Montag, 19. September 2016

E-1, E-2, E-3 oder E-4 ?


Wie Hugendubel seine Beschäftigten klassifiziert





Bei Hugendubel gibt es neuerdings Nummern:  E-1, E-2, E-3 oder E-4. Außerdem gibt es nicht nur E-Nummern, sondern auch S-Nummern: S-1, S-2, S-3 und S-4. Nein, hier handelt es sich nicht um gefährliche Pflanzengiftmittel oder verbotene Lebensmittelzusatzstoffe. Es bezeichnet vier Grundtypen an Beschäftigten. In der Schulung für FilialleiterInnen "Aktives Verkaufen II - im Team mit Begeisterung und Leichtigkeit zu mehr Umsatz" taucht dieses Klassifikationssystem als Handreichung für die Bewertung des Aktiv Verkaufens der Beschäftigten auf. In schönstem BWL-Neusprech ist da auch vom Mitarbeiterportfolio die Rede.



Was verbirgt sich nun genau hinter den Nummern ?

E-1     "Wenig Fähigkeit, wenig Engagement"

E-2     "Wenig Fähigkeit, hohes Engagement"

E-3     "Hohe Fähigkeit, wenig Engagement"

E-4     "Hohe Fähigkeit, hohes Engagement"


Und was bedeuten die S-Nummern?  Hier geht es in der gebotenen technokratischen Kürze darum, wie die Führungskräfte die jeweiligen Mitarbeitertypen zu behandeln haben:


S-1     "Anweisen, enge Kontrolle"

S-2       "Trainieren, Kontrolle"

S-3     "Nachfragen, begleiten, coachen"

S-4     ""Delegieren (laufen lassen)"


Vor einiger Zeit erschien hier im Infoblog ein ausführlicher Hintergrund-Artikel darüber, wie Personalchefs ihr Human Resources-Portfolio, äh pardon, ihre "lieben Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen"  kategorisieren. Dort selektierten die ManagerInnen ihre Beschäftigten weniger technokratisch als vielmehr zynisch in diese vier Grundtypen:
"Rising Stars, Arbeitspferde, Problem Childs oder Totholz".



Ach ja, für Führungskräfte ist keine Klassifikation (z.B. durch die Beschäftigten) vorgesehen...



Kommentare:

  1. Ich schlage eine weitere E-Klasse vor: E-5. Das sind die Kolleginnen, die jeden Tag ihre Leistung bringen obwohl sie jahrelang keine Gehaltserhöhung kriegen. Das entsprechende Verfahren wäre dann S-5: Arbeitskampf.

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  2. Ich stelle mir das gerade so vor, wenn meine Chefin einen ihrer Mitarbeiter sieht: Ach, E1 ist mal wieder etwas unmotiviert. Er braucht mal wieder bisschen von S1.

    Erfahre ich als Mitarbeiterin, zu welcher "Nummer" ich abgestempelt wurde?

    Ist schon echt krank diese Arbeitswelt

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    1. Da das ganze eine Handreichung für Filialleiter ist, erfährt der Mitarbeiter nicht, zu welcher Nummer er abgestempelt worden ist.

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  3. Und genau das wäre für mich als BR ein Grund, diese Seminare für Abteilungsleiter weiter zu verhindern.

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    1. Meines Wissens gibt es diese Seminare bislang nur für Filialleiter, damit der BR kein Mitbestimmungsrecht hat. Offiziell ist es auch keine Leistungsbewertung.

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  4. Was dabei rauskommen würde, wenn man einige Führungskräfte diesem Klassifikationsschema unterziehen würde?

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  5. Man sollte die literarische Qualität dieses Nummern-Systems nicht unterschätzen. In Jewgeni Samjatins 1920 erschienenem Roman "Wir" heißen die Hauptfiguren schließlich auch D-503, I-330, O-30 und R-13. Und das ist: WELTLITERATUR!

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  6. Standard in allen normalen Unternehmen. Kein Grund zur Aufregung. Ist doch nichts anderes als eine Leistungs- und/oder Fähigkeitsbeurteilung. Was daran ungewöhnlich ist, würde ich gerne einmal erfahren.

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    1. Ganz einfach: Leistung ist bei Linken eher verpönt. Solidarisch sein! Drückeberger gewähren lassen und deren Arbeit zähneknirschend miterledigen. So läuft das bei anderen Firmen nicht, aber bei uns!

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    2. Der Blödsinn, den die GL verzapft, mag noch so gross sein, es findet sich hier immer ein Schreiberling, der das alles relativiert, verniedlicht, schönredet oder sonst einen Schmarrn schreibt. Wirklich faszinierend.

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    3. Hallo Anonym 00:16, laut Personalabteilung handelt es sich hierbei NICHT um eine Leistungsbeurteilung (Wer´s glaubt...),weil sonst der BR mitbestimmungsberechtigt wäre.

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    4. Was soll dieser Schwachsinn, Leistung sei bei den Linken verpönt? Das ist das Dümmste, was ich je gehört habe! In einem Punkt muss ich dir allerdings Recht geben: ich würde lieber für einen linken Fauli die Arbeit mitmachen, als ständig für bürgerlich-konservative Trittbrettfahrer die Kohle zu erstreiken. Aber das ist mir leider nicht vergönnt.

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  7. Es geht hier um die Sprache, die verwendet wird. Wer Menschen als Mitarbeiterportfolio und Nummern kategorisiert, zeigt, wes Geistes Kinder er/sie ist. Wer diesen neoliberal-technokratischen Neusprech für ganz normal hält und Mitarbeiter als "Totholz" oder "E-1" bezeichnet, zeigt ebenfalls, welches Menschenbild hier propagiert wird.

    Ich habe übrigens nichts gegen eine Bewertung meiner Leistung. Ich arbeite schon sehr lange in dieser Firma. Meine Arbeit wurde immer mit sehr gut bewertet. Mit links hat das gar nichts zu tun, sondern mit einer Unternehmenskultur, die von Respekt und Wertschätzung geprägt war.

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    1. Wie würdest Du denn gerne bezeichnet werden? Als "geliebte Mitarbeiterin Moonlight"? Das ist doch völlig schnurz, wie das Management mich bezeichnet. Auch Mitarbeiter müssen möglichst rational verwaltet werden.

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    2. Du brauchst das nicht ins Lächerliche ziehen. Ich möchte einfach nur respektvoll behandelt werden, weder als Nummer noch als Totholz. Das sollte Basis jeden Führungsverhaltens gegenüber Mitarbeitern sein.Das ist doch wohl nicht schwer zu verstehe, oder? Traurig, daß über so etwas überhaupt diskutiert werden muß.

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    3. "Mitarbeiter müssen möglichst rational verwaltet werden":

      Merkst Du was?

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    4. Natürlich nicht, weil die Gehirnwäsche von McKinseyPorscheRolandBergerBainAccenturePwC erfolgreich war.

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    5. Komische Sozialromantik der Ihr da nachtrauert. Widerspricht völlig allen Realitäten.

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    6. Was soll daran Sozialromantik sein? Der Artikel klärt über ein (dem Mitarbeiter nicht bekanntes) internes Dokument auf, das zeigt, welches Menschenbild in dieser Firma herrscht. Dieser "Realität" kann man sich autoritätshörig anpassen und unterwerfen, wie du das offensichtlich propagierst. Oder man kann sich anschauen, welche Mitbestimmungsrechte der Betriebsrat z.B. bei der Leistungsbeurteilung hat (auch wenn die Persoanlabteilung es in diesem Fall bestreitet). Und man kann es in der Betriebsöffentlichkeit (z.B. Betriebsversammlung) oder eben hier in diesem Blog kritisch thematisieren. Als es z.B. um die zukünftige Personalbesetzung des Stachus ging, nannte eine Kollegin die Pläne der GL auf der Betriebsversammlung "Sozialdarwinismus". Der BR hat das ganze dann gestoppt. Man kann sich gegen solche Zumutungen durchaus erfolgreich wehren. Es ist keineswegs alles "alternativlos" wie du uns hier suggerieren möchtest. Gute Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel und sind erst Recht kein Geschenk der Kapitalseite. Die Voraussetzung dafür ist, dass man nicht alles mit sich machen lässt und sich organisiert.

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    7. Völlig daneben! Du wirfst hier Äpfel und Birnen durcheinander. Dieser post hier bezieht sich auf die verwendete Sprache der Kategorisierung. Es werden nicht wie offensichtlich gewünscht das "fleißige Bienchen" oder die "hängende Blume", sondern ganz pragmatisch "E" und/oder "S" Kategorien verwendet. Wie unromantisch.
      Du hingegen bringst ein ganz neues Thema auf, nämlich das der Zulässigkeit einer eben solchen Kategorisierung. Das kann man sehr wohl kritisch sehen, wenn es zwischen den Sozialpartnern nicht abgesprochen war, da herrscht gar kein Dissenz. Diskussionsdisziplin sollte auch im Internet gewahrt bleiben, sonst wird es auch hier noch anarchisch. Aber lustig ist es doch allemal!

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    8. Es ist sowohl die Sprache zu kritisieren wie die Tatsache selbst, da diese Kategorisierung hinter dem Rücken der Beschäftigten erfolgt. Es hat in diesem Unternehmen mit Sicherheit kein Beschäftigter irgendwelche "romantischen" Vorstellungen. Dazu ist in den letzten Jahren zuviel passiert. Und in diese Entwicklung passt eben leider auch, dass man Beschäftigte nicht mehr als Menschen, sondern als Menschenmaterial betrachtet. Das hat nichts mit einem verharmlosenden "Pragmatismus" zu tun, sondern ist Ausdruck eines menschenverachtenden Weltbildes.

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    9. Das ganze ist eine Respektlosigkeit gegenüber den Beschäftigten, da nützt das ganze Beschönigen nichts.

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    10. Zuerst wird man als Nummer abgestempelt und dann darf man als "lieber Mitarbeiter" bei personeller Unterbesetzung wieder im Weihnachtsgeschäft rödeln. Das nenne ich mal eine super Motivation! Typisch Hugendubel.

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    11. Typisch Hugendubel ist, dass zwar die Beschäftigten, nicht aber die Führungskräfte bewertet werden.

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    12. Wir sind total unterbesetzt, aber für die ganze Bewerterei scheint ja massig Arbeitszeit zur Verfügung zu stehen. Gibt´s auch ne Statistik, wieviel Umsatz durch den Nummern-Quatsch verloren geht, wenn die Filialleiterin den Kollegen mit ihrem Fragebogen hinterherhechelt? Da kann ich nur den Kopf schütteln.

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    13. Vorgesetzte bewerten Untergebene, Lehrer bewerten Schüler (und alles auch in weiblicher Form denken). Das ist reichlich normal und weder typisch Hugendubel noch verwerflich. Ob jemand, der sich unsolidarisch verdrückt und andere seine/ihre Arbeit für vollen Lohn macht, als hängende Blume oder E 23 bezeichnet wird, ist egal. Entscheidend ist - was passiert mit ihm/ihr. Denkt der Betriebsrat dann auch mal an den Betrieb und trägt Konsequenzen mit?

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    14. Wenn ein Lehrer Schüler zu Nummern abstempelt, dann ist er pädagogisch unfähig und gehört aus dem Schuldienst entfernt.

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    15. Noch peinlicher als der Nummern-Quatsch sind die Schönfärber-Kommentare, die immer dann auftauchen, wenn die GL mal wieder Bockmist gebaut hat. Erinnert mich an die Verharmlosung der GL-Lügerei in Sachen Kirchen Filter. Es ist anscheinend unmöglich,den Satz "Tschuldigung, wir sind da über´s Ziel hinausgeschossen" über die Lippen zu kriegen.

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  8. Ich bin kein Computerersatzteil, sondern ein Mensch.Ich behandele meine Kunden, Kollegen und Vorgesetzten mit Respekt. Das selbe erwarte ich umgekehrt. Was hier mit dieser komischen Nummerierung stattfindet, ist absolut respektlos, das allerletzte.

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    1. Stimmt, die Sprache, die hier verwendet wird, klingt eher nach Nummern aus einem Ersatzteillager als nach Bezeichnungen für menschliche Lebewesen. Es ist eine kalte, technokratische und letztlich menschenverachtende Sprache. Es ist die Sprache von Unternehmensberatern und Human Resources Managern, die glauben, dass sie es nicht mit Menschen, sondern mit Humankapital zu tun haben. Schade, dass dies jetzt in einem Unternehmen, das früher einmal sehr sozial gewesen ist, jetzt die Norm geworden zu sein scheint.

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  9. Ich bin entsetzt! Seit fast 30 Jahren arbeite ich nun schon in der Firma, aber so etwas hat es früher nicht gegeben. Heinrich Hugendubel hätte solche Auswüchse niemals geduldet.

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    1. "Früher" gab es bekanntlich auch kein Internet und wir hatten noch einen Kaiser. Niemand wird bestreiten können, daß es Leistungsträger gibt und Mitarbeiter, denen man die Arbeit hinterherträgt. Man kann sich über die Wortwahl oder Zahlensymbolik aufregen. Ich kann aber nix daran zu mäkeln finden, Fakten zu benennen.

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    2. Mit "früher" meine ich auch nicht das vergangene Jahrhundert, wie hier bösartig unterstellt wird, sondern die Firmenkultur, die bis vor einigen Jahren noch von Geschäftsleitung, Führungskräften und Belegschaft gelebt worden ist, bevor Schnösel aus diversen Unternehmensberatungen das Kommando übernommen haben.

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    3. Die sozialpartnerschaftliche Unternehmenskultur mit einer Wertschätzung der Mitarbeiter wurde leider beerdigt. Die mit der bürokratischen Zentralisierung einhergehende Dequalifizierung der Beschäftigten hat zu einem Menschenbild geführt, das die Beschäftigten nur noch als Kostenfaktoren auf zwei Beinen ansieht. Die Einteilung in ein Nummern-System ist da nur folgerichtig.

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    4. Mir kommen die Tränen. Als Heinrich Hugendubel am Ruder war, ging es der Firma blendend. Es ging jahrzehntelang nur bergauf. Seit dem seine Kinder das Geschäft übernommen habe, ist Krise angesagt. Und bevor die Schlaumeier hier wieder auftauchen sei angemerkt, dass die Flächen, die nun alle zugroß sind alle noch von H. Hugendubel angemietet wurden. Ausbaden mussten den Wandel im Buchhandel seine Kinder. Vielleicht einmal darüber nachdenken bevor man immer nur meckert und selber kein Risiko eingeht. Ach ja, was hätte wohl H. Hugendubel getan, wenn die Kosten den Umsatz übersteigen? Das hätte ich gerne einmal von den Sozialromantikern beantwortet.

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    5. Heinrich Hugendubel, der sich im Gegensatz zu seinen Kindern regelmäßig in den Filialen hat blicken lassen, hätte mit Betriebsrat und Belegschaft nach einer Lösung gesucht. Jedenfalls hätte er kein lächerliches Nummernsystem eingeführt und auch keine Unsummen für das Geschwafel von Unternehmensberatern rausgehauen.

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    6. Heinrich Hugendubel habe ich noch persönlich gekannt. Das, was ihn von der heutigen Generation unterscheidet, war die Wertschätzung gegenüber seinen Mitarbeitern.

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    7. Meine Hugendubel-Jahre sind lange vorbei, aber ich denke sehr oft, wenn ich hier lese, daß Herr Hugendubel sen. vermutlich im Grab rotiert, wenn er sieht, was aus seinem Unternehmen geworden ist. Traurig, traurig.

      Für mich wird die Hugendubel-Zeit immer von der Erinnerung an meinen damaligen Chef geprägt sein - nie sonst während meiner Berufstätigkeit und auch nur sehr selten im Leben ist mir eine so integre, sensible Persönlichkeit begegnet und ich frage mich mit immer größer werdendem Entsetzen, wie es ihm in dieser veränderten Firma ergehen mag.

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    8. Vielleicht liegen Deine Hugendubel-Jahre auch so lange zurück, dass das Unternehmen primär aus diesem überbewerteten Marienplatz und ein paar anderen Läden im Dunstkreis von München bestand. Inzwischen agiert Hugendubel deutschlandweit und dass das zwangsläufig etas anders zugeht, als in einer kleinen Butze, sollte klar sein. Die Welt ist im Wandel, wußte schon Saruman zu sagen.

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    9. Die Filiale Marienplatz war nicht nur die firmepolitisch bedeutendste Filiale, sondern auch mit Abstand der größte Umsatzbringer. Der Standort München hat jahrelang zudem etliche defizitäre Filialen mit durchgezogen. Unabhängig davon ist die Kritk am bescheuerten E-Nummern-System und generell am Umgang mit Mitarbeitern vollkommen berechtigt.

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    10. Meine Hugendubel-Zeit endete im Jahre 2002, da war die Firma schon deutschlandweit vertreten.
      Ich habe nicht am Marienplatz gearbeitet, aber durchaus in München und zwar in einer der erfolgreichsten Filialen, nicht nur, was Hugendubel selber, sondern ALLE Buchhandlungen deutschlandweit anging. Übrigens kenne ich auch Osiander aus eigenem Erleben unnd da ist bis heute ein vollkommen andere Unternehmenskultur als bei Hugendubel in den letzten Jahren. Und die sind durchaus erfolgreich in ihrem Tun !

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  10. Consulting-Schnösel trifft es genau. Mit einer bombastisch aufgeblasenen Terminologie werden uns Allerweltsweisheiten teuer verkauft. Dinge, die primär Aufgabe des eigenen Management sind. Was hat eigentlich das Porsche-Gutachten gekostet und was hat es ausser den neuen Wägen gebracht?

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  11. Interessant wäre wirklich mal eine Kosten-Nutzen-Relation des Porsche-Gutachtens.

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  12. Für Porsche wurden vermutlich hunderttausende ausgegeben - bei zweifelhaftem Nutzen; für das betriebliche Voschlagwesen bleiben nur Peanuts übrig. So werden Mitarbeiter systematisch demotiviert.

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  13. Das vom BR initiierte betriebliche Vorschlagwesen (BVW) ist ein gutes Beispiel wie es bei uns in der Firma läuft. Es startete zeitgleich wie das Porsche/KVP-Projekt. Während letzteres durchgepeitscht wurde, zog sich das BVW ewig hin, weil Paragon für notwendige Programmierarbeiten angeblich nie Zeit hatte. So befindet sich KVP bereits in Phase 2 und hat dadurch gratis Mitarbeiterwissen abgeschöpft, während das BVW jetzt erst beginnt.
    In anderen Unternehmen existiert schon lange ein betriebliches Vorschlagswesen. Es sorgt dafür, dass die, die über das größte Wissen der betrieblichen Prozesse verfügen - die Mitarbeiter nämlich - ihre Kompetenz einbringen können. Die Vergütung der Vorschläge ist ein Zeichen der Wertschätzung und motiviert die Beschäftigten.
    Daß bei Hugendubel so etwas jahrelang auf ein geringes Interesse der GL gestoßen ist und dann auch nur mit angezogener Handbremse umgesetzt worden ist, spricht Bände über die bei uns vorherrschende Unternehmens-Unkultur.

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  14. Die einen bezeichnen ihre Beschäftigten als Totholz, die anderen verpassen ihnen E-Nummern. Beides ist neoliberaler Dreck, ausgedacht von Consulting-Fuzzis - willfährig umgesetzt von Hugendubel.

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    1. Wenn es schon keine leistungsgerechte Bezahlung gibt, sollte es wenigstens bei der nächsten Kündigungswelle die Tothölzer treffen. Nenn es neoliberal, wenn Dich das anmacht, aber so läuft ein Unternehmen rund. Das kann zu der Zeit, als Du in jeder Mittelstadt von drei Konkurrenten jeweils 1000 qm Buchhandelsfläche aufmachen konntest und alles sich gerechnet hat oder schöngerechnet wurde, anders gewesen sein. Die Zeit ist aber definitiv vorbei.

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    2. Ja, klar - Hauptsache es betrifft bei einer Kündigungswelle nicht mich, sondern den Kollegen neben mir. Das ist übrigens gar nicht mal neoliberal, das ist einfach unkollegial, unsolidarisch und asozial. Da freut sich der Arbeitgeber, wenn sich die Beschäftigten selber fertig machen. Du wirst dann bestimmt Mitarbeiter des Monats.

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    3. Menschen als "Tothölzer" zu bezeichnen ist faschistoid.

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    4. Ich glaube an dem Disput hier ist ein Kollege - ich unterstelle, dass es ein Mann ist - beteiligt, der glaubt, die Arbeit als einziger erfunden zu haben. Scheinbar tut es ihm auch gut, sich vorzustellen, er wäre der einzige, der im Gegensatz zu allen anderen wirklich etwas leistet? Was ist sein Problem?

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  15. Wie ich gehört habe, wird der GBR klar gegen diese unselige Beschäftigten-Klassifizierung Position beziehen. Das ist gut so und bekommt meine volle Unterstützung.

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  16. Wenn in unserer Firma nicht gearbeitet wird, warum ist sie dann so groß geworden? Ich möchte ja hier ungern mit dem bewährten Chef-Sprech daherkommen. Aber wenn einer glaubt, in einer Firma würde nicht richtig gearbeitet - was hält ihn?

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