Zum 125. Geburtstag von Walter Benjamin
Paul Klee "Angelus Novus" (Zeichnung von 1920), zeitweise im Besitz von Walter Benjamin
Auf der Flucht vor den Nazis brachte sich der jüdische Philosoph Walter Benjamin 1940 in einer für ihn aussichtslosen Situation im kleinen nordspanischen Ort Portbou um. Kurz zuvor schrieb er den geschichtsphilosophischen Aufsatz "Über den Begriff der Geschichte", dessen Manuskript er Hannah Arendt mitgab, die es so rettete. In der IX. These dieses Textes beschäftigte sich Benjamin auch mit der Zeichnung Angelus Novus von Paul Klee, die ihn stark berührte. Wir erinnern damit an den 125. Geburtstag dieses bedeutenden Denkers.
„Es gibt ein Bild von Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind ausgespannt. Der Engel der Geschichte muß so aussehen.


