Montag, 10. Juni 2024

Meloni und von der Leyen Hand in Hand

Rechte Regierung in Italien - Eine Zwischenbilanz

Themenabend des Arbeitskreises Aktiv gegen rechts in ver.di München 


Bei dem Vortrag werden Ursachen und Hintergründe der
rechten Politik in Italien beleuchtet und in Zusammenhang
mit den aktuellen Entwicklungen in Europa gesetzt. Unter
anderem werden die Folgen dieser Regierung für
Sozialpolitik und Migration geschildert ebenso wie den
schleichenden Abbau von Grundrechten und die
Verschärfung der Repression.


Es referiert: Dr. Norma Mattarei, Soziologin, gebürtige Italienerin

Trasferirsi a Monaco di Baviera: intervista a Norma Mattarei

Mittwoch, 12. Juni 18 Uhr
ver.di-Haus Neumarkterstr. 22
2. Stock Raum Bertolt Brecht
Arbeitskreis Aktiv gegen rechts in ver.di München 

 

Donnerstag, 6. Juni 2024

Europa braucht Deine Stimme!

 Europawahl am 9. Juni


Bei der Europawahl am 9. Juni 2024 geht es um viel. Deshalb gilt auch in der Wahlkabine: kurz Halt machen und sich klar darüber sein, was ein Kreuz an der falschen Stelle bedeutet. Von der Migrationspolitik bis zu den Rechten der Europäischen Betriebsräte, es geht um entscheidende Weichenstellungen für alle. Es geht um ein demokratisches und gerechtes Europa und unsere Zukunft. Das betrifft nicht nur das Privatleben, sondern auch unseren Arbeitsalltag. Ein positives Beispiel ist die europäische Mindestlohn-Richtlinie einschließlich der Vorgabe, eine Tarifbindung von 80 Prozent zu erreichen.

Wir werben dafür, wählen zu gehen und den demokratischen Parteien den Rücken zu stärken.

Wir erleben über Deutschland hinaus in Europa eine besorgniserregende Entwicklung. Rechtsextreme Parteien stellen Regierungen oder führen in den Meinungsumfragen - in Italien, den Niederlanden, Österreich und Frankreich, Ungarn wird von der autokratischen Regierung Orban beherrscht. Es ist nicht ausgemacht, dass nach der Neuwahl zum Europäischen Parlament in Brüssel die Brandmauer gegen rechts steht und es wie bisher zu einer tragenden Zusammenarbeit der demokratischen Fraktionen kommt.

Wir wollen ein geeintes und soziales Europa. Das Projekt Europa ist zu wichtig, um es denen zu überlassen, die es zerstören wollen. Lasst uns das mit unseren Stimmen am 9. Juni zeigen!

 

Quelle: https://www.verdi.de/europawahl

 

Samstag, 1. Juni 2024

"Die sind zum Teil ernsthaft gestört"

 Karriereberater Jürgen Hesse über Führungskräfte


Süddeutsche Zeitung: Herr Hesse, bevor wir über die schlechten Chefs sprechen: Was wäre denn überhaupt ein guter?

Jürgen Hesse: Chefs sind aus meiner Sicht auch immer idealisierte Elternfiguren. Wie wünschen uns Eltern? Sie sollten liebevoll mit ihren Kindern umgehen. Im Berufsleben würden wir ein anderes Wort wählen, wir würden von Wertschätzung sprechen. Ein guter Chef oder eine gute Chefin nimmt sich zeit, stellt Fragen und kann vor allem zuhören.  (...)

Süddeutsche Zeitung: Eine repräsentative Umfrage einer Personalberatung ergab vor einigen Jahren, dass zwei von drei Beschäftigten in Deutschland ihren Chef für fachlich und charakterlich ungeeignet halten. Gibt es wirklich so viele schlechte Chefs?

Jürgen Hesse: Meine Rechnung geht so: Ein Drittel der Chefs macht einen wirklich guten Job, bei einem Drittel ist Luft nach oben. Und dann ist da ein Drittel, die sind so mies, dass sie nicht zu retten sind. Die sind zum teil ernsthaft gestört. Ein Drittel! Das ist eine Menge. (...)


Auszug aus einem Interview mit Jürgen Hesse in: Süddeutsche Zeitung, 2. Mai 2024, S. 16.

Mittwoch, 29. Mai 2024

Fahrtkostenzuschuss – War da mal was?

 DRESDEN, 19.09.2006, Fahrkarte für eine Einzelfahrt in Tarifzone 1, gelöst in der Straßenbahnlinie 1 an der Straßenbahnhaltestelle Flügelweg -- Fahrkarte eingescannt


Mit Wehmut werden sich altgediente Hugendubler noch an die Zeiten
erinnern, als unser Unternehmen noch so etwas wie ein soziales Gewissen
hatte und die Beschäftigten neben dem ja schon damals nicht üppigen
Lohn mit einigen Zusatzleistungen unterstützte.
 
Eine davon war ein Fahrtkostenzuschuss – Weiß noch jemand die Höhe?
Heuer können wir jedenfalls ein trauriges 20-jähriges Jubiläum
begehen:
 
2004 wurde selbiger Zuschuss nämlich zur Sanierung des Unternehmens
vorübergehend ausgesetzt. Es sollte regelmäßig von der Geschäftsführung
geprüft werden, wann die Voraussetzungen gegeben sind, um die Zah-
lungen wiederaufzunehmen. Nach Information der Blog-Redaktion dauert
diese Prüfung immer noch an. 
 
Die Prüfung erinnert in ihrer Länge schon verdächtig an die
Heiligsprechungsverfahren der katholischen Kirche…
 
Wir sind jedenfalls zuversichtlich, dass es spätestens mit der Eröffnung
der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München so ungefähr um das Jahr
2037 wieder ein kleiner Obolus fließen wird, damit man sich die Fahrkarte 
leisten kann. 

Drücken wir die Daumen!

 

 

Samstag, 25. Mai 2024

"Früher war das hier eine Diktatur"

  

"Wenn wir sehr gute Buchhändler finden und ihnen die Freiheit geben, ihre Filiale selbst zu führen, dann werden das einfach sehr gute Buchhandlungen."

 

"Vor Daunt habe die Zentrale geordert. Sie habe vorgegeben, was wo zu liegen habe, 

welches Buch dringend abverkauft werden müsse und was nach hinten zu sortieren sei.

Wer am meisten zahlte, lag vorn. Ganz egal, ob das Buch gut war oder schlecht.

Das Resultat: Oft sei mehr als die Hälfte der ware retourniert worden.

Früher war das hier eine Diktatur. Es fühlt sich an, als  hätten wir die Kontrolle 

zurückgewonnen."



Aus einem SPIEGEL-Interview mit James Daunt,

Chef der Buchhandelskette Barnes & Noble

vom 20.04.2024, S. 64 - 65.


 

Mittwoch, 8. Mai 2024

Antwort der Tarifkommission an den Arbeitgeberverband

 

 

Sehr geehrter Herr Mühldorfer, 

 Sie haben uns mit Ihrem Schreiben, eingegangen am 22. April, aufgefordert wieder in Tarifverhandlungen mit Ihnen einzutreten. Unsere Tarifkommission hat sich heute ausführlich mit der Situation in unserer Branche, den Verlauf der Tarifverhandlungen und Ihrem Anliegen beschäftigt.

 Im Auftrag der Tarifkommission möchte ich Ihnen deshalb folgende Antwort geben. Zunächst sind wir ziemlich irritiert darüber, dass wir Ihnen am 12. März sehr ausführlich unsere Sichtweise auf die Situation der Beschäftigten, den bisherigen Verlauf der Tarifverhandlungen und die wesentlichen Fakten, welche einen Tarifabschluss unter den von Ihnen gezeichneten Eckpunkten nicht möglich machen, sie aber mit keinen Wort darauf eingehen und lediglich die Fortsetzung der Tarifverhandlungen fordern.