Montag, 13. August 2012

Der Preis ist "heiß"

Aushang der Geschäftsleitung

Mitteilung der Geschäftsleitung


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Hugendubel hat die Nase vorn: Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat den Service von 13 großen Buchhandelsketten in 130 Filialen untersucht. Hugendubel wurde beste Buchhandlung 2012! Den zweiten und dritten Platz belegten Zeilenreich (Bertelsmann/Club) und die Mayersche Buchhandlung.

„Das Unternehmen verfügte über die ansprechendsten Filialen, das beste Angebot und die kompetentesten Mitarbeiter“, heißt es in einer Mitteilung des Instituts. Neben der Beratungsqualität seien auch das Angebot, die Wartezeiten und das Erscheinungsbild der Buchhandlungen in die Bewertung eingeflossen.

Das Marktforschungsinstitut untersuchte von Mai bis Juli 2012 in einer umfassenden Studie 13 Buchhandelsketten. Die Qualität von Service und Beratung wurde im Rahmen von je zehn verdeckten Filialbesuchen vor Ort evaluiert. Insgesamt flossen 130 Testfälle in die Analyse ein.

Wir freuen uns sehr, Ihnen dieses Ergebnis mitteilen zu können und sehen es als Zeichen, dass wir mit unseren Veränderungsprozessen auf dem richtigen Weg sind.
Herzlichen Glückwunsch an alle MitarbeiterInnen, die täglich zu diesem Ergebnis beitragen!

München, 09.08.2012

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre Geschäftsleitung



Frage der Blog-Redaktion:

Auf welche Veränderungsprozesse ist die Geschäftsleitung hier so stolz?

Ist etwa der stetige Personalabbau vor Ort gemeint, das Vorantreiben der Zentralisierung insbesondere bei der Disposition, das Ersetzen der KollegInnen durch Technik, das Entziehen von Kompetenzen, die Senkung der Tarifgruppe (ja, Buchhändler wurden vor einigen Jahren noch nach TG III bezahlt und unbefristet eingestellt), das eingeschränkte Sortiment mit Bestseller und Massenware, die billig wirkenden Nonbook-Artikel …?

Auch Filialschließungen fallen wohl unter den Begriff "Veränderungsprozeß".
Unsere KollegInnen die diesen „Veränderungsprozessen“ zum Opfer fielen und noch fallen werden (z.B. Berlin Potsdamer Platz), sehen dies sicher nicht als den "richtigen Weg" an.

Eine Verbindung zwischen diesen Prozessen und dem Preis der DISQ herzustellen, ist nicht nachzuvollziehen.
Bei aufgeklärten Kunden, MitarbeiterInnen und Unternehmen hat dieses Siegel außerdem so gut wie keine Bedeutung, da wohl den meisten bekannt sein dürfte wie skandalbehaftet diese Auszeichnung ist.
Dieser Preis ist in keinster Weise aussagefähig und kann nur als Marketingstrategie gesehen werden.


Infos siehe nachfolgender Link:



Kommentare:

  1. der Geschäftsleitung ist nichts zu peinlich, es werden doch tatsächlich Kunden-Werbemails mit dem Hinweis auf das Ergebnis der "Studie" verschickt. Wie groß muss die Not in diesem Unternehmen sein!

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    1. Jedes Duschgel und jeder überflüssige Geländewagen würde damit beworben werden, ein Testsieger zu sein. So ist das nun mal in unserer Werbe- und Mediengesellschaft. Zum Glück hat nicht jeder meine Mail-Anschrift :-)
      Jeder hugendubel.de - Kunde bekommt doch ohnehin einmal pro Woche eine Werbemail, die eigentlich keiner braucht, ob es von großer Not zeugt, eine weitere zu verschicken, stelle ich hiermit in Frage. Es gibt weit kostenintensivere Maßnahmen, über die sich streiten ließe.

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  2. Wie wir beste Buchhandlung werden konnten ist mir nicht klar. Jede Woche habe ich mindestens einen Kunden, der sich beschwert, dass kein Personal da sei. Und wer bekommt das Geschrei ab??? Wir natürlich......

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