Montag, 24. Juni 2013

Aus für Amberg

Filialschließungen gehen weiter

Am 13. Juli 2013 gehen die Lichter in der Hugendubel-Filiale in Amberg aus.

Wie die GL letzte Woche in einer Pressemitteilung bekanntgab, "habe (man) kurzfristig einen Nachmieter für die 1300 qm große Fläche gefunden. Als Grund für die Schließung nennt Hugendubel die wirtschaftliche Entwicklung. Betroffen seien neun Mitarbeiter, die möglichst weiter im Unternehmen beschäftigt werden sollen."

Der Infoblog berichtete darüber bereits am 27.Mai im Artikel Der schwarze Montag, einer Analyse der aktuellen Gesamtlage. Die GL dementierte dies umgehend und redete von "Prüfstand". Keine drei Wochen später wurde dann die Schließung offiziell bekanntgegeben. Am Schwarzen Brett sprach man in einer Mitarbeiter-Info von einem Fakt, der "schon länger" bekannt sei. Soviel zum Wahrheitsgehalt und der Halbwertszeit von GL-Aussagen.

Wir werden hier im Infoblog weiter darüber berichten, welche - laut GL-Pressemitteilung - "anderen Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten" man den Kolleginnen und Kollegen in Amberg anbieten wird.

Kommentare:

  1. Man könnte natürlich aber auch erwähnen, dass dafür das OEZ vorerst weiter läuft. Aber das wird natürlich nicht getan, denn es passt nicht zu Verdi.

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    1. @ 17:34

      Alles was in dieser Firma passiert, ist mit dem Label "vorerst" ausgezeichnet. Nichts ist sicher, nichts ist garantiert.
      Lebensplanung nicht möglich.
      Nur haben das bislang anscheinend nur die Kolleginnen und Kollegen außerhalb Münchens lernen müssen, bei denen der Rotstift ein um's andere Mal angesetzt wird. Und hier im Blog tauchen Themen auf wie die Diskussion, was ein Gebete-Toaster mit einer SPD-Knallcharge zu tun haben. Wer solche Probleme hat, für den kommen noch harte Zeiten!

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    2. An welchem Standort arbeitest Du denn?
      Mich nervt diese ständige Neid-Diskussion, was München angeht.
      Es gibt bei Hugendubel Standorte, die keinen Tarifvertrag haben oder anderweitig zu schlechteren Konditionen arbeiten. Und welche Konsequenz wird daraus gezogen? Man möchte, dass es allen anderen genauso schlecht geht. Was ist das für eine unkollegiale, unsolidarische, ja asoziale Haltung? München ist noch der einzige Standort, der sich halbwegs wehrt. Und woanders? Null Beteiligung an Streiks, null Beteiligung an Demos, null Organisationsgrad, null irgendwas. Teilweise gibt´s nicht mal Betriebsräte oder eine JAV.
      Und dann wundert ihr Euch, wenn der Arbeitgeber mit Euch macht, was er will?

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    3. Komm wieder runter von Deinem hohen Ross, Scout.
      München der einzige Standort, der sich noch wehrt, der Marienplatz als gallisches Dorf! Schöner Punkt. Ich neide Euch nix, Ihr müsst mehr verdienen als an anderen Standorten, denn für meine Monatsmiete gibts in München wahrscheinlich keine Parkbank zu haben.
      Ihr sollt nur aufhören, Euch als Mittelpunkt des Universums anzusehen.
      Grüsse aus dem Hauptstadt

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    4. Leider hast Du in Deinem Kommentar kein einziges Beispiel für irgendeine Aktivität genannt. Wie sagte ein Kollege mal auf einer betriebsversammlung: "Sie machen es mit uns, weil wir es mit uns machen lassen". Dem ist nicht viel hinzuzufügen.

      Ich halte es auch für eine Unterstellung, daß sich die Belegschaft in München als Mittelpunkt des Universums sieht. Es kommt eher daher, daß man von woanders nie irgendetwas hört. Da Du anscheinend an einem anderen Standort arbeitest, könntest Du hier leicht Abhilfe schaffen, indem Du einfach selber einen kurzen Artikel schreibst. Das machst Du aber nicht, weil bloßes Kritisieren halt so viel einfacher ist.

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    5. @Pausenclown

      Meinen Fragen nach der Nicht-Aktivität oder nach Deinem Standort weichst Du weiterhin aus, schade. Die Lohnabrechnungen Deiner Kollegen scheinen Dich mehr zu interessieren. Zu Deiner Info: Die Gehälter am Standort München sind festgelegt im Tarifvertrag des Bayerischen Buchhandels, erkämpft von ver.di und den gewerkschaftlich organisierten Kolleginnen und Kollegen.

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    6. Noch eine Ergänzung zu meinem vorherigen Kommentar: aus dem "Grüsse aus dem Hauptstadt" schliesse ich, daß Du in Berlin arbeitest. D.h. Du arbeitest - sofern das alles stimmt, was Du uns hier erzählst - nach einem Tarifvertrag, der an den Bayerischen TV angelehnt ist. Was faselst Du dann ständig vom "mehr verdienen"?

      Bleibt also die Frage nach der Nicht-Aktivität in Berlin.
      Bin schon sehr gespannt auf die Antwort.

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  3. Die Sache mit Amberg habe ich immer so verstanden, dass man den Laden möglichst schnell loswerden wollte, weil die Zahlen hinten und vorne nicht gestimmt haben. Ein Nachmieter wurde schon länger gesucht und jetzt gefunden. Weil man nicht gerne zugibt, hier einen Fehlgriff getan zu haben, wurde nur von einem "Prüfstand" geredet, was die Schließungspläne betrifft.
    Lieber Anonym 7:21: Natürlich freue ich mich über die zusätzlichen Jahre für das OEZ. Der Blog hat über Amberg als erstes berichtet, weil die Schließung gemeldet wurde, bevor die gute Nachricht für die Münchner Filiale kam. Es ist ausgemachter Quatsch zu behaupten, hier würden gute Nachrichten unterschlagen, weil sie ver.di nicht in den Kram passten!

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    1. Ach? Ich würde mich über einen Link zu einem positiven Beitrag auf diesem Blog freuen. Ich kann mich an keinen einzigen erinnern.
      Dann nehme ich es zurück und das mit dem ausgemachten Quatsch an.

      Ich wünsche den Kollegen in Amberg alles Gute. Und wünsche auch denwn im OEZ, dass es länger weitergeht. Aber es ist immerhin ein Schritt.

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    2. Gewerkschaftlich organisierte BuchhändlerinDienstag, 25. Juni 2013 um 17:21:00 MESZ

      Dann schick doch einfach eine Liste mit den vielen guten Nachrichten, die hier angeblich unterschlagen werden, an die Blog-Redaktion! Da es hier auf dieser Gewerkschaftsseite im Gegensatz zu www.hugendubel.de keinen Kirchenfilter gibt, werden es die Kolleginnen und Kollegen der Blog-Redaktion sicher veröffentlichen. Im übrigen wird der Blog von den Redaktionsmitgliedern in der Freizeit gemacht. Diesen Anspruch von Nicht-Gewerkschaftsmitgliedern auf permanente SOFORTIGE Berichterstattung finde ich ziemlich unverschämt.

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    3. Es war weder die Rede von einem Anspruch auf irgendeine sofortige Berichterstattung, noch von einer Liste mit guten Nachrichten, noch davon dass ihr NICHT wahrend der Freizeit schreibt...sag mal was faselst du da eigentlich? ???
      Ich habe lediglich kritisch etwas bemerkt, was mir als im übrigen beitragszahlendes Verdimitglied erlaubt sein darf.

      Also fahr mal wieder runter. Auch als Gewerkschaftsmitglied kann ich Kritik üben oder nicht?

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    4. Gewerkschaftlich organisierte BuchhändlerinMittwoch, 26. Juni 2013 um 18:36:00 MESZ

      @Anonym 23:03
      "Ich würde mich über einen Link zu einem positiven Beitrag auf diesem Blog freuen": Die Meldung zum OEZ kam im Blog am Dienstag, also was soll die Aufregung. Positive Nachrichten? Die findest du reichlich im
      Propaganda-Blättchen "Seitenblick". Allerdings hat das mit der Realität in dieser Firma wenig zu tun. Eine positive Nachricht wäre es z.B., wenn sich weniger KollegInnen während eines Streiks verstecken und andere für sich kämpfen lassen.

      Meine Anmerkung zu diesem Anspruchsdenken nach sofortiger Berichterstattung bezieht sich auf Anonym 7:21 vom Montag. Wenn Du das nicht bist, brauchst Du Dich auch nicht angesprochen zu fühlen. Im übrigen würde es die Diskussion wesentlich erleichtern, wenn nicht immer nur das einfallslose "Anonym" verwendet wird.

      Wenn Du Gewerkschaftsmitglied bist, wie Du sagst, wie wäre es, wenn Du selber mal einen Artikel für den Blog schreibst? Kritik ist völlig ok. Was mich nervt, ist dies nörgelnde Konsumentenhaltung ohne selber was zu machen.

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  4. Mit dem heutigen Artikel "OEZ bleibt..." dürfte sich auch die unsinnige gestrige Diskussion erledigt haben, wonach der Blog nur Negativ-Meldungen bringt. Ich bin mir sicher, dass die Blog-Redaktion gerne mehr Meldung wie den Fortbestand des OEZ bringen würde, aber es gibt halt leider fast nur Filialschliessungen und Entlassungen (vgl. Bayreuth). Dazu kommt noch die katastrophale Informationspolitik der GL. Schon aus dem Grund ist der Blog notwendig.

    Ebenso unsinnig ist die Pseudo-Debatte über Dieter Reiter, die nur von einer Diskussion über den unsäglichen Kirchenfilter ablenken sollte. Der Tischgebete-Toaster ist nur der peinlich-traurige Höhepunkt eines Meers aus Non-Book-Trash; wenn das den stationären Buchhandel retten soll, dann gute Nacht!

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