Freitag, 20. September 2013

Abkassiert und abserviert

Was hat es mit der neuesten Schlagzeile auf sich, dass allen Kassenkräften bei Hugendubel in Hannover (ehemals Schmorl und von Seefeld) gekündigt wurde?

Wir sind dem nachgegangen und können nur mit Bedauern bestätigen, dass diese Nachricht der Wahrheit entspricht.
Alle MitarbeiterInnen, die dort an der Kasse gearbeitet haben sind ihre Jobs los. Ersetzt werden sie durch ein externes Unternehmen, welches diese Tätigkeit in Zukunft übernehmen soll. KassiererInnen, die im Gehaltsgefüge bei Hugendubel sowieso schon ganz unten stehen, werden nun von ArbeitnehmerInnen ersetzt, die noch „billiger“ sind. Hugendubel hat sich damit unter die Firmen eingereiht, die Dumpinglöhne bezahlen und denen langjährige, erfahrene Mitarbeiter in keinster Weise etwas wert sind.
Hauptsache billig.

Doch nicht nur die Kassenkräfte sind von diesen „Umstrukturierungen“ betroffen, sondern auch die restlichen MitarbeiterInnen in Hannover müssen sich in Zukunft warm anziehen.

Mittwoch, 18. September 2013

"Die Kollegen hätten am liebsten ihren alten Turnus beibehalten."

Während die Berliner Filialen schon seit einiger Zeit mit einem neuen Arbeitszeitmodell arbeiten, haben nun für Oktober die Münchner Filialen nachgezogen. Nun gilt auch für alle Kollegen dort: kein fester Turnus, monatlich neue Arbeitszeiten und nur noch begrenzte Planungssicherheit. Aber hat der neue Arbeitsplan nur Nachteile? Werden die Wünsche der Kollegen ausreichend berücksichtigt? 

Wir haben uns mit einem Münchner Betriebsrat zum neuen Arbeitszeitmodell und den ersten Erfahrungen, die damit gemacht wurden, unterhalten. 
 
Anfangs des Monats habt Ihr nun zum ersten Mal für alle Filialen in München die neuen Arbeitszeitpläne vorgelegt bekommen. Welche Filialen habt Ihr davor bereits betreut?

Ja, das stimmt. Davor haben wir die Arbeitspläne der Filialen Neuhausen, Pasing, Perlacher Einkaufszentrum und die Fünf Höfe überprüft

Welche Erfahrungen habt Ihr bei diesen Filialen vor dem großen Start in allen Filialen gemacht? Es gab ja auch dort bereits die Wunschlisten?

Was sehr auffallend war ist, dass die Prüfung sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Selbst bei nur vier Filialen war der BR tagelang beschäftigt.
Zu den Wunschlisten: die Wünsche - im speziellen die generellen Wünsche - vieler Kolleginnen und Kollegen waren nicht immer ganz eindeutig und oftmals musste selbst der Betriebsrat grübeln, was sich die KollegInnen eigentlich wünschen. Deshalb nochmals der Appell an alle: bitte darauf achten, dass eure Wünsche präzise und eindeutig formuliert sind!

Montag, 16. September 2013

Das Jobwunder-Märchen

ver.di Wirtschaftspolitik aktuell - August 2013


Im Wahlkampf wirbt Angela Merkel mit guten Arbeitsmarktzahlen: So viele Jobs wie noch nie und die niedrigste Arbeitslosigkeit seit 20 Jahren.

Doch was steckt dahinter? Seit 2000 Jahren entstanden über drei Millionen geringfügige Jobs und Teilzeitstellen. Dazu eine halbe Million überwiegend prekäre Existenzgründungen. Das Arbeitsvolumen ist mit 58 Milliarden Stunden genau so groß wie zur Jahrhundertswende.

Vollzeitbeschäftigte gibt es dagegen heute eineinhalb Millionen weniger. Davon sind mittlerweile fast eine Million Leiharbeiter. Knapp die Hälfte der Neueinstellungen erfolgt nur befristet.

Samstag, 14. September 2013

... und wieder ist Schluß!

 

Heute ist der letzte Tag der Filiale Neuburg an der Donau


Die Hugendubel-Filiale - ehemals Ganghofer - öffnet heute zum letzten Mal ihre Türen.
Danach ist Schluß - Aus - vorbei.

Wir wünschen den KollegInnen alles Gute für ihren weiteren Weg.

Die Hugendubel Infoblog Redaktion




Mittwoch, 11. September 2013

Insolvenz-Quatsch in der FAZ – was steckt dahinter?

Die FAZ überraschte am Montag mit einem Artikel über die angeblich drohende Insolvenz von WELTBILD. Spiegel online zog hinterher, und wärmte die halbgare Paniksuppe aus Frankfurt nochmal auf.

Wahr ist, was Geschäftsführer Carel Halff umgehend antwortete: "Aus Sicht der Geschäftsführung ist der Fortbestand des Unternehmens in keiner Weise gefährdet." Das bestätigt auch Betriebsratsvorsitzender Peter Fitz, der im Wirtschaftsausschuss regelmäßig über die Ertragslage des Unternehmens informiert wird: "WELTBILD ist liquide, bei dem Artikel handelt es sich um Panikmache."

Wer streut solche Gerüchte?

Freitag, 6. September 2013

Hugendubel Undercover Boss (4): Apocalypse Now

Vierter Teil (und Schluß)

Ort: München, Hilblestraße.
Zeit: 08.44 Uhr.

(Herr Michael steht außen vor der Tür eines Konferenzraumes und zögert einen Augenblick.
Stimmen sind gedämpft zu hören. Er soll an der heutigen Betriebsratssitzung teilnehmen.
Dann klopft er dreimal leise, öffnet die Türe und erschrickt)

Herr Michael (sieht den Personalchef mit zahlreichen Führungskräften an einem hufeisenförmig angeordneten Konferenztisch sitzen): "Oh, Verzeihung, ich wußte nicht , daß hier eine Tagung der Geschäftsleitung stattfindet. Ich sollte heute an der Sitzung des Betriebsrates teilnehmen.
Da scheine ich mich im Raum geirrt zuhaben...".

Personalchef (freundlich lächelnd, jovial winkend): "Nein, nein, Sie sind hier absolut richtig, Herr Michael!  Kommen Sie nur herein! (deutet auf einen freien Stuhl am unteren Ende des Hufeisens)
Nehmen Sie Platz!"