Freitag, 8. Juni 2018

"Wir unterstützen den Tarifkampf der Hugendubel-Beschäftigten!"




"...statt armseliger Bettelei einsam erlitten
besser gute Tarifverträge gemeinsam erstritten!"

Frank Rehberg (links), gewerkschaftliche Bildungsarbeit ver.di b & b
Schorsch Wäsler

Mittwoch, 6. Juni 2018

Gemeinsam Gegenmacht entwickeln


 

Wer über Geld und Macht verfügt, genießt leider auch eine starke Autorität ein der Frage, ob das, was er von sich gibt, Unfug ist oder nicht. Wie sonst hätte sich der Sprecher des Arbeitgeberverbandes der Verlage und Buchhandlungen in Bayern allen Ernstes zu der Behauptung versteigen können, in unseren Tarifverträgen steckten 30 Jahre Wachstum – und die müssten da nun endlich raus? 

Selbst jene, die noch den Buchhandel mit Keilschrifttafeln und Pergamentrollen erlebt haben, erinnern sich nicht, jemals groß am Umsatz beteiligt worden zu sein. Und wohin auch immer die fetten Zeiten entschwunden sein mögen, auf unseren Gehaltszetteln haben sie eher bescheidene Spuren hinterlassen.

Unsere Arbeit aber ist und bleibt das Alleinstellungsmerkmal des stationären Buchhandels. Deshalb sind wir seine Zukunft – und wenn ausgerechnet bei uns gespart wird, wird an der falschen Stelle gespart. Denn wir leisten heute nicht weniger als früher; wir sind nur weniger Leute. Die Arbeitgeber reden, als wäre ihr Geschäft gar nicht mehr das Bücherverkaufen, sondern das Kostensenken. Aber liegen sie damit richtig? In den Läden sieht es dank Zentralisierung und Personalabbau mittlerweile aus, als hätte eine Neutronenbombe nach der anderen eingeschlagen. 

Doch die Zahlen stimmen trotzdem nicht – weil Buchhandel ohne Buchhändlerinnen und Buchhändler eben irgendwie blöd ist.