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Donnerstag, 16. März 2023

"Leute, es geht nicht anders!"

 Über Arbeit und Qualifizierung


"Organisationen, die ihren Mitgliedern die zu Erfüllung ihrer Aufgaben

benötigten Ressourcen, etwa Zeit, Qualifikation, Personalstärke, Technik, 

nicht zur Verfügung stellen, zwingen sie dazu, diese Mängel  irgendwie

aufzufangen.


Das geschieht mit Tricks und Täuschungen, unbezahlter Mehrarbeit

und der Übernahme persönlicher Risiken. Das geht zulasten der Arbeitsqualität,

Leidtragende sind neben den Beschäftigten die Klienten, etwa in Ämtern,

Pflegeeinrichtungen, oder die Bahnfahrer.

Montag, 20. Februar 2023

Verinnerlichter Zwang

 Indirekte Steuerung als neoliberale Managementstrategie



Im Jahre 1943 hatte der Präsident von IBM ein schreckliches Erlebnis. Während eines Rundgangs durch das IBM-Werk in Endicott, einer Kleinstadt im Bundesstaat New York, entdeckte er eine Arbeiterin, die nichts tat. Obwohl sie ihre Maschine selbst hätte einrichten können, wartete die Arbeiterin auf einen Einrichter, da das Einrichten nicht zu ihren Aufgaben gehörte. Sie hätte – laut ihrer Aussage – auch ihre Arbeit selbst kontrollieren können, aber dafür wiederum war ein Fertigungskontrolleur zuständig.

Würde Arvind Krishna, der heutige Chief Executive Office (CEO) von IBM, einen Rundgang durch die Büros und Abteilungen einer IBM-Niederlassung machen, bliebe ihm ein solches Erlebnis erspart. Statt dessen würde er intensiv in ihre Arbeit vertiefte Beschäftigte sehen, die, mit Maus oder Headset ausgestattet, unablässig auf ihren Computerbildschirm schauen und ihre Hände über die Tastatur bewegen. Er könnte sicher sein, dass die Beschäftigten nicht tatenlos verharren, sondern selbst für den Fluss ihrer Arbeit sorgen.

Verantwortung zu übernehmen erscheint uns heute ein so selbstverständliches Verhalten zu sein, dass wir geneigt sind, die Untätigkeit der Arbeiterin als Ausdruck von Verantwortungsmangel oder Desinteresse an der eigenen Arbeit zu bewerten. Ihr Verhalten deutet auf eine »Dienst nach Vorschrift«-Mentalität, auf eine schwache Arbeitsmoral und auf geringe Bereitschaft »über den eigenen Tellerrand« zu schauen. Eine solche Arbeitseinstellung erscheint uns heute wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten, als Silodenken und Bummelei verbreitet waren. Und vermutlich spekulieren wir im Hinterkopf, ob die Arbeiterin für ihre demonstrative Untätigkeit wohl sanktioniert oder vor die Tür gesetzt wurde. Richtig?

Mittwoch, 14. Dezember 2022

Wir sind von den Socken!

 Ein Weihnachtsgeschenk a la Hugendubel



Wer verschenkt an Weihnachten Socken?
Laut Linda Kaiser von der Deutschen-Knigge-Gesellschaft gelten "Socken wie auch Krawatten als das klassische Verlegenheitsgeschenk, wenn einem nichts einfällt."

Liebe Kolleginnen und Kollegen, dieses Jahr gibt es keine Tafel Schokolade wie üblich, sondern formschöne Socken aus 90% Baumwolle, 5% Polyamide und 5% Elasthan.

Nun, unsere Geschäftsführung, hat sich dabei durchaus etwas gedacht: wenn die Hugendubel-Beschäftigten schon alle im Niedriglohnsektor an der Schwelle zur Armutsgefährdung arbeiten, keinen Cent Inflationsausgleich überwiesen bekommen (bis zu 3000 EUR wären steuerfrei möglich) und die Kolleg*innen im Home Office keinen Euro Heizkostenzuschlag erhalten, dann sind doch ein paar wärmende Socken ein wahres Zeichen unternehmerischer Fürsorglichkeit.

Denn die Buchhändlerinnen und Buchhändler werden diesen Winter nicht nur wegen heruntergedrehter Heizungen frieren, sondern auch vor der kommenden Nebenkostenabrechnung zittern.








Freitag, 9. Februar 2018

Leibesvisitationen und Fahrzeugkontrollen

1, 3 oder 5:  GL plant Taschenkontrollen


 Bildergebnis für sechser würfel 
Tipp der Infoblog-Redaktion: Beim Würfeln den eigenen Würfel mitbringen!


Neues Jahr, neues Spiel, neues Glück - oder Pech: Die GL plant die Einführung von Taschenkontrollen. Dazu legte sie den Entwurf für eine Betriebsvereinbarung vor, die möglichst rasch bundesweit in Kraft treten soll. Ziel: Die Reduzierung des Schwunds. Nachdem man beim Wareneingang ("alles ok") oder bei Kunden ("zu teuer, bringt nichts") keinen Ansatzpunkt für eine Schwundreduzierung sieht, knöpft man sich nun die Beschäftigten vor.

Konkret ist folgendes geplant: Bei allen ArbeitnehmerInnen kann die Filialleitung oder deren Stellvertretung beim Verlassen der Filiale eine Taschenkontrolle durchführen. Die Taschenkontrolle ist zulässig bei "begründetem Verdacht" oder wenn es sich um eine "regelmäßige Kontrolle" handelt.
Für letzteres sind die zu kontrollierenden ArbeitnehmerInnen "nach dem Zufallsprinzip auszuwählen": Pro Monat sollen an bis zu 15 Tagen Taschenkontrollen durchgeführt werden. Die einzelnen Tage legt die Filialleitung nach eigenem Ermessen fest. 

An den festgelegten Tagen muss jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin beim Verlassen des Arbeitsplatzes würfeln. Würfelt der Kollege eine 1, 3 oder 5, wird die Tasche kontrolliert.

Neben dem Durchwühlen der Taschen sollen auch Leibesvisitationen (!) und Fahrzeugkontrollen (!!) erlaubt sein.

Montag, 19. September 2016

E-1, E-2, E-3 oder E-4 ?


Wie Hugendubel seine Beschäftigten klassifiziert





Bei Hugendubel gibt es neuerdings Nummern:  E-1, E-2, E-3 oder E-4. Außerdem gibt es nicht nur E-Nummern, sondern auch S-Nummern: S-1, S-2, S-3 und S-4. Nein, hier handelt es sich nicht um gefährliche Pflanzengiftmittel oder verbotene Lebensmittelzusatzstoffe. Es bezeichnet vier Grundtypen an Beschäftigten. In der Schulung für FilialleiterInnen "Aktives Verkaufen II - im Team mit Begeisterung und Leichtigkeit zu mehr Umsatz" taucht dieses Klassifikationssystem als Handreichung für die Bewertung des Aktiv Verkaufens der Beschäftigten auf. In schönstem BWL-Neusprech ist da auch vom Mitarbeiterportfolio die Rede.



Was verbirgt sich nun genau hinter den Nummern ?

Montag, 6. April 2015

Update: Verwirrspiel um Pressemitteilung

GL: Verhandlungen mit Telekom gehen doch weiter

Verwirrspiel um das dpa-Presssegespräch mit Nina Hugendubel: während von allen Medien ihre Aussage, dass die Filiale am Marienplatz geschlossen wird und Hugendubel eine kleinere Filiale in der Nähe des Marienplatzes sucht, als das definitive "Ende" (so die tz) für die MPL-Filiale interpretiert wurde, erreichte die Infoblog-Redaktion die Information, dass die GL weiter mit der Telekom verhandelt.

Ja, was denn nun?  Und was sollte dann eigentlich das Pressegespräch bewirken?
Fragen über Fragen. Die einzige Konstante in dieser Firma ist die konfuse Informationspolitik...

Fortsetzung folgt (leider)...

Mittwoch, 25. März 2015

Montag, 25. August 2014

Für jeden mehr Polyethylen drin?

Derzeit macht im Internet eine Online-Petition gegen Plastik-Tüten Furore:
über 75000 Unterschriften haben Stefanie Albrecht und die Deutsche Umwelthilfe e.V. für ihr Vorhaben gesammelt, eine Umweltabgabe auf Plastiktüten (die meist aus Polyethylen bestehen) zu erheben.

In Deutschland gehen 17 Millionen Einweg-Plastiktüten täglich über die Ladentheken – beim Klamottenkauf, im Shoppingcenter, in der Apotheke. Viele dieser Tüten werden gratis herausgegeben.  Das sind im Jahr unvorstellbare 6.100.000.000 (sprich 6,1 Milliarden) Plastiktüten.Dabei bestehen Plastiktüten meistens aus Rohöl, einer wertvollen, immer knapper werdenden Ressource. Nach kürzester Nutzungszeit werden sie einfach weggeschmissen. Achtlos in der Natur entsorgt, benötigen sie Hunderte von Jahren zum Abbau.




Hugendubel hat jahrelang eine Plastiktüte in den Mittelpunkt seiner Werbekampagne gestellt.

Liebes Hugendubel-Marketingteam,
wäre es nicht endlich an der Zeit, sich etwas neues einfallen zu lassen, das ökologisch auf der Höhe der Zeit ist?

Liebe Kolleginnen und Kollegen, was meint ihr dazu?

Montag, 22. April 2013

Über Loyalität


"Der Begriff Loyalität wird oft im Sinne von Zuverlässigkeit und Anständigkeit gegenüber der Gruppe, der man sich verbunden fühlt, gebraucht, beispielsweise im Zusammenhang mit Dienstverhältnissen, bei denen sich ein Arbeitgeber bzw. Dienstherr auf die Treue seines Mitarbeiters verlassen können muss. Damit ist unter anderem die Forderung nach Aufrichtigkeit und Fairness im Umgang mit Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitern und externen Partnern gemeint. Loyalität impliziert neben emotional unterlegter Verbundenheit auch ein Handeln im Sinne des Unternehmens sowie eine dem entsprechende Fürsprache nach außen. Loyalität verbietet das Verfolgen solcher individueller Ziele, die den Zielen des Unternehmens widersprechen, und setzt die Einhaltung von Bestimmungen und Regelungen des Unternehmens voraus.

Vorgesetzter und Mitarbeiter sind hierbei in einen gemeinsamen ethischen Kontext eingebunden. Der Treuepflicht des Mitarbeiters entspricht eine Fürsorgepflicht des Vorgesetzten." (Zitiert nach Wikipedia).

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen waren über Jahrzehnte loyal zum Unternehmen Hugendubel.
Ist das Unternehmen Hugendubel auch loyal zu seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern?

Mittwoch, 23. Mai 2012

Werte, Weltbilder, Wutreden: Eine durchaus beunruhigende Bildergeschichte

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Von Geheimwaffen und tragischen Schlachten - oder:  
Wohin treibt das stationäre Geschäft von Weltbild/Hugendubel? 
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DBH (Weltbild/Hugendubel) - Geheimwaffen ??
Foto: wallguenter

Schrumpfende Sortimente, verschwundene Sortimentsgestalter

Buchhändlerbereinigte Filialen präsentieren ein standardisiertes Schmalspurangebot, 
sortiert allein nach zentral definierten Verkäuflichkeitskriterien – 

und so geraten die Bibel, Anselm Grün, ein verstorbener Papst und die protestantische Ex-Bischöfin in sonderbare Nachbarschaften …  


M. & N. Hugendubel  +  Weltbild-Unternehmenschef C. Halff 
haben die Zukunftsperspektiven des stationären Filialgeschäfts der DBH bereits weitgehend gekappt:

Die unternehmerischen Investitionsströme sind nicht (mehr) für die Beschäftigten vorgesehen; sie dienen fast ausschließlich dem Auf- und Ausbau gigantischer Rationalisierungs- und Automatisierungs-Systeme in einem fast mitarbeiterfreien Filialbetrieb. Und das Hauptgeschäft ("Multichannel") wird - in Konkurrenz zu Amazon - über Internet/Versand erfolgen.

Die einstige DBH-Expansionsabteilung betreibt inzwischen vor allem den Flächen-Rückbau und wickelt Filialschließungen ab (wie in diesen Tagen beim Hugendubel-Stammhaus am Münchner Salvatorplatz) - und verlagert das Geschäft mehr und mehr in den Augsburger Onlineshop (weltbild.de / hugendubel.de).  


Der Belegschafts-Protest gegen diese Arbeitsplatzvernichtungspolitik (verantwortet einerseits von Familie Hugendubel, andererseits von den deutschen Bischöfen) hat nun auch  die Redaktion (Verfasser: Tobias Lill)  der  Bayerischen Staatszeitung  erreicht: 


Ausschnitt  "Bayerische Staatszeitung"  (Ausgabe 19 vom 11.05.12 / Politik) 
http://www.bayerische-staatszeitung.de/archiv/artikel.html

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Messebesuch ... und Bildungsurlaub

 1.  Auf nach Frankfurt ! 



Foto: wallguenther
 
Auch wenn in den DBH-Betrieben während der vergangenen Jahre häufig eher gegenteilige (Un-)Sitten
Einzug gehalten haben, so sollten wir Beschäftigten doch weiterhin auf die Einhaltung buchhändlerischer Grundsätze drängen:
  • Branchenkontakte sind wichtig
  • Orientierung in der "Welt der Bücher" ist notwendig
  • Fortbildung hat höchste Priorität

Und so steht ganz folgerichtig im Manteltarifvertrag für den bayerischen Buchhandel:

"Der Besuch der Frankfurter Buchmesse ist für die buchhändlerischen Fachkräfte und Auszubildenden an einem Arbeitstag unter Fortzahlung der Bezüge ohne Anrechnung auf den Urlaub zu gestatten."
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Mittwoch, 16. März 2011

Leipziger Buchmesse: Jede Menge unverkäuflicher Titel ...

... 
werden wohl Nina und Maximilian Hugendubel während der folgenden Messetage (17.-20. März 2011) unweigerlich zu Gesicht bekommen. 

foto: KETTENSAEGEr

Denn wie die beiden Hugendubels soeben der nationalen Kultur- und Wirtschaftswelt per  "SZ-Montagsinterview" (vom 14.03.2011) entrüstet mitteilten, 

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Nina Hugendubel, Angela Merkel und Sahra Wagenknecht (2)


Was da tatsächlich im Berliner Hotel Adlon, beim SZ Führungstreffen Wirtschaft 2010 (25.-27. Nov 2010) im Einzelnen alles gesagt wurde von Nina Hugendubel und ihren Mitdiskutant/innen – dies wissen wir noch immer nicht hundertprozentig (hierzu ist die Quellenlage zu dürftig):

Was meinte unsere Firmenchefin wohl zum „Geheimnis der Erfolgreichen“, zur Frage „Was starke Unternehmen besser machen“, zu „langfristigem Denken“ und „dauerhaft starken Marken“, zu „abrupt umgeworfenen Strategien“ - und vor allem: zur Rekrutierung der „richtigen Mitarbeiter“ und der Frage, wie man die Belegschaft „bei Veränderungen mitnimmt“?

Zur Erinnerung: 

Freitag, 26. November 2010

Nina Hugendubel, Angela Merkel und Sahra Wagenknecht (1)

Was Nina Hugendubel jetzt erläutert
(um 11.45 Uhr, im Berliner Hotel Adlon, in Anwesenheit von Angela Merkel, Peter Sloterdijk und Sahra Wagenknecht): 
zum „Geheimnis der Erfolgreichen“ und zur Beantwortung der Frage, was „starke Unternehmen besser machen“...

Freitag, 1. Oktober 2010

Messebesuch ausdrücklich erwünscht!


Foto: wallguenter
 
Auch wenn in den DBH-Betrieben während der vergangenen Jahre häufig eher gegenteilige (Un-)Sitten
Einzug gehalten haben, so sollten wir Beschäftigten doch weiterhin auf die Einhaltung buchhändlerischer Grundsätze drängen:
  • Branchenkontakte sind wichtig
  • Orientierung in der "Welt der Bücher" ist notwendig
  • Fortbildung hat höchste Priorität

Und so steht ganz folgerichtig im Manteltarifvertrag für den bayerischen Buchhandel
(gültig ab 1. Oktober 2010):

"Der Besuch der Frankfurter Buchmesse ist für die buchhändlerischen 
Fachkräfte und Auszubildenden an einem Arbeitstag unter Fortzahlung 
der Bezüge ohne Anrechnung auf den Urlaub zu gestatten."
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Donnerstag, 2. September 2010

Unternehmensgrundsätze

Wer kennt sie (noch nicht), die WorteVonOben?
Wer wendet sie (nicht mehr) an, die WorteVonOben? 
Wer verstößt (fast permanent) dagegen, gegen die WorteVonOben?

WIE MAN BESTEHENDE ZUSTÄNDE VERBESSERT: 
EINE KLEINE UNTERNEHMENSKUNDE

Die "Unternehmensgrundsätze / Führungs- und Verhaltensgrundsätze
der Buchhandlung Hugendubel" im Wortlaut


DAS RECHT KRTIK ZU ÜBEN – WIRD ZUR PFLICHT

„Jeder Mitarbeiter hat das Recht, Verbesserungsvorschläge zu machen, Anregungen zu geben, neue Ideen zu verwirklichen, Kritik zu üben und sich zu beschweren. Dieses Recht wird zur Pflicht, wenn etwas geschieht, was das Betriebsklima beeinträchtigt, die angestrebte positive Zusammenarbeit gefährdet oder die Realisierung der angestrebten Ziele in Frage stellt.“

Mittwoch, 1. September 2010

Offene Gesprächskultur:Leit(-ungs)worte zum Blogstart

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Der Unternehmer muss offen sein für Kritik.
Das Allerschlimmste, das passieren kann ist:
wenn man keinen Widerspruch mehr bekommt.

… sagt Maximilian Hugendubel
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