Dienstag, 29. Oktober 2013

Erst saniert - dann ausrangiert?


 Marienplatz - ade?


Anfang Oktober fand in der Filiale Marienplatz in München eine Mitarbeiterveranstaltung statt. Anwesend waren unter anderem Herr Nitz von der Geschäftsleitung.
Thema des Abends: die Spekulationen, die sich im Moment um den Marienplatz ranken.

Der Vermieter dieser Immobilie möchte die Fassade neu renovieren lassen und gleichzeitig das Haus von oben bis unten sanieren. Dies kann allerdings nur mit einer kompletten Schließung der Filiale funktionieren. Im Raum steht eine Schließung von möglicherweise über einem (!) Jahr.


Wir haben gehört, dass sich Hugendubel nach der Sanierung von zwei Stockwerken trennen möchte. Was ist an diesen Gerüchten dran?

Die Abendzeitung schreibt Folgendes über dieses Projekt:
(...) Die beiden obersten Geschosse, das fünfte und das sechste, sollen künftig nicht mehr für den Buchhandel genutzt werden. Dort ist eine Mischung aus Ausstellungs-, Verkaufs- und Büroflächen vorgesehen (...)



Falls die beiden Etagen Hugendubel zukünftig nicht mehr zur Verfügung stehen, sollte man sich fragen, welche Auswirkung das auf die dortigen KollegInnen haben wird?
Die logische Konsequenz einer Teilschließung ist normalerweise :
kleinere Fläche = weniger MitarbeiterInnen

Wie sicher ist es denn überhaupt, dass Hugendubel in diesen Gebäudekomplex zurückkehrt?

Wenn es eine Komplettsanierung gibt, werden mit Sicherheit auch die Mietkosten in nicht unerheblichem Maße steigen. Kann sich Hugendubel diesen Standort dann überhaupt noch leisten?
Zahlungskräftige Unternehmen werden ohne Zweifel Schlange stehen, um den Zuschlag für dieses Objekt zu erhalten!




Unsere Fragen an Nitz & Co lauten:

Was passiert mit der Filiale Marienplatz? 
Wie weit sind die Verhandlungen mit dem dortigen Vermieter?
Wie sieht die Zukunft unserer KollegInnen aus?





Kommentare:

  1. Ich hoffe diese Fragen persönlich Hr. Nitz bei der Betriebsratsversammlung am 6.11. stellen zu können. Und ich hoffe, dass ALLE vom Marienplatz da sein werden, denn es geht um UNS!!!
    Viele Kollegen sehen den Ernst der Lage nicht, oder haben schon aufgegeben.
    Wenn wir bei der BV wieder keine Antworten erhalten, müssen wir zusammenstehen und Antworten verlangen. Bei dieser "kleinen Versammlung" am Marienplatz hieß es nur.... WISSEN WIR NOCH NICHT!!!! Und ich sage euch, was mit dem Marienplatz und dem Stachus passiert, steht schon lange fest. Soweit ich weiß, läuft zur gleichen Zeit der Mietvertrag am Stachus aus, wenn der Marienplatz umgebaut werden soll. Wo sollen wir den alle für ein Jahr hin??? Angeblich sollen noch Flächen zur Anmietung gesucht werden.... alles nur vertrösten!!!
    Ich bitte euch alle!!!!!! Kommt zur BV und besteht auf Antworten!!!!

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  2. Ein großer Teil der Belegschaft am MPL (nicht die dortigen Betriebsräte!) nimmt weder an Betriebsversammlungen, geschweige dann an Demos oder Streiks teil. Ich bin gespannt, ob die MPL-Belegscghaft jetzt aus ihrem Tiefschlaf erwacht und ihren Hintern hochkriegt.

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    1. Kann doch gar nicht sein! München wird doch immer als strahlendes Beispiel demonstrierender und sich engagierender Buchhändler dargestellt.
      Die unsolidarischen, duckmäuserischen, stoischen Trittbrettfahrer arbeiten doch nur in den anderen Regionen.
      Alles Lug und Trug oder was?

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    2. Für Uninformierte: München besteht aus mehr als nur der Filiale Marienplatz

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    3. Davon habe ich schon mal gelesen, trotzdem Danke!
      Jedoch: so wie hier mitunter auf den Hugendublern in anderen Regionen eingedroschen wird, weil sie nichts auf die Beine stellen, verwundert es doch, wenn es am Marienplatz genau so ist. Gerade in der größten und wichtigsten Filiale (berichtige mich, wenn es nicht so ist, München ist weit...) hätte ich den am 29.10. 12:31 beschrieben Tiefschlaf nicht erwartet.

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    4. Am Standort München in den Filialen und Zentralen Diensten arbeiten ca 450 Beschäftigte. Wie in anderen Firmen und Branchen auch engagiert sich ein Teil, ein anderer tut dies nicht. Die Belegschaft am Marienplatz fühlte sich bislang sicher, das ist ein irrtum wie sich jetzt herausgesteltl hat.

      Der Unterschied zu allen anderen Hugendubel-Standorten besteht darin, daß es in München einen aktiven Teil der Beschäftigten gibt, der zur Betriebsversammlung geht, an Demos teilnimmt und sich am Streik beteiligt. D A S unterscheidet München vom Rest von Hugendubel. Und dieser Rest - Beschäftigte wie BetriebsrätInnen - muß sich fragen lassen, warum das so ist. Das ist mit Sicherheit keine angenehme Frage. Sie muß aber gestellt werden, damit sich die Situation im Gesamtunternehmen langfristig ändert.

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  3. Der neue Weltbild-Chefsanierer wird sich als erstes die Weltbild- und Hugendubel-Läden vornehmen. Da wird nicht mehr viel übrigbleiben!!! Wir werden ein Onlineunternehmen werden mit ein paar Restquadratmetern Verkaufsfläche.

    "Auf der Liste seiner Einsatzorte stehen schwere Fälle, Firmen, die am Rand der Pleite standen oder sogar über die Klippe gefallen sind. Jetzt tritt Josef Schultheis beim kriselnden Weltbild-Konzern an." http://www.buchreport.de/nachrichten/verlage/verlage_nachricht/datum/2013/10/28/karstadt-sanierer-tritt-bei-weltbild-an.htm
    http://www.boersenblatt.net/642848/

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  4. Auf Wiedersehen Arbeitsplatz. Auf Wiedersehen Filialen, Zentrale und alle Posten dazwischen. Hallo "geordnete Insolvenz."
    Wer hat eigentlich an den letzten Aufträgen des "Sanierers" profitiert?

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  5. In München ist doch alles gut. Das ist doch die beste und tollste Stadt der Welt. Zumachen kann man doch in Norddeutschland oder in Nordbayern (= Franken). Macht euch keine Sorgen, Münchner, alles bleibt bei euch besser, Gespart wird woanders. Das ist in der großen Politik so und bei Hugendubel auch.

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  6. @Anonym 22:25
    Was dieser dümmliche Anti-München-Kommentar soll, weiss ich nicht.
    Der Standort München war in den letzten zehn Jahren durchaus von Entlassungen, Personalabbau und Filialschliessungen betroffen. Dies wird sich in den nächsten Jahren weiter fortsetzen.
    Solche merkwürdigen Kommentare wie Deiner fördern nur Spaltung, Isolation und Konkurrenz unter der Belegschaft. Das nützt nur der GL.
    Man muss allerdings feststellen, dass es jahrelang nur am Standort München eine aktive Belegschaft gegeben hat, die sich an Streiks und Demos beteiligt hat. Du kannst ja hier gerne mal erzählen, was Du so gemacht hast in Sachen gewerkschaftlicher Organisierung und Arbeitskampf. Wahrscheinlich gar nichts. Erfreulicherweise gibt es seit einiger Zeit im Gesamtbetriebsrat vielversprechende Ansätze zu einer gemeinsamen Strategie für alle Beschäftigten bei Hugendubel.
    Das ist auch bitter notwendig.

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