am liebsten wären ihnen befristete werkverträge, unbezahlte Praktikanten und am besten kein Tarifvertrag mehr. Ekelhaft, hier diese, sorry, Kapitalistenschei... lesen zu müssen.

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    3. Stimme Anonym 17.31 voll zu. Finde diese Hetze auch das aller Letzte. Anstatt sich zu engagieren, dass alle gleich gut verdienen, will man dass alle gleich schlecht bezahlt werden.
      Engagiert euch und tut was, dass ihr besseren Lohn bekommt. Jetzt bei den Entgeltverhandlungen und beim Streik wäre die Möglichkeit da gewesen. Aber wo wart ihr da?

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    4. Ihr möchtet überhaupt nicht verstehen um was es geht, oder?

      Es geht (mir) nicht darum dass ältere Mitarbeiter oder jüngere oder wer auch immer WENIGER verdienen sollte, sondern darum dass Mitarbeiter, die Verantwortung tragen, das auchbbezahlt bekommen.
      Das heisst doch nicht im Umkehrschluss dass die anderen plötzlich auf Gehalt verzichten sollen!!

      Es sollen eben nicht alle dasselbe verdienen, woe kommen wir denn dazu?
      Wer Verantwortung trägt (und sie auch wahr nimmt!!) sollte selbstverständlich mehr erhalten, als jemand der es eben nicht tut.
      Das würdet Ihr genauso sehen wenn ihr euch ständig verantworten müsstet.
      Seid ihr die, die angeschissen werden wenn beim Ladencheck alles nicht passt??
      Vielleicht, von eurem AL, aber der AL ist es der es zu VERANTWORTEN hat, wenn ihr wisst was das bedeutet.

      Und DAS sollte bezahlt werden und ist in den Ex Habel Filialen eben nicht der Fall.
      Da KANN es dann sein dass ein älterer Kollege ohne jese Verantwortung mehr bekommt.
      Und da wird dann nicht gefordert dass ihm das Gehalt gekurzt wird, was für ein Käse.
      Sondern dass der mit der Mehr-Verantwortung dann MEHR Geld kriegt.

      Da aber diese Tarifgruppen hier bei uns nicht existieren. ..

      Was bitte ist daran nicht zu verstehen?

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  7. Godzilla die grausame RächerinMittwoch, 24. Juli 2013 um 19:16:00 MESZ

    Lieber Anonym Mi. 11:07,warum ist für Dich ein/e Einkäufer/in ein erlauchtes Wesen höherer Ordung und ein/e "BhV" nur ein gefälligst gering zu bezahlender Handlanger/in des ersteren? Der/die immerhin an vorderster Front im "face-to-face-marketing" gegenüber der nicht selten problematischen Existenzform Kunde dafür sorgt, daß alle anderen morgen, übermorgen und auch danach noch was zu beissen haben-die Umsätze werden am Kunden gemacht und nicht am Grünen Tisch!!! Als wir (Habelianer/innen) in die DBH eingegliedert wurden, wurde uns von einem in der Konzernhierarchie nicht ganz unten angesiedelten Funktionär noch vorgelogen, zwischen Ein- und Verkäufer/innen würde (zu Recht!) kein hierarchischer (und ergo auch Verdienst-)Unterschied gemacht!) Was leisten die Einkäufer/innen mehr? Sie sitzen abgeschirmt vom Kunden(-streß) im Büro und geben in Tabellen zahlen ein-hat bei uns jede/r Buchhändler/in vorher täglich auch gemacht! Der Unterschied war: da der/die Buchhändler/in sein/ihr Sortiment auch besser kannte und beurteilen konnte, war die Nachbestellung näher an der Kundennachfrage. Heute bleiben meine Abteilungsregale oft tage- wenn nicht wochenlang halbleer und ich muss den Kollegen handschriftliche Zettel mit Bestellwünschen (auch durchaus Titel von aktuellen Bestsellerlisten) ins Büro reichen. Ist das der Sinn der Sache und Beweis für eine intelligente Organisationsstruktur der Arbeitsabläufe?

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    1. Sei gewiß, die Zeiten, in denen die Buchhändler EInkauf nur noch im Büro sitzen und Zahlen eingeben, sind gezählt. In den kleinen Filialen eher als in den großen. Das wird am Ende zwar nicht dazu führen, daß die weniger "erlauchten" Wesen wieder einkaufen dürfen, aber das nur am Rande...
      Mach Dir nichts vor, "früher" blieben Abteilungsregale zwar nicht tage- und wochenlang leer, aber viele von diesen verantwortlichen Buchhändlern haben auf's geradewohl eingekauft, was ihnen gut vorkam, ohne auf Abverkauf und so zu achten. Und wer Stricken doof fand oder wahlweise "Frauenromane", der kaufte sie gar nicht erst ein. Insofern war die Idee, hauptamtliche Einkäufer zu benennen, gar nicht sooo schlecht. Wenn sie in Deiner Filiale nicht so optimal arbeiten, haben Deine FL und co bei der Auswahl geschlampt.

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    2. Kann Anonym 20:00 nur zustimmen!

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    3. Ach ja, und jetzt soll ein System wie Logomate, das letztendlich ohne Einkäufer - auch ohne "hauptamtliche" - auskommen wird, besser sein? Ich lach mich tot.

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    4. Es wird sicher besser sein als die beschriebene Einkäufer die die Regale leer lassen.

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    5. Mir fällt auf, dass hier ständig versucht wird, Kolleginnen und Kollegen gegeinander auszuspielen: Jüngere gegen Ältere, die angeblich zu viel verdienen; gute Einkäufer gegen angeblcih schlechte Einkäufer usw.
      Zu den niedrigen Gehältern in der gesamten DBH einschließlich Hugendubel, oder dass wir ALLE für eine Armutsrente arbeiten; zu dem noch grausameren Sortiment, daß uns eine zentralisierte Einkaufssoftware bescheren wird, dazu KEIN Wort.

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    6. Klassische GL-Strategie: teile und herrsche. Nur, dass das die GL hier nicht selber reinschreibt, dafür haben sie ihre paar Lakaien.

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    7. Wenn die Regale tatsächlich leer sein sollten, was ich in dem beschriebenen Ausmaß bezweifele, dann sollte man sich fragen wieso?
      Weil wir schlicht und einfach zu wenige sind und an Personal gespart wird.
      Wie soll man alle Aufgaben bewältigen, wenn eine Filiale nur noch eine Minimalbesetzung hat?
      Aber mit solchen Kollegen, die Logomate als die Rettung ansehen, kann man nur verlieren.
      Und zwar wir alle unsere Arbeitsplätze!

      Würde mich interessieren, wieviel diese Kommentatoren hier von der GL extra bekommen?
      Vielleicht sogar nen Job in der zentrale bei Logomate?

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    8. Du solltest lesen lernen. Der oder die, der von den leeren Regalen sprach teilte gleichzeitig mit, dass eben diese Einkäufer völlig abgeschirmt den ganzem Tag im Büro sitzen. Dann können diese Einkäufer wohl kaum zu wenig zeit zum bestellen haben.

      Immer dann, wenn in diesem Blog die Wahrheit angekratzt wird, wird sofort
      A) gebrüllt dass man hier ja total am Thema vorbei schreibt
      Und
      B) all diese gut bezahlt von der GL kommentieren.

      Langweilig.

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    9. Das Problem ist vielmehr, dass manche Kommentatoren Logomate ungewollt selbst Vorschub leisten, in dem sie ihre Einkäufer als Volldeppen hinstellen die nicht einkaufen können.

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    10. Stimme Anonym 18:32 und vor allem 17:39 voll zu.
      Es fällt mir auch wirklich schon seit längerem auf, daß die Belegschaft untereinander ausgespielt werden soll. Im Fall der katastrophalen Sortimentspolitik sind es jetzt angeblich die sclechten Einkäufer. Was für ein Quatsch. Bei uns ist der Einkäufer sehr viel im Laden, weil wir total unterbesetzt sind.

      Die Logomate-Software ist natürlich nicht schuld, wenn in jeder Filiale ein 08/15-Standardsortiment vorhanden ist. Da ist es der angeblich "schlechte" Einkäufer, aber niemals die Software, das Sortiments- oder Flialmanagement in der Hilblestr. Und natürlich niemals die GL. Wenn Du Kritik daran langweilig findest, dann ist das deine Sache. Ich finde es es eher langweilig, jedes Problem, das hier angesprochen wird, zu leugnen, kleinzureden und schönzufärben. Wie neulich diese lächerlichen Kommentare, wo geleugnet wurde, das Hugendubel kein familienfreundliches Unternehmen sei, weil in der eigenen Filiale ja angeblich alles so super sei und sich dadurch vor der notwendigen Diskussion drücken wollte. DAS langweilt mich.

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    11. @Anonym 18:35

      Du wunderst Dich, dass bei deinen Kommentaren eine GL-Nähe konstatiert wird? Warum eigentlich?

      - Du behauptest, dass einzelne Kolleginnen und Kollegen zuviel verdienen (ältere Kolleginnen)
      - Du kritisierst, dass Probleme von einzelnen Mitarbeitern ("schlechter Einkäufer) verursacht werden, nicht aber von Logomate
      - Du vermeidest an Dich gestellte Fragen zum Zusammenhang von unseren Gehältern und der zukünftigen Altersarmut

      Das sind nun mal GL-Aussagen und GL-Positionen. Die du hier dank der Meinungsfreiheit eines gewerkschaftlichen Infoblogs auch weiter verbreiten wirst. Dass Du hier mit deinen unsolidarischen und kapitalfreundlichen Aussagen in einem Gewerkschaftsblog auf Widerspruch stossen wirst, sollte dir allerdings auch klar sein.

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    12. Nein. Ich kritisiere, dass andere zu wenig bekommen und nicht ältere zu viel.
      Von Problemen mit Logomate weiß ich nichts, da ich das Programm nicht kenne.

      Fragen bezüglich Gehälter und Altersarmut an mich zu stellen, ist die eine Sache, für die Beantwortung müsstest du dich bitte an die zuständigen Personen und an die Politik wenden.

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    13. Falsch! Die Frage zum Zusammenhang zwischen meinem Lohn und meiner zukünftigen Altersarmut stelle ich ganz konkret den Unternehmensbsitzern und ihren Managern bei Hugendubel, die permanente Lohndrückerei betreiben und mit Tarifflucht drohen.

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    14. Ja, und? Da ich weder Unternehmensbesitzer noch Manager bin, kann ich sie dir nicht beantworten.

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    15. Wie der obige Artikel zeigt, stehen Altersarmut und Gehalt in einem engen Verhältnis. Auch die Familienfreundlichkeit des Arbeitsplatzes oder Möglichkeiten der Altersteilzeit spielen eine Rolle. Dies alles wird durch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen geregelt.

      Die Aussage, dass hierfür "Politiker oder andere Personen" zuständig seien, ist also falsch. Jeder lohnabhängig Beschäftigte, auch Du, steht vor der Frage, ob er sich gewerkschaftlich organisiert oder Trittbrettfahrer bleibt, ob er aktiv an Arbeitskampfmassnahmen zur Sicherung unserer Löhne - und damit der Rente - teilnimmt oder ob er zum Streibrecher wird.

      Denn niedrige Löhne sind die Ursache unserer späteren Altersarmut.

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    16. Ich finds immer wieder lustig dass automatisch davon ausgegangen wird dass jemand der nichtin allallen Dingen eurer Meinung ist, als Trittbrett Fahrer bezeichnet wird.
      Ich für meinen Teil bim verdi Mitglied und stimme verschiedenen Dingen im Verdi Blog trotzdem nicht zu.

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    17. Trittbrettfahrer sind für mich nicht Leute, die eine andere Meinung wie ich haben, sondern KollegInnen, die Tarifleistungen einkassieren ohne Mitgliedsbeiträge zu zahlen. Aber da Du ja ein ver-di-Mitglied bist, sehen wir uns bestimmt bei der nächsten Gewerkschaftsdemo gegen die Rente mit 67 oder nächstes Jahr beim Streik für höhere Löhne, oder?

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  8. Dann lass den Einkäufer weg. Dann sind immer noch die AL diejenigen die für alles mögliche geradestehen müssen und auch die bekommen oft weniger.

    Trotz allem ist es aber so, dass die Einkäufer das Sortiment mit zu verantworten haben und du als BHV eben nicht, egal ob du es deiner Meinung nach besser könntest und in deiner Filiale offensichtlich die Einkäufer nicht gut einkaufen.
    Es geht im übrigen auch nicht darum ob die Struktur generell sinnvoll ist, sondern schlicht und ergreifend um Geld.

    Wer mehr Verantwortung übernimmt, sollte auch mehr bezahlt bekommen. Das würdest du, wenn du es tätest, sicher genauso sehen. So spricht halt der Neid, frage mich allerdings worauf.
    Und von "gefälligst" war absolut keine Rede.

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    1. Ich stimme teilweise zu, ist aber alles eine Frage der Relation. Mit der von Dir angedeuteten Gründen bekommt der Aufsichtsratsvositzende im Autokonzern das zighundert- oder -tausendfache desjenigen, der das Produkt, dessen Verkauf den AV alimentiert, montiert. Trägt letzterer aber wirklich das entsprechende (zighundert-/tausendfache) Mehr an Verantwortung?

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    2. Nein, sicher nicht. Aber hier geht's ja um solche Relationen nicht. Manch einer wäre mit 50 Euro mehr für eben mehr Verantwortung zufrieden oder sogar schon für wenigstens genauso "viel" Geld wie der BHV, der sich aber eben nicht von der RL anmachen lassen muss, wenn irgendwas nicht passt.

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    3. Und, wieso haben die Buchhändler keine Einkaufskompetenz?
      Weil sie degradiert wurden. Früher hatte bei Hugendubel jeder Verantwortung für seine Abteilung, für sein Gebiet. Du wurde nicht unterschieden zwischen Einkäufer und Buchhändler Verkauf. Ich kannte keinen, der sein Gebiet nicht im Griff hatte, da er für dieses ja der Spezialist war. Dann wurde diese Spaltung von der GL eingeführt, um Gehälter und Tarifgruppe zu drücken. Freiwillig auf Verantwortung verzichtet hat damals keiner der Kollegen. Sie mussten es wohl oder übel hinnehmen.

      Ich bin immer noch überzeugt, dass jeder Buchhändler auch heute noch Verantwortung für den Einkauf tragen kann. Dies gehört zur Ausbildung nun mal dazu. Jeder kann dies lernen. Wir sind Buchhändler.

      Man macht schließlich nicht eine Lehre zum Buchhändler, um Regale einzuräumen.
      Jeder von uns hat die Tarifgruppe 3 verdient, weil jeder von uns Buchhändler ist.

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    4. Da stimme ich dir zu. Ich verstehe es auch voll, dass die Buchhändler Verkauf sich da degradiert vorkamen und vorkommen. Auch bin ich mir sicher, dass so gut wie jeder es genauso gut kann wie die Einkäufer.

      Aber nun ist es eben so gekommen und die einen müssen das Sortiment verantworten und die anderen eben nicht, auch WENN sie es könnten.

      Wer wird denn zur Rechenschaft gezogen, wenn was nicht passt? Du? Oder doch eher der Einkäufer und der AL?
      Wer musa es verantworten. Du oder die Einkäufer und AL?

      Und wenn du es noch hundert mal so gut könntest, du bist es nicht.

      Und deshalb ist mehr Geld für mehr Verantwortung gerechtfertigt.

      Ihr seid doch immer so solidarisch hier im Blog!?
      Aber nicht für Kollegen die Einkäufer oder Al sind? Finde ich befremdlich.

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    5. Genau-aber Beiträge wie der von "Anonym 20:03" zeigen, wie beschissen unterentwickelt Teamgeist und solidarisches Denken sekbst in einem einigermaßen "geistigen" Beruf wie dem Buchhandel entwickelt sind. jeder will den Kollegen um des eigenen kleinsten Vorteils willen ("nur € 50.-") kraft faktischer oder eingebildeter "höherer Verantwortung" ausbooten, dabei sitzen die wahren "Kriegs"(=Tarifkampf-)gewinnler wo anders und lachen sich kaputt übwr uns armselige Deppen!

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    6. Da liegst du falsch. Denn ich schrieb ebenso dass manch ein Einkäufer oder AL schon frih wäre wenn er ÜBERHAUPT das Geld eines BHv verdiente.
      Also erst lesen, dann schreien ;-)

      Trotzdem interessant zu sehen, dass die Solidarität nur für und unter den BHV besteht.
      Den anderen wird die Butter auf dem Brot nicht gegönnt.

      Leute, wir simd ebenfalls Eure Kollegen!
      Beiträgelang wird Solidarität gepredigt, aber nicht, wenn es um die verhassten Kollegen geht.
      Zumindest kommt es so rüber.

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    7. Dann sollten sich AL und EK auch selber solidarisch verhalten und sich z.B. am Streik beteiligen (einige, aber bei weitem nicht alle haben sich beim letzten Streik beteiligt). Der Tarifvertrag schützt das Gehaltsniveau und verhindert Abgruppierung. Er fällt aber nicht vom Himmel.

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    8. Wow! Mal abgesehen davon, dass es ja einen Manteltarifvertrag gab und jetzt auch neu gibt, in dem festgelegt ist, mit welchen Arbeiten/ Verantwortungen man welcher Gruppe zugeordnet wird (was das Gehalt dann immer noch nicht tröstlicher erscheinen lässt, aber gut...), ist es der BR, der dafür kämpft, dass die "alten Hasen" in ihren alten Tarifgruppen verweilen. Auch wenn sie längst den entsprechenden Job nicht mehr machen. Beschwert euch doch einfach mal dort, wenn ihr das als ungerecht empfindet ;)
      Und ich kenne eine Menge Buchhändler, die KEINEN guten Job gemacht haben, als sie noch mit ihren Buchlaufkarten gearbeitet haben, was natürlich nicht sagt, dass jeder BHe jetzt einen guten Job macht. Ich sehe aber eine Menge BHv, die einen tollen Job da an der Kundenfront machen und sich ganz sicher nicht minderwertig fühlen müssen, weil sie nicht im Büro sitzen dürfen/müssen.
      Abgesehen davon wird eine Menge des Sortiments von den ZD gesteuert, falls das hier schon als Info angekommen ist???

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    9. Wer grundsätzlich lieber im Büro sitzt, hat sowieso dem falschen Beruf gewählt.
      Verstehe dieses angebliche Privileg "Büro" nicht. Wenn ihr alle lieber dort sein wolltet, "abgeschirmt vom Kundenstress" wie es hier einer bezeichnete, dann sucht euch doch nen Büro Job!?

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    10. @Anonym 12:15

      Wer bei Hugendubel arbeitet (Vollzeit durchgehend) wird nur eine Armutsrente bekommen, egal welche TG. Warum von Dir hier ständig gefordert wird, Leuten das Gehalt zu kürzen (unter Schüren einer Neiddebatte), weißt wahrscheinlich nur Du selber. Die Forderung, unsere Gehälter nach untern zu drücken, ist eine Arbeitgeberforderung. Seltsam, das hier lesen zu müssen.

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    11. Eurer Debatte bezüglich Verantwortung und Kompetenz kann ich nur kopfschüttelnd folgen.

      Ich denke, wir sollten vor allem für die Bezahlung nach bayerischen Tarif kämpfen und uns auch für den Bestandsschutz stark machen, der ausgehandelt wurde, als viele Buchhändler degradiert wurden.

      Also: solidarisch gemeinsam für gute Bezahlung kämpfen und zusätzlich versuchen, die Qualität in den Buchhandlungen zu halten. Ich bin zB geschockt davon, wieviele Einkäufer in grossen Filialen überflüssig sein sollen. Wenn das wahr ist, sind wir demnächst grosse Weltbildfilialen. Hurra.

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    12. Stimme Dir vollkommen zu!

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  9. Man muss der Verfasserin des einleitenden Kommentarin abgesehen von der treffenden Kritik an der Vergütungspraxis in der DBH (wahrscheinlich nur bezgl. der niedrigen Hierarchiestufen) dafür danken, dass dadurch weitergehende Anregungen in puncto Bewertzung der Leistung einzelner Tätigkeitsgruppen/Gerechtigkeitsdiskussion initiiert werden. Bis auf "Politiker" (darf man raten: richtiger Name Philipp Rösler, derzeit schon mit den Vorbereitungen zur Agenda 2020 für den zu befürchtenden Fall der Wiederwahl von Angie M. beschäftigt [Halbierung der Hartz-IV-Regelsätze, unnütze Esser ab zum Gratiskartoffelernteeinsatz in Polen, Ukraine usw.]) ist anscheinend kaum jemand der Meinung, dass in der DBH alles im Lot ist und in der GL eine allzu hohe Wertschätzung in Bezug auf die Leistung der Belegschaften und daraus abzuleitende Verpflichtung zu einer angemessenen Entlohnung derselben herrscht?
    I have a dream: in absehbarer Zeit will (und muss) kein literaturbegeisterter, qualifizierter und erfahrener Buchhändler den Job unter diesen Bedingungen mehr machen, sonder es gibt als Rekrutierungspotential nur noch umgeschulte "Hartz"er oder Hungerflüchtlinge aus der "Dritten Welt": Prost Mahlzeit Servicequalität!

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    1. Der "Politiker" sprach nicht davon, dass bei der DBH alles im Lot ist. Er hat lediglich darauf hingewiesen, dass es mit den Rechenkenntnissen des Eingangskommentators nicht zum Besten bestellt sein kann. Bislang kamen die Bezüge von Hugendubel immer pünktlich (jedenfalls liest man hier nichts anderes) und auch nicht plötzlich reduziert. Wer also den Urlaub abbrechen muß oder ein leeres Konto mangels Deckung hat, kann das ausnahmsweise nicht auf die GL schieben, sondern kann offenbar nicht Ausgaben mit Einnahmen in Einklang bringen. Das sind dann auch Kollegen, die besser nicht einkaufen und bestellen sollten.

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    2. Gegner von Anonym 25.7. 9:46Sonntag, 28. Juli 2013 um 23:58:00 MESZ

      Ich denke, der Kommentar " nach 8 Tagen musste ich meinen Urlaub abbrechen", war eher ironisch gemeint.

      Übrigens ist es in München schwer als Single von einem Buchhändlergehalt zu leben ausser man hat die schon erwähnte abbezahlte Eigentumswohnung etc.

      Auch wenn man super rechnen und planen kann, kann es sein, dass das Gehalt nicht reicht - wenn zB die Miete steigt oder ne Zahnarztrechnung kommt.

      Deswegen fordere ich : Bezahlung nach bayerischen Tarif und Bestandsschutz für die damals degradierten Buchhändler.

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  10. Man hängt sich wieder an lächerlichen Kleinigkeiten auf, um vom eigentlichen Thema abzulenken, nämlich dass es 1.) in der DBH krasse Einkommensunterschiede für die selbe Tätigkeit gibt, 2.) dass es selbst mit den Löhnen des bayerischen Tarifvertrages schwer ist, über die Runden zu kommen (von Weiland ganz zu schweigen) und dass uns im Alter ein leben in Armut erwartet.
    Darüber sollten wir diskutieren.

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    1. Die selbe Tätigkeit?
      Manchmal wird man auch nach Kompetenz bzw. Verantwortung bezahlt.... Und ich sehe da schon Unterscheide zwischen den Weltbild Medienverkäufern und unseren BHv (wie sie hier wohl genannt werden). Aber vielleicht ist das in anderen Filialen anders? Bei uns bekommt man tatsächlich fachlich kompetente Beratung, stellt doch eure Ausbildung und Kompetenz bitte nicht unter den Scheffel *hmpf*

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    2. Langjährige MitarbeiterinSonntag, 28. Juli 2013 um 17:24:00 MESZ

      Wenn Du den Brennpunkt-Artikel am Montag gelsen hast, dann siehst Du die krassen Gehaltsunterschiede. Bei Hugendubel heißen die Filialmitarbeier jetzt offziell "Verkaufsteam". Durch Logomate wird es die von Dir behaupteten Unterschiede zu Weltbild-Mitarbeitern bald nicht mehr geben, bzw. gibt es sie de facto schon gar nicht mehr.
      Schade, daß du auf Punkt 2) meines Kommentars nicht eingehst.

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  11. Auf jeden Fall muss der GL-Strategie, unsere Löhne nach dem niedrigsten Standard hin auszurichten, entschieden entgegen getreten werden. Ich bin kein Kostenfaktor auf zwei Beinen, sondern ein kompetenter Mitarbeiter, der sein Gehalt und den Respekt verdient.

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    1. Du hast Recht, wirst aber leider von entscheidender Stelle eben anders gesehen!

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    2. Dann müssen wir der GL zeigen, wie wir gesehen werden wollen und dem Nachdruck verleihen.

      Die GL sollte sich ein Beispiel an OSIANDER nehmen - siehe aktuelle Ausgabe von BRAND EINS. Beeindruckend - diese Firma.

      Und was macht unsere GL? Fährt alles langsam aber sicher gegen die WAND.
      Es ist so traurig, dass ansehen zu müssen.

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    3. Osiander? Sind meines Wissens aus dem Tarif ausgestiegen. Die ominöse 1000-Euro-Prämie bekamen auch nur die, die den niedrigeren Hausvertrag unterschrieben haben.

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  12. Liebe E-mail Schreiberin, niemand behauptet du wärest überzahlt,alle anderen sind eben auffallend unterbezahlt. Das hat nichts mit Sozialneiddebatte zu tun, sondern ist nun mal Realität. Da wirst du lernen müssen, dich der Realität zu stellen...

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    1. Wenn ich deine verklausulierten Ausführungen richtig verstehe, dann empfiehlst du also, sich an Arbeitskampfmaßnahmen für den Entgelttarifvertrag sich besser nicht zu beteiligen.

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  13. "...dich der Realität stellen"

    Die Realität, die die GL für uns vorsieht: Abgruppierung, Kürzung des Weihnachtsgeldes, unbezahlte Mehrarbeit, Lohndumping, Tarifflucht?

    Nein danke!

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  14. Welche gravierenden Folgen die anvisierten Gehaltskürzungen für die Lebensverhältnisse der betroffenen Mitarbeiter haben werden, davor verschließen die Besserverdiener (Geschäftsführer, Regionalleiter, Filialleiter etc.) im Hugendubel-Imperium die Augen. Das ist beschämend, der völlige Tiefpunkt einer ehemals von Achtung und Wertschätzung geprägten Firmenkultur. Der sozialen Kälte und Missachtung von oben müssen wir eine kämpferische Mitarbeiter-Kultur entgegensetzen, sonst verlieren wir unsere Selbstachtung.

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  15. Ich möchte für meine Leistung bezahlt werden und zwar nach Bayerischen Tarif.
    Und ich lasse mich nicht drücken - ich denke , mein Gehalt ist niedrig genug:
    Ich mache mit beim Protest gegen Lohndumping. So gehts nicht, GL.

    Ich kann mit Geld sehr gut umgehen, bin sparsam und kann gut planen.

    Ich behaupte, dass man von unserem Gehalt - auch nach bayerischen Tarif - in München momentan schlecht leben kann. Ausser man hat ne abbezahlte Eigentumswohnung oder Ähnliches!

    Ich habe übrigens Angst vor den Zeiten mit LOGOMATE - das Sortiment wird fürchterliuch werden. Und wie soll ein Einkäuferin für eine grosse Filiale den Rest allein schaffen?

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    1. Ich schliesse mich an - anstatt uns zu bekriegen, sollten wir zusammen dafür kämpfen, dass wir alle gut nach dem Bayerischen Tarif bezahlt werden.

      Also: gegen die GL und für eine weiterhin gute Bezahlung!
      Wir verdienen uns das jeden Tag.

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