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Mittwoch, 13. April 2016

Union Busting und Lohndumping bei KNV

Rüde Methoden gegen Betriebsräte und Gewerkschafter






Bei KNV Logistik (Koch, Neff & Volckmar GmbH) handelt es sich - wie allen Buchhändlerinnen bekannt sein dürfte - um einen Großhändler und Lieferanten des deutschen Buchhandels.
KNV beliefert laut Fachpresse ungefähr 20% des deutschen Buchhandels. Weniger bekannt sein dürfte, wie KNV mit seinen Beschäftigten umspringt. Nun hat die Initiative Arbeitsunrecht e.V. das Unternehmen zusammen mit sechs anderen skrupellosen Firmen wie z.B. Amazon, Helios Kliniken und drei Union Busting-Dienstleistern wie McKinsey für ein Online-Voting der Kampagne “Jetzt schlägt’s 13!” nominiert.


Ziel der Kampagne “Jetzt schlägt’s 13!” ist es, Druck auf Unternehmen und deren Marken aufzubauen. Dadurch sollen drangsalierte Beschäftigte und Betriebsratsmitglieder solidarisch unterstützt und in ihrem Widerstand gegen aggressive Unternehmermethoden bestärkt werden.

Freitag, 13. Januar 2012

Balance gestört

KNO-Betriebsrat ruft Einigungsstelle an

Der Betriebsrat der KNO VA hat in den letzten Monaten auf sachlicher Basis mit der Geschäftsleitung über einen Sozialplan und einen Interessenausgleich verhandelt. Notwendig wurde dies durch die Entscheidung der Geschäftsleitung, die Logistik in die Mitte Deutschlands zu verlagern. 

Dabei wurde ein gutes Zwischenergebnis erzielt. Dieses wurde der Belegschaft in einer Betriebsversammlung am 30.11.2011 vorgestellt.
Seither hat sich der Betriebsrat gemeinsam mit der Geschäftsleitung mit noch nicht geklärten Themen befasst. 

Nach Einschätzung des Betriebsrats ist mittlerweile die Balance des gegenseitigen Gebens und Nehmens gestört: die Geschäftsleitung war im Gegensatz zu den vorherigen Verhandlungsrunden zunehmend weniger kompromissbereit. Dem Betriebsrat wurde ein Ultimatum gestellt auf weitere Forderungen komplett zu verzichten.

Um ein gutes Endergebnis für die Belegschaft zu erreichen, hat sich der Betriebsrat entschieden, die Einigungsstelle anzurufen. Somit finden weitere Verhandlungen mit der Geschäftsleitung unter Vorsitz eines unabhängigen Arbeitsrichters statt.

Freitag, 16. September 2011

KNV: Der Protest geht weiter

„So geht das nicht, die Geschäftsleitung muss sich auch bewegen“, rief Ursula Schorlepp, ver.di Gewerkschaftsekretärin den Beschäftigten bei der spontanen Protestkundgebung vor KNO VA zu.
Der Protest wendet sich gegen die Planung der Geschäftsleitung der Firmengruppe KNO Verlagsauslieferung und KNV Barsortiment und FV Holding, die bisherigen Logistik-Standorte Stuttgart und Köln aufzugeben, zugunsten eines Neubaus auf der grünen Wiese in der Mitte Deutschlands.

Mittwoch, 7. September 2011

Weiterer Etappensieg für KNV/KNO-Belegschaft und Betriebsrat: Stuttgarter SPD-Gemeinderatsfraktion aktiv für den Verbleib am jetzigen Standort


Stuttgarter Stadträt/innen wollen „Politik der verbrannten Erde“ durch KNV-KNO/VA-Standortverlagerung verhindern 
- so Hans H. Pfeifer, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender, gegenüber dem Hugendubel-Verdi-Infoblog.  
Aktiv gegen die (mit einer Standortverlagerung von KNV-KNO/VA verbundene) "empfindliche Schwächung von Stuttgart als Verlagsstandort"! 
 
Die SPD fordert ...

Freitag, 26. August 2011

Einstellstopp beim Zwischenbuchhändler KNV zurückgenommen – Betriebsräte sichern sich qualifizierte Mitsprache

Der Einstellstopp beim Zwischenbuchhändler KNV ist zurückgenommen. Darauf verständigten sich die Betriebsräte der beteiligten Firmen F. Volckmar sowie Koch, Neff & Volckmar (Stuttgart und Köln) mit dem Arbeitgeber.

Mittwoch, 17. August 2011

Bleibt Stuttgart doch KNV/KNO-Logistik-Standort? - Belegschaft und Betriebsrat kämpfen - und erhalten Unterstützung durch Politik



Wird das KNV-Geschäftsleitungsvorhaben "Umzug in die Mitte Deutschlands" - 

mit der beabsichtigten "Aufgabe der Standorte"
Stuttgart (1 000 Arbeitsplätze) und Köln (500 Arbeitsplätze) - 


durch den hartnäckigen Widerstand von Belegschaft und Betriebsrat zu Fall gebracht? 

Wird doch nichts aus dem KNV-Umzug in "Deutschlands Mitte"?
Foto: wikipedia
 
Ganz offensichtlich können aktiver Einsatz und Kampf für die Interessen der Arbeitnehmer/innen durchaus von spürbarem Erfolg gekrönt sein: 

Die Chancen, ...

Freitag, 22. Juli 2011

KNV/KNO: Gegen Standortverlagerung und Gefährdung von 1.500 Arbeitsplätzen

Stuttgarter Betriebsrats-Vorstoß zeigt erste Erfolge: 
Gespräche mit Politikern und Verantwortlichen auf Stadt- und Landesebene haben jetzt begonnen

KNV/KNO AUF DER "GRÜNEN WIESE" IN DER "MITTE DEUTSCHLANDS" ?
FÜR STANDORT-ERHALT UND ARBEITSPLATZ-SICHERUNG IN STUTTGART UND KÖLN !
Foto: wikipedia

Belegschaft und Betriebsräte von KNV/KNO (Buchgroßhandel und Verlagsauslieferung) ... 

Sonntag, 19. Juni 2011

KNO/KNV: Betriebsrat kämpft mit „Offenem Brief“ um den Erhalt von 1.500 Jobs in Stuttgart und Köln


GEGEN DIE STANDORT-VERLAGERUNG NACH "DEUTSCHLANDS MITTE"
FÜR DEN ERHALT DER ARBEITSPLÄTZE IN STUTTGART UND KÖLN !
Foto: wikipedia



KNO/KNV Stuttgart:  „Wir wollen unseren Arbeitsplatz hier nicht verlieren“

...so betitelt

Samstag, 28. Mai 2011

MEDIEN-LINKS: Der Betriebsrat schlägt zurück - Neueinstellungen bei KNV werden blockiert ...



... meldet buchreport-online ... 

... KNV-Betriebsrat ist demnach kampfbereit ...

... und verweist auf die Streik-Erfolge der Kolleg/innen von LIBRI ... 

... denn: KNV-Stellenabbau von "bis zu 1.500 Mitarbeitern" muss verhindert werden!


"Erhöhter Druck" ... 

Mittwoch, 25. Mai 2011

MEDIEN-LINKS: Massenentlassungen bei KNV ...

... stehen offensichtlich bevor ...

Mittelpunkt Deutschlands (nahe des Opfermoores) Foto: wikipedia
 
... über Tausend KNV-Mitarbeiter/innen sind betroffen von der Logistik-Schließung am "Stammsitz Stuttgart" sowie am Standort Köln (und der Verlagerung in "Deutschlands Mitte")  ...

... Betriebsrat und Belegschaft reagieren "geschockt" ...
 
... Gewerkschaft ver.di protestiert gegen Methoden der Gewinnmaximierung auf Kosten der Angestellten (Maximalgehälter von 1500 Euro brutto!) ... 


... "Hugendubel-Verdi-Blog" bietet allen Betroffenen eine Diskussionsplattform 


Große Unruhe ruft die in den vergangenen Tagen bekannt gewordene bevorstehende Schließung der KNV-Logistik-Standorte hervor. 

http://www.knv.de/_content/page_2345_de_30672.htm
Die Pressemitteilung des Buchgrossisten wurde über dpa, die lokale Stuttgarter und Kölner Presse sowie über die Buchbranchen-Medien verbreitet: 

KNV (Koch, Neff & Volckmar) und seine Schwestergesellschaft (KNO VA) ziehen bis 2015 ihre Logistik von den bisherigen Standorten Stuttgart und Köln ab - so der geschäftsführende Gesellschafter Oliver Voerster.

Erfurt wird neuer Standort für KNV-Logistikzentrale  ...

... melden die "Stuttgarter Nachrichten" 
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stuttgart-buchgrosshaendler-baut-600-stellen-ab.5bb13d61-2dba-4057-ab46-e988dd297ad2.html

In jedem Fall wird es aber "ein zentraler Ort in der Mitte Deutschlands" sein: "Bad Hersfeld - oder weiter östlich" - wohin KNV seine Logistik-Zentrale verlagern will. 

Und - in jedem Fall werden weit über eintausend KNV-Kolleg/innen direkt davon betroffen sein: 

3.250  Mitarbeiter/innen ...

Freitag, 6. Mai 2011

MEDIEN-LINKS: Die Protestwelle schwappt von Libri zu Amazon über ...


 „Wir wollen selber etwas dafür tun, dass sich die Situation hier ändert“

... sagen nun auch die Kolleg/innen von Amazon ...  

MEDIEN-LINKS: Streik bei Libri war erfolgreich!

... Libri-Geschäftsführung kehrt zum Tarifvertrag zurück! 


Einen durchschlagenden Erfolg hatten die Streikaktionen der Beschäftigten von Libri, Bad Hersfeld; dies gibt die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bekannt:

Mittwoch, 20. April 2011

MEDIEN-LINKS: „Schluss mit lustig!“ meinen über 300 streikende Libri-Angestellte


... sie machen Druck im Ostergeschäft (buchreport)
... fordern ein Ende der Hinhaltetaktik (Hersfelder Zeitung)
... und siehe da: Plötzlich ist die Libri-Führung bereit zum Dialog (Börsenblatt)



Firmenleitungen scheinen also Tarifvertrags-Forderungen

Dienstag, 19. April 2011

„Mit Streik den Verhandlungsdruck erhöhen“ - Heute ab 10 Uhr bei Libri

Streik beim Buchgroßhändler Libri GmbH, Bad Hersfeld: 
"Jetzt reicht´s,  wir wollen uns nicht länger hinhalten lassen!"

DER WINTER IST VORBEI !  -  Foto: verdi
Dienstag, den 19. April 2011 ab 10.00 Uhr:

Freitag, 8. April 2011

Libri – Buchgroßhändler oder Logistiker?


„Streik-News:  Warnstreik bei Libri“. Unter diesem Titel hatten wir hier im Blog am 09. und 16. Dezember 2010 von einer Arbeitskampfmaßnahme  in Bad Hersfeld berichtet. Auslöser der Aktion, mitten im Weihnachtsgeschäft, war das Verbot einer geplanten Betriebsversammlung. Das Bad Hersfelder Arbeitsgericht hatte eine einstweilige Verfügung auf Antrag der Libri-Geschäftsleitung bestätigt.

Wir haben uns gefragt, wo denn die Hintergründe für so heftige Auseinandersetzungen liegen. Durch intensive Recherchen sind wir auf viele interessante Informationen gestoßen:

Der Ursprung liegt  im Jahr 2005: Der Arbeitgeber Libri GmbH stieg in jenem Jahr aus dem Arbeitgeberverband Groß-  und Außenhandel / Verlage Hessen aus. Dies bedeutete für die Belegschaft in Bad Hersfeld ausbleibende Tariferhöhungen und keine finanziellen Weiterentwicklungen bei möglichen Sprüngen in den folgenden Tätigkeitsjahren. Die Gehälter blieben mit dem Stand von 2005 weitgehend unverändert, was Libri mit dem Hinweis auf seine Wettbewerbsfähigkeit begründet. 

Fatal für die dortigen Arbeitnehmer, werden doch steigende Lebenshaltungskosten und inflationäre Entwicklung nicht wenigstens teilweise mehr aufgefangen. Für jeden Mitarbeiter bleibt nur der Schritt zum  Einzelgespräch, um  über eine Gehaltserhöhung zu verhandeln. Dafür ist allerdings viel Mut, Überwindung und Geschick von Nöten, mit meist wenig Aussicht auf Erfolg, da Arbeitgeber derzeit gerne auf hohe Personalkosten und schlechte wirtschaftliche Lage verweisen. 

Auch neuen Bewerbern um einen Arbeitsplatz bleiben nur die Optionen, das Gehaltsangebot bei Libri zu akzeptieren oder ein höheres Gehalt zu verhandeln, in letzterem Fall mit sinkenden Chancen auf Einstellung. Eingruppierungen nach Branchentarif erfolgen nicht mehr.

Jedoch ist es Libri nicht gelungen, vollständig aus der Tarifbindung auszusteigen. Wenigstens bis zum Ende seiner Laufzeit  hat der Manteltarifvertrag weiter Gültigkeit, da dieser in Hessen „allgemeinverbindlich“ ist.  Ein Tarifvertrag gilt dann als „allgemeinverbindlich“, wenn er vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales oder, wie in unserem Fall auf Landesebene, vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit dazu erklärt wurde. Die Allgemeinverbindlichkeit stärkt die Gleichbehandlung innerhalb einer Branche, gilt daher auch für Arbeitnehmer die nicht in der Gewerkschaft sind und bindet Arbeitgeber, auch wenn sie nicht mehr dem Arbeitgeberverband angehören. 

Auch um die Allgemeinverbindlichkeit des Manteltarifvertrages zu kippen ist Libri vor Gericht gezogen; jedoch ohne Erfolg. So verbuchen die Kolleginnen und Kollegen bei Libri noch jährlich Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und weitere Leistungen für sich.

Selbstverständlich hat man bei Libri auch eine passende Begründung für den Ausstieg aus dem Arbeitgeberverband und das mangelnde Interesse eines Wiedereintritts:

Libri sieht sich nicht als Buchgroßhändler sondern als Logistiker, da man ja nur die Bücher zu den Kunden (Buchhandlungen) bringt, und mehr nicht.


Donnerstag, 16. Dezember 2010

Streik-News: Warnstreik bei LIBRI (2)

Zur Streik-Aktion unserer Kolleg/innen bei LIBRI in Bad Hersfeld von vergangener Woche gibt es inzwischen auch ein (von KLARTEXT produziertes) Video auf  youtube: 

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Streik-News: Warnstreik bei LIBRI (1)

Der BUCHREPORT berichtet über

Streiks in Bad Hersfeld:  Libri-Mitarbeiter protestieren gegen Verbot einer Betriebsversammlung

Rund 200 Libri-Mitarbeiter sind .... in Bad Hersfeld in einen Warnstreik getreten.
Auslöser: Der Buchgroßhändler hatte eine geplante Betriebsversammlung verboten.


Foto: verdi
Die regionale Presse behandelt Hintergründe und Vorgeschichte der Aktionen unserer Kolleg/innen bei LIBRI: 
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Warnstreik im Weihnachtsgeschäft