Freitag, 15. Mai 2015

NEIN! zur Sonntagsöffnung



Jetzt auch in München: Die "GroKo" will Sonntagsarbeit im Handel

Gemeinsam sprechen sich SPD  und CSU für Sonntagsarbeit am Stadtgründungstag, Sonntag 14. Juni, in München aus.





Kommentare:

  1. Was habt Ihr bayrischen Sonderwegler weider für ein Problem?
    Verkaufsoffene Sonntage sind teil unserer gelebten Wirklichkeit und auch München wird sich nicht durch Dickfelligkeit und Drückebergerei den Realitäten des 21. Jahrhunderts entgegenstellen können.
    Das einzige, was zu kritisieren wäre, wäre die kurzfristige Information über den verkaufsoffenen Sonntag!

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    1. "Drückebergerei?" Und was hast Du als Unternehmerfreund eigentlich gegen eine "kurzfristige Information?" Das ist doch eine schöne Flexibilität. Beim Kaufhaus Ludwig Beck bekommen die Angestellten morgens eine SMS, ob sie anzutanzen haben. Tolle Idee, oder?
      Wenn Du Dich an bis zu 26 verkaufsoffenenen Sonntagen (hatten wir bei Hugendubel in Mecklenburg-Vorpommern) reinstellen willst, dann kannst Du das gerne machen.
      Wenn Du das ohne Zuschläge und unfreiwillig machen willst, dann kannst Du das gerne tun. Aber nicht in Bayern, wo wir noch einen Tarifvertrag und bislang diesen totalen Einkaufsschwachsinn, der sich umsatzmäßig überhaupt nicht auszahlt, verhindern konnten.

      Wer sich alles bieten lässt, bekommt eben die volle Packung.
      Wer ist hier also der Dumme?

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    2. @Stupor mundi

      Großes Latinum, aber kleiner Verstand.

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    3. Ziert Euch nicht so. Als die Nordlichter Euch den elektrischen Strom und fließendes Wasser gebracht haben, habt Ihr Euch garantiert auch erst geziert und jetzt lebt es sich doch ganz gut damit.

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    4. Hier geht es um die Aufweichung des Ladenschlusses und nicht um irgendeinen Quatsch.
      Such Dir eine andere Spielwiese.

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  2. Sonntag ist kein Werktag und das soll auch so bleiben. Ich will nicht sonntags arbeiten müssen.

    Irgendwann wird aus einem Sonntag, viele Sonntage. sollen die Chefs sich doch reinstellen, wenn sie das ach so toll finden da zu arbeiten.

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    1. Gute Einstellung.
      Konsequenterweise gehst Du Sonntags nicht ins Kino oder in den Zoo, gehst nichts essen und nichts trinken, fährst keine Bahn und verletzt Dich nicht beim Sport.

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    2. Das heißt noch lange nicht, daß es aus Profitinteressen eine permanente Entgrenzung des sozialen Lebens zu geben hat.

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    3. Wer entscheidet denn, welcher Profit und welches Vergnügen eine Entgrenzung rechtfertigt.
      Du gehst am Sonntag mit Deinen Kindern ins Kino und wenn jemand zu Paddington Eis und Bier verkauft und den Film ans Laufen bringt, ist das für Dich in Ordnung, weil es Dein Sonntagsvergnügen ist.
      Aus Gründen, die ich persönlich nicht verstehe, ist shoppen für viele auch ein Sonntagsvergnügen. Wer entscheidet, dass es weniger wichtig ist also Kino?
      NB - wir sind BuchHÄNDLER. Was anderes als Profitinteressen sollte im Handel am Ende zählen?

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    4. Du versuchst Branchen, die seit je her ausserhalb der normalen Öffnungszeiten arbeiten gleichzusetzen mit Branchen, die dies nicht sind. Krankenhäuser, Kraftwerke, Eisenbahn und Polizei arbeiten rund um die Uhr, um eine Daseinsvorsorge zu gewährleisten. Die Gastronomie war auch schon immer am Wochenende geöffnet. Der Einzelhandel war dies nicht. Du setzt Daseinsvorsorge und Gastronomie mit dem Einzelhandel gleich. damit versuchst Du , Grenzen zu verwischen um den Ladenschluss aufzuweichen.
      Das ist eine klassische Arbeitgeber-Argumentation.

      Zu Deiner Frage: "ist shoppen für viele auch ein Sonntagsvergnügen. Wer entscheidet, dass es weniger wichtig ist also Kino?" Das entscheidet die Gesellschaft bzw die Politik und in diesem Kontext eben auch Pressure Groups, die z.B. Kapitalinteressenn vertreten und denen das Leben der Beschäftigten herzlich egal ist.

      "Was anderes als Profitinteressen sollte im Handel am Ende zählen?"
      Ja was könnte das wohl sein? Familie, Freunde, ein soziales Leben?
      Denk mal drüber nach.

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    5. Fassen wir also zusammen:
      1) Pressure Groups, in erster Linie aber Gesellschaft und Politik entschieden, dass an dem Sonntag zu öffnen sei. Diese demokratische Entscheidung wird nicht akzeptiert. Was bedeutet das für andere Entscheidungen der Politik?
      2) Sonntagsruhe von Kinokartenverkäuferinnen ist weniger wert als Deine.
      3) Lesen ist nicht gleich verstehen. Als Lieschen Müller möchte ich Sonntags vielleicht meinen Rausch ausschlafen oder mit den Kindern ins Kino. Als Buchhändlerin muß was in die Kasse! Ihr wollt doch Euren heruntergekommenen Stachus renovieren. Das Geld muß doch irgendwo herkommen.

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    6. Lobbyisten sind noch lange nicht die demokratische Gesellschaft.
      Im Gegensatz zum Handel sind Kinos schon immer am Sonntag geöffnet. Das Beispiel zieht also nicht. Die Entgrenzung der Ladenöffnungszeiten zerstört soziale Bindungen und dient - vor allem wenn dann an 26 Sonntagen wie es in Rostock gewesen ist, nicht mal einer Umsatzsteigerung, weil es sich nur anders verteilt.

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  3. Wenn es denn Profitinteressen wären, wäre es ja noch verständlich. Vollkommen klar aber ist, durch Sonntagsöffnungen wird nicht ein müder Euro mehr in die Kassen gespült, ganz einfach weil nur eine gewisse Menge Geld konsumiert werden kann. Das sieht im Kino schon ganz anders aus, da dort ein Grossteil der Umsätze an Samstagen und Sonntagen gemacht werden, eben dann wenn die meisten Leute Zeit haben mit Familien und Freunden ins Kino zu gehen. Im Rhein Main Gebiet etwa hast Du eigentlich fast jeden Sonntag irgendwo die Gelegenheit einkaufen zu gehen, weil jede Stadt die Möglichkeit hat 4 verkausoffene Sonntage im Jahr zu ermöglichen . Die verkausoffenen Sonntage in unserer Filiale bleiben die Umsätze mittlerweile hinter den Samstagen zurück. Insgesamt also ein Nullsummenspiel beim Umsatz bei höhren Kosten durch Personal- und sonstigen Kosten eines geöffneten Ladens. Letzte Woche war ic in Den Haag gewesen, dort schliessen die Geschäfte übrigens unter der Woche fast alle um 18:00 Uhr auch auf den Haupteinkaufsstrassen. Trotzdem scheint der Einzelhandel deutlich vielfältiger als in einer vergleichbaren deutschen Stadt

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    1. Sie wissen aber schon, daß in den Niederlanden in "normalen" Städten bis zu zwölf Sonntage pro Gemeinde möglich sind und auch durchgeführt werden?
      In touristischen Gegenden auch mehr. (i.e. ggf. alle).
      Mit fällt es schwer zu glauben, daß die das alles machen würden, wenn es sich nicht lohnen würde.
      By the way Tourismus. Gerade an einem Tag wie dem Stadtgeburtstag kommen vielleicht doch ein paar Menschen in die Stadt, die sonst nicht da sind und auch nicht dahin kämen. Auch die können jede Mark nur einmal ausgeben, aber das machen sie dann in München bei Hugendubel und nicht woanders.

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    2. Ja klar, Massen von Touristen warten jetzt schon auf den 857. Stadtgeburtstag.
      Weil der 857. Stadtgeburtstag ist ja soo bekannt. Fast so bekannt wie der 858. Stadtgeburtstag.

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    3. Na wenn sich rumspricht, daß diese Stadt nur von Muffelpotten bewohnt ist und alle Läden dicht sind, kommt bestimmt keiner, das ist schon mal klar.
      Im Grund ist es auch gleich. Ihr habt Eure Scheuklappen und Euer Recht, vielleicht wird am Sonntag alternativ zum Verkaufsoffenen Sonntag noch irgendwo eine Hexe durch die Straßen gejagt und angeprangert und die Touristen, die nicht kommen, geben ihr Geld halt woanders aus. Tu felix Astria.

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    4. @ Winkeltijdenwet
      Die Niederlande sind ja ein schönes Beispiel, klar gibt es Städte wo man jeden Sonntag offen haben kann, erstaunlicherweise sind aber gar nicht alle Läden offen, nur ein Drittel bis die Hälfte.Wenn man nun mal die Nettoladenöffnungszeiten vergleicht ( in Deutschland in der Regel 6x Woche bis 20:00 in den Niederlanden 6 x die Woche bis 18:00, Sonntags 13:00 bis 18:00 sind die Lädern in den Niederlanden immer noch kürzer offen als bei uns. Man könnte jetzt mal in den Filialen in Norddeutschland nachfragen wo die Bäderregelung gilt, wie es da Sonntags mit den Umsätzen so aussieht und ob sich das rentiert. In einem stagnierenden Markt wie dem deutschen Einzelhandel können zusätliche Umsätze nur auf Kosten anderer Marktteilnehmer gemacht werden, deshalb gibt es zusätzliche Öffnungszeiten, deshalb gibt es eine vollkommen übertriebene Flächenexpansion, unter deren Folgen ja gerade wir besonders zu leiden haben, und wo wir etwa bei Super- und Drogeriemärkten in den nächsten Jajhren sicherlich noch das grosse Heulen und Zähneknirschen erleben werden. München braucht in den Augen der LobbystInnen und StadträtInnen nicht deshalb einen verkaufsoffenen Sonntag weil sich das rentiert, sondern weil die Umsätze und Gewerbesteuereinnahmen sonst in die Region abfliessen in den verkaufsoffenen Sonntagen in Freising und in Rosenheim z. B.

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    5. Ich sehe, Sie haben sich zu dem Thema deutlich mehr Gedanken gemacht, als der Anonym vom 21. Mai, der feststellte, daß in Den Haag alles um 18:00 dicht macht und danach alle glücklich sind. Das war halt nur die halbe Wahrheit udn ich egeh davon aus, daß hier im eher süddeutsch besetzten Blog das nicht alle wissen.
      Wichtig auch der Hinweis auf die Wochenöffnungzeit bei unseren Nachbarn. Die Läden sind zwar an Wochentagen weniger lange auf, aber sind die Arbeitnehmer im Einzelhandel deswegen glücklicher? Ich glaube kaum, weil sie laufend Sonntags arbeiten müssen und nach Feierabend um 18:00 auf die grüne Wiese fahren müssen, um eine Packung Nudeln zu kaufen.
      Wichtig ist also der differenzierte Blick und nicht schwarz-weiß. Da kann ein verkaufsoffener Sonntag durchaus sinnvoll sein.Jede Mark die bei Hugendubel in München in die Kasse kommt und nicht beim Bücher Jupp in Rosenheim ist doch erstmal gut. Oder nicht?

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  4. Da Du Dich in "Süddeutschland" anscheinend nicht auskennst, aber trotzdem hier den Oberlehrer spielst, sei nur darauf hingewiesen, dass es in Rosenheim ebenfalls Hugendubel gibt. Dort ist an vier Marktsonntagen geöffnet. Also ein Nullsummenspiel. Es sei denn, man öffnet einfach massenweise an den Sonntagen, dann entgeht einem keine "Mark", weder in München noch in Rosenheim noch woanders. Selbstverständlich ohne Zuschläge, weil sonst kommt nicht genug "Mark" rein".
    Dieser Blog vertritt hier die Interessen der Beschäftigten im Handel, nicht die der Arbeitgeberseite.
    Wer einkaufen will, kann dies von Monatg bios Sasmtag tun. Schlimm genug, dass sich viele Beschäftigte im Handel nicht gegen die totale Entgrenzung der ladenöffungszeiten gewehrt haben und jetzt zu allen unmöglichen Zeiten im Laden stehen müssen. Wahrscheinlich kapierst Du es nie: wir wollen noch einen Rest von Familienleben haben und uns nicht von Leuten wie Dir ihre asozialen Shoppingzwänge reindrücken lassen. Unserem Münchener Betriebsrat kann ich zu seiner klaren haltung nur gratulieren. Da können sich bei Hugendubel und anderswo viele BR eine dicke Scheibe abschneiden. Das zeigt auch die tolle Aktion vom Freitag am Stachus und die Umfrage des Bayerischen Rundfunks, wonach 72,4 % gegen eine Ladenöffnung am 857. Stadtgeburtstag in München sind.



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    1. Ab einem gewissen Bildungsgrad schreibt man standardmäßig ohne Fehler. Aber das nur nebenbei. Sie brauchen die Mark gar nicht in Anführungszeichen zu setzen. Der temporäre Fehlgriff des Euros wird schon lange Geschichte sein, wenn sich die Ladenöffnungszeiten noch in heißer Diskussion befinden. In einigen Landesteilen jedenfalls. Es ist ja auch keiner verhungert, als die Läden am Samstag noch um 14:00 schlossen. Warum machen diese asozialen Ladenbesitzer das eigentlich, wenn es sich nicht lohnt? Nur um die Beschäftigten zu quälen? Dann müssen das aber sehr böse Beschäftigte sein.

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    2. "Ab einem gewissen Bildungsgrad schreibt man standardmäßig ohne Fehler":
      Dann sollte man sich als Oberlehrer selber daran halten: "udn ich egeh davon aus"

      Wenn Du Deine Einkäufe zwischen Montagfrüh und Sasmtagnacht nicht auf die Reihe kriegst und am Sonntag außer Einkaufen nicht weißt, wie Du Deine Zeit totschlagen sollst, dann hast Du in der Tat ein Problem. Vielleicht suchst Du Dir therapeutische Hilfe.
      Aber an der mangelnden Zeit scheint es ja nicht zu liegen, wenn man täglich auf einem Gewerkschaftsblog herumsurfen kann, um dort Arbeitgeber-Positionen abzusondern.

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