Dienstag, 1. Mai 2012

Der bauchfreie Buchhändler - oder: Weltbild-Chef Halff widerspricht Hugendubel (und sich selbst)


" Buchhändler und ver.di gehören zusammen ! "



... doch nicht nur dies - zu lesen ist auch: 

" ... der Buch-Einkauf ist buchhändlerisches Hauptarbeitsgebiet !! "

Kaum zu glauben! – Wie das alles?


- Halff/Hugendubel und die Gewerkschaft 

- Halff/Hugendubel und "Gute Arbeit" / Qualifizierte, kompetente Buchhändler/innen  


Im  Weltbild/Jokers - Bücher-Wiki  wird der Buchhändlerberuf ("klassischer anerkannter Ausbildungsberuf im Bucheinzelhandel") so vorgestellt

"Hauptarbeitsgebiet des Buchhändlers ist der Einkauf und Verkauf  
von Büchern und anderen Medien, sogenannten Nonbooks
zu denen heute neben Hörbüchern (CDs und MCs) auch DVDs, CD-ROMs und andere Datenträger gehören. 
Des Weiteren handelt der Buchhändler auch mit Periodika, Musikalien, Kalendern und kartographischem Material."

"... sogenannte Nonbooks = Medien, Datenträger" ?!
(... unter welche Rubrik fallen dann eigentlich all der Asia-Plastikschrott, die Zimmerspringbrunnen, die Kettensägen, ...)

Doch weiter zu den für den attraktiven und höchst anspruchsvollen Beruf des Sortimentsgestalters nützlichen Qualifikationen:  
Abitur und Studienerfahrung – 
und dabei stets orientiert am Vorbild bekannter Persönlichkeiten, die als Buchhändler gearbeitet haben,
wie etwa Heinrich Böll, Hermann Hesse, Joschka Fischer, Johannes Rau, Günter Wallraff ... und nicht zuletzt Heinrich Hugendubel ...

"Durch seine Vielseitigkeit und den Abwechslungsreichtum in der täglichen Arbeit erfreut sich der Beruf des Buchhändlers auch bei Quereinsteigern großer Beliebtheit. Der Buchhändler vereint in der Arbeit mit Büchern kaufmännische Aspekte wie Handel und Dienstleistungen, kreative Aspekte wie etwa Marketing und Ladenpräsentation und akademische Arbeitsweise, etwa bei Recherche und Titelüberwachung."
http://www.buecher-wiki.de/index.php/BuecherWiki/Buchhaendler


oder: "DER BAUCHFREIE BUCHHÄNDLER"
So jedoch setzt die DBH in ihren Weltbild- und Hugendubel-Läden ihre fatale Erfindung "Buchhandel ohne Buchhändler" praktisch um (Deklassierung der Beschäftigten - Sinnentleerung - Fremdbestimmung ...):  
an die Stelle qualitätsvoller inhaltlicher Tätigkeitsmerkmale treten dann entwürdigende Anordnungen der folgenden Art - 
"keine freizügigen Träger-Tops, bauchfrei, sehr kurze Miniröcke" ...
(Zitat aus dem brandaktuellen Hugendubel "PoS Leitfaden", Seite 7)

Was denken Sie sich eigentlich bei all dem,
Frau Hugendubel, Herr Hugendubel, Herr Halff ??



Jetzt zur Gewerkschaft ver.di

- diese wird im Unternehmensalltag des Weltbild/Hugendubel-Imperiums ja eher missachtet bis verteufelt ...

... im eingangs zitierten Bücher-Wiki jedoch taucht die Gewerkschaft (sogar mit direktem Link zu ver.di) ganz selbstverständlich als das auf, was sie tatsächlich auch ist:  
die Berufsorganisation der angestellten Buchhändler/innen 
(- als Pendant zum "Börsenverein" der Arbeitgeber)


Die Konsquenz :
baldmöglichst der buchhändlerischen Interessenvertretung beitreten
(wer noch immer kein ver.di-Mitglied ist) !

- also :
---------------------------------------
H E R A U S  -  Z U M   1.  M A I

---------------------------------------

und nicht nur dann, sondern
auch sonst - so jetzt am Samstag, 5. Mai
zur Demo bei Kardinal Marx !
http://hugendubelverdi.blogspot.de/2012/04/kommt-zur-demo.html

Kommentare:

  1. Mir will der Zusammenhang zwischen Sortiment, Qualifikation der Mitarbeiter und Eurem Hinweis auf nicht erwünschte bauchfreie Kleidung nicht einleuchten.
    Die Arbeit eines Buchhändlers und/oder Buchverkäufers ist nicht per se sinnentleert und fremdbestimmt war sie schon immer für alle, die sich nicht selber eine Buchhandlung leisten können. Der Grad der Fremdbestimmung hat zugenommen, ob immer zu Ungunsten der Filiale als Ganzen, darüber können wir streiten.
    Auf jeden Fall gehören Strandkleidung und Miniröcke nicht in den Einzelhandel, es sei denn, man arbeitet auf Malle. Ihr könnt ja gerne alle heute im Minirock und bauchfrei auf die Maidemo gehen und Eure Parolen runterbeten. Die Kunden, die morgen wieder zu Euch kommen, erwarten (unter anderem) Seriosität und will nicht Eure Bäuche sehen. Also nachher keine Autos anzünden, sondern brav früh nach Hause!

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  2. Ich habe aber einen entzückenden Bauch. Wär eine Schande ihn nicht herzuzeigen

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  3. Die Formulierungen zur Kleiderordnung kommen mir bekannt vor. Sie stammen von einer ehemaligen Berliner Filialleiterin, die immer schon große Freude daran hatte, anderen Vorschriften zu machen und sich selbst als Machtfaktor zu inszenieren. Interessant, daß sie sich jetzt, Jahre später, in einem Point-of-Sale-Leitfaden wiederfinden. Die Bauchfrei-Mode zumindest hat ihren Höhepunkt ja schon lange hinter sich.

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  4. Was bitte ist daran entwürdigend, wenn ein Einzelhandelsgeschäft keine freizügige Kleidung wie bauchfreie Oberteile bei seinen Angestellten zulässt? Es wird ja scheinbar noch nicht mal vorgeschrieben, was stattdessen getragen werden sollte (und selbst das wäre normal).

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  5. es ist ja wirklich schade, daß ich keine freizügigen trägertops zur präsentation meiner zwei interessantesten verkaufsargumente (zumindest für herren) nicht mehr nutzen darf... der umsatz der umsatz...

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  6. Herzlicheh Dank für deine ausgesprochen differenzierte und wohlabgewogene Argumentation!

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