Donnerstag, 31. Oktober 2019
"Wir streiken für unseren Tarifvertrag"
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Mittwoch, 30. Oktober 2019
Streik Buchhandel & Verlage Bayern
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Donnerstag, 24. Oktober 2019
Montag, 21. Oktober 2019
Donnerstag, 17. Oktober 2019
Auf zur Frankfurter Buchmesse!
Dank Tarifvertrag während der Arbeitszeit
" Der Besuch der
Frankfurter Buchmesse ist für die buchhändlerischen Fachkräfte und
Auszubildenden an einem Arbeitstag unter Fortzahlung der Bezüge ohne
Anrechnung auf den Urlaub zu gestatten. Der Begriff der
buchhändlerischen Fachkraft ist nicht an die Ausbildung geknüpft. Fällt
der Messebesuch auf einen freien Tag, ist hierfür ein zusätzlicher
Urlaubstag zu gewähren."
Manteltarifvertrag für den bayerischen Buchhandel, § 13, Absatz 5
Der Besuch der Frankfurter Buchmesse ist unser gutes tarifvertragliches Recht!
Und wer vom Kommerz genug hat, dem sei der Besuch der kritischen Alternativ-Veranstaltung Gegen Buch Masse empfohlen:
Dienstag, 15. Oktober 2019
Ungleichheit bei Einkommen auf neuem Höchststand
Neuer WSI-Verteilungsbericht der Hans-Böckler-Stiftung
Die Schere
bei den verfügbaren Einkommen hat sich in Deutschland weiter geöffnet, die
Einkommensungleichheit befindet sich trotz der über Jahre guten
wirtschaftlichen Entwicklung auf einem historischen Höchststand. Das zeigen
übereinstimmend Berechnungen mit unterschiedlichen statistischen Maßen zur
Einkommensverteilung.
So lag der Gini-Koeffizient, das gebräuchlichste Maß für
Ungleichheit, Ende 2016 sogar noch um zwei Prozent höher als 2005 – dem Jahr,
das unter Forschern nach einem drastischen Anstieg der Einkommensspreizung seit
Ende der 1990er Jahre als besonders „ungleich“ gilt. Zwei Faktoren haben die
materielle Ungleichheit in den vergangenen Jahren vor allem wachsen lassen:
Hohe Einkommensgruppen haben von sprudelnden Kapital- und Unternehmenseinkommen
profitiert und dadurch die große Mehrheit der Haushalte in Deutschland beim
verfügbaren Einkommen deutlich hinter sich gelassen. Gleichzeitig sind die 40
Prozent der Haushalte mit den geringsten Einkommen zurückgefallen – auch
gegenüber der Mitte, deren Einkommen wiederum durch die gute Arbeitsmarktlage
und spürbare Lohnsteigerungen real solide zunahm.
Montag, 14. Oktober 2019
"Fortschritt in der Arbeitswelt organisieren!"
Grundsatzrede von Frank Werneke
Immer wieder unterbrochen von starkem Beifall der rund 1.000 Delegierten hat
der neue ver.di-Vorsitzende Frank Werneke auf dem ver.di-Bundeskongress in
Leipzig deutliche Positionen bezogen. Für eine solidarische Gesellschaft, gegen
Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit, für eine Stärkung der Tarifbindung und
gegen unsichere, schlecht bezahlte Arbeit, für soziale Gerechtigkeit und
Demokratie – und entschieden gegen Rechts.
„Wir nehmen das politische Mandat der Gewerkschaften ernst“, sagte Werneke, „und wir leben es.“ Es gelte, Spaltung zu überwinden, auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft.Am Tag zuvor war Werneke mit 92,7 Prozent der Stimmen zum neuen ver.di-Vorsitzenden gewählt worden. Er folgt auf Frank Bsirske, dessen Stellvertreter er in den vergangenen 18 Jahren war.
In seiner Grundsatzrede setzte er gleich zu Beginn auf eine Stärkung der Tarifbindung. Er wolle „Fortschritt in der Arbeitswelt und die Einkommensentwicklung durch Tarifverträge organisieren“, sagte Werneke. Er sage das „als leidenschaftlicher Tarifverhandler – und als jemand, der zuerst auf die eigene Kraft baut, statt auf politische Entscheidungen von Regierungen zu setzen“.
Doch auch politische Weichenstellungen seien nötig: „Das Tarifvertragsgesetz muss geändert werden. Die Allgemeinverbindlichkeit darf nicht mehr an der faktisch vorgegebenen Vetomöglichkeit der Arbeitgeberverbände scheitern.“ Auch werde ver.di weiter dafür streiten, dass Bund, Länder und Kommunen öffentliche Aufträge nur noch an tarifgebundene Unternehmen vergeben dürfen – und zwar „ohne Ausnahme“.
„Wir nehmen das politische Mandat der Gewerkschaften ernst“, sagte Werneke, „und wir leben es.“ Es gelte, Spaltung zu überwinden, auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft.Am Tag zuvor war Werneke mit 92,7 Prozent der Stimmen zum neuen ver.di-Vorsitzenden gewählt worden. Er folgt auf Frank Bsirske, dessen Stellvertreter er in den vergangenen 18 Jahren war.
In seiner Grundsatzrede setzte er gleich zu Beginn auf eine Stärkung der Tarifbindung. Er wolle „Fortschritt in der Arbeitswelt und die Einkommensentwicklung durch Tarifverträge organisieren“, sagte Werneke. Er sage das „als leidenschaftlicher Tarifverhandler – und als jemand, der zuerst auf die eigene Kraft baut, statt auf politische Entscheidungen von Regierungen zu setzen“.
Doch auch politische Weichenstellungen seien nötig: „Das Tarifvertragsgesetz muss geändert werden. Die Allgemeinverbindlichkeit darf nicht mehr an der faktisch vorgegebenen Vetomöglichkeit der Arbeitgeberverbände scheitern.“ Auch werde ver.di weiter dafür streiten, dass Bund, Länder und Kommunen öffentliche Aufträge nur noch an tarifgebundene Unternehmen vergeben dürfen – und zwar „ohne Ausnahme“.
Freitag, 11. Oktober 2019
Beitreten und mitmachen!
Wir alle haben ein Interesse, dass Tarifverträge
gelten. Wir alle sollten uns daher organisieren und gewerkschaftlich
engagieren. Wenn Tarifverträge in Kraft sind, haben nur Gewerkschaftsmitglieder
Anspruch auf die vereinbarten Leistungen. Ihre Arbeitsverträge können dann
keine schlechteren Regelungen enthalten. Wenn Tarifverträge ausgelaufen oder
gekündigt sind, wirken sie nach, bis neue abgeschlossen werden.
Deshalb darf
uns jetzt der Arbeitgeber vorerst weder die Gehälter kürzen noch das Weihnachts-
und Urlaubsgeld, die Spätarbeitszuschläge oder den erweiterten Kündigungsschutz
einfach streichen. Das gilt verbindlich ebenfalls nur für die
Gewerkschaftsmitglieder, für die der Tarifvertrag gegolten hat.
Um in ihren
Betrieben gewerkschaftliche Aktivitäten zu unterbinden, zahlen Arbeitgeber
meist zwar auch Nichtmitglieder nach Tarif. Sie sollen glauben, dass sie ohne
Gewerkschaft genauso gut fahren. Doch das bringt ihnen keinen Nutzen, sondern
allen einen Schaden. Solange nämlich keine neuen und besseren Tarifverträge
abgeschlossen werden, weil wir zu schwach sind, sie zu erstreiken, arbeitest du
für dasselbe Geld, obwohl du dir immer weniger dafür kaufen kannst.
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