"Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
sind Menschen mit Rechten,
keine Kostenfaktoren mit Ohren."
Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales
"Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
sind Menschen mit Rechten,
keine Kostenfaktoren mit Ohren."
Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales
Statement des verdi-Vorsitzenden Frank Werneke
Liebe Kolleg*innen,
das nachstehende Pressestatement des Vorsitzenden zum Aus der Ampelkoalition Euch zur Kenntnis.
Frank Werneke, Vorsitzender Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di):
„Was wir von der FDP in den vergangenen Wochen an unsozialen Vorschlägen zur Finanzierung des Bundeshaushalts 2025 erlebt haben, die Blockade wichtiger Gesetze, etwa dem Rentenpaket und dem Gesetzentwurf zur Stärkung der Tarifbindung, war unwürdig und unverantwortlich. Christian Lindner und seine Partei betreiben Klientelpolitik für Reiche. Damit hat die FDP bewusst das Ende der Ampelkoalition vorbereitet. Dass der Bundeskanzler darauf reagiert und den Finanzminister entlassen hat, war richtig.
Ob es noch möglich sein wird, vor Neuwahlen Mehrheiten im Bundestag für die Verabschiedung eines Bundeshaushaltes und weiterer Vorhaben zu bilden, bleibt abzuwarten. CDU und CSU sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein. Aus Sicht von ver.di darf es jetzt keine Last-Minute-Entscheidungen geben, welche die Finanzlage von Bund, Ländern und Kommunen weiter verschlechtern oder nur einzelne Gruppen bedienen. Stattdessen braucht es ein finanzielles Sofortprogramm für die Bereiche Pflege, Gesundheit, Bildung und den Erhalt der Infrastruktur – davon sind alle Menschen in unserem Land betroffen.
Spätestens die aktuelle Entwicklung in der Ukraine erfordert und rechtfertigt das Erklären einer Haushaltsnotlage. Deutschland darf nicht kaputtgespart werden, sondern muss in die Zukunft investieren, in sozialen Zusammenhalt.“
Mit kollegialen Grüßen
Frank Werneke
Quelle. www.verdi.de
Ich habe gehört, ihr wollt nichts lernen
Daraus entnehme ich: ihr seid Millionäre.
Eure Zukunft ist gesichert – sie liegt
Vor euch im Licht. Eure Eltern
Haben dafür gesorgt, daß eure Füße
An keinen Stein stoßen.
Da mußt du
Nichts lernen. So wie du bist
Kannst du bleiben.
Sollte es dann noch Schwierigkeiten geben,
Da doch die Zeiten
Wie ich gehört habe, unsicher sind
Hast du deine Führer, die dir genau sagen
Was du zu machen hast, damit es euch gut geht
Sie haben nachgelesen bei denen
Welche die Wahrheiten wissen
Die für alle Zeiten Gültigkeit haben
Und die Rezepte, die immer helfen.
Wo so viele für dich sind
Brauchst du keinen Finger zu rühren.
Freilich, wenn es anders wäre
Müßtest du lernen.
Bertolt Brecht, Ich habe gehört, ihr wollt nichts lernen (1932)
(Bertolt Brecht: Gesammelte Gedichte, Bd.1, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1967)
Zur Verschleierung durch Sprache
"Wir sollten nicht über Arbeitnehmer, sondern von lohnabhängig Beschäftigen reden.
Oder geben die sogenannten Arbeitnehmer nicht vielmehr ihre
Arbeitskraft dem sogenannten Arbeitgeber, der sie nur nachfragt?
Übrigens nur dann, wenn die abhängig Beschäftigen dem Unternehmer einen
Mehrwert abliefern."
Heinz-Josef Bontrup
Prof. Dr. Heinz-Josef Bontrup ist Sprecher und Autor der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, die seit 1975 jährlich Memoranden veröffentlicht. Dabei werden Positionen und Theorien kritisiert, die Beschäftigung, Einkommen, Sozialleistungen und Umweltschutz den Gewinnen der Privatwirtschaft nach- und unterordnen. Bontrup ist Direktor am Westfälischen Energieinstitut der Westfälischen Hochschule.
Karriereberater Jürgen Hesse über Führungskräfte
Süddeutsche Zeitung: Herr Hesse, bevor wir über die schlechten Chefs sprechen: Was wäre denn überhaupt ein guter?
Jürgen Hesse: Chefs sind aus meiner Sicht auch immer idealisierte Elternfiguren. Wie wünschen uns Eltern? Sie sollten liebevoll mit ihren Kindern umgehen. Im Berufsleben würden wir ein anderes Wort wählen, wir würden von Wertschätzung sprechen. Ein guter Chef oder eine gute Chefin nimmt sich zeit, stellt Fragen und kann vor allem zuhören. (...)
Süddeutsche Zeitung: Eine repräsentative Umfrage einer Personalberatung ergab vor einigen Jahren, dass zwei von drei Beschäftigten in Deutschland ihren Chef für fachlich und charakterlich ungeeignet halten. Gibt es wirklich so viele schlechte Chefs?
Jürgen Hesse: Meine Rechnung geht so: Ein Drittel der Chefs macht einen wirklich guten Job, bei einem Drittel ist Luft nach oben. Und dann ist da ein Drittel, die sind so mies, dass sie nicht zu retten sind. Die sind zum teil ernsthaft gestört. Ein Drittel! Das ist eine Menge. (...)
Auszug aus einem Interview mit Jürgen Hesse in: Süddeutsche Zeitung, 2. Mai 2024, S. 16.
"Wenn wir sehr gute Buchhändler finden und ihnen die Freiheit geben, ihre Filiale selbst zu führen, dann werden das einfach sehr gute Buchhandlungen."
"Vor Daunt habe die Zentrale geordert. Sie habe vorgegeben, was wo zu liegen habe,
welches Buch dringend abverkauft werden müsse und was nach hinten zu sortieren sei.
Wer am meisten zahlte, lag vorn. Ganz egal, ob das Buch gut war oder schlecht.
Das Resultat: Oft sei mehr als die Hälfte der ware retourniert worden.
Früher war das hier eine Diktatur. Es fühlt sich an, als hätten wir die Kontrolle
zurückgewonnen."
Aus einem SPIEGEL-Interview mit James Daunt,
Chef der Buchhandelskette Barnes & Noble
vom 20.04.2024, S. 64 - 65.
"Thema ISA: Die Suchfunktion ist Scheiße!"
Dr. Maximilian Hugendubel auf der Betriebsräteversammlung
am 17. Januar 2024 in Mainz
»Management ist weder eine Fertigkeit noch eine Wissenschaft,
sondern eine reine Herrschaftsbeziehung.
Es ist ganz einfach ein schlechter Brauch,
den wir von Kirche und Armee geerbt haben.«
Mike Cooley, Ingenieur und Gewerkschaftsaktivist
beim britischen Rüstungskonzern Lucas Aerospace
"Rasant steigende Preise muss man mit
dauerhaften Tarifsteigerungen beantworten,
insbesondere für diejenigen,
die nicht so hohe Einkommen haben."
Frank Wernicke, ver.di-Vorsitzender
| Entwicklung des Aktienkurses des Rüstungskonzerns Rheinmetall |
"Die Dividenden steigen, und die Proletarier fallen."
Rosa Luxemburg
"Freiheit bedeutet, nichts arbeiten zu müssen."
Max Horkheimer

"Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg,
bis ich herausfand, daß es welche gibt,
die dafür sind, besonders die,
die nicht hingehen müssen."
Erich Maria Remarque
1938 - 2022
„Diese Gegend hat mich kaputt gemacht,
und ich bleibe solange, bis man es ihr ansieht."
Herbert Achternbusch