Mittwoch, 5. Juli 2017

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Kommentare:

  1. Die Arbeitgeber dh auch Herr Nitz wollen den Manteltarifvertrag nicht unverändert wiedereinsetzen.
    Sie wollen Weihnachtsgeld kürzen, Spätzuschläge streichen und so weiter.
    Deswegen: lasst nicht nach, lasst Euch nicht für dumm verkaufen, streikt weiter.
    Gerne auch in der Weihnachtszeit.

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  2. In der 3. Verhandlungsrunde ging es auch um die Verschlechterung des Kündigungsschutzes für ältere Kolleginnen und Kollegen. Letztendlich steht für die Arbeitgeberseite der gesamte Inhalt des Manteltarifvertrages zur Disposition. Um das zu verhindern hilft nur Arbeitskampf.

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  3. Egal auf wessen Mist die Schnapsidee mit dem Zettel über Bezugnahmeklauseln gewachsen ist - Nitz, Drouet oder beide zusammen - es hat bei den Kolleginnen, mit denen ich darüber gesprochen habe, den gegenteiligen Effekt produziert. Die Belegschaft ist zu Recht mißtrauisch geworden und glaubt Euch nichts mehr.

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  4. Also irgendwie ist mir der Brief von Verdi unangenehm. Wieso meint man Mitarbeiter nur mit Drohgebahren bewegen zu können? Sind Bilder mit Gott, Kaiser, Tribun und Elend nicht maßlos aus der Zeit gefallen?

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  5. Also ein "Drohgebahren" kann ich hier nicht erkennen; es geht einfach um eine Klarstellung gegenüber dieser Nebelkerze des Arbeitgebers. "Kaiser & Tribun" ist ein Zitat aus einem nicht ganz unwichtigen Lied aus der Arbeiterbewegung, das sollte auf einem Gewerkschaftsblog wie diesem möglich sein.

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    1. "ein nicht ganz unwichtiges Lied der Arbeiterbewegung"
      Wie niedlich! Mit Informationen arbeiten, die bie Twitter oder Tinder nicht ganz oben in der Liste stehen. Gewagt. Setzt nämlich voraus, dass sich irgendwer noch mit der Arbeiterbewegung auskennt. Was hier also schon mal in die Hose ging. Da Gewerkschaften 2017 blosse Folklore sind, die nur benötigt werden, um das eigene Gehalt zu sichern, darfst Du kein tieferes Wissen erwarten.

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    2. Dass Du über kein "tieferes Wissen" verfügst, sondern politisch bewußtlos bist, zeigt sich schon daran, dass Du Gewerkschaften als "bloße Folklore" bezeichnest, die u. a. auch Dein Gehalt sichern.

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    3. @Anonym 7:24

      Also früher waren die Agents provocateurs der GL irgendwie intelligenter und kreativer. "Tinder" und "Folklore"? So ein Quatsch. Rhetorisch genauso schlecht wie Nitz auf der letzten Betriebsversammlung.

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  6. Gut, dass die Tarifkommission so schnell und klar auf diesen unsäglichen Arbeitgeberzettel reagiert hat. Ausserdem ärgert mich, was sich hier die Personalabteilung anmasst. Aussagen über Tarifverträge kann von mir aus die GL treffen aber nicht irgendwelche Personalsachbearbeiter. Ich rechne damit, dass nächstes Jahr damit begonnen wird, den Manteltarifvertrag kaputt zu machen.

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    1. Wenn wir streiken, dann bleibt der Manteltarifvertrag unverändert. Denn: streikende Mitarbeiter mag Nitzinitz nicht und kann er nicht gebrauchen. Deshalb Streik zB anlässlich der Marienplatzeröffnung, vor Weihnachten undundund. Sorry, Nitzinitz, Sie wollen es ja riskieren, anstatt uns die paar müden Euros zu lassen. Traurigm

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    2. Herr Nitz ist ein Gegner, den wir sehr ernst nehmen sollten. Es wird noch harte Kämpfe brauchen, um ihn zum Einlenken zu bewegen. Ein Streik am ersten August wäre da nicht schlecht.

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    3. Warum ausgerechnet am 1. August?

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  7. Unbelehrbare und Wissende: Sagt mir bitteschön, welch dringende Not Verdi haben sollte den Manteltarifvertrag zu schließen? Die Gewerkschaftler*innen sind doch rechtlich abgesichert - nach wie vor! Etwa für die Anonymen die die Arbeiter*innenbewegung für Folklore halten? Und sich in ihrer ach so pseudo provokativen Arbeitgeberhörigen Meinung suhlen.

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    1. Wenn Tarifverträge in Kraft sind, gelten sie - wie es im Gesetz heißt - "zwingend und unmittelbar" nur für Gewerkschaftsmitglieder: d.h. in deren Arbeitsverträgen kann nichts Abweichendes vereinbart werden. Wenn Tarifverträge ausgelaufen oder gekündigt sind, wirken sie nach: d.h. sie werden weiter angewandt, bis neue abgeschlossen sind - und zwar ebenfalls nur für Gewerkschaftsmitglieder.
      Um in ihren Betrieben jedoch Mitgliederzahl und Durchsetzungskraft der Gewerkschaften niedrig zu halten, zahlen Arbeitgeber meist alle Beschäftigten nach Tarif. Die Arbeitsverträge enthalten dann sogenannte dynamische Bezugnahmeklauseln, dass auf die Arbeitsverhältnisse die Tarifverträge in der jeweils gültigen Form angewandt werden. Wenn der Arbeitgeber aber mit Nachwirkungsregelung und Bezugnahmeklauseln argumentiert, um uns weiszumachen, ob es Tarifabschlüsse gebe und ob man Gewerkschaftsmitglied sei oder nicht, spiele keine Rolle, beißt sich die Katze gewaltig in den Schwanz. Das merkst du schon daran, dass die diesbezügliche "Information" aus der Personalabteilung keine Unterschrift trägt. Niemand bei Hugendubel mag mit seinem guten Namen für den Inhalt gerade stehen.
      DENN ES IST EIN UNTERSCHIED; OB TARIFVERTRÄGE GELTEN ODER NUR NACHWIRKEN. Unser Arbeitgeber hat den Tarifvertrag nicht gekündigt, damit alles beim Alten bleibt. Es stimmt zwar, dass er uns wegen der Nachwirkungsregelung und der Bezugnahmeklauseln das Weihnachts- und Urlaubsgeld, die Spätarbeitszuschläge und den erweiterten Kündigungsschutz (der bei der Marienplatzschließung so vielen den Job gerettet hat!) vorerst noch nicht streichen kann. Aber genau das beabsichtigt er. Mit der Kündigung des Mantaeltarifvertrages und der Weigerung, ihn wieder in Kraft zu setzen, will und wird er diesem Ziel näher kommen. Erfahrungsgemäß finden Arbeitgeber nämlich über kurz oder lang Mittel und Wege, nachwirkende Tarifverträge durch schlechtere Regelungen zu ersetzen oder Beschäftigte von der Nachwirkung auszuschließen. Arbeitsverträge sind dann schnell geändert und Bezugnahmeklauseln schnell verschwunden! Denn bald wird der Arbeitgeber wie jetzt schon bei den Spätarbeitszuschlägen argumentieren, sie seien nicht mehr zeitgemäß.
      ES IST EIN UNTERSCHIED; TARIFVERTRÄGE ODER BEZUGNAHMEKLAUSELN GELTEN. Dynamische Bezugnahme bedeutet nämlich Anpassung der Gehälter an tariflich vereinbarte Entgelte. Die können aber nur steigen, wenn sie durch Abschluss neuer Entgelttarifverträge erhöht werden. Dasselbe gilt für Leistungen aus dem Manteltarifvertrag, die an die Höhe des im Entgelttarif geregelten monatlichen Arbeitslohnes geknüpft sind: also Weihnachts- und Urlaubsgeld oder Spätarbeitszuschläge. Werden also keine Tarifverträge mehr abgeschlossen, arbeitest du ewig für dasselbe Gehalt, obwohl du dir immer weniger dafür kaufen kannst. Von "dynamisch" kann hier keine Rede sein: "stagnierend" wäre der treffendere Ausdruck.
      UND ES IST EIN UNTERSCHIED, OB WIR GEWERKSCHAFTSMITGLIEDER SIND ODER NICHT. Gewerkschaften sind nämlich keine Traditionsvereine, sondern Allianzen zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen. Sie funktionieren nach dem Prinzip: gemeinsam sind wir stärker. Deshalb lassen sich Tarifverträge nur mit ihnen durchsetzen. Ohne sie gäbe es erst gar nichts und würde bald auch nichts mehr geben, worauf Klauseln Bezug nehmen könnten oder was nachwirken könnte.
      Wer also nicht demnächst als hilfloser Bezugnahme- und Nachwirkungszombie durch eine trostlose Tarifwüste geistern möchte, sollte bei VER.DI eintreten und mitstreiken!

      Jürgen Horn

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    2. Ich bin mir nicht sicher, ob jemand, der allen Ernstes fragt, welche Not eine Gewerkschaft hat, Tarifverträge zu schließen, so eine ausführliche Antwort braucht. Ein Eimer kaltes Wasser würde es ja vielleicht auch tun!

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  8. Der Manteltarifvertrag muss unverändert wieder in Kraft treten, damit alle Inhalte in Kraft bleiben. Und auch in Zukunft das Weihnachtsgeld etc paralell zur Gehaltserhöhung steigt. Wenn der Mantel nicht geschlossen wird, gibt es keine dynsmische Anpassung der Inhalte. Wenn er geschlossen wird schon.
    So ist das.
    Aber schön, dass sich hier Protest regt - die Arbeitgeberseite scheint mitzuposten, dh sie nehmen uns ernst.
    Bis zum nächsten Streik, zum Beispiel Anfang August

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  9. Der Arbeitgeberverband in unserer Branche hat als einziger KEIN Angebot gemacht, überall woanders gab es zumindest 1,5% oder mehr. Sie wollen es jetzt wissen und sehen, ob wir was auf die Beine stellen können. Beim nächsten Streik bin ich auf jeden Fall dabei.

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  10. Ich auch. Wir dürfen ja jetzt so oft streiken wie wir wollen!

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  11. Überhaupt kein Angebot zu machen ist ein Schlag ins Gesicht derer, die jeden Tag ihren Job machen und dafür sorgen, daß der Laden läuft. Die Firma spart sich jeden Monat dadurch Geld. Geld, das mir real durch die Inflation fehlt. D.h. ich verdiene jeden Monat weniger. Ich bin beim nächsten Streik auf jeden Fall dabei.

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  12. Ich auch. Hr Nitz mitsamt seinen Arbeitgebern kann ja mal ausprobieren, mit Gehalt Tarifgruppe 2 auszukommen. In einer Mietwohmnung.
    Können Sie das? Ich nicht mehr. Die Inflation frisst unser Gehalt.

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  13. Die Arbeitgeber im Einzelhandel haben in der letzten Tarifrunde 2% für dieses und 1,8% für nächstes Jahr angeboten. Und bei uns? NULL KOMMO NULL. Wenn ihr Streiks wollt, könnt ihr sie kriegen.

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  14. ... muss natürlich KOMMA heißen.

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