Montag, 17. August 2015

"Wer einen Betrieb führen lernt, lernt auch das Land führen!"

Ein Gespräch mit Fritz Schmalzbauer

Infoblog:    Lateinamerika ist der einzige Kontinent, auf dem im letzten Jahrzehnt eine politisch progressive Entwicklung stattgefunden hat. Du warst im vergangenen Jahr während einer mehrmonatigen Reise auf den Spuren dieses Aufbruchs. Ausgangspunkt Deiner Reise war in Argentinien der Keramikbetrieb FaSinPat. Was bedeutet die Abkürzung?

Fritz Schmalzbauer:   Fabrik ohne Chefs ("Patrones"), gleichzusetzen mit privaten Besitzern. Was und wie produziert wird und wie der Mehrwert verwendet wird, entscheiden die Produzenten in einem abgestimmten, demokratisch legitimierten System.



Wandgemälde "Streikversammlung"





Infoblog:    Welche Geschichte steckt dahinter? Was war der Auslöser?


Fritz Schmalzbauer:   Argentinien wurde 2001 durch den Neoliberalismus in eine Existenzkrise getrieben. Unternehmer, die oft ihre Profite mit Hilfe der faschistischen Diktatur begründet hatten, machten sich aus dem Staub und versuchten alles zu verscherbeln. Im patagonischen Neoquen reagierten die Keramikarbeiter/innen mit einer Fabrikbesetzung, damit die Maschinen nicht abgebaut werden konnten. Rund 400 Leute hatten mit ihren Familien und Bekannten, aber auch den Lieferanten, in dieser Provinzstadt natürlich Gewicht. Und zwar auch politisches Gewicht. Nicht zufällig wurde aus der Belegschaft heraus ein Sitz im Regionalparlament erobert und bis heute gehalten. Das Besondere besteht in der Abmachung, dass der Parlamentssitz - die Legislatur dauert vier Jahre - von vier Leuten abwechselnd besetzt wird. Ich hatte Gelegenheit, mit einem der inzwischen zugunsten einer aktiven Sozialarbeiterin zurückgetretenen Parlamentarier zu reden. Wir trafen uns - er im grünlichen Arbeitskittel - in einer Imbissbude. Das Gespräch hatte ein hohes Niveau, einmal als Erfahrungsbericht, aber auch als eine Summe kenntnisreicher Schlussfolgerungen: "Wer nicht über den Tellerrand des Betriebes hinaus schaut, versteht das Wesentliche nicht" (Alejandro Lopez). Verblüfft fragte ich nach seinen Studien. "Jeden Tag, hier in der Fabrik und im Blick auf die Welt..." 




Alejandro Lopez, FaSinPat-Arbeiter und Abgeordneter




Infoblog:    “Zanon es del pueblo”, Zanon gehört der Bevölkerung, ist einer der Slogans der Beschäftigten und ihrer Unterstützer. Wie sah diese Unterstützung der Bevölkerung konkret aus? Welche Rolle spielten die Mapuche-Gemeinden?

Fritz Schmalzbauer:   Genau. Zanon gehört dem Volk, besitzrechtlich seit kurzem den Genossen. Schon am Fabrikeingang demondtrieren zahlreiche Tafeln, wer alles im Lauf der Zeit durch Solidarität das Projekt gestützt hat: Die Gruppe Manu Chaou zu Beispiel oder, als Symbol von unschätzbarer Bedeutung, die Mütter der Plaza de Maya. Die Frauen, Mütter von Tausenden Verschwundenen, repräsentieren mit ihren weißen Kopftüchern den Widerstand gegen die Militärdiktatur Argentiniens (1976 bis 1983). Ihre Präsenz hat "Ex-Zanon" in Argentinien und weit darüber hinaus bekannt gemacht. Das Fundament war und ist ein großer Teil der Bevölkerung, die mehrfach den herrschenden Verhältnissen die Stirn geboten hat. Es gab aber auch noch herausragende Besonderheiten. Die im benachbarten Chile nach wie vor verfolgten Mapuche-Indios  hatten über Jahre den nötigen Rohstoff, die Tonmineralien, zu solidarischen Bedingungen gewonnen und angeliefert. Die Insassen des benachbarten Gefängnisses spendeten Tagesrationen...



"Zanon gehört dem Volk!" (Wandkeramik)

Infoblog:    "El trabajo en equipo como base fundamental de la organización" heißt es in der Selbstdarstellung der FaSinPat-Belegschaft:
Kollektives Eigentum, Solidarität, Gleichberechtigung aller Beschäftigten und betriebliche Demokratie: das sind die Grundlagen, die sich die Belegschaft gegeben hat. Das betrifft auch Entscheidungen, die die Zukunft der Firma betreffen; nun hast Du von einer Belegschaftsversammlung erzählt, in der sich einige Beschäftigte gegen Investitionen und für eine Gewinnausschüttung ausgesprochen haben. Was war der Hintergrund?

Fritz Schmalzbauer:   Zunächst: das sind wirklich "Betriebsversammlungen". Alle waren da und Alle, das ist der Betrieb, das ist die Fabrik, Leute, denen man das Selbstbewußtsein ansieht. Sie und niemand anders schaffen alle Werte und bestimmen über deren Verwendung. Damit beginnt aber auch der "betriebswirtschaftliche" Teil. Nicht jede/r ist mit den Vorschlägen der aktuellen Geschäftsführung einverstanden. Ausserdem spielt das (kapitalistische) Umfeld eine Rolle, auch wenn man sich nicht durch Bankkredite oder Regierungsbeihilfen abhängig machen will. Maschinen müssen erneuert, den "Weltmarktbedingungen" angepasst werden. Keramikmaschinen kommen aus Italien und sind in Dollar zu bezahlen. Damit gibt es zwei Probleme: Einmal die Einsicht in die Notwendigkeit der Investition - nicht alle Beschäftigten sind durch die Wechselbäder der ersten Jahre gegangen, sondern erst vor kurzem eingestellt worden - und dann die individuelle, soziale Notwendigkeit. Geld brauchen alle, aber für manche kann es existenznotwendig sein - für sich oder für Famlienangehörige. Zwar wurde der Vorschlag, den Gewinn im Wesentlichen zu investieren, von der großen Mehrheit akzeptiert - aber was passiert mit der Minderheit? 




Keramikarbeiter



Infoblog:   Wie wurde das Problem gelöst?

Fritz Schmalzbauer:    Noch in der Versammlung wurde die Debatte nach der Abstimmung neu eröffnet. Und zwar konnten nur jene, die dagegen gestimmt hatten, ihre Gründe darlegen. Schließlich kam ein Vorschlag aus der Reihe der Parlamentsabgeordneten. Wer ernsthafte soziale und medizinische Gründe hat, möge aus der Sozialkasse, gespeist u.a. aus Abgeordnetenbeiträgen, die nötigen Zuschüsse beanspruchen. (Man wählte eine Kommission ausschließlich aus Leuten, die nicht dem Mehrheitsvotum gefolgt waren). Die nachfolgende Schlussabstimmung war ohne Gegenstimmen. Alejandro Lopez erklärte mir danach, es gäbe trotzdem ein Problem, das sich nur durch vernünftige Gespräche und durch Schulung der "Neuen" lösen lasse.



Wandgemälde "Mapuche-Indianerin "




Infoblog:    2009 hat die Provinzregierung schließlich einer Enteignung der Fabrik zugestimmt und es der ArbeiterInnen-Kooperative zum legalen und zeitlich unbegrenzten Verwalten übergeben. Der Staat zahlte den Gläubigern - darunter der Weltbank - 22 Millionen Pesos ( ca. 5 Millionen Euro). In Argentinien gab es zweitweise 300 Fabrikbesetzungen. Besetzungen gibt es aber nicht nur in dort, sondern auch in Europa.  Du lebst zeitweise in Marseille. In Gémenos in Südfrankreich gibt es ein ähnliches Beispiel.

Fritz Schmalzbauer:   Gémenos ist ein Vorort von Marseille. Dort steht eine moderne Teefabrik, die durch die Marke "Lipton" bekannt ist. Dahinter steckte der Konzern UNILEVER und entschied, die Fabrik zu schließen und die Fabrikation samt Anlagen zu verlagern. Nach sage und schreibe 1 336 Tagen Fabrikbesetzung war Unilever gezwungen, am 26. Mai 2015 ein Protokoll zu unterzeichnen, das den Weg zu einer "Scop", einer Genossenschaft, frei machte. Die Zukunft und die Fabrik gehört den Kolleginnen und Kollegen, die bis zum Schluss die Abfindungen von UNILEVER ablehnten. Die neue, ökologisch gewonnene und verarbeitete Teemarke heißt - wie auch sonst - 1336. Der Erfolg war einerseits durch die Entschlossenheit eines wesentlichen Teils der Belegschaft, andererseits durch breite Solidarität, durch öffentliche Aktionen und juristische Auseinandersetzungen möglich. Die Genossenschaft heißt jetzt ScopTi (1 Genosse - eine Stimme) und zählt auf weitere Solidarität. Statt Lipton-Tee zu konsumieren, kann sich jede/r am "Crowdfunding" beteiligen: Wie wäre es mit drei oder sechs Monaten (50€ oder 75€) verschiedener Tees, allesamt garantiert Naturprodukte.  Das funktioniert über https://fr.ulule.com/1336/checkout/. Ulule ist ein Genossenschaftsserver und erlaubt die Bestellung über ein datengeschütztes Konto. 




Internationale Konferenz über selbstverwaltete Betriebe in Gémenos



Plakat in der Teefabrik




Infoblog:    Eine weitere Station Deiner Reise war Venezuela. Du bist dort auf ein faszinierendes Beispiel für soziale Kulturarbeit gestoßen, das musikpädagogische Projekt "El Sistema".  Sir Simon Rattle, der Chefdirigent der  Berliner Philharmoniker, sagte bei einem seiner Venezuela-Besuche, wo er mit jungen Musikern arbeitete, er habe in Venezuela "die Zukunft der Klassischen Musik gesehen". "Gitarren statt Knarren" ist ein weiterer Slogan. Welche gesellschaftliche Ausstrahlung hat das Musik-Projekt?

Fritz Schmalzbauer:   Kinder und Jugendliche aus wenig bemittelten Verhältnissen entdecken eine Welt, die ihnen woanders verschlossen ist. Eigentlich hatte ich vor, den Geburtsort des verstorbenen Präsidenten Hugo Chavez und seiner Familie  (Barina/Sabaneta) zu besuchen. Statt auf Politik stieß ich zunächst auf Geigen. Mitten im Stadtpark Simon Bolívar wurde musiziert, geprobt, dirigiert. Woher ich komme? Aus... und schon wurde man begrüßt, als sei man ein Nachkomme von Bach, Beethoven, Händel... Raumel und Jesús Reyes, Dirigent und regionaler Musikdirektor der eine, Pianist und Ausbildungsleiter der andere. Beide waren Exzellenz-Stipendiaten in Berlin, beide sind hervorragende und begeisterte Musiker und beide waren zwischenzeitlich von uns eingeladene Gäste. "Klassische Musik ist universell" erklärte auf einer Ver.di-Veranstaltung Raumel Reyes und fügte hinzu "aber nach meiner Erfahrung gilt das nicht für alle Menschen in Deutschland".  Klassische Musik, rund eine halbe Million Kinder und Jugendliche sind kostenlos beteiligt, bildet und formt Menschen, die  zur Gemeinschaft, zum Frieden taugen. Ein Kaplan erzählte uns in Caracas begeistert von seinen Schülern, die bei ihm das "Quatro", die vierseitige Gitarre als Einstieg gelernt haben. "Jetzt sind sie..." Er zählte künstlerische und wissenschaftliche Berufe auf, die sich kaum in diesem "verrufenen" Viertel spontan herausbilden. Wenn der Himmel voller Geigen hängt, dann in Venezuela. Und zwar für alle. 





Musikschule in Venezuela




Infoblog:    Werfen wir einen Blick auf die gesamtpolitische Bedeutung von Venezuela. Der vor einigen Monaten verstorbene uruguayische Autor Eduardo Galeano, Verfasser des Klassikers "Die offenen Adern Lateinamerikas" wies vor einiger Zeit darauf hin, daß in Venezuela der frühere Präsident Chavez wie auch der aktuelle Präsident Maduro bei freien und demokratischen Wahlen mehrfach breite Mehrheiten errungen haben und Venezuela trotzdem als "Halbdiktatur" wie neulich in der Süddeutschen Zeitung geschehen, bezeichnet  wird.
Warum kommt das bolivarische Venezuela in den westlichen Medien so schlecht weg?

Fritz Schmalzbauer:   Weil der blanke Hass eines Teils des Besitzbürgertums den sozialstaatlichen Maßnahmen der Regierung Chavez und Maduro entgegenschlägt. Bisher profitierte eine Minderheit von den Öleinnahmen und anderen Machenschaften, jetzt dienen sie unter anderem zur Finanzierung von Sozialprogrammen: Wohnen, Kultur, Sport, Bildung für alle. Der Klassenhass der ehemals unbeschränkt Herrschenden wird von aussen geschürt, allem voran aus dem benachbarten Kolumbien. Den USA ist ein großer Teil Lateinamerikas, aber vor allem Venezuela ein Dorn im Auge. Der ehemals durch Diktatoren unterdrückte Hinterhof der USA hat aufbegehrt. Das Handelskapital versucht nachweislich, Versorgungskrisen und damit Unzufriedenheit zu produzieren, das Finanzkapital versucht den Staat über illegale Methoden durch eine Hyperinflation auszubluten. Trotzdem ist ein "legaler" Umsturz mit Hilfe einer einseitig antichavistischen Presse, vom Fernsehen nicht zu reden, bisher nicht gelungen. Die Berichterstattung ist hierzulande parteiisch, die "Amerikabrücke" hat lateinamerikanische Demokratien zu Diktaturen umgedichtet. Trotzdem ist der Prozess einer sozialistischen Alternative auch von inneren Widersprüchen geschüttelt. Profiteure gibt es in jedem Lager. Venezuela kann man nur lieben oder hassen. Es kommt auf den Standpunkt an.


"Alle Macht dem Volk!"



Infoblog:    Karl Marx hatte einmal mit Blick auf die Pariser Commune und der dortigen politischen Praxis der Rätedemokratie, Selbstorganisation und Arbeiterkontrolle - euphorisch von der nun "endlich entdeckten politischen Form" gesprochen.
Militante, teilweise jahrelange Fabrikbesetzungen mit einer Demokratisierung der Besitz-, Arbeits- und Produktionsverhältnisse  in Argentinien und Frankreich. Der Aufbau partizipativer Kommunaler Räte für eine sozialistische Gesellschaft im bolivarischen Venezuela. Haben wir es in Lateinamerika mit der von Marx "endlich entdeckten politischen Form" zu tun? Oder sind es doch nur ein paar utopische Inseln im kapitalistischen Weltmeer?

Fritz Schmalzbauer:   Lieber Inseln als die Sintflut. Noch dazu sind die Inseln von erheblicher Dimension. Rund 400 Millionen Menschen sind in den ALBA-Staaten mit überwiegend sozialstaatlicher Orientierung mehr als eine Marginalie. Das Neue wächst aus dem Bestehenden, woraus denn sonst? Jedenfalls sind mir Raphael Correa in Ecuador, Maduro in Venezuela, der Indio Evo Morales in Bolivien, vom mir aus Christina Kirchner in Argentinien  oder ihre chilenische Kollegin lieber als das Sammelsurium von finanzgetriebenen Staatsmännern- und Frauen in der EU. Vor allem aber kommt es  auf den Lerneffekt an, den Einzelne und ganze Völker unter veränderten Bedingungen machen. In einer selbstverwalteten Näherei in Buenos Aires erklärte eine Frau: "Wer einen Betrieb führen lernt, lernt auch das Land führen". Sie hat mit Sicherheit nicht Brecht gelesen, ihn aber verstanden.



"Ohne Frauen ist der Kampf nur die Hälfte wert!"



Infoblog:    Was können wir hier in Deutschland - wo gerade die ohnehin schon  eingeschränkten Möglichkeiten des Arbeitskampfes durch das neue Tarifeinheitsgesetz weiter beschnitten wurden - was können wir hier von Lateinamerika lernen?

Fritz Schmalzbauer:   Die Frage setzt Lernwilligkeit voraus. Die herrschende Meinung ist in dieser Hinsicht hoffnungslos überfordert. Das gilt eingeschränkt auch für eher fortschrittliche Kräfte bis hinein in die Gewerkschaften. In Lateinamerika hat niemand mutwillig - auch wenn man dazu gelegentlich Lust hätte - den oder die Besitzer vertrieben. Vielmehr haben sich die Verhältnisse so zugespitzt, dass zum Beispiel bei Fasinpat in Neoquen die Alternative nur Unterwerfung und Verelendung war. Das hat sich alleine in Argentinien rund 300 mal wiederholt. Jedes Land hat seine Geschichte, seine eignen Fesseln, die es zu sprengen gilt. Lateinamerikaner haben uns das schon mehrfach vorgemacht. Begeistert habe ich in der Jugend B. Traven gelesen, den nach der Zerschlagung der Räterepublik nach Mexiko Flüchtigen: "Ein General kommt aus dem Dschungel". Weil in Oberbayern wenig Dschungel ist, brauchen wir eher lokale Strategien. Es schadet trotzdem nicht, über Ereignisse in Frankreich, Spanien, Lateinamerika zu diskutieren, Erfahrungen zu berichten, zu bebildern... Auch wenn es heißt, "ja bei denen, da geht das...". Die Spaltung in Arm und Reich, in Luxus und relativer Verelendung nimmt zu. Und zwar in Deutschland.

Infoblog:   Lieber Fritz, herzlichen Dank für das Gespräch!



Fritz Schmalzbauer






Fritz Schmalzbauer, von dem auch alle Fotos stammen, ist ver.di-Bildungsbeauftragter an der ver.di Bildungsstätte Brannenburg.



Wer sich für das vielfältige Seminarprogramm für BetriebsrätInnen und gewerkschaftlich aktive KollegInnen interessiert, findet weitere Infos unter:  www.verdi-bub.de










Ebenfalls zum Nachlesen:   Das Interview, das wir mit dem ehemaligen Gewerkschaftssekretär Orhan Akman geführt haben, der gegenwärtig in Peru zusammen mit den KollegInnen eine Textilarbeitergewerkschaft aufbaut:



Kommentare:

  1. Dieser Artikel zeigt einmal mehr, welch hohe journalistische Qualität der Infoblog mittlerweile erreicht hat. Oder wie es im Text heisst: "Wer nicht über den Tellerrand des Betriebes hinaus schaut, versteht das Wesentliche nicht" Genau das leisten seit Jahren die Autoren des Blogs.
    Einfach klasse!

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  2. Ein Gespräch mit politischem Tiefgang, das man in dieser Form in der sogenannten Qualitätspresse schon lange nicht mehr lesen kann. Kompliment an den/die Interviewer und die Blog-Redaktion!

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  3. Fidel presente! La lucha sigue!

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