Donnerstag, 12. Juli 2012

Betriebsrat Wanninger

Ein Dramolett, frei nach Karl Valentin

Betriebsrat Wanninger sitzt im Betriebsratsbüro und wählt auf einem älteren Telefon, das noch mit Wählscheibe funktioniert, eine Nummer. Für alle Fälle liegen Kugelschreiber und Notizblock bereit. 

Schwester Immaculata: Ein herzliches Grüß Gott! Erzbischöfliches Ordinariat, Pforte, die Schwester Immaculata ist am Apparat!

Betriebsrat Wanninger: "Guten Tag, mein Name ist Wanninger. Ich bin Betriebsrat bei Hugendubel und Mitglied der dortigen Kommission für einen Sozialtarifvertrag. Wir hatten dem Hochwürdigsten Herrn Kardinal Marx vor drei Monaten einen Brief geschrieben und ihn um einen Gesprächstermin gebeten.
Bislang haben wir von ihm noch nichts gehört. Könnten Sie mich mit ihm vielleicht verbinden?"

Dienstag, 10. Juli 2012

Der Dativ ist dem Akkusativ sein Tod

Kardinal Marx läßt Halff antworten

Nachdem der Hirte seine Herde am 5. Mai wegen einer Feldkreuz-Einweihung in Gräfelfing leider leider leider nicht persönlich empfangen konnte, schreibt des Kardinals Stellvertreter im Weltbild-Imperium, Carel Halff, unserem Betriebsratsvorsitzenden Uwe Kramm. Der Beginn einer wunderbaren Brieffreundschaft?

Montag, 9. Juli 2012

PSALMEN REICHEN NICHT

ver.di-Publik berichtet über Marx-Demo:


Hugendubler und Weltbildler fordern vom Bischof Sozialtarifvertrag

Die Kirche an ihre soziale Verantwortung erinnert: Demonstration vor dem Palais Holnstein, der Residenz von Erzbischof Marx, für einen Sozialtarifvertrag.

Freitag, 6. Juli 2012

Der Aufhebungsvertrag

Elternzeitler + 50plus + kritisch = Ausrangiert und Adieu?


Uns ist zu Ohren gekommen, dass die Geschäftsführung sich mit Hilfe von Aufhebungsverträgen von einigen - mehreren - vielen MitarbeiterInnen trennen möchte. Es soll bevorzugt auf ältere KollegInnen, ElternzeitrückkehrerInnen und MitarbeiterInnen, die "mit den Veränderungen im Unternehmen nicht klar kommen" zugegangen werden. Wenn ihr solch einen Vertrag angeboten bekommt, können nachfolgende Informationen hilfreich sein:

Mittwoch, 4. Juli 2012

Eine folgenschwere Stiftung - und geheimes Verlangen im "moral-bookshop" ... oder: Vom unerwartet-feministischen Weltbild eines Großfilialisten

.
Bischöfliche Medienhändler
in der MegaSeller-ZwickMühle

FIFTY SHADES OF GREY  und  der  KATHOLISCHE  STIFTUNGS - BUCHHANDEL

Produktwarnung
auf hugendubel.de
Wir raten dringend ab !
auf weltbild.de

Foto: wallguenter

"Wir sehen dieses Buch als sehr problematisch an."

"Und wir erfahren, dass diese Einschätzung von vielen Leserinnen und Lesern genauso geteilt wird wie von Autorinnen und Autoren sowie der professionellen Buchkritik."

"Die hier beschriebene Unterwerfung der Frau widerspricht dem Welt- und Menschenbild, von dem wir uns als Buchhändler leiten lassen."


Was also tun?
...

Wie wollen Halff und Hugendubel - wie will Weltbild/DBH - mit dieser US-Sensations-Trilogie umgehen, die das große Defizit ausgleichen und - heiß herbeigesehnt - das Sommerloch füllen soll
...

Die mit einer deutschen Startauflage von einer halben Million Exemplaren - allein beim ersten Band (!) - sämtliche Buchhandelsrekorde brechen könnte
(und die - deutlich vor dem offiziellen Verkaufsstart am 9.Juli - bereits die Bestsellercharts stürmt!) 
...

Die in den Boulevard-Medien ungemein erfolgreich und instinktsicher-skandallüstern beworben wird mit 
" ... schärfer als Porno ! "
...

Die ohne jeden Zweifel in Konflikt geraten muss mit
den Prinzipien der katholischen Hardliner-Fraktion und des Weltbild-Stiftungs-Modells

???

Die banale Antwort auf diese Fragen lautet:

Dienstag, 3. Juli 2012

Stiften gehen

Ein Kommentar der Infoblog-Redaktion

Eine Stiftung soll es nun also richten. "Für alle Mitarbeiter ist das eine gute Perspektive, denn nichts ist so auf Dauer angelegt wie eine Stiftung», sagte Halff. Die Stiftung, deren Unternehmensform eine GmbH bleibe, solle gemeinnützige, kulturelle und kirchliche Ziele verfolgen. (zit. n. Augsburger Allgemeine).

Klingt nach einem Happy End für alle Beteiligten. Ist die kommende Weltbild-Stiftung tatsächlich für alle Mitarbeiter eine gute Perspektive?

Montag, 2. Juli 2012

Die Weltbild-Stiftung kommt, der Zukunftstarifvertrag bleibt...

...und bei Karstadt fliegen die Bücher raus

Die Ankündigung der Bischofskonferenz, die Verlagsgruppe WELTBILD in eine Stiftung zu überführen, hat auf den Fluren des Augsburger Unternehmens für reichlich Gesprächsstoff gesorgt: Was bedeutet das für die Weltbild-Belegschaft am Standort Augsburg? Welches Arbeitsrecht gilt zukünftig? Was ist mit den Vereinbarungen aus dem Zukunftstarifvertrag?

Auch nach der Umwandlung von WELTBILD in eine Stiftung gilt der Zukunftstarifvertrag weiter und die
Rechte der MitarbeiterInnen bleiben gewahrt. Dies teilten Thomas Gürlebeck, ver.di Sekretär Handel, und Timm Boßmann, Sprecher der ver.di-Betriebsgruppe, in einer Pressemitteilung vom 28. Juni 2012 mit.