Mittwoch, 21. April 2021

Was Beschäftigte bei der Steuererklärung beachten müssen

 Progressionsvorbehalt: Kurzarbeit und Einkommensteuer 2020


 Rechner

 

Viele Millionen Beschäftigte sind in der Corona-Krise auf Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld oder andere Leistungen angewiesen. Das kann bei der nächsten Steuererklärung Folgen haben. So kann der sogenannte Progressionsvorbehalt dazu führen, dass sie Steuern nachzahlen müssen. Ein Ratgeber für Beschäftigte.

Progressionsvorbehalt: 1,6 Milliarden Euro für den Staat

Der Fiskus nimmt für das Steuerjahr 2020 1,6 Milliarden Euro durch den sogenannten Progressionsvorbehalt beim Kurzarbeitergeld ein. Dies teilte Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag mit. „Der DGB fordert schon seit vielen Monaten, den Progressionsvorbehalt auszusetzen. Die Koalition muss jetzt endlich handeln, um weitere Härten für die Beschäftigten in Kurzarbeit zu verhindern. Wer mit dem Kurzarbeitergeld erhebliche Einkommenseinbußen hinzunehmen hat, soll nicht auch noch mit höheren Steuern zu kämpfen haben.

Freitag, 9. April 2021

Das Betriebsrätemodernisierungsgesetz

Am 31. März 2021 wurde das Betriebsrätemodernisierungsgesetz vom Bundeskabinett beschlossen. Der Bundestag muss dem Gesetzesentwurf noch zustimmen.

  

Die Neuerungen zusammengefasst:

·    Im Hinblick auf die Förderung und Vereinfachung von Betriebsratswahlen wird insbesondere im BetrVG der Anwendungsbereich des verpflichtenden vereinfachten Wahlverfahrens und des vereinfachten Wahlverfahrens nach Vereinbarung sowohl für die Wahl des Betriebsrats als auch für die Wahl der Jugend- und Auszubildendenvertretung ausgeweitet.

·    Um den Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei der Gründung eines Betriebsrats zu verbessern, wird der Kündigungsschutz zur Sicherung der Wahlen zum Betriebsrat und zur Bordvertretung verbessert.

·    Zur Verbesserung der Teilhabe von Auszubildenden wird die Altersgrenze für Auszubildende bei der Wahl der Jugend- und Auszubildendenvertretung gestrichen.

·    Zur Stärkung der Rechte des Betriebsrats bei der Qualifizierung wird das allgemeine Initiativrecht der Betriebsräte bei der Berufsbildung gestärkt und die Einschaltung der Einigungsstelle zur Vermittlung ermöglicht.

Dienstag, 6. April 2021

Betriebsräte stärken, aber richtig!

 Online-Podiumsdiskussion der Linksfraktion

 

Mittwoch, 7. April 2021, 15 bis 16.30 Uhr

 

Betriebsräte sind die erste Säule der Demokratie in den Betrieben. Gerade in der Pandemie leisten sie essenzielle Arbeit. Dennoch versuchen immer mehr Unternehmen die Arbeit bestehender Gremien zu behindern oder eine Betriebsratsgründung gleich ganz zu verhindern. 

 

Ein besonders empörender Fall spielt sich gerade in Berlin ab, wo die Unternehmensleitung sich mit einem windigen Trick sich nicht nur des kämpferischen Betriebsratsvorsitzenden, sondern auch gleich der gesamten Tarifbindung entledigt hat. 

 

Das Betriebsverfassungsgesetz ist auf diesem Auge blind. Die Bundesregierung plant zwar eine Reform, geht aber nicht weit genug. Zusammen mit aktiven Kolleginnen und Kollegen aus Betrieb, Gewerkschaft und Parlament wollen wir die modernen Tricks der Betriebsratsbehinderung besser verstehen. Im Anschluss können wir gemeinsam diskutieren, welche Reformen nötig sind, um Betriebsräte zu stärken und Tarifbindung zu sichern.

 

mit

 

Jutta Krellman

MdB, Sprecherin für Mitbestimmung und Arbeit

 

Thomas Sielemann

Betriebsrat der Thalia Buchhandlungen in Berlin

 

RAin Sirkka Schrader

Fachgebiet Arbeitsrecht und Betriebsverfassungsrecht

 

Franziska Foullong ver.di

 

Mittwoch, 31. März 2021

Scheinheilig

 Die katholische Caritas verhindert einen Tarifvertrag

MEnschen mit Plakaten vor Kirche ver.di Protestaktion bei der Caritas am 18. März 2021 in Mainz


Bis 2050 wird die Zahl der Pflegebedürftigen voraussichtlich von heute rund 4,2 Millionen auf über sechs Millionen Menschen steigen, ein Plus von 45 Prozent. Doch bereits heute fehlen Pflegekräfte, allein in der Altenpflege sind rund 24.000 Stellen unbesetzt – Tendenz steigend. Wesentliche Ursachen dafür sind eine hohe Arbeitsbelastung und eine miserable Bezahlung vor allem in privaten, gewinnorientierten Altenheimen und Pflegediensten. Deshalb kämpft ver.di schon seit Langem für bessere Bedingungen in der Pflege.

Ein mit dem Arbeitgeberverband BVAP abgeschlossener Tarifvertrag, der bis zu 25 Prozent höhere Löhne festschreibt, sollte nun durch die Politik auf die gesamte Branche ausgeweitet werden. Nur die Zustimmung der katholischen Caritas und der evangelischen Diakonie waren noch erforderlich, da sie mit rund 300.000 Beschäftigten große Arbeitgeber in der Pflegebranche sind. "Das kann keine ernstliche Hürde sein", war vielfach zu hören. Die Kirchen würden doch keine höheren Löhne verhindern! 1,2 Millionen Beschäftigte hatten sich schon auf ein deutliches Gehaltsplus gefreut – und auf die damit verbundene Wertschätzung ihrer Arbeit.

Doch zu früh gefreut. Denn die Kirchen genießen das überkommene Privileg, die Löhne im Rahmen des sogenannten "Dritten Weges" autonom in eigenen arbeitsrechtlichen Kommissionen auszuhandeln.

Montag, 29. März 2021

"Wir haben eine starke Kraft entwickelt!"

 Frank Werneke über 20 Jahre ver.di

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Dienstag, 23. März 2021

Thalia-Betriebsrat Thomas Sielemann muss bleiben!

 Thalia: Ziehen Sie die Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden

und die Tarifflucht zurück!

 

Worum geht es?

In einer Nacht- & Nebelaktion hat das Unternehmen die Beschäftigten der Thalia Buchhandlung Berlin mit der Tatsache konfrontiert, dass es für sie keine soziale Sicherheit durch einen Tarifvertrag mehr geben wird. Das Unternehmen ist aus der Tarifbindung ausgestiegen. Darüber hinaus hat die Geschäftsführung nur eine Berliner Filiale, in der „zufällig“ der langjährige Betriebsratsvorsitzende formal angegliedert ist, an einen Franchiseunternehmer verkauft. Diese Vorgehensweise ist für die Beschäftigten angesichts der aktuellen Situation besonders empörend!

Thomas Sielemann muss bleiben! Die sofortige Rücknahme der Kündigung des Berliner Thalia Betriebsrats- und Tarifkommissionsvorsitzenden, Thomas Sielemann. Außerdem fordern wir das Unternehmen Thalia zum Abschluss eines Anerkennungstarifvertrages auf die Tarifverträge des Einzelhandels auf.  

 

Was können wir tun? 

Die Online-Petition unterschreiben und weiterverbreiten!

Thomas Sielemann muss bleiben! 

 

 Weitere Informationen zum Hintergrund: 

Süddeutsche Zeitung

 junge Welt

taz 

Berliner Zeitung

sowie das Interview unseres Infoblogs, das wir mit Thomas 2012 geführt haben:

"Es wird saniert, was das Zeug hält!" 


Freitag, 19. März 2021

If you have a racist friend

 Internationaler Tag gegen Rassismus am 21.März 


"Rassistische und nationalistische Töne verursachen in Lautsprechern von guerilla audio zusätzliche, starke Störgeräusche und können sie irreparabel beschädigen. Vermeiden Sie unbedingt die Wiedergabe entsprechender Inhalte!"

Diesem Statement des Lautsprecherherstellers Guerilla Audio können wir uns nur anschließen und geben dazu gleich eine passende Musikempfehlung, nämlich den Song          "If you have a racist friend", aber nicht in der Originalversion von den The Special AKA, sondern von Tobias Levin und Cpt.Kirk&:

 

If you have a racist friend
Now is the time, now is the time for your friendship to end.
Be it your father be it your mother
Be it your cousin or your uncle or your brother.

Now is the time now is the time
Now is the time now is the time
Now is the time now is the time
For your friendship to end.