Samstag, 30. Januar 2016

Goodbye MPL

Letzter Tag am Marienplatz


Vor wenigen Tagen entstanden: ein letztes Foto der Filiale am Marienplatz

Heute ist für viele Beschäftigte am Marienplatz der letzte Arbeitstag - und nicht nur dort.
Via Presse wurde der Eindruck suggeriert, dass es "keine Kündigungen" gegeben habe, dass 52 Beschäftigte an andere Standorte in München "ausgelagert" würden und dass 33 Kolleginnen und Kollegen "freiwillig" gehen bzw. ihre Arbeitsverträge nicht verlängert werden sollten.

Tatsächlich wurde bis auf ganz wenige Ausnahmen der gesamte Personalbestand der Filiale Marienplatz abgebaut - aber verteilt auf den ganzen Standort München, der als  e i n  Betrieb gilt.





Dass es keine betriebsbedingten Kündigungen gab, lag an den vielen Befristungen, derer man sich ohne Abfindung oder Arbeitsgerichtsprozessen geräuschlos entledigen konnte. Arbeitslos sind die Kolleginnen und Kollegen alle trotzdem. Die andere Hälfte des Arbeitsplatz-Kahlschlags entfiel auf das Freiwilligen-Programm. Auch an einem traurigen Tag wie diesem sollte man die Fakten nicht durch Schönrednerei verfälschen. Und was die vage Zusage der GL hinsichtlich eines zukünftigen Überdenkens der Befristungspolitik angeht: nach all den Erfahrungen der letzten Jahre in dieser Firma dürfte Skepsis angebracht sein.



Die Infoblog-Redaktion wünscht allen betroffenen Kolleginnen und Kollegen für die Zukunft alles Gute!




Goodbye MPL!

























Kommentare:

  1. Danke für die Klarstellung. Die Schönfärberei fiel mir auch auf.

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  2. Alles Gute! Vor allem den Kolleginnen und Kollegen, deren befristete Arbeitsverträge nicht verlängert wurden.

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  3. Denkt an die letzte Betriebsversammlung in München. Es gibt im Betriebsrat durchaus Leute, die auf den Arbeitgeber Druck machen wollen, dass er seine Befristungspolitik ändert. Deshalb finde ich es ein wenig sehr dürftig, wenn es hier jetzt einfach heißt: alles Gute auf dem weiteren Lebensweg, und ansonsten sind wir skeptisch. Wir sollten diejenigen unterstützen, die sich dafür einsetzen, dass in Zukunft etwas besser wird.

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