Mittwoch, 29. Januar 2020

Wofür wir stehen

Grundsätze unserer Gewerkschaft


 


Gemeinsames Handeln macht stark. In der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di schließen sich Frauen und Männer zusammen, um ihre beruflichen, sozialen und wirtschaftlichen, ihre kulturellen und gesellschaftspolitischen Interessen zu vertreten. Ob sie sich in Erwerbsarbeit oder Erwerbslosigkeit, in Bildung und Ausbildung oder im Ruhestand befinden: ver.di ist ihre gemeinsame Gewerkschaft in den Dienstleistungen, der dienstleistungsnahen Industrie, den Medien, der Kultur und der Bildung.

Entstanden als Selbsthilfe-, Bildungs- und Kampforganisation im Konflikt von Lohnarbeit und Kapital engagieren sich die Gewerkschaften für menschenwürdige Arbeits-und Lebensbedingungen, materielle Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe. Um diese Ziele zu erreichen, handeln wir solidarisch und entfalten dadurch Gegen- und Gestaltungsmacht zugleich.


Gemeinsam stellen wir der Macht der Arbeitgeber die Macht der in ver.di organisierten Menschen gegenüber. In Tarifverträgen regelt ver.di die Lohn- und Arbeitsbedingungen in den jeweiligen Branchen, meist auf dem Weg über Verhandlungen und wenn nötig auch über Arbeitskampf und Streik.

Montag, 27. Januar 2020

Nie wieder Faschismus!

Internationaler Holocaust-Gedenktag


Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee Auschwitz.

Im Lagerkomplex Auschwitz wurden bis dahin 1,1 bis 1,5 Millionen Menschen ermordet.
Zum Gedenken an  die Befreiung führte die UN 2005 den internationalen Holocaust-Gedenktag jährlich am 27. Januar ein.

Nach dem Sieg über die faschistische Herrschaft konnten in der BRD die meisten Nazis in Staat und Wirtschaft weitermachen. Der Rest der Bevölkerung wußte angeblich von nichts. Das Kapital wurde nicht enteignet, sondern konnte seine Nazi-Profite wieder gewinnbringend reinvestieren. 
Angemessene Entschädigungen für Zwangsarbeiter wurden nicht gezahlt. Es dauerte Jahrzehnte, bis sich eine Gedenkkultur an dieses singuläre Verbrechen in der Gesellschaft durchsetzen konnte.

Faschismus ist aber keine Meinung, sondern ein Verbrechen (Bertolt Brecht).

Schlimmer noch: in den letzten Jahren sind verstärkt neofaschistische und antisemitische Strömungen in unserer Gesellschaft sichtbar geworden. Rassistische Parolen und Hetze gegen Flüchtlinge werden immer alltäglicher. Faschisten sitzen wieder in den Parlamenten, es werden Mordanschläge auf jüdische Gemeinden verübt.

Daher versteht sich unser gewerkschaftliche Infoblog konsequent als:

antifaschistisch - antirassistisch - antinationalistisch



Freitag, 24. Januar 2020

Für eine kämpferische Gewerkschaftspolitik!

Gewerkschaftliche Strategiekonferenz in Frankfurt

 Bildergebnis für Für eine kämpferische gewerkschaftspolitik Strategiekonferenz
  

In welcher Lage befinden sich die Lohnabhängigen in der BRD heute?

Was tun in Zeiten von Wirtschaftskrise, Prekarisierung, Arbeitshetze, Massenentlassungen und Umweltzerstörung?

Wir sehen eine stärker werdende Fragmentierung der Arbeiter*innenklasse; zunehmende Prekarisierung; anhaltende sozialpartnerschaftliche Integration der Gewerkschaften bei gleichzeitig sich verschärfenden Angriffen von oben. Diese münden in Massenentlassungen in einigen Bereichen und unter dem Schlagwort der Digitalisierung wird in allen Bereichen die Arbeitszeit verlängert und Arbeit verdichtet. 

Das Thema Arbeitsentlastung und kürzere Arbeitszeiten brennt vielen Kolleg*innen unter den Nägeln. Aber nicht nur die unmittelbaren Interessen der Kolleg*innen sind berührt, sondern insbesondere auch die mittel- und langfristigen, strategische Ausrichtung der Gewerkschaftspolitik. Gehen sie einen kämpferischen oder immer weiter auf Kuschelkurs mit dem Kapital?

Gerade in Zeiten der drohenden Zerstörung der Welt durch die kapitalistische Produktionsweise, gegen deren Auswirkungen seit Monaten tausende auf die Straße gehen, ist eine starke Linke in den Gewerkschaften nötiger denn je. Vor dem Hintergrund von sich abzeichnenden Erschütterungen der Weltwirtschaft, die Deutschland hart treffen könnten, müssen die Erfahrungen der Vergangenheit ausgewertet und die Weichen für eine kämpferische Gewerkschaftspolitik gestellt werden.