Freitag, 24. Juni 2011

Tarifflucht bei der Druckerei C.-H.-Beck - "Harmlose 5 Prozent weniger "


Wie der Verleger und Prinzipal Hans Dieter Beck seine Druckerei-Belegschaft erpresst


Tatort Nördlingen, Druckerei des C.-H.-Beck-Verlags:

Ein Exempel, wie einer gewerkschaftlich selbstbewussten und aktiven 390-köpfigen Belegschaft das Rückgrat gebrochen werden soll. Mit Spaltung, Drohung, Erpressung. Der Etappensieg geht an Kapitaleigner und Verleger Hans Dieter Beck und seinen Unternehmensberater Michael Apenberg.

In nur fünf Wochen wird alles auf den Kopf gestellt:
Seit 29. April 2011 gilt der Tarifvertrag nicht mehr; das Unternehmen Beck ist im Arbeitgeberverband nur Mitglied ohne Tarifbindung. Es soll Einzelverträge geben; der Chef lädt Beschäftigte aus allen Abteilungen in eine „Verhandlungskommission“ ein, die ein bisschen mitreden soll. Der Betriebsrat macht bei diesem rechtlosen Gremium nicht mit.

Donnerstag, 23. Juni 2011

MEDIEN-LINKS: "Der Beruf des Buchhändlers wird immer riskanter"


... schreibt die FAZ.

... außerdem: Die Wahrheit über "Kernkompetenzen" und "Filialnetzoptimierungen"  ...


... sowie - ein weiterhin aktuelles Bild:

WIE LANGE NOCH ?    (Foto:wallguenter)


Zum "Berufsrisiko Buchhändler"... 

bemerkt die FAZ anlässlich der Berliner Buchtage (und angesichts der DBH-Politik): 

Wenn man nicht überhaupt entlassen wird, verdient man wenig, hat familienunfreundliche Arbeitszeiten - und vor allem weiß man, dass die Zukunft enger wird mit jedem Tag.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Erfolgreich mit Streik!

Dies ist keine Schlagzeile zu Hugendubel, sondern...

... eine Meldung der aktiven Kolleginnen und Kollegen bei Dehner, die sich durch erfolgreiche Streiks eine Lohnerhöhung von 6,5 % erkämpft haben. Dazu unseren herzlichen Glückwunsch! Die Beschäftigten der Gartencenter-Kette können damit einen ersten Etappensieg verbuchen. Ihr seit September 2009 dauernder Kampf um die Wiederherstellung der Tarifbindung geht so mit neuer Motivation weiter. Dazu drücken wir Euch alle grünen Daumen, die wir haben!
Bei Hugendubel sieht die Situation ja (noch) etwas anders aus. Wie die Situation bei uns aussieht, wollen wir heute mal nicht tiefenanalytisch-strategisch wie noch am Montag referieren, sondern ganz locker als Infotainment mit drei Mini-Szenen darstellen. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen, konkreten Orten oder erlebten Situationen sind rein zufällig...

Montag, 20. Juni 2011

Die Zukunft von Hugendubel (6): Strategiewechsel zur Profitsicherung?

Ressourcenpolitik im Buchkonzern

Betrachtet man die Entwicklung des Unternehmens Hugendubel in den letzten drei Jahrzehnten, so lassen sich zwei Phasen unterscheiden. In den achtziger und neunziger wurde viel Kapital in den Aufbau eines weitverzweigten Filialnetzes und in die berufliche Qualität seiner Angestellten investiert. Getragen wurde diese Expansion durch innovative Buchhandels-Konzepte und die Kaufkraft eines permanent steigenden bzw. stabilen Masssenkonsums. Vor dem Hintergrund ökonomischer Krisen, sinkender Masseneinkommen, veränderten Medienkonsums und des Aufstiegs des Internets lässt sich seit einem Jahrzehnt eine doppelte Verschiebung feststellen.

Sonntag, 19. Juni 2011

KNO/KNV: Betriebsrat kämpft mit „Offenem Brief“ um den Erhalt von 1.500 Jobs in Stuttgart und Köln


GEGEN DIE STANDORT-VERLAGERUNG NACH "DEUTSCHLANDS MITTE"
FÜR DEN ERHALT DER ARBEITSPLÄTZE IN STUTTGART UND KÖLN !
Foto: wikipedia



KNO/KNV Stuttgart:  „Wir wollen unseren Arbeitsplatz hier nicht verlieren“

...so betitelt

Freitag, 17. Juni 2011

Mittwoch, 15. Juni 2011

Die Zukunft von Hugendubel (5) - Automatisierung, Zentralisierung

Einkauf: Automatisierung - Zentralisierung

Im Wirtschaftsteil der FAZ vom letzten Samstag verkündete Carel Halff stolz, dass der Konzern Ende Juni "das Geschäftsjahr mit den besten Ergebnissen der vergangenen fünf Jahre abschliessen werde." Als Bereinigung bezeichnete er die Rücknahme der Flächenexpansion seit 2008 durch Reduzierung von mehr als 500 Filialen auf 450 (Weltbild, Hugendubel, Jokers, Wohltat) bis Jahresende. Da sich die Kunden "zu 40 Prozent vorher im Internet informiert" haben, brauchen sie "also keine Beratung mehr", daher "werden im stationären Buchhandel Stellen abgebaut. Dem stehe aber ein Personalaufbau in den zentralen Bereichen Informationstechnologie und New Media (Internet, E-Commerce) gegenüber."
In unserer Reihe beschäftigen wir uns deshalb heute am Beispiel des Einkaufs mit den Folgen der zunehmenden Zentralisierung, Rationalisierung und Automatisierung.

Dienstag, 14. Juni 2011

Solidaritätserklärung der Kolleginnen und Kollegen bei Thalia

Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen von Hugendubel in Berlin und Umgebung,


die ver.di – Betriebsgruppe bei Thalia in Berlin sendet Euch solidarische Grüße!

Wir verfolgen die Ereignisse bei Euch mit Entsetzen. Es hat den Anschein, dass Eure GL drauf und dran ist, ohne Sinn und Verstand – und demnächst wohl auch ohne Mitarbeiter/innen - die ehemals größte Sortimentsbuchhandlung in Deutschland zu zerschlagen.