Freitag, 9. September 2011

Herr Ober, Zahlen bitte!




Zum Bloggeburtstag eine kleine Statistik



Ach, was müssen die Sektkorken in der Chefetage geknallt haben am 1. September 2011. "Ein Jahr Hugendubel-Blog überstanden!" Und in der Tat: der Blog feierte vergangenen Donnerstag tatsächlich schon seinen ersten Geburtstag.
Diesen Geburtstag möchten wir zum Anlass nehmen, mal wieder ein bißchen Zahlenmaterial zu veröffentlichen. Denn gelesen - soviel ist sicher - wird der Blog nicht nur vom Chef. Im Gegenteil.


Neben dem Einjährigen stand ein anderes Jubiläum schon Ende Juli an: der Blog feierte 500.000 Klicks und damit einen beachtlichen Erfolg. In nicht einmal einem Jahr wurden unsere Berichte, Glossen, Interviews und Nachrichten über eine halbe Millionen Mal gelesen. Schon einen Monat später sind mehr als 50.000 Klicks hinzugekommen. Wenn also nächstes Jahr der Millionste Klick gefeiert wird, dann ist das eine Bilanz, auf die die Blogredaktion stolz sein kann. Zeigt das doch, dass die Artikel mit Interesse verfolgt werden und das Projekt "Hugendubel Blog" nicht nur innerhalb der Firma, sondern branchenweit und auch branchenübergreifend geklickt wird. Mit aktuell über 555.000 Seitenaufrufen ist der Blog damit auch gleichzeitig der erfolgreichste Verdi-Blog in Deutschland, der von den eigenen Mitarbeitern organisiert wird. 

Über 90% unserer Leser sind "Wiederholungstäter", kommen also immer wieder und lesen den Blog regelmäßig. Und das in aller Welt: neben Deutschland, Österreich und der Schweiz begrüßt der Blog auch immer wieder Leser aus den USA, Portugal, Kolumbien, England, Spanien und Frankreich.
Täglich tummeln sich ca. 300-400 verschiedene Leser auf unserer Seite und verweilen im Durchschnitt 5-10 Minuten.

Meistgelesener Artikel ist bis heute der im Mai erschienene Artikel "Das Weltbild von Weltbild", der seit Veröffentlichung schon über 1.600 mal aufgerufen wurde und mit aktuell 46 Kommentaren auch der am meisten diskutierte ist.
Daneben war im letzten Jahr vor allem das Thema "Zensur" bei Hugendubel.de ein heißes Eisen. Vor allem der Artikel "Kirchenfreundlicher Buchhandel: Hier spricht der Papst" auf "Spiegel Online" verhalf dem Thema dabei zu deutschlandweitem Interesse und dem Blog in einem einzigen Monat zu über 40.000 Aufrufen. 


Erfolgreicher, wenn auch aus einem traurigen Anlass, war da nur der Monat November 2010, als die Münchner Presse groß über die Schließung der Filiale am Salvatorplatz berichtete. Mehr als 70.000 mal wurde die Seite in Folge der Medienberichterstattung innerhalb kürzester Zeit besucht und in der Firma entbrannte eine große Diskussion darüber, welche Informationen auf einem Blog veröffentlicht werden dürfen und welche nicht. Keine Rolle scheinte bei dieser Diskussion die Tatsache gespielt zu haben, dass die Schließung zum Zeitpunkt unserer Meldung längst kein Geheimnis mehr war. 


Eines ist sicher: der Hugendubel-Verdi-Blog hat leidenschaftliche Leser. Ob nun Befürworter oder Gegner der Seite: hier wird kommentiert, was das Zeug hält. Knapp 2000 Kommentare in einem Jahr sind der Beweis.
Das freut uns, zeigt uns diese enorme Zahl doch, dass bei den Mitarbeitern und interessierten Außenstehenden ein großes Interesse daran besteht, über die Themen zu diskutieren, die der Blog anspricht. Gerade der überregionale Austausch zwischen Kollegen, der vor dem Blog so gut wie nicht stattfand, war ein Wunsch der Redaktion, der in Erfüllung ging.

Wir sind gespannt auf das kommende Blog-Jahr, hoffen, weniger Hiobs-Botschaften verkünden zu müssen und werden eines ganz sicher nicht: aufgeben! Der Zuspruch der Kolleginnen und Kollegen in den letzten Monaten bekräftigt uns auf unserem Weg. Wir fordern mehr Dialog und Transparenz im Unternehmen. Dafür lohnt es sich, so manche Feierabendstunde zu opfern, um Themen zu recherchieren, Missstände aufzudecken und - ganz einfach - zu informieren. Das ist nicht immer bequem, aber das haben wir auch nicht erwartet.

Kommentare:

  1. lieber herr nitz, unser modernes antiquariat macht den umsatz in den warengruppen kaputt. hier ein rechenbeispiel: 50 exemplare verschiedener titel für 4,99 mit handelsspanne 50%(mal in nett gerechnet)=124,75 Oire
    50 exemplare verschiedener titel für nen zehner mit 50% reiserabatt (bei unserem druck auf die verlage...aber das wissen sie ja): 250 oire
    sachbuch...(im neuen pm lächerlich): 1,99-5,99 500 stück/ handelsspanne im durchschnitt: MA 1995
    normales sachbuch bei schwachen MA gerechnet mit 20,00: 5000 bei gleich abgesetzter titelanzahl.
    bei einem arbeitsaufwand von 500 titeln kann ich mir als buchhändler also aussuchen ob ich 1995 oire oder 5000 oire handelsspanne einsacke... habe ich jetzt kaufmännisch also eher ein tolles ma und geringen gewinn UND untote buchhändler oder für die gleiche marge weniger arbeit, ein aktuelles titelangebot, zufriedene mitarbeiter und glückliche kunden, die mehr kaufen,weil sie nicht von halbtoten bedient werden?
    wenn ich 10 000 büchert für 2,99 verkauf und die berufsschulhandelsspanne von weiterhin 50% nehm habe ich 14950 oire ohne steuer... wenn ich aber ein vollsortiment (unverhugendubelschlankt) mit 5000 bücher a 10 oire rechne (mit der gleichen handelsspanne) komme ich bei 25000 oire raus...mit weniger arbeit...und zufriedenen kunden und buchhändlern... und weniger arbeit...
    gute nacht, ihre mathelehrerin

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  2. apropros nonbook, wir rechnen ja mit 3...wir makulieren also klamotten (alles mögliche) mit einem EK von beispielsweise 3 oire: normale spanne 50% 6 oire..., wir wollen aber 10 haben (jaja, die rechenfee) und reduzieren dann, da wir den murks nicht verkaufen (weil wir ja im sommer herbstfarben bestellen) für 50% den kram...5 oire, bleibt rohertrag von 1 oire und die kunden kommen sich veräppelt vor weil sies woanders besser haben, für von vornherein 6, 95 (großzügig gerechnet und passend eingekauft). macht ein minus von 95% des EKs, den sie dann der steuer anlasten als makulatur um den karren aus dem dreck zu baldovern...
    gut eingekauft zum fairen preis mit schulmeisterischen 50% handelsspanne könnten sie 90% der ware verkaufen und... täterätääääääää alles wäre gut. als rechenbeispiel gepunktete häschen für 9,95 von ostera: EK ungefähr 3,00*3 vorgabe 9,95... 95% makuliert bei 100 häschen 300oire miese
    für nen VK von 5,95 (vielleicht geschmackvollere häschen) 297,5 rohertrag. die fellfiecher mit lungenödempotenzial hab ich mal rausgelassen, da der krankenausfall sie immens ins minus geritten hätte oder hat, je nach dem...
    und wer ist jetzt schuld an der misere??????

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  3. der mensch ist ein gewohnheitstier, aber das wissen wir im verkauf ja schon lange...
    kleine buchhandlungen leben von stammkundschaft, deswegen mögen die ketten solche nicht...man braucht informierte und fitte buchhändler zum beraten...der momentane hugendubler hat allerdings eher ne gebrochene stimme und einen hexenschuss vom kistenheben im verkaufsraum. also lieber größere filialen nach dem aldi prinzip, mit wenig personal und nur dem nötigsten an buch. es reicht ja eine salami und ein schinken und dementsprechen lullern wir mit bestsellern. der kunde will aber auch bärchenwurst...oder was anderes extravagantes und wenn die in den hintersten regalen verschimmelt findet die ja keiner. stattdessen denken viele von uns, wenn wir den arbeitsplatz betreten nur AU schon wieder...
    ich würde gerne wieder unsere kunden mit einem lächeln bedienen können als mit dem gedanken: oh nein eine frage aber ich muß doch noch das und das und das.........
    nicht alles, was gold ist glänzt...
    in diesem sinne die mathelehrerin

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