Montag, 3. März 2014

Wählt endlich Betriebsräte!

Offener Brief an alle Beschäftigten ohne Betriebsrat


Liebe Kolleginnen und Kollegen von Hugendubel, Weltbildplus und Jokers!

Worauf und wie lange wollt Ihr eigentlich noch warten?
60 Weltbildplus-Filialen schließen definitiv, 40 stehen auf der "Watchlist", auch bei Hugendubel wird es weitere Filialschließungen geben.
Die meisten Weltbildplus/Jokers-Filialen haben keinen Betriebsrat.
Warum kriegt Ihr Euren Hintern nicht hoch?
Was habt Ihr zu verlieren?

Handeln - oder behandelt werden

Filialen mit weniger als 5 Mitarbeitern können sich auf Bezirksebene zusammenschließen und so einen Betriebsrat gründen. Nehmt Kontakt zu bestehenden BetriebsrätInnen oder zum Gesamtbetriebsrat auf!

Organisiert Euch gewerkschaftlich!
Ja, ich will Mitglied unserer Gewerkschaft werden!

Die GewerkschaftsekretärInnen des jeweiligen Fachbereiches 12 Handel unterstützen Euch in allen Fragen, z.B. bei Verhandlungen zu einem Sozialplan. Als Gewerkschaftsmitglied habt ihr Rechtsschutz bei evtl. notwendigen Arbeitsgerichtsprozessen. Hier gibt es Fristen, d.h. jeder Tag zählt!

Wenn Ihr keinen Ansprechpartner finden könnt, dann schickt eine E-Mail an die Infoblog-Redaktion. Wir behandeln Eure Anfrage vertraulich und leiten sie weiter:



Wer kämpft, kann verlieren.
Wer nicht kämpft, hat schon verloren.


Kommentare:

  1. Ich frage mich, wo ihr die konkreten Zahlen her haben wollt.... Sind die nicht einfach aus dem Buchreport oder der Süddeutschen abgeschrieben? Nicht dass ich nicht auch denke, dass bis zu 100 Filialen schließen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass einer bei der Blog-Redaktion anruft und sagt, wie viele Filailen er schließt, zumal es ja noch nicht einmal klar ist, wer der Investor sein könnte... .

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Angabe in Buchreport, Börsenblatt, Augsburger Allgemeine, SZ etc, dass 60 Filialen geschlossen und 40 auf der Watchlist stehen, stammt von der Wirtschaftswoche, die sich auf Informationen aus dem "Unternehmensumfeld" beruft. Weder von Geiwitz noch von anderen Stellen wurde diese Zahl im Kern dementiert.
      Hallf hatte selbst bereits im Herbst "harte Einschnitte" im stationären Bereich angekündigt.
      Schultheis sollte dies als "Chief Restructuring Officer" wohl exekutieren. Auch damals kursierte bereits die Zahl von 100 zu schliessenden Weltbildplus/Jokers-Filialen.

      Aber wichtig sind jetzt nicht irgendwelche Zahlenspielereien, ob "nur" 80 oder 120 Filialen gesschlossen werden, sondern warum die dort von Massenentlassungen bedrohten Kolleginnen und Kollegen sich dagegen nicht wehren und Betriebsräte wählen.
      DAS ist der springende Punkt.

      Löschen
  2. Im Bayern3 Videotext war gestern sogar von 100 Filialen die Rede, die geschlossen werden

    AntwortenLöschen
  3. Mein Betriebsrat (ich bin bei Hugendubel beschäftigt) hat mir was von 60-70 Filialen erzählt -mindestens-

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Verquickung mit Weltbild ist doch Geschichte dachte ich. Sollte sich Dein Hugendubel Betriebsrat nicht lieber mit den aktuellen Themen in unseren Filialen beschäftigen (Lohngefüge, Arbeitszeit, Zuschläge), als sich am Spekulieren und Gerüchteverbreiten zu beteiligen? Aber irgendwie muß man die BR-Sitzungen rumkriegen.

      Löschen
    2. Stimme Anonym@8:11 voll zu!
      Manchmal weiß ich hier nicht einmal mehr, ob sich ein Post auf Weltbild oder Hugendubel bezieht. Aber es meckert sich auch viel schöner, wenn man alles vermischt. Denn irgendwas läuft ja "Gott sei Dank" immer schief!

      Löschen
  4. Was für eine asoziale Einstellung.

    Außerdem sprechen Hugendubel-BRs mit Weltbild-BRs. Im Gegensatz zu manch einem interessiere ich mich (und: Gott sei Dank auch mein BR) für Dinge außerhalb des kleinen Hugendubel-Kosmoses.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Man könnte glauben, der Hugendubel BR hätte genug damit zu tun, unsere Arbeitspläne zu kontrollieren ;-)

      Löschen
    2. Seien Sie gewiss, auch ich interessiere mich für die Dinge ausserhalb des Hugendubel-Kosmosses. Die Weltbildplusläden waren schon immer ein Klotz am Bein des deutschen Buchhandels. Sie haben den Kunden gezeigt, wie ein Buchladen nicht aussehen sollte. Das hat gar nichts mit dem Personal dort zu tun, die Mitarbeiter werden dort ebenso wenig oder weniger mitzureden haben, wie bei uns.
      Jedes Buch,das nun nicht mehr bei Weltbild gekauft wird, wird woanders gekauft. Vielleicht in einem von unseren Länden und sichert somit meinen Arbeitsplatz. Nennen Sie es asozial, ich nenne es Realismus.

      Löschen
  5. Noch ein Hinweis: Arbeitszeit, Zuschläge sind Dinge, die in meinem Tarifvertrag geregelt sind.
    Damit beschäftigt sich die Gewerkschaft und deren Mitglieder und nicht mein BR!

    Dieser kann sich auf andere wichtige Themen konzentrieren wie z.B:
    Wann wird welche Filiale geschlossen, Kündigungen, wer ist der Investor, wie lange gibt es uns noch, welche Abteilung wird als nächstes geschlossen, wie viele Kollegen von Weltbild stehen bald auf der Straße, wie kann man die Kollegen dort weiterhin unterstützen.

    Aber bei all diesen Dingen müsste man nun mal etwas über den Tellerrand gucken und damit scheinen sich einige Kollegen schwer zu tun

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh das sollte man tatsächlich meinem BR mal mitteilen. Der beschäftigt sich genau damit.

      Löschen
    2. Wahrscheinlich weil Dein BR Gewerkschaftsmitglied ist

      Löschen
  6. @Anonym 8:11, 11:29 und 11:31

    Die unsolidarische Haltung einiger Kommentare hier zeigt sich nicht nur in der beschränkten Hugendubel-Gartenzweg-Perspektive, sondern auch in der eklatanten Unkenntnis über Grundaufgaben von Betriebsrat und Gewerkschaft.
    Die Zusammenarbeit mit Weltbild wird in einigen Bereichen mittelfristig fortgesetzt werden, dies empfahl auch des KPMG-Gutachten. Die "Verquickung" mit Weltbild ist deswegen noch lange nicht Geschichte, sondern kann durchaus betriebswirtschaftlich sinnvoll sein.

    Wie hier bereits stand, ist ein Betriebsrat eben nicht für "Lohngefüge, Arbeitszeit, Zuschläge" zuständig, sondern im Rahmen der Tarifautonomie die Gewerkschaft, der Du als Trittbrettfahrer ohne Mitgliedsbeiträge zu zahlen, Dein Tarifgehalt verdankst.

    Deine Angriffe auf unseren Betriebsrat kannst Du Dir sparen. Unser Münchner Betriebsrat setzt sich im Gegensatz zu vielen anderen Standorten sehr erfolgreich für uns Beschäftigte ein. Dafür ein herzliches Dankeschön! Dafür sind u.a. BR-Sitzungen und die Kontrolle der Arbeitspläne notwendig. Dass es der GL und manchen "Führungskräften" nicht passt, dass sie nicht schalten und walten können wie sie wollen ist nicht unser Problem.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Kollegin 15:07 kann ich nur voll und ganz zustimmen.

      Ich danke auch dem BR für
      seine gute Arbeit in München und finde, er kümmert sich sehr sehr sehr gut um die
      Belange der Kollegen.

      Ich kann die Anfeindungen gegenüber dem BR im Blog nicht nachvollziehen.

      Unser nächste Aufgabe heisst:
      Wiedereinsetzung des Manteltsrifvertrages und da bin ich als Verdimitglied voll dabei. Damit ich mir auch nächstes Jahr noch München leisten kann und nicht 1200Euro brutto wie zt die Kollegen in Berlin verdiene.

      Übrigens ist es wohl so dass Herr Nitzens Kollegen im Arbeitgeberverband eher kompromissbereiter sind und Herr Nitz eher der Hardliner.

      Also: werdet zu Hardlinern wenn es um Euer Einkommen geht.

      Fasching alaf auch an die zugeschalteten Vertreter der GL

      Löschen
  7. Bei der Schließung des Weiland-Zentraleinkaufs haben wir "in letzter Minute" noch einen Betriebsrat gewählt.
    Sonst hätte es keinen Sozialplan geben können.
    In meinem Fall machte der Unterschied
    22.000 €
    aus.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Kollegen, liebe Kolleginnen,

      schaut euch doch bitte nur mal an, was in den Filialen passiert ist, die keinen Betriebsrat hatten. Es gab dort keine Verhandlungen und auch keine Mitsprache. Es wurde dort etwas verkündet und dann umgesetzt. Ulm ist so ein Beispiel. Und auch der Ausgang der Verhandlungen in Hannover oder des Einigungsstellenspruchs in Berlin zeigen doch, dass wir mit unseren Betriebsräten samt gewerkschaftlicher Anbindung zumindest in einem gewissen Rahmen Einfluss nehmen können und sollten.

      Löschen

Ihr könnt Eure Kommentare vollständig anonym abgeben. Wählt dazu bei "Kommentar schreiben als..." die Option "anonym". Wenn Ihr unter einem Pseudonym schreiben wollt, wählt die Option "Name/URL". Die Eingabe einer URL (Internet-Adresse) ist dabei nicht nötig.

Wir freuen uns, wenn Ihr statt "Anonym" die Möglichkeit des Kommentierens unter Pseudonym wählt. Das Kommentieren und Diskutieren unter Pseudonym erleichtert das Austauschen der Argumente unter den einzelnen Benutzern.