Auszeichnung für Aktionskünstler Wolfram P. Kastner
Wolfram P. Kastner macht Kunst, die stört und sich einmischt; Kunst, die sichtbar macht, was sonst nicht zu sehen ist. Seine Kunst provoziert Nachdenken und Diskussion, nicht selten auch Widerspruch, Verbote und Strafanzeigen. Solche Kunst eignet sich nicht zur dekorativen Beschönigung von Rüstungs- und Automobilkonzernen oder Bankfoyers.
Gleich bedeutend neben seinen Interventionen und Aktionen in der Öffentlichkeit zu politischen Themen wie Gewalt, Ausgrenzung, Reflektion der NS-Geschichte und Militarisierung, gibt es Installationen, Objekte und humorvolle, bissige, mitunter auch schöne Bilder, Säulen- und Schilderfotos, KulturBeutel, NotfallUhren, Zeit, Aktien, Ruhekissen, Heiligen Stuhl, Filme u.a.
Mit ihrem Preis "Aufrechter Gang" ehrt die Humanistische Union (Landesverband Bayern) den Künstler für seinen Einsatz für Bürgerrechte und Demokratie.
Weitere Infos: www.ikufo.de
Brandfleckaktion in Erinnerung an die Bücherverbrennung der Nazis am Königsplatz in München |
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-auszeichnung-aufrechter-gang-wolfram-kastner-1.5601581
Ich wusste gar nicht, dass es eine Kunst gibt, die sich zur dekorativen Beschönigung von Rüstungs- und Automobilkonzernen oder Bankfoyers eignet.
AntwortenLöschenSelbstverständlich hängen die herrschende Klasse und ihre Konzerne sich gerne teure Kunstwerke - auch sehr gerne ganz moderne - in ihre Foyers.
LöschenNäheres dazu findet sich in: Wolfgang Ullrich, Siegerkunst:
"Kunst ist, anders als in den zwei Jahrhunderten der Moderne, wieder ganz unverhohlen eine Sache der Reichen, Erfolgreichen und Herrschenden geworden. Kunst dient wieder der Repräsentation, sie ist ein Luxusgut. Was zählt, ist das Besitzen, nicht das Wahrnehmen und Betrachten von Kunst."