Donnerstag, 14. Januar 2016

Der Betriebsrat informiert:


Liebe Kolleginnen und Kollegen,


in unserer letzten Betriebsversammlung am 11. November haben Belegschaft und Betriebsrat die Frage nach Sinn oder Unsinn befristeter Arbeitsverträge aufgeworfen und eine Rückkehrregelung für die befristet beschäftigten Kollegin­nen und Kollegen gefordert, die Ende Januar die Firma verlassen müssen.


In einem Offenen Brief haben wir anschließend den Ar­beitgeber aufgerufen, sich mit uns hierüber zu beraten. Die Geschäftsleitung zeigte dazu rasch ihre Bereitschaft. So konnte noch Anfang Dezember ein Gespräch stattfinden, das von beiden Seiten sehr offen, sachlich und konstruktiv geführt wurde.


Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens lehnt unser Arbeitgeber es zwar ab, gegenwärtig schrift­liche Aussagen zu treffen oder gemeinsame Erklärungen mit dem Betriebsrat abzugeben. Er hat jedoch betont, Hugendubel sei bemüht, bei der Neubesetzung von Stellen im Bedarfsfall auf vormals befristet beschäftigte Kolleg­innen und Kollegen zurückzugreifen.

Wir betrachten dies als einen Schritt in die richtige Rich­tung,

den wir sehr begrüßen.



Unser besonderer Dank gilt daher den TeilnehmerInnen unserer

letzten Betriebsversammlung, die uns durch ihr Erscheinen und
 
ihre Beiträge wirksam unterstützt haben.



Herzliche Grüße,

Euer Münchner Betriebsrat

 (Januar 2016)































Kommentare:

  1. Wie ich gehört habe, hat sich die Hugendubel-Geschäftsführung geweigert, zusammen mit dem BR einen gemeinsamen Aushang zu machen, in dem der gemeinsame Wille bekundet hätte werden sollen, in Zukunft doch verstärkt auf befristete Kolleginne und Kollegen bei der Neubesetzung von Stellen zurückzugreifen. Dies, obwohl die Geschäftsführung keinerlei Verpflichtungen durch z.B. eine Betriebsvereinbarung hätte eingehen müssen. Auf freiwillige Zugeständnisse zu hoffen, dürfte eine Illusion sein. Für die kommenden Tarifverhandlungen in diesem Jahr lässt das alles nichts gutes erwarten.

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    1. Mecker, mecker, mecker! Jetzt hat der BR mal etwas erreicht und Du kannst nichts anderes als kritisieren. Ganz schön schwach! Ich finde das gut auf der einen Seite keine Versprechungen machen, die man nicht halten kann und auf der anderen Seite dafür zu sorgen, dass wenn es Neueinstellungen gibt, alte Kollegen zu berücksichtigen. Danke BR!

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    2. Ich kritisiere keineswegs den Betriebsrat, sondern finde seine Initiative für die befristeten KollegInnen sehr gut. Allerdings muss man halt das Ergebnis auch realistisch einschätzen können. Und das Resultat besteht darin, dass man das Thema in der Betriebsöffentlichkeit gesetzt hat, die GL aber ausser einer vagen Äusserung keinerlei Zusage gemacht hat. Nicht mal einen gemeinsamen Aushang sollte es geben. Da kann man sich ausmalen, was die GL in der Praxis dann macht.
      Der entscheidende Schlüssel, um in dieser Fitma wirklich nachhaltig etwas zu verändern, muss von den Beschäftigten kommen, die in grösserer Zahl und aktiver als bisher sich zusammen mit Betriebsrat und Gewerkschaft für ihre eigenen Interessen einsetzen. Gerne auch für eine Betriebsvereinbarung zum Thema Befristungen.
      Im übrigen sollte man nicht jede sachliche Kritik als Meckern oder Majestätsbeleidiung abqualifizieren.

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  2. Was ich nicht verstehe, ich dachte, ehemals befristete Kollegen kann man nicht mehr einstellen, weil sie dann unbefristet wären, es sei denn eben, es gibt einen Sachgrund.
    Und mit Sachgrund konnte man sie doch sowieso immer einstellen (Weihnachten, Schulbuch usw).

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