Freitag, 7. September 2012

Dieter Reiter am MPL - GL unsichtbar

Dieter Reiter zu Gast beim Münchner Betriebsrat


Dieter Reiter

Am 5. September fand in München in der Filiale Marienplatz eine Sondersitzung des Betriebsrates statt. Zu Gast waren unser Gewerkschaftssekretär Georg Wäsler und der Referent für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München: Dieter Reiter.
Dieter Reiter möchte der zukünftige Oberbürgermeister von München werden und hatte den Wunsch geäußert einige Münchner Unternehmen zu besuchen; unter anderem auch die Buchhandlung Hugendubel.

Zu Anfang erläuterte Herr Reiter kurz seine Aufgaben als Wirtschaftsreferent.
Schnell kam er dann auf das Jahr 2011 zu sprechen. Er brachte sein Unverständnis über die Reaktion der Geschäftsführung von Hugendubel auf seine Vermittlungsversuche zum Ausdruck. Er habe damals zig Telefonate geführt, um mit Hugendubel ins Gespräch zu kommen, wurde jedoch ständig abgewimmelt und ein Kontakt kam nie zustande.
Hinweis: Dieter Reiter wurde 2011 von der Hugendubel Sozialtarifkommission als Vermittler vorgeschlagen, um endlich Verhandlungen über einen STV in Gang zu bringen. Er wurde mehrere Wochen von der GL hingehalten, bis Herr Nitz schließlich mitteilen ließ, dass an einer Gesprächsrunde keinerlei Interesse bestünde.

Dieter Reiter berichtete des Weiteren, wie gut seine Beziehungen zu anderen Münchner Betrieben seien. Zum Unternehmen Hugendubel gebe es jedoch keinerlei Kontakte.
Bedauerlich und überraschend fand er es auch, dass bei dieser Sitzung wieder kein Vertreter der Geschäftsführung anwesend war. Er hatte gehofft, wenigstens bei diesem Treffen ins Gespräch zu kommen.
In anderen Unternehmen seien offene Gespräche mit Mitarbeitern, Betriebsrat und Gewerkschaft an der Tagesordnung.
- Wohin geht der Weg, wie sehen die Planungen aus, was ist für die Zukunft angedacht? -
So sollte eine optimale Kommunikation aussehen, auch bei Hugendubel.

Arbeitsplatz Hugendubel

Dieter Reiter wurde vom Betriebsrat auch über die Strukturen des Unternehmens und über die Verflechtungen mit Weltbild aufgeklärt. Die wirtschaftliche Situation der Firma und die Veränderungen in der Branche im Allgemeinen wurden ebenfalls erörtert. Die Schwierigkeiten des stationären Buchhandels, ausgelöst auch durch das Internet.
Die Arbeit und die Aufgaben der Buchhändler bei Hugendubel haben sich in den letzten Jahren stark verändert; unter anderem auch durch die neue Organisation in den Filialen und durch Zentralisierung in vielen Bereichen. Fehlende Personalentwicklung und der Mangel an neuen Azubis gebe den MitarbeiterInnen zu denken.
Natürlich wurde auch die Angst der KollegInnen vor Arbeitsplatzverlust angesprochen. Angst vor Filialschließungen, vor Personalreduzierung und vor schleichendem Arbeitsplatzabbau.

Georg Wäsler machte deutlich, dass Standortsicherung für einen Wirtschaftsreferenten eine Verpflichtung sein sollte. Auch Gespräche über einen STV sollten weiterhin im Auge behalten werden.
Lobend erwähnte er die Tarifbindung und die Existenz eines Betriebsrats bei Hugendubel München.

Der Ladenschluss und Sonderöffnungszeiten waren ebenfalls Thema. Herr Reiter sicherte zu, dass er hierbei zu 100% auf Seiten der Gewerkschaft und der Betriebsräte stehe.

Im Anschluss an die Sitzung gab es noch eine Führung durch die Filiale Marienplatz. Der Betriebsrat musste diese Aufgabe übernehmen, da von der Filialleitung niemand anwesend war.


Bemerkung:

Der Betriebsrat hatte die Geschäftsführung zu dieser Sondersitzung eingeladen. Herr Hugendubel und die Mitglieder der GF hatten die Einladung des BRs jedoch ausgeschlagen.
Wir vermuten, dies könnte daran liegen, dass Dieter Reiter 2011 von der STV-Kommission als Mediator vorgeschlagen wurde. Zum anderen könnte eine Nichteilnahme an der Sitzung noch einen weiteren Grund haben: Dieter Reiter ist schlicht und einfach ver.di-Mitglied.


Wie beurteilt ihr das Verhalten der Geschäftsführung?


Georg Wäsler (ver.di), Dieter Reiter, Uwe Kramm (BR-Vorsitzender)


Kommentare:

  1. Ich finde es wirklich nur noch peinlich wie sie sich verhalten. Das ist doch kein Benehmen

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  2. Eine Geschäftsführung, die Kontakt-Gespräche scheut,scheut auch das Gespräch mit den Mitarbeitern.Sie bleibt blind und taub. Eine peinliche Geschichte war das schon.

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  3. Der "Stadt-Wirtschafts-Minister" - und zugleich der voraussichtliche Nachfolger von Christian Ude als OB der Landeshauptstadt München - besucht die Firma Hugendubel und dessen Betriebsrat :

    SEHR GUT !

    Die sechsköpfige Hugendubel-Geschäftsleitung schlägt die Gesprächseinladung des Hugendubel-Betriebrats zum "Runden Tisch am MPL" aus.
    (Begründung: Terminverhinderung! Oder sind gar alle 6 GL-Mitglieder, und das auch noch gleichzeitig, im großen Sommerurlaub?) :

    MEHR ALS SCHLECHT !

    (und zugleich: außerst unhöflich, arrogant, ignorant und verantwortungslos - ganz besonders angesichts der Krisensituation, in der sich die Firma befindet!)

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  4. Die GL stellt uns bei Krisen und Schließungen vor vollendete Tatsachen. Kein Gespräch davor, nichts. Wo bleiben die klaren Gespräche mit Mitarbeitern und BR? Das wird zu recht angeprangert. So darf man nicht mit Mitarbeitern umgehen. Wir werden nur hin und her geschoben, wie Marionetten.
    Ich wünsche mir klare Ansagen und Diskussion miteinander. Wieso war das bei Hugendubel noch nie möglich?
    Und dass sie sich auch hier nicht blicken ließen, sagt doch alles.

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  5. Herr Reiter ist Wirtschaftsreferent und vermutlich der Nachfolger von Christian Ude als Oberbürgermeister von München. Eine derartige, nun schon zum zweiten Mal stattfindende grob unhöfliche, arrogante und dumme Brüskierung dieses wichtigen Mannes durch die GL und eine unglaubliche Unverschämtheit. Dieter Reiter hat herrvorragende Kontakte zur Wirtschaft und wird von den Chefetagen bei Siemens und BMW zu Gesprächen eingeladen. Gesprächen, die auch für Standortsicherung unserer Arbeitsplätze nützlich sein können - außer natürlich bei der Hugendubel-GL.

    Und bevor jetzt wieder der von Nitz verbreitete Quatsch mit der ver.di-Mitgliedschaft von Dieter Reiter kommt: die Mitgliedschaft in einer partei oder gewerkschaft ist für Mediationen unerheblich; sonst würden nicht Heiner Geißler (CDU)Peter Struck (SPD) bei Tarifrunden hinzugezogen werden. Dieter Reiter ist hauptamtlicher ver.di-Funktionär, sondern Wirtschaftsreferent und demnächst Oberbürgermeister.

    Fazit: eine peinliche Vorstellung der GL, die auf unser Unternehmen ein schlechtes Licht wirft.

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  6. Sorry, hatte mich verschrieben: Dieter Reiter ist natürlich kein hauptamtlicher ver.di-Funktionär, sondern wie Millionen anderer lohnabhängig Beschäftigter Gewerkschaftsmitglied. Und das ist gut so.

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  7. Ich habe gehört, daß die GL für den Marienplatz sogar die Anweisung herausgegeben hat, daß nicht mal eine Abteilungsleiterin Herrn Reiter durch die Filiale führen darf. Stimmt das? Wenn ja, dann kann man sich für das Verhalten der GL nur schämen. Fremdschämen.

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    1. Ich kann nur sagen, der BR hat die Filialbesichtigung vorgenommen. Es war kein FL da. Mehr weiß ich nicht.
      Allerdings ist es peinlich, dass die GL nicht mal für diese Führung jemand abgestellt hat. Was muss Hr Reiter denken?

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  8. Blickt man auf die letzten Jahre zurück, dann wundert einen das nicht:

    - Gespräch mit der Sozialtarif-Kommission: abgelehnt
    - Gespräch mit dem GBR in sachen STV: nach 10 Minuten als Farce entlarvt
    - Mediationssangebot durch Dieter Reiter: hingehalten und abgelehnt
    - Gesprächsbitte an Kardinal Marx: nach monatelangem Hinhalten abgelehnt

    stattdessen: Pseudo-Angebote der GL einer "Mediation" und Aufforderung an BR zur "konstruktiven Zusammenarbeit", die im vollständigen Abnicken der GL-Pläne bestehen. Früher nannte man sowas Feudalherrschaft. Bleibt zu hoffen, daß nicht wieder wie üblich auf der nächsten Betriebsversammlung KollegInnen darauf hereinfallen und Gespräche "in ungezwungener Atmosphäre ohne unseren BR" mit der GL fordern.

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  9. "Im Anschluss an die Sitzung gab es noch eine Führung durch die Filiale Marienplatz. Der Betriebsrat musste diese Aufgabe übernehmen, da von der Filialleitung niemand anwesend war."

    Ich fasse es nicht! Haben diese Herrschaften überhaupt keinen Anstand?

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  10. Warum sollte die GL Herrn Reiter im wahlkampf unterstützen?

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  11. Hr Reiter wollte uns unterstützen u Hugendubel kann ja wohl jede Hilfe brauchen, oder nicht?
    Aber anscheinend geht es der Firma besser, als wie es immer dargestellt wird. Unterstützung brauchen sie nicht.

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  12. Wow, das ist ja mal richtig peinlich von der GL!
    Hätte eher gadacht, dass die die Möglichkeit ihr Unternehmen vorzustellen etv. gerne genutzt hätten und ein bisschen gratis PR in eigener Sache veranstalten würden.
    Alles in allem kein gutes Zeichen....

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  13. @Anonym 17:47 Uhr

    "Warum sollte die GL Herrn Reiter im wahlkampf unterstützen?"

    1. Als Dieter Reiter von BR und STV-Kommission als ediator vorgeschlagen wurde, war von Wahlkampf keine Rede; damals mußte das lächerliche Argument der ver.di-Mitgliedschaft herhalten. Wie hier schon angemerkt, ist Dieter Reiter kein ver.di-Hauptamtlicher, sondern ein ganz einfaches Gewerkschaftsmitglied wie Millionen anderer Arbeitnehmer. Sein Job ist Wirtschaftsreferent.

    2. Ich selber habe mal in einem großen Versicherungsunternehmen gearbeitet, als Bundeskanzler Gerhard Schröder unsere Firma besucht hat. Selbstverständlich war das ganze Management vom Vorstandsvorsitzenden über den Betriebsrat bis zum Abteilungsleiter komplett zur Begrüßung anwesend. Schröder wurde durch die Abteilungen geführt, sprach mit den Beschäftigten und es gab dann ein Essen im Vorstandscasino. DAS nenne ich ein korrektes, höfliches und stilvolles Verhalten (obwohl sich unter der geschäftsführung wahrscheinlich kein einziger SPD-Wähler befand).

    3. Das Argument mit dem Wahlkampf ist dämlich.
    Das Verhalten der GL gegenüber dem kommenden Münchener Oberbürgermeister ist dumm, unhöflich und schadet dem Ansehen der Firma Hugendubel in der Münchener Stadtgesellschaft. Andere Firmen legen Wert auf eine gute interne und externe Kommunikationskultur. Unsere Verantwortlichen haben das anscheinend nicht nötig. Schade.


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    1. Bitte belehren Sie die Reportern Nichtbayuwaren. Ist dieser SPD-Hansel nun der kommende OB, der mutmaßliche OB, der von der Gewerkschaft gewünschte Kandidat oder werden in Bayern die Wahlen nur noch pro forma abgehaltenn,weil der Ausgang derselben klar ist? Warum kommt der Mann zu einer Sondersitzung des BR? Wollte er mit der GL ueber wichtige Dinde sprechen, hätte er bestimmt mit denen einen Fermin gemacht. Wollte er sich nur als Verdi-Funktionär profilieren, war der Rahmen doch wohl ausreichend.

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    2. ziemlich schreibfehlerfreier BajuwareSamstag, 8. September 2012 um 23:07:00 MESZ

      Eigentlich wollte der "OB-Gewerkschaftshansel" endlich mal den "wichtigen" Hugendubel-FLIEGENPILZ in "ausreichendem Rahmen" kennenlernen; doch leider war dieser mäßig giftige Waldbodenbewohner "pro forma" verhindert (Er mußte sich "mutmaßlich" auf einen "kommenden" Blog-Kommentar vorbereiten!)
      Genügt Dir das als "gewünschte Belehrung"?

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  14. Mich wundert das GL-Verhalten nicht, wenn man sich die vergangenen Jahre in Erinnerung ruft.
    Allerdings glaube ich, daß dahinter auch eine gehörige Portion Feigheit steckt, da Dieter Reiter ein ganz anderes Kaliber ist, als so manch unbedarft-naive Buchhändler(in), die jedes Märchen glaubt, was man ihr erzählt.

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  15. Ich verstehe das ganze Geschrei nicht. Herr Reiter wollte den Betriebsrat besuchen und das hat er ja nun getan. Wenn er die Gl besuchen will, soll er einen Termin mit der GL machen. Der Mann will Oberbürgermeister werden und macht Wahlkamp!

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    1. Geschrei?
      Ich hör nix.
      (Und außerdem ist ja "Gl-Wahlkamp"!?)

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    2. Buchhändler und GewerkschaftsmitgliedSonntag, 9. September 2012 um 21:51:00 MESZ

      @Anonym 10:23 Uhr

      1. Herr Reiter wollte - als Wirtschaftsreferent und OB-Kandidat - Münchener Firmen besuchen und mit Betriebsrat und Management sprechen. Deswegen wurde auch die GL zu dieser BR-Sondersitzung eingeladen. Aus Arroganz, Dummheit, Feigheit oder weil´s der GL einfach wurscht ist, hat sich niemand blicken lassen oder Herrn Reiter durch das Haus geführt. Hugendubel-Beschäftigte sind das gewohnt, ein Außenstehender wie Herr Reiter muß sich erst noch an solche Verhaltensweisen gewöhnen.

      2. "Wenn er die Gl besuchen will, soll er einen Termin mit der GL machen" - Herr Reiter hat laut eigener Aussage, zigfach versucht in Sachen Sozialtarifvertrag mit der GL einen Termin zu machen - wurde aber abgewimmelt. Deswegen hat er die Einladung von unserem BR angenommen - weil von der GL halt nichts kam.

      3. Erst kam die lächerliche Argumentation mit der ver.di-Mitgliedschaft - jetzt kommt das noch dümmere Pseudo-Argument, daß der Mann Wahlkampf als Oberbürgermeister-Kandidat macht:
      Ja und? Hat er deshalb Hausverbot bei Hugendubel? Jeder Politiker wirbt, egal,ob Wahlkampf oder nicht, für seine Position. Dürfen deshalb Politker keine Unternehmen mehr besuchen? Bei anderen Firmen ist sowas normal -unsere Firma ist anscheinend nicht normal.

      Noch eine Anmerkung zum Schluß: mit eurem krampfhaften Versuch, die GL auf Biegen und Brechen bei jedem Mist, den sie baut zu verteidigen, macht ihr euch nur noch lächerlich.

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    3. Stimme Buchhändler & Gewerkschaftsmitglied voll zu!
      Es bewahrheitet sich mal wieder der alte Spruch:
      "Wie der Herr, so´s G´scherr".

      PS: Bevor Freund Fliegenpilz jetzt wieder loszetert
      und seine anti-bajuwarischen Tiraden schwingt:
      schau erst bei Wikipedia nach, was es bedeutet.
      Es gilt nämlich auch für Dich.

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    4. Anti-bayuwarische Tiraden? Ihr sprecht in Rätseln, Fremder.

      Es wäre manchmal hilfreich, wenn die Mitarbeiterinnen aus dem Hugendubel-Kernland erkennen würden, dass unser Arbeitgeber nicht mehr die lokale Macht ist, die außerhalb Bayerns keiner kennt, sondern dass wir in einem deutschlandweit agierenden Unternehmen arbeiten.
      In anderen/neuen/intzegrierten Standorten löst der bayerische Sonderweg bezüglich Öffnungszeiten oder Sonderöffnung schon mal ein amüsiertes Lächeln aus, um nur ein Beispiel zu nennen...
      Aber solche Aussagen werden ja gerne als GL-nahe Agitation abgetan. Anscheinend gibt es unterschiedliche Ansätze, aber ich könnte nicht in einer Firma arbeiten, deren GL ich rundherum und ausschließlich als Feind und als böse betrachte (deren Gehaltsscheck ich aber trotzdem gerne mitnehme).

      Bei Deiner Kalenderweisheit konnte mir allerdings die Wikipedia nicht helfen, da gibt es keine Funktion für Übersetzungen aus dem Klingonischen :-)

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    5. @Fliegenpilz
      "löst der bayerische Sonderweg bezüglich Öffnungszeiten oder Sonderöffnung schon mal ein amüsiertes Lächeln aus":

      Wieso? Weil in Bayern quer durch die meisten Parteien (außer FDP), Verbänden, Gewerkschaften und Kirchen noch nicht die letzte Schranke bei den Öffnungszeiten eingerissen worden ist?
      Das ist nicht amüsant, sondern lobenswert!

      "deren Gehaltsscheck ich aber trotzdem gerne mitnehme":
      mein Gehalt bekomme ich für meine geleistete Arbeit. Oder ist der Lohn mittlerweile ein Gnadenerweis der GL?

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    6. Nein, FFM, kein Gnadenerweis.
      Der Deal ist Arbeit gegen Gehalt, aber das ist doch nicht alles. Was mich an der Haltung einiger Blogger gegenüber der GL, die ja für unsere Firma stehen stört, ist mangelnde Loyalität im Grundsatz.
      Nicht Begeisterung für jede einzelne Entscheidung oder Nichtentscheidung, aber eine Art von Loyalität gegenüber der Firma. Um bei Kalendersprüchen zu bleiben "Wems Brot ich ess, des' Lied ich sind." So war das zumindest früher.

      Und dass in Bayern selbst die sonst so wirtschaftsfreundlichen (?) Schwarzen sich als Verteidiger eines gallischen Dorfes der Öffnungszeiten zeigen, ist doch irgendwie amüsant. Glauben die wirklich, dass am Sonntag alle in die Kirche gehen oder Stammwähler gezeugt werden? Auf jeden Fall scheinen in den übrigen BL diese Ideen noch niemandem gekommen zu sein :-)

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    7. @Fliegenpilz

      Ich weiß nicht, ob und wie lange Du schon in dieser Firma bist, aber ich bin schon sehr lange dabei. In dieser Zeit ist meine Arbeit von meinen Vorgesetzten immer sehr gut bewertet worden.
      In den ersten Jahren empfand ich die Atmosphäre als angenehm und die Unternehmenskultur als partnerschaftlich. Als Mitarbeiter war man loyal zur GL, weil auch die GL zu ihren Mitarbeitern loyal war.

      Diese Loyalität ist vor einigen Jahren von der GL aufgekündigt worden. Oberflächlich liegen die Gründe in den Sachzwängen des Radikal-Umbaus der Firma zu einem Online/Multichannel-Unternehmen sowie der seit langem andauernden Branchenkrise.
      Trotz der Schwierigkeiten hätte man diesen Weg zusammen mit der Belegschaft gehen können. Das konnte oder wollte man nicht. Darin liegt für mich der Bruch: keinerlei Wertschätzung mehr für die Kolleg/innen, die nur noch als lästige Kostenfaktoren betrachtet werden, deren Lohn man drücken will, die man in immer schlechtere Arbeistzeitregelungen reinpressen will.

      Welche Konsequenzen ziehe ich daraus für mich? In meinem direkten Arbeitsumfeld arbeite ich mit meinen Kollegen und meinen unmittelbaren Vorgesetzten weiterhin sehr gut zusammen.
      Selbstverständlich leiste ich für die Kunden bestmöglichen Service. Meine Loyalität gegenüber der GL habe ich jedenfalls aufgekündigt. Zudem bin ich in die Gewerkschaft eingetreten und werde mich in Zukunft auch an Streikmaßnahmen beteiligen.

      Noch eine Bemerkung zum Schluß: Deine Anmerkungen zur Sonntagsarbeit kann ich wegen ihrer Arbeitgeberposition in Reinform leider nicht ernst nehmen. Ich wäre jedenfalls froh, wenn wir hier in Hessen bayerische Verhältnisse hätten, aus welchen Motiven die einzelnen die Sache auch unterstützen.

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