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Mittwoch, 18. Januar 2023

Streiks bei Ikea und Thalia

Kampf gegen Tarifflucht bei Thalia in Hamburg
 

Beschäftigte des Möbelhändlers fordern einen Zukunftstarifvertrag bei Ikea, Beschäftigte des Buchhändlers wollen zurück in die Tarifbindung – in Hamburg streiken sie gemeinsam.

 Am Freitag, den 16.12.2022, rief die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten der Ikea-Einrichtungshäuser Altona, Moorfleet und Schnelsen zu einem ganztägigen Streik auf. Für das Unternehmen stellt ver.di die Forderung nach einem Tarifvertrag „Gesundheitsschutz, Digitalisierung, Omnichannel und Qualifizierung“, kurz: „Zukunftstarifvertrag“. Der weltweit agierende Möbelhändler weigert sich grundsätzlich, über einen solchen Tarifvertrag zu verhandeln.

„Ikea gestaltet die digitale Zukunft des Unternehmens. Die Beschäftigten sind der Garant dafür, dass diese digitale Zukunft auch erfolgreich wird. Deshalb muss die Belegschaft unbedingt auf den Weg mitgenommen werden. Dafür braucht es einen Tarifvertrag, der Gesundheit schützt und Mindeststandards bei der Einführung und Umsetzung von digitalen Arbeitsprozessen regelt,“ erklärt ver.di-Gewerkschaftssekretär Rinus Kempf.

Aus Sicht der Gewerkschaft müssen in einem Zukunftstarifvertrag bei Ikea unter anderem nachhaltige Maßnahmen zum Gesundheitsschutz, Beschäftigungssicherung und ein Anspruch auf Qualifizierung bei Änderung von Arbeitsplätzen vereinbart werden. Dass sich das Unternehmen weigert, Verhandlungen aufzunehmen, zwingt die Beschäftigten, auf die Straße zu gehen um öffentlich Druck zu machen.

In Hamburg und Berlin werden sie das gemeinsam mit ihren Kolleg*innen von Thalia Nord tun. Die Beschäftigten aller Hamburger Filialen der Buchhandelskette ruft ver.di ebenfalls am Freitag zu einem ganztägigen Streik auf. Ihr Anliegen: „Zurück in die Tarifbindung!“ Der Arbeitgeber beging Anfang des Jahres Tarifflucht, verabschiedete sich aus dem Tarifvertrag und strebt nun ein einseitig angeordnetes, erfolgsabhängiges Vergütungssystem an. Dagegen wehren sich die Angestellten.


Quelle: www.hamburg.verdi.de


Montag, 1. August 2022

Vom Niedriglohnsektor in die Armutsgefährdung?

 Zur Gehaltssituation bei Hugendubel: Beispiel München



Dass im Mai 2022 nach fünf Jahren Tariflosigkeit in Bayern ein neuer Tarifvertrag für den Buchhandel und die Verlage abgeschlossen wurde, kam für viele Beschäftigte völlig überraschend, manche hielten es gar für Fake News. In der Tat ist nach einer so langen Zeit der Tariflosigkeit ein neuer Tarifvertrag heutzutage eher die absolute Ausnahme. Auch dass Hugendubel weiterhin tarifgebunden ist und nicht wie Thalia zu Jahresbeginn aus dem Tarifvertragssystem ausgestiegen ist, war nicht unbedingt zu erwarten. 

Auch wenn angesichts der derzeitigen Lebenshaltungskosten der ein oder andere sich mehr erhofft hatte, muss man doch konstatieren, dass dies ein Erfolg der Tarifkommission und vor allem der Kolleginnen und Kollegen gewesen ist, die unverdrossen sich jahrelang an Arbeitskämpfen beteiligt haben.

Trotzdem muss man die finanzielle Situation Beschäftigten nüchtern betrachten. Auch wenn die Tarifgehälter im bayerischen Tarifgebiet weit über den Gehältern liegen, die die Hugendubel-Beschäftigten in den tariflosen Standorten mit den dortigen "Vergütungsordnungen" erhalten, bedeutet dies für die betroffenen Beschäftigten ein leben im Niedriglohnsektor, der inflationsbedingt dabei ist, in die Armutsgefährdung abzurutschen. 

Anhand aktueller Zahlen des Münchener Sozialreferats lässt sich das am Beispiel der bayerischen Landeshauptstadt verdeutlichen:

Montag, 27. Juni 2022

Die Muse kämpft

Streik gegen Tarifflucht bei Thalia Hamburg

Kampf gegen Tarifflucht bei Thalia Hamburg


Kürzlich rief die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten der Hamburger Thalia-Filialen erneut zum Warnstreik auf.

Die Gewerkschaft will erreichen, dass das Unternehmen in die Tarifbindung zurückkehrt, aus der sich das Management zum 31.12.2021 verabschiedet hatte.

Nach eigener Aussage strebt das Unternehmen ein einheitlicheres und vor Allem erfolgsabhängiges Vergütungssystem an. Aus Sicht von ver.di birgt dieses Vorgehen erhebliche Risiken für die Belegschaft. So würde das unternehmerische Risiko auf die Beschäftigten verlagert und diesen die Möglichkeit zur Verhandlung der Arbeitsbedingungen auf Augenhöhe genommen.

Heike Lattekamp, zuständige Fachbereichsleiterin bei ver.di Hamburg, erklärt dazu: 

Die Kolleginnen und Kollegen leisten jeden Tag gute Arbeit, das haben sie auch unter den erschwerten Bedingungen während der Pandemie getan. Als Gegenleistung erwarten sie zu Recht gute und verlässliche Arbeitsbedingungen, die nicht durch einen Federstreich des Arbeitgebers kassiert werden können. Ein Vergütungssystem, das vom Unternehmenserfolg abhängt, lehnen sie ab. Mit der Flucht aus dem Tarifvertrag verabschiedet sich das Thalia-Management von der Sozialpartnerschaft und von Respekt und Wertschätzung für die Beschäftigten. Wir fordern die Geschäftsführung auf, in den Tarifvertrag zurückzukehren!“ 


Quelle: https://hamburg.verdi.de/


Dienstag, 23. März 2021

Thalia-Betriebsrat Thomas Sielemann muss bleiben!

 Thalia: Ziehen Sie die Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden

und die Tarifflucht zurück!

 

Worum geht es?

In einer Nacht- & Nebelaktion hat das Unternehmen die Beschäftigten der Thalia Buchhandlung Berlin mit der Tatsache konfrontiert, dass es für sie keine soziale Sicherheit durch einen Tarifvertrag mehr geben wird. Das Unternehmen ist aus der Tarifbindung ausgestiegen. Darüber hinaus hat die Geschäftsführung nur eine Berliner Filiale, in der „zufällig“ der langjährige Betriebsratsvorsitzende formal angegliedert ist, an einen Franchiseunternehmer verkauft. Diese Vorgehensweise ist für die Beschäftigten angesichts der aktuellen Situation besonders empörend!

Thomas Sielemann muss bleiben! Die sofortige Rücknahme der Kündigung des Berliner Thalia Betriebsrats- und Tarifkommissionsvorsitzenden, Thomas Sielemann. Außerdem fordern wir das Unternehmen Thalia zum Abschluss eines Anerkennungstarifvertrages auf die Tarifverträge des Einzelhandels auf.  

 

Was können wir tun? 

Die Online-Petition unterschreiben und weiterverbreiten!

Thomas Sielemann muss bleiben! 

 

 Weitere Informationen zum Hintergrund: 

Süddeutsche Zeitung

 junge Welt

taz 

Berliner Zeitung

sowie das Interview unseres Infoblogs, das wir mit Thomas 2012 geführt haben:

"Es wird saniert, was das Zeug hält!" 


Freitag, 8. Januar 2021

Thalia steigt aus Tarifvertrag aus

 

Streikende Thalia-Beschäftigte in der Tarifrunde 2019

Böse Nach-Weihnachtsüberraschung für die Thalia-Kolleg*innen: In einem Schreiben an die Mitarbeiter*innen teilte die Unternehmensleitung zum Jahresbeginn 2021 mit, dass Thalia aus der Tarifbindung aussteigt.

Damit greift die Unternehmensleitung die Einkommens- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten von einem auf den anderen Tag frontal an. Man plane ein eigenes, einheitlicheres und erfolgsabhängiges Vergütungssystem im Unternehmen, heißt es. In diesem soll für zukünftige Tariferhöhungen anscheinend kein Platz mehr sein. Dafür solle eine „Vergütung nach Unternehmenserfolg“ vorgenommen werden.

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Konzentrationsprozess im Buchhandel geht weiter

Osiander dockt bei Thalia an


Wie die Fachpresse kürzlich mitteilte, kooperiert nun nach der Mayerschen auch Osiander mit Thalia.
Die strategische Partnerschaft umfasse die Bereiche IT, Onlineshop und Beschaffung, heißt es in einer
Pressemitteilung. Das Sortimentsmanagement soll hauptsächlich von Thalia besorgt werden, ergänzt
durch einen von Osiander gesteuerten Anteil. Die neue Osiander Vertriebsgesellschaft OVG wird von
Osiander und Thalia gemeinsam gehalten, Thalia verfügt über die Anteilsmehrheit.
 
Wird das Vorhaben vom Kartellamt abgenickt, werden voraussichtlich 32 Mitarbeiter (20 Vollzeitstellen),
die im zentralen Wareneingang bei Osiander arbeiten, ihre Stelle verlieren, weitere Personaleinsparungen
sind nicht ausgeschlossen. "Solche Plattformen werden deswegen", schreibt Dieter Sürig in der Süddeutschen
Zeitung  wohl dazu führen, dass der Druck auf Verlage und unabhängige Buchhändler weiter steigt.
Sie erweisen der Branche also eher einen Bärendienst."


Montag, 16. November 2015

Hugenthalia?

Reuters:  Orell Füssli will Thalia übernehmen

Die Nachrichtenagentur Reuters meldete vergangene Woche, dass die Schweizer Verlags- und Druckholding Orell Füssli an einer Übernahme der Thalia AG (inklusive der deutschen Filialen) interessiert sei. Neben Orell Füssli - so Reuters - gäbe es noch andere Interessenten. Als Kaufsumme seien 100 Millionen Euro im Gespräch. Thalia gehört zur Douglas AG, die seit 2013 vollständig im Besitz des amerikanischen Finanzinvestors Advent International ist.

Orell Füssli ist eine Holding in Form einer Aktiengesellschaft, die drei Unternehmensbereiche umfasst: Orell Füssli Buchhandlungs AG, Orell Füssli Sicherheitsdruck AG und Orell Füssli Verlag AG. Die Familie Hugendubel ist mit 49% Minderheitsgesellschafter an der Orell Füssli Buchhandlungs AG. Seit 2013 gibt es bereits in der Schweiz ein Joint Venture im Buchhandelssektor zwischen Orell Füssli und Thalia in Form der Orell Füssli Thalia AG.

Sollte die Übernahme von Thalia durch Orell Füssli Realität werden, käme dies einem Erdbeben gleich. Denn man kann davon ausgehen, dass dieser Fusion sowohl sehr viele Arbeitsplätze in den Filialen wie besonders auch in der Verwaltung zum Opfer fallen würden.

Montag, 2. Dezember 2013

Weltbild bejubelt den Kindle: "Vollendetes Lesevergnügen!"

Beim Kampf um die Marktührerschaft im digitalen Lesen wird mit harten Bandagen gekämpft.
Amazon bietet eine Einsteigerversion des Kindle für 49 Euro an, Thalia macht sich mit einer ziemlich cleveren Kampagne über den Kindle lustig ("Der Kindle auf der Flucht"). Auch Weltbild hat sich für das Tolino-Marketing eine Super-Idee ausgedacht: den Blog (!) www.ebook-reader.de.

"eBook-Reader.de", so die Selbstauskunft, "ist Ihr Blog mit allen interessanten und wichtigen Informationen rund um das Thema eBooks und eReader. Wir stellen Ihnen neue eBook-Reader Modelle vor, informieren Sie über die besten eBook-Schnäppchen und stehen Ihnen auch bei Problemen mit Ihrem eBook-Reader mit Rat und Tat zur Seite. Zudem helfen wir Ihnen auch bei der Kaufentscheidung für einen eReader..."

So weit, so gut. Dass es sich bei dem Blog um einen von Weltbild lancierten Blog handelt, fällt dem normalen Leser nicht auf. Es sei denn, er verfügt über Buchhandelskenntnisse und schaut ins Impressum:
"ebook-reader.de ist ein Service der Verlagsgruppe Weltbild GmbH".

Donnerstag, 27. Juni 2013

Die Muse kämpft

In den letzten Wochen wurde nicht nur bei Amazon oder Hugendubel gestreikt. Auch die Beschäftigten bei den tarifgebundenen Unter-Unternehmen der Thalia-Gruppe beteiligten sich an Arbeitskampfmaßnahmen. So waren am 07.-08.06.2013 rund 60 Beschäftigte von Thalia in Hamburg und am 14.06.2013 ebenfalls rund 50 Beschäftigte von Thalia in Berlin im Ausstand. In Hamburg war eines der drei großen Innenstadthäuser über Stunden komplett geschlossen. Und: Der Kampf geht weiter, denn offenbar wollen jetzt auch die Arbeitgeber im stationären Einzelhandel nichts lieber als Amazon-Verhältnisse zu schaffen. Die Mantel- und Gehaltstarifverträge sind jedenfalls bundesweit gekündigt.

Donnerstag, 7. Februar 2013

MEDIENLINKS: F*** Amazon, buy local !



... titelt der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) auf www.buecher.at



Portraitiert wird



www.buylocal.de

Freitag, 2. November 2012

Wann endlich ertönet die Streik-Fanfare?


"Freuet euch,
A
CTION-DAYS
ko-om-men
bald"
...

 


Denn: 
Statt mit vorweihnachtlichem Friedensgesäusel befassen sich die Buchhändler/innen
zwischen Augsburg/München – Hagen – Frankfurt – Leipzig – Berlin - Hamburg – Lübeck …
derzeit mit etwas härteren Melodien. 
 

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Wie viele hundert Beschäftigte bei Hugendubel und Thalia werden in Kürze ihre Jobs verlieren?

(MESSE-SPLITTER-3)
 
Die Frage wurde nicht beantwortet auf den Veranstaltungen der vor wenigen Tagen beendeten Frankfurter Messe.

Und das, obwohl Aufsehenerregendes bekannt geworden ist:

In den nächsten 3 Jahren wird Weltbild/Hugendubel einen Filial-Rückbau um mindestens 50 Prozent vornehmen. 
 

So radikal wie noch nie bisher

Dienstag, 24. Juli 2012

Branchen-Brüche (3): Rückzug aus dem Filialgeschäft 2012/13 .. Schließung von Zehntausenden m² .. viele Hundert Buchhandels-Beschäftigte von Jobverlust bedroht ..


„Vierzig Prozent" der Buchhandelsflächen sollen verschwinden – 
so die bekannt düstere Prognose von Halff/Hugendubel: 
„Alles steht auf dem Prüfstand!“ 


Diese Worte waren bereits vor längerer Zeit aus Augsburg/München zu vernehmen; die wenigsten jedoch haben’s so richtig ernst genommen. Nun aber erreichen Brisanz und Dramatik der Botschaft sowohl die buchhändlerische Basis als auch die aufgescheuchte Öffentlichkeit. Das große Aufwachen (angesichts des großen Zusammenbrechens) beginnt …

Die dramatische Wende hin zum unaufhaltsamen Niedergang des Filialgeschäfts bei den großen Ketten Thalia und Weltbild/Hugendubel (gefolgt von der Branchen-Nr.3, der Mayerschen) tritt jetzt offen zutage. Und in Kommentaren wird bereits von "Kahlschlag" und "verbrannter Erde" gesprochen, um die bedrohliche Situation des Buchhandels in den deutschen (Innen-)Städten zu charakterisieren. 

Den Großfilialisten wird Raubbau, Geldgier, kulturelle Ignoranz und soziale Verantwortungslosikeit vorgeworfen: Nach den Jahren aggressiver und ruinöser Expansion (auf Kosten sowohl des mittelständischen Traditionsbuchhandels - als auch der eigenen Angestellten) nun der erdrutschartige Rückzug. Die überraschten Kund/innen sollen in letzter Minute auf die jeweiligen Onlineshops umgeleitet werden ("Multichannel") - zum allergrößten Teil jedoch landen sie beim Marktführer Amazon! 

Und wo, auf welchem Markt, "landen" die mehreren Hundert Beschäftigten der geschlossenen Großflächen? 


Übrigens: Sehr genau beobachtet wird die Krise der Großen von einzelnen (und gut vernetzten) Standortbuchhändlern, die sympathische Gegenmodelle einer lebendigen regionalen/lokalen Buchhandelsstruktur entwerfen (s.u.: BUYLOCAL).

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Hugendubel-Verdi-Blog
mit der Sommerreihe  

Bruch-Stellen der Buch-Branche
hier die dritte Folge. 
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Die aktuellen/bevorstehenden Rückbauten und Filialschließungen bei Hugendubel …

Mittwoch, 18. Juli 2012

Branchen-Brüche (2): Der Verleger L. Könemann schlägt vor, sämtliche Filialen an kompetente Buchhändler zu verschenken


..denn das Management agiert buchfremd..
Für die Kettensäge ist auch das passende Schärfgerät lieferbar
http://www.hugendubel.de/3/17189108-1/geschenke-lifestyle/schaerfgeraet-fuer-kettensaege.html

Es kommt immer doller: Da fordert der eine Verleger, Till Tolkemitt, die Geschäftsführer zum Rücktritt auf - und ein anderer, der Verleger Ludwig Könemann, meint wenige Tage zuvor, Filialen sollten, bevor sie komplett den Bach runtergehen, besser an "unternehmerische Buchhändler" verschenkt werden.

Und in der Tat: Viele Filialen drohen derzeit tatsächlich mordsmäßig den Bach runterzugehen; Umsatzeinbrüche, Rückbauten, Schließungen, Personalabbau allerorten - die Branchenriesen Thalia, DBH und Mayersche immer munter im Wechsel. Und wo's noch nicht begonnen hat, dort steht's mit Sicherheit (sehr) bald bevor ...

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Hugendubel-Verdi-Blog
präsentiert seine Sommerreihe  

Bruch-Stellen der Buch-Branche
hier die zweite Folge. 
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Wie sieht Ludwig Könemanns Problemanalyse für die Großfilialisten aus?
Welche Lösungsvorschläge hält er für sie bereit?


Montag, 16. Juli 2012

www.hugendubel.kath

Die Rückkehr der Zensur

Die spezielle Mischung aus katholischer Doktrin und kommerziellem Druck ist nach wie vor hochexplosiv und leicht entzündbar. Dies zeigt der Buchreport-Artikel über die Nicht-Listung des Aufklärungsbestsellers Make Love in den Online-Shops von Hugendubel und Weltbild. Dies zeigt die Presseerklärung des Weltbild-Konzerns zum Vorwurf der Doppelmoral im Fall 50 Shades of Grey.

Das Hugendubel-Management sieht wie üblich keinen Kommunikationsbedarf. Dabei steckt das Unternehmen in einem viel größeren Dilemma als der sich selbst einen Persilschein ausstellende Weltbild-Chef Halff. Denn die beiden inkriminierten Titel bilden nur die Spitze eines Eisberges und verdecken eine noch viel grundsätzlichere Frage:

Mittwoch, 27. Juni 2012

T+I+C+K+E+R : Künftige Allianzen, wankende Imperien, aktuelle Sanierungsfälle ...


"gegenteilige Beteuerungen" ... siehe unten: "Gerüchteküche"
(Buchreport 24/2012)


Gefährdete Arbeitsplätze und 

Montag, 18. Juni 2012

Montag, 14. Mai 2012

"Es wird 'saniert', was das Zeug hält"

Interview mit Thomas Sielemann,
Sprecher der ver.di-Betriebsgruppe bei Thalia in Berlin und Vorsitzender des Berliner Betriebsrats

Infoblog:    Wie bei Hugendubel gibt es auch bei Thalia Filialschließungen bzw. -verkleinerungen,
Rationalisierungsmaßnahmen und Personalabbau. Zuletzt hörte man von 15 betroffenen Filialen und daß McKinsey ins Haus geholt wird. Wie ist der aktuelle Stand der Dinge?

Freitag, 20. April 2012

Weiland: Tod einer Traditionsbuchhandlung (2) – Wohin führt Thomas Nitz „Hugendubel-Nord“?


Foto: wallguenter

Nägel mit Köpfen: Schlechte Zeiten für die Buchkultur –
500 Beschäftigte sehen einer höchst ungewissen Zukunft entgegen


Foto: wallguenter

Eigentlich war sie zu erwarten, die gestern publizierte komplette/"finale" Eingliederung des Traditionsunternehmens Weiland (Lübeck) in das Weltbild/DBH-Imperium (Augsburg/München). Und doch: dem scheidenden Firmenchef Henning Hamkens macht es "schwer zu schaffen, dass der Name Weiland gänzlich verschwindet"; er "befürchtet, dass zahlreiche Weiland-Kunden das nicht akzeptieren werden". 

Hamkens wird seine restlichen Unternehmensanteile (25,1 Prozent) vollständig an die DBH abtreten und aus der Unternehmensleitung ausscheiden; bereits 2011 waren ihm die Weltbild/Hugendubel-Topmanager Thomas Nitz und Stefan Höllermann "zur Seite gestellt" worden. Die Weiland-Läden werden also künftig Hugendubel heißen – und werden genau so "funktionieren" wie die übrigen Unternehmenstöchter des Weltbild-Konzerns. 

Dies verheißt nichts Gutes für die norddeutsche Buchkultur und deren Kundschaft – und schon gar nicht für die Weiland-Belegschaft …

Denn die Weltbild/Hugendubel-Strategie führt weg vom gut sortierten Buchangebot, weg von regionaler Orientierung, weg von qualifizierter Beratung – und weg von einer auf Verantwortlichkeit und Wertschätzung basierenden Unternehmenskultur (– auch die kirchlichen Eigentümer scheint dies wenig zu tangieren!).

Die vergangenen DBH-Jahre haben (nach für nur kurze Zeit anhaltender, völlig überdimensionierter Expansion) deutlich gemacht, wodurch Weltbild/Hugendubel sich vor allem "auszeichnet":

Mittwoch, 18. Januar 2012

Aufruhr bei Thalia - Zerschlagung der Douglas-Gruppe?

Seit die Douglas Holding Gespräche mit Finanzinvestoren bestätigt hat, reißen die Spekulationen nicht mehr ab. Wird der Douglas-Konzern zerschlagen?
Sollen Sparten wie die Buchhandelgruppe Thalia und die Juwelierskette Christ verkauft werden?

Douglas-Chef Henning Kreke erklärte, die Familie Kreke befinde sich „erst in der Konzeptionsphase, in der es darum geht zu evaluieren, ob eine Transaktion überhaupt sinnvoll und machbar ist“. „Daher kann es auch keine Pläne geben, die Douglas-Gruppe zu zerschlagen“. "Es könne derzeit noch nicht abgesehen werden, ob, wann und in welcher Form es überhaupt zu einer Transaktion kommt“. „In jedem Fall sei das Vorgehen der Familie langfristig ausgerichtet und zielt nicht darauf, kurzfristig den schnellen Schnitt zu machen“, so Kreke.