Mittwoch, 6. November 2013

Beihilfe zum Lohnraub!?


Wie die gesamte DBH hat auch Hugen­dubel stark mit den rasanten Um­­brü­chen in der Buchhandels­bran­che zu kämpfen. Die Krise ist nicht zu verleugnen und alle Zeichen stehen ein­deu­tig auf Kostensenkungen und Per­so­­nal­­kürzungen

Nun kann man der Geschäftsführung bei Hugendubel Einiges vorhalten, aber sicherlich nicht mangelnden Einfallsreichtum, wenn es darum geht, das Leben für die Beschäftigten noch „aufregender“ zu gestalten. Das Stichwort heißt „Vergütungsordnung“ und dahinter verbirgt sich nichts anderes als der dreiste Ver­such, die ohnehin nicht üppigen Gehälter von uns BuchhändlerInnen weiter nach unten zu drücken. 


Tarifvertrag nur in Bayern 

Eigentlich scheint die Sache klar zu sein: wenn es ums Entgelt geht, verhandeln Arbeitgeber und Gewerkschaft (in unserem Fall ver.di) über einen Ta­rif­ab­schluss. Wie gerade eben geschehen für den Buchhan­del in Bayern. Dort ist Hugendubel tarif­gebunden, zahlt seinen Beschäftigten Tarifgehälter und gewährt ihnen die Leistungen aus dem Mantel­tarifvertrag (z.B. ein Urlaubs- u. Weihnachtsgeld). Jenseits der weiß-blauen Grenze herrscht leider jetzt schon ein ziemliches Durcheinander, was die Gehälter betrifft. Dort existiert keine sog. „originäre“ Tarif­bindung und das glauben die Herrschaften in der Hilblestraße ausnutzen zu können.

Dienstag, 5. November 2013

Hugendubels verzweifelt gesucht!

Eine Vermisstenanzeige


Vor einiger Zeit kündigte einer der Geschäftsführer von Hugendubel bei einer Betriebsversammlung in München an, dass im Unternehmen kein Stein auf dem anderen bliebe. Das war in der Tat nicht zu viel versprochen. Gewissheiten gibt es so gut wie keine mehr (höchstens, dass man schon die Säue grunzen hört, die am nächsten Tag durchs Dorf, respektive die Filialen getrieben werden sollen).

Halt, eine Konstante findet sich in den zunehmend unübersichtlicheren Veränderungsprozessen schon: die geschäftsführenden Gesellschafter Nina und Dr. Max Hugendubel glänzen gegenüber den Beschäftigten durch nahezu vollständige Abwesenheit!

Nun ist es kein Wert an sich, die Chefs ständig um sich herum zu haben. Es erwartet auch niemand, dass unsere Geschäftsführer jeden Tag in den Filialen auftauchen, um den KollegInnen Mut zuzusprechen und einen netten Smaltalk zu pflegen. Schließlich, davon sind wir ja überzeugt, setzen sie sich unablässig für die Zukunft unseres Unternehmens ein. Und das ist kein Teilzeitjob.

Freitag, 1. November 2013

Einladung zur Betriebsversammlung

Betriebsversammlung

am Mittwoch, 06.11.2013
um 9.30 Uhr
im 
EineWeltHaus
Schwanthalerstr. 80, München


Die Themen:

Arbeitszeit - alles fließt!!!

Familie und Beruf - aufgelaufen?

DBH, Weltbild, Hugendubel - welche Kurs steuern wir?
 
HSC - mit Kompetenz in die Zukunft?
 
Marienplatz - Flaggschiff oder Titanic?

Bermudadreieck Tariflandschaft!


Für die Geschäftsführung werden Herr Nitz und Hr. Drout teilnehmen,
für unsere Gewerkschaft der Kollege Schorsch Wäsler.

Teilnehmen! Mitreden!


Donnerstag, 31. Oktober 2013

Hilf dir selbst ...

Eine andere Art des Exorzismus

Die Undercover-Boss-Satire hier im VER.DI-Blog war eine Glanzleistung – und dem Verfasser sei ganz herzlich dafür gedankt. Mir als Katholiken vom etwas älteren Schlag hat selbstverständlich vor allem die Idee gefallen, am Schluss den Erzengel Michael auftreten zu lassen. Dieser wird dort quasi zum Vollstrecker eines göttlichen Strafgerichts: er löst den Interessenkonflikt zwischen Lohnarbeit und Kapital durch Teufelsaustreibung – und dies ist bestimmt keine schlechte literarische Lösung.


Aber an genau dieser Stelle (so weiß gewiss auch der Autor des Undercover-Boss) scheiden sich die Wege zwischen Literatur und Realität. Wenn es in der wirklichen Welt mit dem Arbeitgeber gar nicht mehr klappt, ist eine andere Art des Exorzismus angesagt: jene profanere, prosaischere, popeligere - und völlig engellose - Variante, bei der schrecklich viele Menschen in schicken Westen und mit bunten Fahnen auf der Straße stehen und einen infernalischen Lärm machen.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Erst saniert - dann ausrangiert?


 Marienplatz - ade?


Anfang Oktober fand in der Filiale Marienplatz in München eine Mitarbeiterveranstaltung statt. Anwesend waren unter anderem Herr Nitz von der Geschäftsleitung.
Thema des Abends: die Spekulationen, die sich im Moment um den Marienplatz ranken.

Der Vermieter dieser Immobilie möchte die Fassade neu renovieren lassen und gleichzeitig das Haus von oben bis unten sanieren. Dies kann allerdings nur mit einer kompletten Schließung der Filiale funktionieren. Im Raum steht eine Schließung von möglicherweise über einem (!) Jahr.

Montag, 28. Oktober 2013

WELTBILD-Beschäftigte demonstrieren gegen Job-Vernichtung

Solidaritäts-Erklärung der HSC-Beschäftigten

Samstag nachmittag demonstrierten rund 200 WELTBILD-MitarbeiterInnen in Augsburg gegen das Outsourcing des Customer-Care-Centers (CCC) von WELTBILD. Die Geschäftsführer Carel Halff und Dr. Martin Beer wollen den gesamten Kundendienst an Fremdfirmen übertragen, um Kosten zu sparen – ohne Rücksicht auf Beschäftigte oder KundInnen. Belegschaft, Betriebsrat und die Gewerkschaft ver.di stemmen sich mit aller Kraft gegen diese Pläne und zeigen hier: "Wir sind bereit, um unsere Arbeitsplätze zu kämpfen!"

Start an der City-Galerie am Willy-Brandt-Platz

Samstag, 26. Oktober 2013

"Kämpft um Eure Arbeitsplätze!"

Statement einer ehemaligen HSC-Kollegin
 
Folgender Aufruf ist heute als Kommentar einer ehemaligen HSC-Kollegin hier im Infoblog zu lesen. Er bringt die Situation auf den Punkt: vielen KollegInnen im HSC, aber auch am Stachus, am Marienplatz, bei New Media und bundesweit in vielen anderen Abteilungen und Filialen scheint der Ernst der Lage immer noch nicht klar zu sein.
 
"Ich bin echt geschockt, dass auf diesem Blog nicht mehr Aufruhr herrscht. Ich habe 2 1/2 Jahre im HSC gearbeitet, bin jetzt bei Weltbild und bin voraussichtlich bald ohne Job. Und ganz ehrlich, Leute, und das meine ich von ganzem Herzen, denn ich hatte im HSC einige ganz tolle Kollegen:
Kommt in die Pötte!!! Die Arbeit im HSC ist sehr ähnlich wie die Arbeit im CCC bzw. in der Fachabteilung, in der ich seit nun 10 Jahren arbeite (Juhuuu, ich krieg Kündigung und die besten Glückwünsche gleichzeitig... doll) Unsere Abteilung wurde innerhalb von 1 Woche ausgelagert! 1 Woche!!!! Erst kam einer, der sich 2 Tage angeschaut hat, was wir machen, dann wurden die Dienstleister 2 Tage geschult und nochmal 2 Tage später hatten die ihre Finger schon drin, und wir sitzen da und dürfen nur noch die Scheiße ausbaden, die die verbockt haben.. Wiegt euch nicht zu sehr auf der sicheren Seite... die lächeln und lügen euch ins Gesicht und dann ist das Thema durch! Also, Hintern hoch und kämpft um eure Arbeitsplätze!"
 
 
Deshalb: heute um 14:30 Uhr Demo in Augsburg!
 
Wir ziehen vom Willy-Brandt-Platz (City-Galerie) zum Augsburger Dom.
 
"Schlafen kann ich, wenn ich tot bin!"
 
(Rainer Werner Fassbinder)

Freitag, 25. Oktober 2013

Trauermarsch von der City-Galerie Augsburg zum Dom: WELTBILD verliert sein Gesicht

WELTBILD verliert sein Gesicht" – Unter diesem Motto demonstrieren die Beschäftigten der Verlagsgruppe WELTBILD am


Samstag, 26.10.2013
um 14:30 Uhr
ab Willy-Brandt-Platz 
(City-Galerie)
 

 

Die Geschäftsführer Carel Halff und Dr. Martin Beer wollen den WELTBILD-Kundendienst (CCC) komplett outsourcen. Damit werden rund 140 tariflich bezahlte Arbeitsplätze in Augsburg vernichtet. Zukünftig sollen sich Dienstleister u. a. in Leipzig um die WELTBILD-KundInnen kümmern.

Betriebsrat und Belegschaft haben in den letzten Wochen mehrfach das Gespräch mit der Geschäftsführung gesucht, um alternative Konzepte zu prüfen. Die Beschäftigten wollen das CCC optimieren, um die KundInnen ideal zu bedienen und gleichzeitig Kosten zu sparen. Allein: Carel Halff und Dr. Martin Beer hören nicht zu.

Stattdessen hat die Geschäftsführung jetzt das Arbeitsgericht angerufen, um den Betriebsrat in Verhandlungen über Abfindungen zu zwingen. Aus Sicht des BR und der Gewerkschaft sind Kündigungen das allerletzte Mittel. Bevor wir nicht darüber geredet haben, wie Entlassungen vermieden werden können, wollen wir nicht über Abfindungen feilschen. Wir verkaufen unsere KollegInnen nicht!

Außerdem glauben wir, dass WELTBILD ohne einen qualifizierten Kundendienst noch tiefer in die Krise rutscht. Jetzt sind kreative und nachhaltige Maßnahmen gefragt, die eine echte Antwort auf die veränderten Marktbedingungen darstellen. Mit kurzsichtigen Kostensenkungsprogrammen gefährdet die Geschäftsführung weitere Arbeitsplätze in Augsburg.

Dagegen demonstrieren wir am morgigen Samstag mit einem Trauermarsch. Nach einer kurzen Kundgebung vor der Citygalerie am Willy-Brandt-Platz um 14:30 Uhr ziehen wir durch die Fußgängerzone zum Dom.



Um schwarze Kleidung wird gebeten

 

 

 

Quelle: Weltbild Verdi Infoblog